Natürlicher Dünger

Mit diesen Haushaltsabfällen können Sie Ihre Pflanzen düngen

Natürlicher Dünger - Eierschalen
Bloß nicht wegwerfen! Das Noagerl vom Feierabendbier, der Kaffeesatz vom Frühstück, das Kartoffelwasser vom Mittagessen – all das lässt sich wunderbar als natürlicher Dünger verwerten. Das freut Ihre Garten-, Topf- und Zimmerpflanzen und spart Geld.

 

1. Kaffeesatz

Natürlicher Dünger - Kaffeesatz

Nicht nur uns Menschen bringt Kaffee in Schwung: Auch bei Ihren Blumen und Pflanzen regt er den Stoffwechsel an und fördert das Wachstum. Als Düngemittel eingesetzt liefert Kaffeesatz Ihren Pflanzen lebensnotwendige Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor.

 

So geht’s:

Sammeln Sie eine größere Menge Kaffeesatz und lassen Sie ihn gut trocknen, damit in der Blumenerde kein Schimmel entstehen kann. Dann können Sie den Kaffeesatz entweder direkt als Dünger um die Pflanze streuen und ihn unter die Erde mischen. Oder Sie rühren den trockenen Kaffeesatz in das Gießwasser und gießen damit Ihre Topf-, Kübel- oder Beetpflanzen.
Dasselbe funktioniert übrigens auch mit Teesatz.

Welche Pflanzen mögen’s besonders?

Sehr beliebt ist Kaffeesatz als Dünger bei Rosen, Rhododendren, Fuchsien, Geranien und Hortensien.

Grüß Gott-Gartentipp:

Wer im Garten Kaffeesatz als Dünger verwendet, wappnet sich auch gegen Schnecken. Kaffeesatz vertreibt die gefräßigen Schädlinge, in größeren Mengen kann er sie sogar töten.

 

2. Haare

Natürlicher Dünger - Tierhaare

Aus abrasierten Barthaaren oder dem ausgekämmten Winterpelz des Haustiers lässt sich noch was Nützliches machen. Denn Haare enthalten im Gegensatz zu anderen Naturdüngern sehr viel Stickstoff. Während des Zersetzungsprozesses werden weitere wichtige Mineralstoffe frei, die das Pflanzenwachstum begünstigen.

 

So geht’s:

Schneiden Sie die gesammelten Haare schön klein und mischen Sie sie unter die Pflanzenerde. Bis die Wirkung einsetzt, braucht es aber Geduld: Haare lösen sich nur langsam auf, sodass es sehr lange dauert, bis alle Nährstoffe aus den Haaren an die Pflanze abgegeben sind.

Welche Pflanzen mögen’s besonders?

Langsam wachsende Zimmer- und Gewächshauspflanze, aber auch unter Orchideenliebhabern ist der Dünger aus Barthaaren ein echter Geheimtipp: Er pflegt die empfindlichen Zimmerpflanzen, ohne sie zu überdüngen.

Grüß Gott-Gartentipp:

Mit Kompost kombiniert sind Haare ein optimaler Langzeitdünger.

 

3. Eierschalen

Natürlicher Dünger - Eierschalen

Wer viel backt oder gerne Eierspeisen isst, kann die Eierschalen als Pflanzen- und Blumendünger weiterverwerten (und so können Sie übrigens nach Ostern gut Ihre Ostereier verwerten). Eierschalen bestehen zum Großteil aus Kalk, und der ist ein guter Dünger für saure Böden. Er neutralisiert die Bodensäure, erhöht den pH-Wert der Pflanzenerde und ermöglicht die Aufnahme anderer Nährstoffe.

 

So geht’s:

Zerkleinern Sie die Eierschalen von 2 bis 3 Eiern mit einem Mörser oder einem Fleischklopfer so klein wie möglich. Mischen Sie die zerkleinerten Schalen unter Ihr Gießwasser. Die Menge von 2 bis 3 Eierschalen reicht ungefähr für eine große Kanne. Lassen Sie das Wasser vor dem Gießen noch bis zu zwölf Stunden stehen: Je länger die Schalen eingeweicht werden, desto mehr Kalk geben sie an das Gießwasser ab.

