Spikeball Regeln und die Geschichte dahinter

Spikeball – Schon mal gehört? Unser neues Lieblingsspiel für Draußen und Drinnen

spikeball spiel auf wiese
Spikeball ist ein reaktionsschnelles Rückschlagspiel, das einige Parallelen zum Beachvolleyball aufweist. Roundnet ist der eigentliche Name des Sports, jedoch wird es im Volksmund häufig Spikeball genannt, da Spikeball die dominierende Marke im Roundnetbereich ist. Aber dazu später mehr.

Was ist Spikeball und wie geht es?

Das Spiel wird zu viert gespielt, wobei es jeweils zwei Teams bestehend aus zwei Spielern gibt. Ein etwa orangengroßer Ball wird nach spätestens drei Teamkontakten auf ein kreisrundes Netz geschlagen, das etwas an ein Minitrampolin erinnert. Ziel des anderen Teams ist es, den Bodenkontakt des Balles zu vermeiden und ihn zurück auf das Netz zu spielen. Dabei gibt es keine Spielfeldbegrenzungen und keine Mittellinie. Beide Teams müssen die gesamten 360 Grad um das Netz abdecken, dürfen dabei aber mit dem gesamten Körper blocken und den Ball berühren. Dadurch kommt es häufig zu spektakulären Rettungsaktionen, die nicht selten mehrere Meter vom Netz entfernt stattfinden. Lediglich beim Aufschlag, welcher mit einem Abstand von 1,8m zum Netz erfolgen muss, gibt es eine Aufstellung. Dabei steht jeder Spieler seinem Gegenspieler gegenüber und die Teampartner im rechten Winkel vom Netz zueinander. Die Mannschaft, die den Punkt erzielt, erhält das Aufschlagrecht. Erzielt diese Mannschaft erneut einen Punkt, tauschen die Teampartner die Positionen, sodass nun auf den anderen Gegenspieler aufgeschlagen wird.

Woher kommt das Spiel Spikeball eigentlich?  

Spikeball hat seinen Ursprung in den USA. Obwohl es eine Trendsportart ist, die gerade in den letzten beiden Jahren weltweit an Popularität gewonnen hat, wurde die Grundidee bereits 1989 entwickelt. Ein Spielzeugentwickler namens Jeff Knurek gilt als Erfinder und tatsächlich konnte er bereits Anfang der Neunziger damit erste Erfolge verzeichnen. Durch ausbleibende Innovationen und geringe Langlebigkeit des Equipments verschwand Spikeball aber relativ schnell wieder von der Bildfläche und sollte erst 15 Jahre später wieder Aufmerksamkeit bekommen. 

Nachdem Chris Ruder von seinen Freunden im Jahr 2003 ein altes Spikeball-Set geschenkt bekam, war dieser so begeistert, dass er begann, alles zu diesem Sport zu recherchieren. Als er darauf stieß, dass das Patent bereits vor Jahren ausgelaufen war, zögerte er nicht lang und kaufte für 800 USD das Warenzeichen. Daraus entstand im Jahr 2008 die Spikeball Corporation. Nachdem er das gesamte Spiel überarbeitet hatte, begannen Sportmärkte wie “Dick’s Sporting Goods” Spikeball in den USA zu vertreiben. Der große Durchbruch gelang allerdings erst 2015, als Ruder seine Firma in der Serie “Shark Tank” (amerikanische Version der “Höhle der Löwen”; Start-Up-Show) vorstellte und so von der erhöhten Medienpräsenz profitierte. Dieser Auftritt verbreitete Spikeball in den sozialen Netzwerken sowie auf YouTube und verhalf dem Produkt so zur Massenadaption in den vereinigten Staaten. Um seine Marke zu schützen, benannte Chris Ruder die Sportart in Roundnet um und stellte so sicher, dass nur seine Produkte den Namen Spikeball tragen dürfen. Die ersten Schritte in Richtung Weltmarke waren somit getan.

spikeball spieler auf wiese
Spikeball spielt man in zwei Teams mit je zwei Spielern

Was brauche ich, um Spikeball spielen zu können?

Kurz und knapp: Nicht viel. Die nötige Ausstattung und alles was Sie sonst noch brauchen könnten, wollen wir hier einmal auflisten.

