Kinderspiele für Herbst und Winter

Kinderspiele für Herbst und Winter

10 Spiele für draußen – auch in der kalten Jahreszeit

Die Nasen rot, die Ohren auch – und trotzdem: Spielen im Schnee ist das Höchste! Nur heißer Kinderpunsch ist besser … Unsere 10 Spiele-Tipps für die kalte Jahreszeit

1. Komm mit, lauf weg

Je mehr Kinder, desto besser. Denn der Kreis, in dem sich alle aufstellen, sollte schön groß sein. Ein Spieler ist der Antipper und schlendert außerhalb des Kreises herum. Irgendwann tippt er einem Mitspieler auf den Rücken und ruft dabei entweder „Komm mit!“ oder „Lauf weg!“. Damit beginnt das Wettrennen: Der Antipper läuft schnell fort, einmal um den Kreis herum. Der Angetippte muss ebenfalls sofort losrennen: Beim Kommando „Komm mit!“ muss er dem Antipper nachlaufen. Bei „Lauf weg!“ muss er in die entgegengesetzte Richtung los. Wer sich nach einer Runde als Erster die frei gewordene Lücke im Kreis sichern kann, hat gewonnen. Das langsamere Kind wird der nächste (oder bleibt der) Antipper.

2. Räuber und Gendarm

Ein gutes „Spielfeld“ ist bei diesem Spiel das Wichtigste. Das Gelände sollte möglichst groß sein und viele Versteckmöglichkeiten bieten. Bevor es losgeht, wird ausgemacht, wie weit das Spielfeld reicht und wo genau sich das „Gefängnis“ befindet. Das kann beispielsweise der Sandkasten im Garten sein oder ein großer Baum. Dann werden die Kinder in zwei Gruppen unterteilt: Die einen sind die Räuber, die anderen die Gendarmen. Zuerst bekommen die Räuber eine Minute Vorsprung, damit sie sich über das Spielfeld verteilen und gut verstecken können. Dann beginnen die Gendarmen sie zu suchen und einzufangen. Hat ein Gendarm einen Räuber gefangen, bringt er diesen ins Gefängnis. Die noch herumlaufenden Räuber können ihn jedoch wieder daraus befreien, indem sie sich unentdeckt an das Gefängnis heranschleichen und dem Gefangenen drei Mal auf den Rücken klopfen. Das Spiel endet, wenn alle Räuber gefangen sind oder eine vorher festgelegte Zeit abgelaufen ist.

3. Spurenlesen im Schnee

Wenn eine frische Schneedecke Gärten, Felder und Wälder überzieht, bleibt sie nicht lange unberührt: In der Winterzeit sind mehr Tiere unterwegs als man denkt. Und sie hinterlassen interessante Spuren. Ist das da vielleicht die Fährte eines Hasen oder einer Katze? Oder war hier sogar ein Reh unterwegs? Ein gewöhnlicher Winterspaziergang wird zum Abenteuer, wenn sich Kinder in Spurenleser verwandeln. Wo führt die Spur hin? Wo hatte sich das Tier versteckt? Wer findet die meisten unterschiedlichen Fußspuren? Und zu welchem Tier könnten sie gehören?

4. Rodelwettrennen

Was macht im Winter mehr Spaß als eine Schlittenfahrt? Ab zum nächsten Schlittenberg! Im ersten Durchgang fährt sich jedes Kind erst mal warm. Dann kann das Wettrodeln starten. Wer ist am schnellsten unten? Oder: Wer kommt am weitesten, ohne unterwegs mit den Füßen nachzuschieben? Wem das zu langweilig ist, kann sich eine kleine Sprungschanze aus Schnee bauen: Wer springt am höchsten oder weitesten?

5. Fehler im Wald

Beim Waldspaziergang wird ein kleines Gebiet abgesteckt und markiert: drei, vier Bäume vielleicht, und der Raum dazwischen. Wenn zwei Gruppen gegeneinander spielen wollen, steckt jede sein eigenes Gebiet ab. Dann versteckt man in diesem Gebiet zehn Dinge, die dort nicht hingehören. Für kleinere Kinder könnte das ein bunter Schal oder Spielzeug sein. Wer es schwieriger mag, hat vielleicht ein Holzlineal, einen Wollfaden oder einen kleinen Plastikfrosch mitgebracht. Wer findet alle Fehler? Oder beim Gruppenspiel: Welches Team findet die Fehler zuerst?

