Vogelstimmen

Ein Klang von Frühling

Vogelstimmen: Stieglitz – Vogel des Jahres 2016
Die Vögel singen wieder, der Frühling ist nicht mehr weit! Schon lange vor Sonnenaufgang beginnt der erste, nach und nach stimmen die anderen Vögel in den morgendlichen Chor mit ein – und zwar immer in der gleichen Reihenfolge.

Welcher Vogel singt denn da?

Hausrotschwanz

Vogelstimmen: Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz ist einer der ersten Zugvögel, der aus seinem Winterquartier zurückkommt. Ab Anfang März ist er zu sehen und vor allem zu hören. Er gehört zu den Frühaufstehern unter den Vögeln und beginnt schon 70 Minuten vor Sonnenaufgang mit seinem markanten Gesang. Erkennen können Sie den Hausrotschwanz an seinem rostroten Schwanz, der beim Sitzen oft zittert.

Singdrossel

Vogelstimmen: Singdrossel

Die Singdrossel ist die Kreative unter den Singvögeln. 55 Minuten vor Sonnenaufgang beginnt sie mit ihrem Gesang, der aus ganz unterschiedlichen Motiven besteht, die sich meistens dreimal wiederholen. An ihrer markant gesprenkelten Brust ist die Singdrossel leicht zu erkennen.

Rotkehlchen

Vogelstimmen: Rotkehlchen

Das Rotkehlchen ist bei den Vogelstimmen für die hohen Töne und die längeren Strophen zuständig. An baum- und gebüschreichen Orten fühlt sich der Vogel mit der auffälligen roten Kehle am wohlsten. Dort kann man dem perlend dahinfließenden Gesang des Rotkehlchens ab 50 Minuten vor Sonnenaufgang zuhören.

Amsel

Vogelstimmen: Amsel

Die Amsel ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Vogelart. Im Frühjahr sieht und hört man sie überall. Das Männchen erkennt man an seinem schwarzen Federkleid und dem gelben Schnabel, das Weibchen ist olivbraun gefärbt. Hören Sie in Ihrem Garten 45 Minuten vor Sonnenaufgang Vogelstimmen, ist mit Sicherheit die Amsel dabei.

Goldammer

Vogelstimmen: Goldammer

Ebenfalls 45 Minuten vor Sonnenaufgang hört man das unverwechselbare „ziziziziziziii-düh“ der Goldammer. Mit seinem gold-gelben Gefieder ist das Männchen ein leuchtender Farbtupfer und fällt bestimmt jedem Weibchen auf. Ihr Nest baut die Goldammer meist am Boden oder in Sträuchern und Hecken.

Mönchsgrasmücke

Vogelstimmen: Mönchsgrasmücke

Die Mönchsgrasmücke lebt in vielen verschiedenen Straucharten und ist deshalb auch in Großstädten zuhause. 45 Minuten vor Sonnenaufgang ertönt ihr Gesang oft aus Efeugebüsch. Spitzt sie daraus hervor, erkennt man die Mönchsgrasmücke eindeutig an der dunklen Mönchskappe auf ihrem Kopf.

Zaunkönig

Vogelstimmen: Zaunkönig

Der Zaunkönig ist der Kleinste im Vogelchor, beeindruckt aber mit einer lautstarken Stimme. Hohe Töne und schnelle Triller sind sein Markenzeichen, wenn er 40 Minuten vor Sonnenaufgang zu singen beginnt. Meistens präsentiert er sich auf Gartenzäunen und macht damit seinem Namen alle Ehre.

Blaumeise

Vogelstimmen: Blaumeise

Ein weißer Kopf mit blauem Käppchen und ein schwarzer Augenstreif sind die optischen Besonderheiten der Blaumeise, welche sie auch von der Kohlmeise unterscheidet. Auch im Gesang unterscheidet sich die Blaumeise von ihrer Verwandten. Lebhafte Triller sind ihr Erkennungsmerkmal. Außerdem beginnt sie ihren Gesang schon 35 Minuten vor Sonnenaufgang und ist damit 5 Minuten früher dran als die Kohlmeise.

Zilpzalp

Vogelstimmen: Zilpzalp

Der Zilpzalp hat seinen Namen von dem Laut, den er von sich gibt. Im März kehrt er aus seinem Winterquartier im Süden zurück und erfreut uns mit seinem einmaligen Gesang. Er ist einer der häufigsten Vögel Europas und versteckt sich am liebsten in Gebüschen, wo er 35 Minuten vor Sonnenaufgang mit seinem unermüdlichen „Zilpzalp“ unter allen Vogelstimmen heraussticht.

Kohlmeise

Vogelstimmen: Kohlmeise

Die große Schwester der Blaumeise ist an ihrem Gesang gar nicht so leicht zu erkennen. Sie wechselt zwischen vielen Gesangsmotiven und kann andere Meisenstimmen imitieren. Sie ist aber die einzige, die 30 Minuten vor Sonnenaufgang zu zwitschern beginnt. Vielleicht können Sie sie ja daran erkennen …

Stieglitz

Vogelstimmen: Stieglitz

Der Stieglitz ist durch sein exotisches Aussehen leicht erkennbar. Auch sein Gesang ist unverwechselbar, schließlich ist er nach seinem charakteristischen „stiglit“-Laut benannt. Ab März „stiglitzt“ er in unseren Gärten. Beginn ist jeden Morgen 25 Minuten vor Sonnenaufgang.

Grünfink

Vogelstimmen: Grünfink

Der Grünfink baut sein Nest gerne in Hecken, Gebüschen oder Kletterpflanzen an Hausfassaden. Dort ist er mit seinem grünen Federkleid gut getarnt. Wenn er 15 Minuten vor Sonnenaufgang zu singen anfängt, erinnert das ein wenig an einen Kanarienvogel und man wird garantiert auf ihn aufmerksam.

Star

Vogelstimmen: Star

Weibliche Stare wollen einen Partner, der lange und abwechslungsreich singen kann. Ganz schön anspruchsvoll. Aber das Männchen hat sich angepasst und beherrscht eine Vielzahl von Gesangsmotiven. Die Gesangskünste des Stars sind morgens ab 15 Minuten vor Sonnenaufgang zu bestaunen.

Buchfink

Vogelstimmen: Buchfink

Aus voller Kehle gibt der Buchfink seinen unverkennbaren „Finkenschlag“ zum Besten. Und das bis zu mehreren hundert Mal pro Stunde. Damit fällt man nicht nur bei den Weibchen auf. Als Langschläfer unter den Singvögeln muss er sich auch neben seinen vielen Kollegen behaupten. Erst 10 Minuten vor Sonnenaufgang legt er los und vervollständigt den Chor der Vogelstimmen.

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Deutschlands größte Vogelzählaktion steht wieder bevor: „Die Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzbunds Deutschland (NABU).

Von 12. bis 14. Mai stehen die heimischen Vögel in unseren Gärten und Parks im Mittelpunkt. Jeder kann mitmachen: Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit und notieren Sie alle Vögel, die Sie innerhalb dieser einen Stunde sehen – oder hören.

Ihre Beobachtungen haben einen großen Nutzen für die Naturschützer, denn sie geben Aufschluss über die Vogelwelt in Deutschland.

Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer werden die Daten – und desto zielgenauer kann die Artenvielfalt erhalten werden.

Weitere Infos zur Aktion gibt’s auf der Webseite des NABU.