Eine Woche gesund heilfasten

Fasten Sie sich das Leben schön

Tipps zum Heilfasten – Fastensuppe
Eine Fastenkur ist ein intensives Erlebnis für Körper und Seele. Gesundes Heilfasten bedeutet aber nicht, komplett auf Essen zu verzichten. Unsere Experten zeigen Ihnen zwei beliebte Fastenmethoden, die sich gut in den Alltag integrieren lassen – und geben Ihnen Tipps, wie Sie auch wirklich durchhalten.

 

So funktioniert eine Woche Buchinger-Fasten

 

Portrait Dr. Otto Buchinger

Unser Experte

Dr. Andreas Buchinger ist Chefarzt der Klinik Dr. Otto Buchinger in Bad Pyrmont und führt diese in dritter Generation. Sein Großvater Otto Buchinger entwickelte vor 90 Jahren das Buchinger-Heilfasten als den "Königsweg der Heilkunst". Dazu gründete er die erste Heilfasten-Klinik.

 

Zwei Vorbereitungstage – zur innerlichen Entlastung und zur Einstellung auf den veränderten Tagesablauf

Entlastungstag 1 (Gemüsetag)

  • Frühstück: Haferschleim oder Buchweizengrütze
  • Mittagessen: Gerichte und Suppen mit nicht blähenden Gemüsesorten, z.B. Wurzelgemüse
  • Abendessen: Viel Wasser

Entlastungstag 2 (Obsttag)

  • Frühstück: Naturjoghurt aus dem Bioladen mit Obst
  • Mittagessen: Haferschleim oder Buchweizengrütze
  • Abendessen: Obst und viel Wasser


Fastentipps vom Experten

  • Sprechen Sie sich vor der Fastenwoche mit Ihrem Hausarzt ab und lassen Sie Ihre Gesundheitswerte überprüfen.
  • Kommen Sie langsam zur Ruhe und verbannen Sie alles aus Ihrem Alltag, was Hektik und Stress verursachen könnte.
  • Machen Sie sich Gedanken, welchen schönen Aktivitäten Sie in der Zeit des Fastens nachgehen möchten. Kaufen Sie Konzert- oder Theaterkarten, planen Sie Wanderungen oder andere sportliche Aktivitäten oder reservieren Sie Massage- oder Saunatermine.
  • Bereiten Sie ein Tagebuch vor, in welches Sie während der Fastentage alles eintragen, was Sie bewegt und Ihnen in den Kopf kommt: Träume, Wünsche, Ideen, Gedanken, Gefühle.

Fünf Fastentage – die eigentlichen Heilfastentage

  • Tagesbeginn: Atemgymnastik, z.B. mit Yogaübungen und Kneippschem Tautreten
  • Frühstück: Fastentee, etwa ein Bio- oder Gesundheitstee. Nehmen Sie eine Sorte, die Ihnen zuträglich ist. Sie können den Tee auch gerne mit einem Löffel Honig verfeinern.
  • Vormittag: Abführen – führen Sie am ersten Fastentag eine Darmreinigung mit Schüsslersalzen durch. Danach sollten Sie jeden zweiten Tag der Fastenwoche mit frisch zubereitetem Sauerkrautsaft abführen.
  • Mittagessen: Vegane Fastenbrühe, also eine Gemüsebrühe aus frischem Bio-Gemüse.
  • Nachmittag: Bewegung, Sport, Ruhephasen. Machen Sie das, was Ihrem Körper und Ihrer Seele gut tut.
  • Abendessen: Frischer Fruchtsaft.
  • Abend: Wohlfühlen. Unternehmen Sie schöne Dinge, zu denen Sie im Alltag viel zu selten kommen oder die Sie sich schon lange vorgenommen haben.

Fastentipps vom Experten

  • Halten Sie die Tage, an denen Sie abführen, von Außenterminen frei.
  • Trinken Sie genug: Mineralwasser und ungesüßte Biotees können Sie ohne Bedenken zu sich nehmen.
  • Seien Sie aktiv! Sich während des Fastens daheim verkriechen wäre furchtbar. Genießen Sie die Natur um sich herum, besuchen Sie besondere Orte und nehmen Sie Kunstangebote in Ihrer Umgebung wahr.
  • Verzichten Sie auf Genussmittel und vermeiden Sie alles, was Aufregung verursacht.
  • Die ersten drei Tage können schwierig sein. Man entfernt sich aus seiner gewohnten Welt, und das hat Auswirkungen auf Seele und Stoffwechsel. Nehmen Sie diese Veränderung geduldig hin und achten Sie auf das, was mit Ihnen geschieht.

