Heiliger Valentin und der Valentinstag

Ein Leben für die Liebe

Der heilige Valentin in einer mittelalterlichen Handschrift
Am 14. Februar ist Valentinstag: Der Heilige gilt als Patron der Verliebten und Liebenden, die einander an seinem Gedenktag beschenken – wobei dieser Brauch womöglich noch viel älter ist.

 

Vielleicht war der heilige Valentin ein begeisterter Gartler oder er hatte einen guten Gärtner. Jedenfalls scheint sein Garten für ihn ein Quell der Freude gewesen zu sein.

Daran wollte er auch andere teilhaben lassen. Jedem frisch vermählten Paar, das an seinem Haus vorüber kam, soll er eine Blume aus seinem Garten geschenkt haben und auch allen Menschen, die bei ihm Trost und Hilfe suchten. So erzählt es die Legende.

Der Heilige vermählte sogar Paare, denen es der Kaiser verboten hatte.

Aber nicht nur der Blumen wegen wurde der römische Priester zum Patron der Liebenden und zum Namensgeber des Valentinstag. Der heilige Valentin hat Paare christlich vermählt, obwohl Kaiser Claudius II. die Hochzeit verboten hatte. Der führte nämlich zahlreiche Kriege und brauchte dafür Soldaten.

Weil aber die Ehemänner und Familienväter nicht ihre Frauen und Kinder verlassen wollten, um in die Schlacht zu ziehen, löste Claudius die Ehen seiner Gefolgsmänner kurzerhand auf und verwehrte den jungen Verlobten die Heirat.

Blühender Barbarazweig

DIE HEILIGE BARBARA  Was hat der schöne Brauch der blühenden Kirschbaumzweige mit der Märtyrerin zu tun? Warum soll ihr Vater sie eigenhändig geköpft haben? Erfahren Sie mehr über die heilige Barbara.

 

Der heilige Valentin widersetzte sich dem Kaiser – und nicht nur ihm: Valentin traute alle, die einander liebten, ohne Rücksicht auf Standesunterschiede oder die Zustimmung der Eltern. Bald war er überall für seine heimlichen Trauungen bekannt, zumal die von ihm geschlossenen Ehen außerordentlich glücklich gewesen sein sollen. 

Dem heiligen Valentin selbst aber war kein glückliches Leben beschieden. Er hatte den Zorn des Kaisers auf sich gezogen und bezahlte dafür mit seinem Leben: Valentin wurde zum Tode verurteilt und enthauptet. Als Märtyrer brachte er es schon bald zu einem beliebten Volksheiligen.

Blumenschenken war lange vor dem Valentinstag bereits römischer Brauch – Valentin wurde das christliche Mäntelchen dafür.

Vielleicht auch deshalb, weil sein Gedenktag im Februar in eine Zeit fällt, in der schon die Römer der Göttin Juno als Schützerin von Ehe und Familie opferten. Schon damals war es Brauch, den Frauen aus diesem Anlass Blumen zu schenken. Mit dem Valentinstag bekam die heidnische Sitte ein christliches Mäntelchen und der heilige Valentin wurde zum Liebespatron.

Weitere bedeutende Heilige im Februar

 

3. Februar  
Blasius
Rettete ein erstickendes Kind, gilt darum als Patron gegen Halsleiden

 

6. Februar  
Dorothea
Durfte ein Blumenwunder erleben, wird darum oft mit Blümchen dargestellt

 

9.  Februar  
Apollonia
Eine Märtyrerin – ihr wurden zur Folter alle Zähne gezogen

 

24. Februar  
Matthias
Der zwölfte Apostel, quasi der Ersatzmann für Judas, den Verräter

 

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Illustration eines Engels

Nach altem Volksglauben wird ein Mädchen später jenen Mann heiraten, den es am Valentinstag als ersten erblickt.

Das heißt für die Männer: Am Valentinstag möglichst früh aufstehen! Und für die Frauen: Augen auf! (Oder fest zu, je nachdem …)


Nach einer anderen Tradition sollten junge Damen am Vorabend ein hartgekochtes Ei verspeisen. Dann träumen sie in der kommenden Nacht, wer ihr Bräutigam werden wird.