Vorteile, Nachteile und Tipps vom Hobby zum Beruf

Viele träumen davon – wie das Hobby zum Beruf werden kann

tafel mit spruechen
Wer hat nicht schon darüber nachgedacht, einfach ein Hobby zum Beruf zu machen und dann jeden Tag etwas zu tun, das wirklich Spaß macht? Am besten wäre es dann, selbstständig zu arbeiten und nie mehr anderen dabei zu helfen, reich zu werden. Im Internet und auch Im Buchhandel gibt es zahlreiche Ratgeber, die versprechen, einen Weg zu offenbaren, um mühelos erfolgreich zu werden. Wie wäre das also, selbstständig zu sein und gleichzeitig Spaß bei der Arbeit zu haben? 

Eignet sich jedes Hobby zum Geldverdienen?

Die erste wichtige Frage dabei ist, inwieweit sich die verschiedenen Hobbys überhaupt dazu eignen zum Beruf zu werden. Grundsätzlich ist es so, dass sich fast jedes Hobby dafür eignet. Die viel wichtigere Frage ist, ob ein Bedarf dafür besteht. Das ist auch ein wichtiger Aspekt, wenn Gründer den Existenzgründerzuschuss beantragen möchten. Der Grundpfeiler für die Selbstständigkeit ist ein tragfähiges Konzept. Zunächst brauchen Gründer genügend Startkapital, um sich mit dem notwendigen Material auszustatten. Auch muss am Anfang eine gewisse Zeit überbrückt werden, in der die Einnahmen noch nicht so hoch sind. Ein gut durchdachter Businessplan hilft dabei, der Idee die richtigen Grundlagen zu geben.

Nadel und faden

Neben dem tragfähigen Konzept ist viel Leidenschaft notwendig. Denn die ganze Zeit war das Hobby ein Ausgleich zum Beruf und soll nun zum Haupterwerb werden. Häufig haben die Gründer in diesem Bereich überhaupt keine Ausbildung, sondern haben alles in Kursen oder auch alleine erlernt und jahrelang praktiziert. Das ist schon mal eine gute Grundlage.
Im Gegensatz dazu gibt es immer wieder Menschen, die ein Hobby haben, aber nicht wirklich gut darin sind. Hier muss sich jeder selbstkritisch fragen, ob das Hobby nur ein reiner Zeitvertreib ist, den sie gerne tun, oder ob sie wirklich gut darin sind. Ein Hobby eignet sich dann als Beruf, wenn dabei wirklich etwas herauskommt, was für andere interessant ist. Hier kann es hilfreich sein – wenn bei dem Hobby etwas produziert wird –, zunächst klein zu starten und mit einem Onlineshop zu versuchen Kunden zu finden. Einen Onlineshop einzurichten ist heute gar nicht so schwer, mit Shopsystemen wie beispielsweise Shopify kann sich jeder selbst einen kleinen Onlineshop aufbauen.

Die zwei Seiten der Medaille

Pauschal kann niemand sagen, ob es schlecht oder gut ist, ein bestimmtes Hobby zum Beruf zu machen. Vieles zeigt sich erst im Laufe der Zeit. Dabei ist zu bedenken, dass alles immer zwei Seiten hat.

Vorteile, wenn das Hobby zum Beruf wird

Wer sein Hobby zum Beruf macht und damit hauptberuflich durchstartet, ist sein eigener Chef und entscheidet selbst, in welche Richtung es gehen soll. Die Arbeit macht Spaß, da es sich ja um das Hobby handelt. Während der Arbeit vergeht die Zeit immer wie im Flug, Überstunden sind überhaupt kein Problem, weil die Arbeit ja Spaß macht. Die neue Freude im Leben sorgt für mehr Lebensqualität und Zufriedenheit. Die eventuell entstehenden finanziellen Einbußen gleicht der Spaß am eigenen Geschäft wieder aus. Wer von seiner Idee überzeugt ist, wirkt glaubwürdig und authentisch. Das ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren.

Nachteile, wenn das Hobby zum Beruf wird

Es macht einen erheblichen Unterschied, ob die Tätigkeit mehr oder weniger regelmäßig wenige Stunden ein Zeitvertreib ist oder ob sie zur Haupttätigkeit wird, die jeden Tag viele Stunden in Anspruch nimmt. Bei einem Hobby reicht es teilweise, sich oberflächlich damit zu beschäftigen. Wird es zum Beruf, braucht das Ganze viel mehr Tiefgang. Dabei können auch Aspekte zutage treten, die keinen Spaß machen.
Wer sein eigener Chef ist, trägt auch die gesamte Verantwortung für den Erfolg oder wenn etwas schiefgeht. Grundsätzlich ist es so, dass mit der Selbständigkeit immer auch Aufgaben einhergehen, die den meisten keinen so großen Spaß machen, wie beispielsweise die Buchhaltung oder die Verwaltung. Jetzt ist das Hobby nicht mehr nur Spaß, sondern muss die Quelle für Einnahmen sein, die den Lebensunterhalt gewährleisten. Wenn die Idee am Ende doch nicht funktioniert, sind herbe Rückschläge möglich, die letztendlich dazu führen können, das Hobby und damit die Unternehmung aufzugeben.
Selbstständige investieren in der Regel viel Zeit und machen Überstunden. Dafür ist eine gute Bezahlung angemessen. Gleichzeitig ist es aber so, dass das Geld in Neuanschaffungen oder Werbung besser investiert ist, damit das Geschäft weiterwachsen kann.

papier auf schreibtisch

Wunsch und Wirklichkeit

Jedem ist es sicher schon passiert: Ein großer Wunsch konnte nicht in Erfüllung gehen, weil das Geld und die Zeit dafür gefehlt haben. Jetzt ist der Wunsch Wirklichkeit, aber es ist gar nicht so schön wie in der Vorstellung. Wer etwas plötzlich ständig nutzt, findet es gar nicht mehr so reizvoll. Das ist genau das große Risiko, wenn das Hobby zum Beruf wird. Erschwerend kommt hinzu, dass es auch Geld einbringen muss. Es ist keine Option mehr, sonst entstehen finanzielle Probleme. Wer einen Tag keine Lust hat, kann nicht einfach faulenzen. Das hat, wenn es häufiger vorkommt, entsprechende Konsequenzen.

Die essenzielle Zutat

Wenn das Hobby zum Beruf wird, ist Passion das Allerwichtigste. Bleibt am Anfang der erwartete Erfolg aus oder es läuft eher schleppend an, kann die Leidenschaft für die Tätigkeit einige Nachteile ausgleichen. Selbst wenn das Geschäft mit der Zeit gut läuft, kann es dennoch sein, dass es nicht sehr viel Geld einbringt. Daher ist es sehr wichtig, dass die Tätigkeit selbst das Hauptmotiv ist und nicht der Gedanke an ein großes Unternehmen, mit dem sich Millionen verdienen lassen. Wer sich anfangs zu sehr darauf konzentriert, erfolgreich Geld zu verdienen, kann leicht wichtige Schritte übersehen auf dem Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit.
Es kann tatsächlich funktionieren, das eigene Hobby zum Beruf zu machen. Dabei ist die Vorgehensweise entscheidend: zum einen die realistische Planung und zum anderen die eigene Erwartungshaltung.

Obacht: Wenn Ihnen die Berge heilig sind, sollten Sie das hier nicht lesen. Denn die Unterwäsche von Angela Thiel und Renate Wohlfart verursacht freche Hintergedanken: Zum Artikel "Freche Bio-Unterwäsche - Großglockner hinterm Hosentürl".  

Text: Grüß Gott Redaktion

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