Drei Aufbautage – nicht ruckartig ins alte Leben zurückkehren

  • über den Tag verteilt maximal 800 Kalorien

Fastentipps vom Experten

  • Ernähren Sie sich die erste Woche nach dem Fasten vegan oder zumindest vegetarisch.
  • Bauen Sie die Kalorienzunahme stufenweise wieder auf und hören Sie auf Ihren Körper.
  • Seien Sie in Supermärkten kritisch und ziehen Sie Bioläden vor.
  • Nehmen Sie positive Erfahrungen (Atemübungen, Tautreten, Fastentee, Meditation und Essensgewohnheiten) aus dem Fasten mit und versuchen Sie, sich die schönen Dinge zu bewahren und zu genießen.

 

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So funktioniert eine Woche Heilfasten nach F.X.Mayr

 

Portrait unserer Experten

Unsere Experten

Dr. Michaela Mayr ist Gesundheitspsychologin, Peter Mayr ist Diplom-Diätküchenmeister. Die beiden Kärntner – übrigens nicht verwandt mit dem Erfinder der F.X.-Mayr-Kur – haben mehrere Bücher darüber geschrieben. Er entwickelt den Fastenplan mit passenden Fastenrezepten, sie gibt Tipps aus der Ernährungspsychologie.

Drei Vorbereitungstage – zur Entsäuerung und Entgiftung des Körpers

Frühstück, Mittagessen und Abendessen:

  •  ein Bittersalzgetränk zum Abführen
  •  eine Kursemmel: Diese Semmel – bei Bedarf auch mit einem vegetarischen Aufstrich aus Quark oder Avocado – wird bis zu 40-mal gekaut und dann mit einem Basengetränk geschluckt: etwa Gemüsebrühe, Kräutertee oder Sauermilch.

Fastentipps vom Experten

  • Die Entlastungstage sind die Voraussetzung für eine Ernährungsumstellung. Man merkt, wie der Körper bei geringer Nahrungszufuhr reagiert, und nimmt die Reaktionen des Körpers bewusst wahr.
  • Das langsame Kauen der Kursemmel hilft dabei, Kau- und Esskultur wieder zu erlernen. Essen Sie generell langsamer, bleiben Sie gedanklich beim Essen und schalten Sie alles ab, was störend ist. Dann stellt sich auch schneller ein Sättigungsgefühl ein.

Die Fastenwoche – mit Basentee und Basensuppe

  • Frühstück: Kursemmel und Tee, Sauermilch oder Joghurt (in der Basenwoche muss nicht mehr mit Bittersalzen abgeführt werden)
  • Mittagessen: Eine Basensuppe, also eine pürierte Gemüsesuppe aus 1 Liter Gemüsebrühe und rund 350 Gramm Wurzelgemüse – oder leichte Gemüsegerichte, Maisgerichte oder glutenfreie Speisen
  • Abendessen: Basentee oder Gemüsebrühe

Fastentipps vom Experten

  • Sport und Bewegung kurbeln den Stoffwechsel und damit auch die Verdauung an.
  • Denken Sie nicht an das, worauf Sie verzichten müssen. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, was Sie essen können, und haben Sie Spaß beim Ausprobieren der Fastenrezepte.
  • Versuchen Sie, bewusst und mit Freude einzukaufen und zu kochen.

Die Aufbauwoche – den Verdauungsappart zu neuer Leistung bewegen

  • Frühstück: Bleiben Sie doch morgens bei der Kursemmel!
  • Mittags oder Abends: Leichte Gerichte aus gedämpftem Gemüse und weißem Fleisch und Trennkost
  • Abends: Gemüsesuppen oder Gemüsegerichte

     

Fastentipps vom Experten

  • In den ersten Tagen der Aufbauwoche sollte der Darm noch durch die Aufnahme von Trennkost geschont werden.
  • Gegen Ende der Aufbauwoche können Sie die Auswahl immer mehr erweitern und Ihre Ernährung langsam wieder aufbauen.
  • Versuchen Sie, auch außerhalb der Fastenkur einzelne Fastentage (zum Beispiel einen Fastentag pro Woche) einzulegen. Das trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei, regeneriert den Verdauungsapparat und fördert die gesamte Gesundheit.

Bei Vorerkrankungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollten Sie nur unter ärztlicher Aufsicht oder fachmännischer Betreuung heilfasten.

Am Aschermittwoch ist der Fasching vorbei, aber traditionell hat der Tag eine viel tiefere Bedeutung. Alte Bräuche erinnern noch daran. Neue sind dazu gekommen.

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HEILFASTEN MACHT GESUND UND GLÜCKLICH

Heilfasten senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.

Zudem sinkt beim Heilfasten der Stresshormon-Pegel und das Gute-Laune-Hormon Serotonin wird freigesetzt.


MEHR VON UNSEREN EXPERTEN

In den Büchern unserer Experten finden Sie noch weitere Informationen zum Heilfasten – Motivationstipps, Einkaufslisten und leckere Heilfastenrezepte für Ihre Fastenkur:

Dr. Andreas Buchinger: Buchinger Heilfasten. Mein 7-Tage-Programm für zu Hause (TRIAS)

Peter Mayr, Dr. Michaela Mayr: F.X. Mayr für zu Hause (Südwestverlag)