Welche Pflanzen mögen’s besonders?

Kalkliebende Pflanzen sind Christrosen, Leberblümchen, Flieder, Schnittlauch, Lavendel, Rittersporn, Nelken und Geranien.

Grüß Gott-Gartentipp:

In vielen Gegenden ist das Leitungswasser ohnehin sehr kalkhaltig. Hier sollten Sie mit dem Eierschalen-Dünger eher vorsichtig sein, denn zu viel Kalk verschlechtert die Bodenqualität langfristig.

 

4. Bier

Natürlicher Dünger - Bier

Wer wird denn das abgestandene Bier vom vorigen Abend gleich wegschütten? Verwenden Sie es stattdessen als nahrhaften Pflanzendünger. Bier ist ein sehr reichhaltiges Getränk, und diese Nährstoffe tun auch Ihren Pflanzen gut.

 

So geht’s:

Mischen Sie die Bierreste im Verhältnis 1:2 mit Wasser und gießen Sie damit Ihre Blumen und Pflanzen. Wenn Sie ein- bis zweimal im Monat mit diesem Bierwasser gießen, bleiben Ihre Pflanzen lange am Leben und blühen intensiver.

Welche Pflanzen mögen’s besonders?

Alle Garten- und Zimmerpflanzen, die im Sommer viel Sonne und frische Luft gewohnt sind, freuen sich über den Bierdünger.

Grüß Gott-Gartentipp:

Unverdünntes abgestandenes Bier ist eine optimale Blattpflege, der die Blätter Ihrer Pflanzen zum Glänzen bringt. Dazu einen Wattebausch in das Bier eintauchen und damit die Blätter vorsichtig betupfen.

 

 

5. Kartoffelwasser

Natürlicher Dünger - Kartoffelwasser

Kartoffelwasser als Dünger: Das ist ein altes Hausmittel, das schon unsere Großmütter kannten. Während des Kochvorgangs werden viele Mineralstoffe und Vitamine aus den Kartoffeln an das Wasser abgegeben. Diese sind wichtig für ein gesundes Wachstum der Pflanzen.

 

So geht’s:

Fangen Sie nach dem Kochen das Kartoffelwasser auf und lassen Sie es abkühlen. Anschließend können Sie Ihre Pflanzen direkt damit gießen. Düngen Sie einmal pro Woche mit dem Kartoffelwasser, werden Ihre Pflanzen hervorragend gedeihen und schön blühen.

Welche Pflanzen mögen’s besonders?

Der Kartoffelwasserdünger eignet sich für alle Zimmer- und Balkonpflanzen.

Grüß Gott-Gartentipp:

Nehmen Sie zum Düngen nur ungesalzenes Kartoffelwasser, etwa von Pellkartoffeln. Denn Salz entzieht dem Boden seine Nährstoffe und schadet den Pflanzen auf Dauer.

 

 

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SO MACHEN SIE DÜNGER AUS BRENNNESSELN

Natürlich düngen - Brennnesseln

Füllen Sie einen großen Behälter mit frisch geschnittenen Brennnesseln und füllen Sie ihn bis zum Rand mit Wasser auf. Verwenden Sie dazu, wenn es geht, Regenwasser aus der Regentonne. Anschließend können Sie den Bottich mit einem Gitter oder einem Holzbrett abdecken.

Rühren Sie nun die Flüssigkeit jeden Tag um. Sobald die Gärung einsetzt, bilden sich Schaum und Bläschen und ein unangenehmer Geruch entsteht – dann brauchen Sie nicht mehr rühren.

Nach 2 bis 3 Wochen bilden sich keine Bläschen mehr und die Jauche bekommt eine dunkle Färbung. Dann können Sie die fertige Brennnesseljauche als Dünger für Ihren Garten verwenden.