Advent

Lichterglanz und Glühweinduft

Mariazeller Adventsmarkt – einer der schönsten Weihnachtsmärkte im Alpenland (Foto: Tourismusverband Mariazeller Land)
Zwischen leuchtenden Ständen strawanzen, Schmankerl probieren und Geschenke finden: Diese fünf Adventsmärkte gehören zu den schönsten im Alpenland.

Beim Weihnachtsmarkt in der Stauferfestung Bad Wimpfen, einem der ältesten Märkte dieser Art in Deutschland, erwartet die Besucher mittelalterliches Flair. Nachtwächter und Stadtführer in historischem Gewand laden zum Erkunden der liebevoll geschmückten Altstadt ein. Das Christkind und der Nikolaus werden auf ihren Rundgängen von Landsknechten in Originalkostümen begleitet. Und von den Türmen der Stadt erschallen die Klänge der Turmbläser, um die Besucher auf Weihnachten einzustimmen.

Vom 1. bis 17. Dezember 2017
Freitag 14 bis 21.30 Uhr • Samstag 11 bis 21.30 Uhr • Sonntag 11.30 bis 20 Uhr

 


 

Die malerische Wallfahrtsbasilika Mariä Geburt inmitten der winterlichen steirischen Bergwelt bietet die Kulisse für den besinnlichen Mariazeller Advent, der ganz im Zeichen von Tradition und Spiritualität steht. An den Ständen werden traditionelles Kunsthandwerk und Mariazeller Spezialitäten angeboten, Laternenwanderungen, Lichterl-Umzüge und wärmende Feuerstellen verzaubern Kinder und Erwachsene. Neben aller Ursprünglichkeit ist der Mariazeller Advent auch reich an ganz besonderen Attraktionen: Den Brunnen des Hauptplatzes ziert der weltweit größte hängende Adventskranz mit zwölf Metern Durchmesser. Übergröße hat auch das begehbare Lebkuchenhaus: 3ooo Lebkuchenziegel und 1ooo Kilo Honiglebkuchen beherbergen das Engerlpostamt, wo alle Wünsche an das Christkind weitergeleitet werden. Ein tiefes spirituelles Erlebnis sind die feierlichen Roratemessen in der Basilika, Sonntagfrüh um 6 Uhr.

Vom 23. November bis 23. Dezember 2017
Donnerstag und Freitag 11 bis 19 Uhr • Samstag 10 bis 19 Uhr • Sonntag 10 bis 18 Uhr

 


 

In Velden am Wörthersee zieht sich der Weihnachtsmarkt durch den ganzen Ort. Überall duftet es nach Glühwein, Plätzchen und Kärntner Schmankerln. Im Engerlpostamt schreiben die Kinder ihre Wunschzettel, in der Engerlbackstube bereiten sie Plätzchen zu, und mit dem Engerlschiff, der „Santa Lucia“, geht’s hinaus zum riesigen schwimmenden Adventskranz, der erleuchtet wird von 8o.ooo Lichtern. Zurück an Land lädt dann der Engerl-Bummelzug zu einer gemächlichen Fahrt durch den Adventsmarkt ein.

Vom 24. November bis 17. Dezember 2017
Freitag 15 bis 20 Uhr • Samstag und Sonntag 11 bis 20 Uhr

 


 

Schon seine traumhafte Lage macht den Christkindlmarkt im bayerischen Wallfahrtsort Altötting zu einem der schönsten in ganz Deutschland. Umrahmt von den Kirchen und dem historischen Barockensemble auf dem Kapellplatz, atmet er Geschichte und Spiritualität. Ein Höhepunkt im Altöttinger Advent ist die alljährliche Nikolauswallfahrt, die in diesem Jahr am 16. Dezember stattfindet. Natürlich ist der Nikolaus auch täglich irgendwo auf dem Markt anzutreffen. Vielleicht begegnen Sie ihm ja auf einem Krippenspaziergang, bei dem es in den Altöttinger Kirchen sowie in den Schaufenstern die unterschiedlichsten Krippen zu bestaunen gibt, bis hin zur großen lebenden Krippe.

