Leonhardifahrt

„Darum geht es: um Schutz für Haus und Hof“

Pferdegespann zur Leonhardifahrt in Bad Tölz
Leonhardifahrt Bad Tölz: Immer am 6. November findet zu Ehren des heiligen Leonhard die berühmte Pferdewallfahrt statt. Mittendrin sind der Pfisterfranzl und seine Frau Maria. Für die beiden Tölzer Bauern ist der Tag eine Herzensangelegenheit, für den sie keine Mühe und kein Wetter scheuen – und das schon in aller Herrgottsfrüh

 

Ins Wirtshaus pressiert’s mehr als in die Kirch. Diese alte Regel haben in Bayern sogar die Rösser im Blut. In einem gewagten Trab donnern sie übers Kopfsteinpflaster der Bad Tölzer Marktstraße, hinter ihnen rumpeln die Wagen her. Selbst beim steilen Anstieg Richtung Stadttor lassen sich manche Gespanne nur mit Mühe zügeln.

Die Rosserer, die Pferde und Wagen lenken, haben alle Hände voll zu tun, um ihre Fracht sicher durch das enge Tor zu dirigieren und dann, vor der Maria-Hilf-Kirche auf dem Mühlfeld, das Gespann noch einmal zum Stehen zu bringen. Ein letztes Mal halten die Tölzer Leonhardifahrer an, Wagen für Wagen empfangen Mensch und Tier vom Pfarrer den Abschlusssegen.

Fast sechs Stunden sitzen sie im kalten Regen
und beten einen Rosenkranz nach dem anderen 

„Großer Gott, wir loben dich“ spielt die Musi, und schon ein paar Meter weiter löst sich der Zug auf, die Wallfahrer klettern von ihren Wagen, spannen die Pferde aus und verteilen sich auf die umliegenden Wirtshäuser.

Im Pfarrheim Franzmühle treffen sich die Frauen aus dem Wagen Nummer 18, die Schalkfrauen aus Gaißach, also die Verheirateten aus dem Nachbarort. Die plötzliche Wärme rötet die Wangen von Maria Mayer. Fast sechs Stunden lang hat sie jetzt mit den anderen, im Tafelwagen vom Mooserhausl gesessen, meistens reglos, betend und singend bei kalten acht Grad – und geschüttet hat’s ganz erbärmlich. Aber Marias guter Laune konnte das Mistwetter nichts anhaben. „’S ist halt Leonhardi!“, sagt sie und lacht.

Leonhardi, so nennen sie in Bad Tölz den 6. November, den Gedenktag des heiligen Leonhard. Für die 32-jährige Bäuerin ist der Tag eine Herzensangelegenheit, für Leonhardi scheut sie keine Mühe und kein Wetter. In aller Herrgottsfrüh muss sie dafür raus: Schon seit vier Uhr ist sie auf den Beinen, denn zuerst müssen die allmorgendliche Stallarbeit und das Melken der Kühe erledigt sein, bevor es an die letzten Vorbereitungen für die Leonhardifahrt geht.

Auch Marias Schwiegereltern sind schon auf, um mitzuhelfen, und natürlich auch ihr Mann, der Martin, denn er ist einer der Rosserer. Der Pfisterfranzl, so lautet sein Hofname, fährt wie jedes Jahr die Musikkapelle Gaißach, in der er das Waldhorn spielt. Unter den Leonhardifahrern ist der Mayer Martin ein alter Hase: Seit zwanzig Jahren lenkt er selbst das Gespann, seit mehr als hundert Jahren wird auf dem Hof der Brauch gepflegt. Im Tölzer Land werden die Ausfahrten zu Ehren des Heiligen seit 1856 veranstaltet.

Draußen ist es noch stockfinster. Drinnen im Stall bekommen
Pia und Pipi Blümchen in die Schweife gebunden

Fünf Uhr, draußen ist es noch stockdunkel. Maria steht in der Pferdebox von Pia und Pipi, bürstet die Schweife der hellbraunen Kaltblüter und flicht sie dann zu dicken Zöpfen, steckt sie hoch und verziert sie noch mit einem Rosensträußchen. Zuhauf liegen die kleinen Gebinde in einer Schachtel bereit, denn auch die Mähne der Tiere wird damit geschmückt, Strähne für Strähne.

Schon am Wochenende vor Leonhardi sind die Musiker und ihre Frauen auf dem Pfisterfranzlhof zusammengekommen, um bei Kaffee und Kuchen die Blumen zu binden und den Wagen zu schmücken. Darum steht er heute früh schon längst mit grünen Tannenzweigen eingefasst und mit Chrysanthemen dekoriert in der Garage. Ein Kreuzbogen aus Almrausch umgibt die Statue des heiligen Leonhard an der Stirnseite des Wagens – zu Ehren des Heiligen wird die Pflanze jedes Jahr extra vom Berg geholt. Für Maria ist das etwas Selbstverständliches, denn schließlich ist der heilige Leonhard die Hauptperson an diesem Tag.