 

6. Zucker und Salz

Ein Kind ist der Ansager, alle anderen Kinder stehen ihm in einigen Metern Abstand gegenüber, alle nebeneinander in einer Reihe. Das Ansagekind dreht sich von der Gruppe weg und ruft dabei „Zucker uuuund...“ In dieser Zeit dürfen die anderen Spieler zum Ansager hinlaufen. Doch Vorsicht: Sobald der Ansager „... Salz!“ ruft und damit seinen Satz vollendet, dreht er sich wieder um. In diesem Moment müssen alle stehenbleiben. Wen das Ansagekind noch bei einer Bewegung ertappt, muss zur Startlinie zurück. Wem es gelingt, als Erster den Ansager zu berühren, übernimmt dieses Amt in der nächsten Runde.

7. Hasenjagd

Ein ganz einfaches Ballspiel für beliebig viele Teilnehmer: Alle Spieler sind Hasen, nur einer wurde zuvor als Jäger ausgewählt. Er hat einen Ball und versucht, die wild durcheinander laufenden Hasen abzuschießen. Wer getroffen wird, verwandelt sich selbst in einen Jäger. Schon sind es zwei, dann drei... die Jäger dürfen den Ball aber beim Laufen nicht in der Hand behalten, sondern müssen ihn sich gegenseitig zuspielen (oder eben auf einen Hasen zielen). Der zuletzt übrig gebliebene Hase hat gewonnen: Er darf der nächste Jäger sein oder (wenn er nicht mag) den nächsten Jäger bestimmen.

8. Mutter, wie weit darf ich reisen?

Ein Kind spielt die Mutter, alle anderen stellen sich in einiger Entfernung ihr gegenüber. Nacheinander fragt jedes Kind: “Mutter, wie weit darf ich reisen“? Die Mutter antwortet mit einer Stadt oder einem Land, sie sagt zum Beispiel „Dänemark“. Daraufhin fragt das Kind noch einmal: „Darf ich?“ Erlaubt es die Mutter, darf es so viele Schritte auf die Mutter zugehen, wie die Stadt oder das Land Silben hat. Bei „Dä-ne-mark“ darf es also drei Schritte vorwärts machen. Geht das Kind einfach los, ohne die Mutter noch einmal gefragt zu haben, muss es zum Start zurück. Antwortet die Mutter auf die Frage“ Darf ich?“ mit „Nein“ muss das Kind einfach da stehen bleiben, wo es war. Wer zuerst bei der Mutter ankommt, darf in der nächsten Runde die Mutter spielen.

 

9. Katz und Maus

Ein Kind ist die Maus, ein anderes die Katze. Die übrigen Kinder stellen sich zu einem großen Kreis auf und fassen sich an den Händen. Die Maus sitzt im Inneren des Kreises. Die Katze schleicht außen herum, denn sie darf den Kreis nie betreten. Wenn die Katze ruft: „Maus, Maus, komm heraus, sonst kratz ich dir die Augen aus!“, muss die Maus den Kreis verlassen. Natürlich möglichst so, dass die Katze sie nicht fangen kann. Das Mäuslein darf zwar immer wieder Schutz im Kreis suchen, aber nur, wenn die Kinder ihre Arme heben, sodass die Maus hindurch schlüpfen kann. Wie lange die Maus dazu draußen gewesen sein muss und ab wann die Kreiskinder so gnädig sind, ihr die Flucht zu ermöglichen, entscheiden die Kreiskinder. Fängt die Katze die Maus, werden die Rollen getauscht, oder zwei andere Kinder sind an der Reihe.

10. Schnee-Engel

Das kann jedes Kind, das tut jedes Kind, und das haben auch schon Opa und Oma gemacht, als sie noch klein waren: mit dem eigenen Körper einen Engel in den Schnee malen. Einfach rückwärts in den Schnee plumpsen lassen, Arme und Beine ausbreiten und sie ein paarmal hin- und herbewegen. Die Spuren, die im Schnee zurückbleiben, sehen aus wie ein Engelsbild. Wer zeichnet den schönsten Engel?