Vom 25. November bis 17. Dezember 2017
Montag bis Donnerstag 14 bis 20 Uhr • Freitag bis Sonntag 11 bis 20 Uhr

 


 

Ein echtes Wintermärchen erleben die Besucher des Christkindlmarkts auf der Fraueninsel im Chiemsee. Nach einer romantischen Schifffahrt über das „Bayerische Meer“ werden sie empfangen von Lichterglanz, knisternden Lagerfeuern und dem Duft von frischgeräucherten Renken. Aus der Klosterküche der Benediktinerinnen von Frauenwörth riecht es nach Lebkuchen und den bekannten Marzipan-Spezialitäten der Schwestern, und an den Ständen des Marktes präsentieren die Aussteller feinstes Kunsthandwerk, liebevoll handgestrickte Winterkleidung, wunderschöne Holzspielsachen und individuellen Weihnachtsschmuck. Mundartdichter stimmen mit ihren Versen und Liedern auf Weihnachten ein und im ehrwürdigen Münster der Insel erklingen Adventskonzerte.

An den ersten beiden Advents­wochenenenden, also
1. bis 3. Dezember und 8. bis 10. Dezember 2017
Freitag 14 bis 19 Uhr • Samstag und Sonntag 12 bis 19 Uhr

 


 

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Räuchermännchen

Räuchermännchen

Sie sind eine hübsche und traditionelle Adventsdekoration und zaubern mit ihren Düften weihnachtliche Stimmung in jede Wohnung. 

Ursprünglich sicherten sich arbeitslose Bergleute aus dem Erzgebirge mit den kunstvollen Schnitzarbeiten ihr Überleben. Die Räuchermännchen dienten damals vor allem dazu, Weihrauch in kleinen Mengen zu verbrennen. Heute werden sie mit Duftölen befüllt. 

Übrigens: Räuchermännchen können den Familienfrieden an den Weihnachtstagen retten. Denn bestimmte Düfte helfen, Spannungen zu reduzieren. So soll Wacholder Enttäuschungen mindern, Jasmin die Persönlichkeit stärken und Rosenduft harmonische Gefühle fördern.


 

Zwetschgenmandl

Zwetschgenmandl

Kein Weihnachtsmarkt ohne die lustigen Zwetschgenmännchen. Heute gibt es sie in allen nur denkbaren Ausfertigungen, erfunden aber wurden sie als „Nackerte“, also ohne Kleidung.

Mit den „Nackerten“ soll im 18. Jahrhundert ein Nürnberger Drahtzieher Kindern eine Freude gemacht haben. Weil er nichts anderes hatte als Draht und einen Zwetschgenbaum, bastelte er daraus die lustigen Männchen.

Zwetschgenmandl können übrigens durchaus 50 Jahre lang halten. Und eines im Haus zu haben, kann nicht schaden, wenn man folgendem Spruch Glauben schenkt: Host an Zwetschgn im Haus, geht dir ’s Geld und ’s Glück ned aus.


 

Nussknacker

Nussknacker

Nüsse sind vor allem im Winter eine beliebte Nascherei, und deshalb hat es wohl auch der Nussknacker zu einem Symbol für die Weihnachtszeit gebracht. So taucht der grimmige Geselle im Advent in vielen Wohnungen auf.

Der „echte“ Nussknacker aus dem Erzgebirge war lange Zeit ein Exportschlager der DDR. In seiner traditionellen Form stellt er meist einen König, Soldaten, Gendarm oder Förster dar. Mittlerweile sind aber fast alle Berufssparten im Nussknacker-Repertoire vertreten, vom Schornsteinfeger bis zum Arzt.

 

„Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf“

(Johann Wolfgang von Goethe)