Gipfelkreuz am Tennenmooskopf – Schreinerin

REPORTAGE Noch nie stand ein Gipfelkreuz auf dem Tennenmooskopf im Allgäu. Eine Schreinerin aus Bobingen hat es nun gebaut, als Zeichen dafür, dass die Berge eine Heimat sind. Es war das letzte Projekt ihres Berufslebens – am nächsten Tag verkaufte Sie ihre Werkstatt …

Vom Hof her dringen Stimmen, Motorenbrummen und Pferdegetrappel herein: Marias Vater, ihr Bruder und ihre Schwester kommen aus dem benachbarten Lenggries an und bringen Hanni und Sterndl, die beiden anderen Pferde, die zusammen mit Pia und Pipi das Vierergespann vom Pfisterfranzlhof bilden.

Bei der Tölzer Leonhardifahrt sind ausschließlich Vierspänner zugelassen. Für Zweispänner, wie sie in vielen anderen Orten gefahren werden, geht es hier zu steil hinauf zur Kirche auf dem Kalvarienberg, zum Ziel der Wallfahrer. Fast wäre die Tradition der Tölzer Leonhardifahrt daran sogar gescheitert: Bis in die 1970er Jahre wurden auf den bayerischen Höfen kaum noch Pferde gehalten, die Zahl der Fuhrleute schrumpfte immer mehr. Nur ein einziger Tölzer Hof konnte damals noch ein Vierergespann stellen. Um den alten Brauch zu erhalten, tun sich die Bauern seither zusammen und spannen gemeinsam an. Auch die Vorreiter, die die Gespanne begleiten, kommen meist von Nachbarhöfen.

Langsam dämmert der Tag herauf. Die Musiker kommen an,
die Annemarie holt dem Buben noch schnell seinen Janker

Schon treffen sie auf dem Pfisterfranzlhof ein. Es ist sechse, als Maria gerade dabei ist, den Schweif von Hanni zu flechten. Ihre Schwester Barbara bürstet derweil den von Sterndl, Vater und Bruder nehmen sich der Mähnen an, jetzt werden alle Hände gebraucht, auch Orella und Onassis müssen noch zurechtgemacht werden, die Pferde der Vorreiter. Ein jeder weiß, wo er hinlangen muss, Hand in Hand wird gearbeitet, Gesprächsfetzen fliegen hin und her, auch viele Späße, die nur die Eingeweihten verstehen.

Langsam dämmert der Tag herauf, mittlerweile herrscht ein stetes Kommen und Gehen. Die Musiker trudeln ein, die Johanna bringt ihren Sohn Franz, einen der Trompeter, die Annemarie lässt ihren Sohn Seppi aussteigen und fährt nach einem prüfenden Blick in den wolkenverhangenen Morgenhimmel noch einmal los, um dem Bub seinen warmen Janker zu holen. Der Klarinettist entlockt seinem Instrument ein paar Probetöne, die fast feierlich durchs Gehöft hallen.

Leonhardifahrt – Kinder sitzen in einer Kutsche
Leonhardi ist ein großer Tag – auch für die Kleinsten

Leonhardifahrt – Tracht
Unter dem Schnurhut, der zur Tracht gehört, „darf nix hervorschauen, nicht einmal ein Pony“

Leonhardifahrt – Geschmückte Pferde
Die Schweife der Rösser sind gebürstet, geflochten, hochgesteckt und geschmückt. Eine Kunst!

Um halb sieben sind die Pferde prächtig herausgeputzt, Zeit für eine Pause und ein letztes Aufwärmen. In der wohlig-warmen Küche der Mayers stehen Kaffee- und Teekannen auf dem großen Esstisch unterm Herrgottswinkel, dampfende Töpfe mit Wiener und Weißwürscht und Körbe mit frischen Semmeln.

Dann geht’s auf. „Ang’spannt werd!“ ruft Bauer Martin, und plötzlich sind alle auf den Beinen. Den großen Tafelwagen schieben sie aus der Garage, sie holen die Pferde aus den Boxen und führen sie vors Gefährt. Alles passiert ruhig, doch es liegt eine leichte Anspannung in der Luft. Es ist ein kritischer Moment, wenn die Pferde vor den Wagen gespannt werden, alle Zuschauer halten vorsichtig Abstand. Hanni und Sterndl, die beiden Schwarzen, die direkt vor dem Wagen gehen, sind leicht nervös. Aber Pia und Pipi, die ersten des Gespanns, lassen sich davon nicht anstecken.