Die Grundausstattung beinhaltet alles, was auf keinen Fall fehlen darf, um loszulegen. Dazu gehört ein geeigneter Ball. Dieser hat eine geriffelte Gummioberfläche und lässt sich mit einer gewöhnlichen Ballpumpe aufpumpen.  Zusätzlich brauchen Sie ein Spielfeld. Dieses besteht aus einem Netz, das kreisrund auf einen Rahmen aus Hartplastik gespannt ist. Der Rahmen besteht aus fünf baugleichen Teilen, die sehr einfach mit Hilfe der Standfüße zusammengesteckt werden können, um die Form eines Ringes zu erreichen. Das Netz spannen Sie anschließend über kleine Häkchen, die an der Unterseite des Ringes befestigt sind. Auch dabei ist ein Stoffbeutel bzw. Rucksack, mit dem sich das auseinandergebaute Spiel gut transportieren lässt. All die erwähnten Einzelteile sind in jedem handelsüblichen Set enthalten und müssen nicht einzeln gekauft werden.

Durch die zahlreichen Anbieter von Roundnet-Sets haben Sie allerdings die Qual der Wahl und es kann schnell unübersichtlich werden. Deshalb wollen wir hier unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen. Grundsätzlich machen Sie mit den meisten Sets nichts falsch, da überwiegend gute Qualität zu finden ist. Trotzdem: Die Sportart wird nicht umsonst fast überall Spikeball genannt. Das Original ist wie so oft das Hochwertigste und Spikeball überzeugt zusätzlich mit einer lebenslangen Garantie auf Ersatzteile.

Spikeball selbst hat viele verschiedene Varianten im Angebot

Das Standard Spikeball-Set ist die Grundfassung des Spiels. Dieses Set ist geeignet für alle, die einen Einstieg in den Sport finden wollen, ohne direkt zum hochpreisigeren Spikeball Pro zu greifen, denn auch mit diesem ist Spielspaß garantiert. Wenn Ihnen allerdings Langlebigkeit und Stabilität wichtig sind, sollten Sie dennoch das Spikeball Pro-Set in Betracht ziehen. Bei diesem Set merkt man in der gesamten Verarbeitung einen deutlichen Unterschied: Der Rahmen ist stabiler und das Netz sowie auch die Einzelteile verziehen sich nicht so schnell, wodurch der Aufbau langfristig einfacher bleibt. Außerdem sind die mitgelieferten Bälle griffiger, sodass man mehr Ballkontrolle erlangt und fortgeschrittene Spieler den Ball sogar leicht anschneiden können.

Interessant für Familien mit kleineren Kindern ist das Spikeball Rookie-Set. Hier gibt es ein um 50% vergrößertes Netz und einen deutlich größeren Ball, sodass der technische Anspruch gesenkt wird. Hiermit ist es leichter das Netz zu treffen. Anfänger und Kinder erfahren durch einen besseren Spielfluss mehr Spaß und einen schnelleren Lernfortschritt und trotzdem kommt die gesamte Familie auf ihre Kosten.

 

Zusätzlich zu den Sets hat Spikeball auch noch Zubehör im Angebot. Mit dem sogenannten Spikebuoy können Sie sogar im Wasser spielen! Der Spikebuoy funktioniert als eine Art Anker, auf dessen Schwimmern das Set platziert wird und dessen Gewichte dafür sorgen, dass es nicht abtreibt. Wichtig zu wissen ist, dass Sie dafür allerdings zusätzlich noch entweder das Standard-Set oder das Pro-Set erwerben müssen, da diese nicht im Lieferumfang des Spikebuoy enthalten sind.  Gleiches gilt für das Spikebrite-Zubehör. Dieses besteht aus einem Rand-Aufsatz und zwei Bällen, die mit Hilfe von LEDs im Dunkeln leuchten. Dadurch bleibt Spikeball auch nach Sonnenuntergang noch spielbar und Sie machen sich unabhängig von der Tageszeit!

Wo kann man Roundnet spielen?