Zu Leonhardi gibt es keinen Kutschbock, 
der Rosserer schwingt sich aufs hintere linke Pferd

Martin Mayer schwingt sich – wie alle Rosserer bei der Leonhardifahrt – nicht auf einen Kutschbock, sondern auf das linke hintere Pferd, das Sattelpferd, und zügelt die vier Rösser gekonnt und gelassen so lange, bis sich alle beruhigt haben und die Musi auf den Wagen kraxeln kann. Die Vorreiter nehmen ihre Position ein, die Musiker stimmen einen Choral an, dann setzt sich das Gespann vom Pfisterfranzlhof in Bewegung.

Über einen Wiesenpfad geht’s zur Straße, wo auch schon andere Wagen unterwegs sind, Richtung Bad Tölz zum Aufstellungsplatz. Neben jedem Wagen läuft der sogenannte Praxer oder Brettlhupfer: Seine Aufgabe ist es, bei jedem Stopp einen Bremskeil unter die Hinterräder zu legen, damit der Wagen nicht wegrollt. Es sind junge Burschen, denen der lange Fußmarsch nichts ausmacht. Viele Rosserer haben ihre Leonhardi-Karriere einst als Praxer begonnen, bevor sie selbst ein Gespann lenken durften.

Leonhardifahrt – Familienschmuck

Zur kostbaren und bedeutungsvollen Tracht gehört auch das Anlegen des Familienschmucks

Der Hof der Mayers ist auf einmal wie ausgestorben. Jetzt wird es Zeit für Maria, sich selbst fesch zu machen. Noch steht sie in Jeans und Karohemd vor dem Spiegel in der Diele und flicht die vom Duschen noch feuchten Haare, um sie dann sorgsam hochzustecken. Unter dem Schnurhut, der zur Tracht gehört, „darf nix hervorschauen, nicht einmal ein Pony“, erklärt sie.

Dann schlüpft sie in einen langen schwarzen Rock und den Schalk, die aufwändig verzierte kurze Jacke, die der Tracht ihren Namen gibt: Der Schalk ist den verheirateten Frauen vorbehalten, den Schalkfrauen. Die Ledigen sind die Miedermadln, wegen des geschnürten Oberteils, in dem sie vor potenziellen Heiratskandidaten eine gute Figur machen. Schließlich hat die Leonhardifahrt auch einen alten Ruf als Heiratsmarkt, auf dem sich früher so manche Ehe anbahnte. Zwar haben Maria und Martin Mayer nicht bei der Leonhardifahrt angebandelt, aber dass die beiden in Tracht heirateten, war selbstverständlich.

Auch wenn die Tölzer Leonhardifahrt längst zur Touristenattraktion
geworden ist – für die Leut hier bleibt es eine Wallfahrt

Heute muss eine Plastikhaube mit, wegen des Regens, denn die echte Goldschnur, die um den Hut gewickelt ist, ist kostbar und empfindlich. Dann nur noch die lange Uhrkette, die rund um den Schalk befestigt wird, das Kropfband, ein paar Rosensträußchen ins Dekolleté. Und ein Griff in die Rocktasche. „Das hier ist das Wichtigste“, sagt Maria und holt einen Rosenkranz hervor. „Denn darum geht es: um Schutz für Haus und Hof zu beten und zu bitten.“

Auch wenn das Ganze in Bad Tölz längst ein Touristenmagnet ist, der um die 25.000 Zuschauer anlockt: Für die Leonhardifahrer ist und bleibt es eine Wallfahrt. Sie erinnert an den heiligen Leonhard geboren um 500 nach Christus in Frankreich, der lieber als Einsiedler lebte als eine Bischofsstelle anzunehmen. Kranke Tiere soll er geheilt und Viehseuchen verhindert haben, und angeblich vermochte er es, dass sich die Ketten von Gefangenen auf wundersame Weise lösten. Seinetwegen beten sie heut auf der Fahrt zum Kalvarienberg einen Rosenkranz nach dem anderen. Wie schon vor 100 Jahren bitten die Wallfahrer auch heute noch:

„O heiliger Sankt Leonhard, schau gnädig ra auf unser’ Fahrt 
und hilf, 
dass mir durch unser Fahr’n  den teuren Viehdokta dasparn!“

Inzwischen ist es achte, pünktlich kommen die Schalkfrauen von den Nachbarhöfen mit dem Auto und holen Maria ab nach Bad Tölz. Sie werden heute alle im Pferdewagen vom Mooserhausl sitzen. Die ganze Straße, sogar die Nebenstraßen sind voll mit den prächtig herausgeputzten Pferden und den geschmückten Wägen. Es wimmelt von Wallfahrern in Festtagstracht: Zylinderhüte und Gamsbärte, Schnurhüte und Trachtenkrönchen, Fuchspelze und Fransentücher – es ist, als sei die Zeit am Anfang des letzten Jahrhunderts stehen geblieben. Große Tafelwägen sind da, kunstvoll bemalte Truhenwägen, Darstellungswägen, flache Brückenwägen mit Aufbauten, mit kleinen Hütten oder Kirchen, die eine Szene aus dem Leben des heiligen Leonhard zeigen.