Der Sport kann eigentlich überall betrieben werden, wo Sie ebene Untergründe finden. Wichtig ist nur, dass Sie ausreichend Platz haben, um sich oder andere Personen nicht zu gefährden. Einen Radius von mindestens fünf Metern um das Netz sollten Sie schon einplanen, denn oft springt der Ball mal weiter weg als gedacht. Zusätzlich sollten sie den Boden auf spitze Steine oder Scherben untersuchen und diese gegebenenfalls entfernen. Das gilt besonders dann, wenn Sie barfuß spielen möchten. Auch kleine Löcher im Boden oder Maulwurfshügel können schnell Verletzungen besonders am Bandapparat verursachen. Deshalb sollten Sie diese entweder entfernen oder sich unter Umständen einen anderen Spielort suchen.

Mit dem zuvor angesprochenen Zubehör sind auch Wasser und Dunkelheit keine Hindernisse mehr. Jeder Untergrund stellt die Spieler vor unterschiedliche Herausforderungen und so variiert das Spiel immer abhängig von seiner Umgebung. Spielt man beispielsweise im Sand, fällt das Laufen schwerer, aber man kann sich besser hinschmeißen. Spielt man in der Halle, ist man sehr viel agiler und hat so bessere Chancen, auch weit entfernte Bälle noch zu ersprinten. Treibt das Set durch den Spikebuoy auf dem Wasser, verändern sich alle Winkelverhältnisse, da das Spiel statt auf Knöchelhöhe jetzt auf Hüfthöhe oder noch höher stattfindet. Diese Vielseitigkeit in Kombination mit dem leichten Transport aufgrund der beiliegenden Tasche und des geringen Gewichts macht Spikeball zum beliebten Begleiter für Strandbesuche, Grillpartys, Kindergeburtstage oder einfach einen entspannten Tag im Park oder auf der Wiese. 

spikeball roundnet spiel

Das Spiel ist für jeden geeignet – sogar für Kinder und eigens für das Wasser kann man ein Roundnet-Set erwerben

Für wen ist Spikeball geeignet?

  Grundsätzlich ist Spikeball durch seine einfach gehaltenen Regeln, den schnellen Aufbau und den leichten Transport für jeden geeignet. Durch das breit gefächerte Angebot an unterschiedlichen Sets und Zubehör kommen Kinder und Anfänger genauso auf ihre Kosten wie Fortgeschrittene, Wasserratten und Nachteulen, ohne dabei an Spaß einzubüßen. Der Preis ist vergleichsweise günstig und alle Sets sind, wenn sie auseinander gebaut sind, sehr kompakt. Dadurch wird der Sport auch für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Jugendzentren, immer interessanter. Trendsportarten sind im sportlichen Lehrplan mittlerweile gängige Module und die Vorteile der Lagerung und des Preises sind starke Argumente für Spikeball.

Was macht Spikeball so besonders?

Spikeball vereint eine erfrischende Einfachheit in Bezug auf die Regeln und den Aufbau mit der spannenden Komplexität immer wieder neuer Duelle mit unterschiedlichen Spielertypen. Die Lernkurve ist steil und man merkt schnell, worauf es ankommt. Das nötige Ballgefühl ist nur eine Frage der Zeit und sobald es einmal vorhanden ist, entdeckt man zunehmend neue Schlagtechniken. Jeder bringt seine ganz eigene Note ins Spiel ein und dadurch lernt man ständig neue Taktiken und Spielstile kennen. Bei Spikeball gibt es nicht das eine Richtig, ein erfolgreiches Spiel hat viele Facetten. Und so gelingt es auch, dass Fortgeschrittene mit Anfängern spielen und beide trotzdem etwas voneinander lernen können. Spikeball kann sowohl indoor als auch outdoor gespielt werden, d.h. auch Naturfreunde kommen auf ihre Kosten und Sie müssen nicht einmal auf ihr geliebtes Alpenpanorama verzichten!

Unser Tipp:

Besonders viel Spaß macht es, wenn man mit einer größeren Gruppe und mehreren Netzen zusammenkommt und ein kleines Turnier mit immer neuen Teams und Spielpaarungen veranstaltet. Durch die höhere Anzahl an Netzen können mehr Leute mitspielen und es kommt richtig Wettkampfstimmung auf!

Wenn wir Sie mit diesem Gastbeitrag für unseren Lieblingssport begeistern konnten, besuchen Sie uns doch auf www.roundnet-test.de, um noch mehr über Spikeball zu erfahren! 

Mathis und Simon von roundnet-test.de

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