DER HEILIGE  Wie wurde der französische Einsiedler Leonhard zu einem der beliebtesten Heiligen des Alpenlandes? Warum ist der 6. November sein Festtag? Und warum feiern ihn die Bauern? Erfahren Sie mehr über den heiligen Leonhard.

Insgesamt 85 Wagen lang wird der Zug sein. Früher entbrannte oft ein rechter Wettkampf um die vorderen Plätze, darum wird seit einigen Jahren die Reihenfolge zwei Wochen vor Leonhardi ausgelost. Nur die vordersten Positionen nicht, die sind allweil fest: Angeführt wird die Leonhardifahrt von drei Standartenreitern, dahinter folgt der Wagen mit der Geistlichkeit, dann der Stadtrat, die Ministranten und die Tölzer Stadtkapelle. Ihnen schließen sich die Wägen der Jubilare an – ein Zuckerl für Höfe, die seit 25 oder 40 oder 50 Jahren teilnehmen, oder noch länger. Auch die Musiker-Wagen haben immer feste Plätze im Zug. Der Pfisterfranzl mit der Gaißacher Kapelle ist diesmal der fünfzigste Wagen.

Der Glockenschlag um 9 Uhr ist das Startzeichen. Die Prozession setzt sich in Bewegung, unter Geläut zieht sie über die Isarbrücke, die Marktstraße und die engen Altstadtgassen hinauf zum Kalvarienberg. Der Anstieg fordert viel von den Rosserern, Praxern und den Pferden. Schweißnass glänzt das Fell der Rösser, in Schwaden dampft der Atem aus ihren Nüstern.

An der Kapelle heißt es Obacht geben – nicht dass
in der engen Kurve der Wagen umkippt

Das letzte Wegstück ist nochmal heikel: Die Umrundung der Leonhardikapelle ist ein enger Bogen für so ein Vierergespann, da brauchen die Fuhrleute viel Geschick, damit ihr Wagen nicht umkippt. Vor der Kapelle erteilt der Herr Pfarrer jedem Gefährt den Segen. Dann lenken die Rosserer ihre Fracht auf die angrenzende Wiese, wohin die heilige Messe durch Lautsprecher übertragen wird.

Aber der Frömmigkeit scheint jetzt Genüge getan: Schon während des Gottesdienstes werden auf den Wägen und drumherum Plätzchen ausgepackt und Stamperl ausgeschenkt, an Ständen gibt es heiße Würschtl und warme Getränke. Eine lustige Messe wird das. Aber schließlich ist es jetzt schon Mittag, da haben sich alle eine Rast redlich verdient.

Und auch der Schnaps gehört nun einmal zur Leonhardi-Tradition. So manchem wird er noch schwer in den Kopf steigen, später im Wirtshaus, zu dem es den Rosserern und Wallfahrern beim Endspurt durch die obere Marktstraße so pressiert.

Text: Rosina Wälischmiller • Fotos: Katharina Fink

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Weizen

„Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist’s mit dem Weizen schlecht bestellt“

(Bauernregel)

 

 


 

Statue des heiligen Leonhard

 Der Leonharditag am 6. November ist das an­gebliche Todesdatum des Einsiedlers, er starb im Jahr 559.

 Mancherorts zählt man ihn auch zu den Vierzehn Nothelfern – dafür fällt dann ein anderer Heiliger aus der Gruppe.

 Auch Gebärende bitten traditionell um seine Fürsprache.


 

3 BESONDERE RITTE UND FAHRTEN

Leonhardifahrt – Drei besondere Fahrten

1 Bei der Leonhardi­fahrt in Bad Tölz bewundern jedes Jahr um die 20.000 Besucher die Pferde­gespanne.

Schon 1442 gingen die Leute in Kreuth auf Leonhardifahrt – eine ältere gibt’s wohl nirgends.

Das niederösterreichische Klein-Harras lässt den Brauch wieder aufleben: Seit 2010 gibt es hier einen kleinen Leonhardiritt.

 

 


 

Handschellen und Ketten

Befreit von allen Fesseln

Sankt Leonhard ist nicht nur ein Schutzheiliger des Viehs: Weil er sich besonders um Gefangene gekümmert haben soll, gilt er auch als Patron aller Häftlinge. Einige Kirchen, die auf seinen Namen geweiht sind, werden sogar ringsum mit einer Kette umspannt.