Kinderspiele für draußen
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10 Spiele für drinnen, die schon vielen Generationen Spass gemacht haben

Kinderspiele für drinnen

10 traditionelle Spiele, die auch heute noch Spaß machen

Draußen stürmt’s so richtig ungemütlich! Aber zu Hause fand sich immer etwas zum Spielen – auch damals, als es noch keine XBox, Tiptoi und Lillifee-Puppen gab. Mit diesen alten Spielen vergeht die Zeit auch heute noch wie im Flug:

1. Stille Post

Je mehr Kinder bei diesem Spiel mitmachen, desto lustiger wird’s. Alle Teilnehmer setzen sich in eine Reihe oder in einen Kreis. Das erste Kind denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarskind möglichst leise ins Ohr, so dass kein anderes Kind etwas hören kann. Zum Beispiel „Mein Opa isst am liebsten Mohnstrudel mit Vanillesoße“ oder „Mein Hund und ich machen im Winter oft eine Schneeballschlacht“. Das Nachbarskind muss dann den Satz genau so, wie er ihn verstanden hat, dem nächsten Kind ins Ohr flüstern und dieses dann wieder seinem Nachbarn. Und so weiter. Wichtig: Nachfragen ist nicht erlaubt. Wenn man etwas Merkwürdiges gehört hat, dann ist das halt so. Ist der Satz beim letzten Kind in der Reihe angekommen, muss es laut sagen, was es verstanden hat. Meistens ist von dem ursprünglichen Satz dann gar nicht mehr so viel übrig geblieben. Ein Lachspaß für alle.

2. Pfitschigogerl

Für diese Mischung aus Tischfussball und Billard braucht man viel Fingerspitzengefühl. Auf einem Tisch oder Brett werden zwei Tore aufgezeichnet (natürlich in der Mitte der schmalen Seiten). Gespielt wird mit Münzen: Eine kleine Münze ist gewissermaßen der Ball. Jeder Spieler hat zwei große Münzen auf dem Feld liegen und in der Hand ein Lineal, eine Karte oder irgendetwas anderes Hartes mit flacher Kante. Wer an der Reihe ist, schubst damit eine der eigenen Münzen so an, dass sie die kleine "Ballmünze" ins gegnerische Tor befördert. Das macht auch Erwachsenen so viel Spaß, dass es sogar Vereine und Meisterschaften dafür gibt...

3. Wie viele Krähen sitzen?

Das ist ein schnelles, leichtes Ratespiel das auch schon den Kleineres Spaß macht. Sie müssen allerdings bis fünf zählen können. Ein Kind sitzt auf dem Stuhl, ein anderes stellt sich dahinter und legt einen, zwei, drei, vier oder fünf Finger leicht auf den Kopf des Sitzenden. Dann fragt es: „Wie viele Krähen sitzen?“ Der Mitspieler muss dann erraten, wie viele Finger er im Moment auf seinem Kopf spürt. Wenn das Spiel schwieriger werden soll, kann vorher vereinbart werden, dass beide Hände (also zehn Finger) benutzt werden dürfen. Oder vielleicht sogar die Hände mehrerer Kinder, dann wird es ein Krähenschwarm.

4. Hitziges Schokoladenessen

Dieses Spiel ist schon seit langer Zeit ein Hit auf jeder Kindergeburtstagsparty. Alles beginnt mit einer Tafel Schokolade. Die wird dick eingepackt: in Zeitungspapier gewickelt, verklebt, verschnürt, noch eine Lage Papier und noch eine... Dieses Päckchen wird in die Mitte des Tisches gelegt, die Kinder sitzen außenrum. Auf dem Tisch liegen außerdem: ein Schal, eine Mütze, ein paar Handschuhe, Messer und Gabel sowie ein Würfel. Mit diesem wird nun reihum gewürfelt. Wer eine sechs würfelt, muss sofort loslegen. Handschuhe, Schal, Mütze anziehen und dann mit Messer und Gabel das Schokoladenpaket aufreissen, um an die wertvolle Fracht zu gelangen. Schnell! Denn die anderen Spieler würfeln in der Zwischenzeit weiter. Sabald die nächste sechs fällt, müssen die Utensilien sofort ausgezogen ausgezogen werden und an den erfolgreichen Würfler weitergereicht werden. Das geht so lange, bis die Schokolade geöffnet und verspeist ist. Bei diesem Spiel geht’s zwar zu wie bei den Wilden, aber immerhin wird die Schoki mit Messer und Gabel gegessen.

5. Kofferpacken

Ein Spiel für den Kopf. Das erste Kind beginnt und sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste.“ Der Sitznachbar wiederholt nun den Satz vollständig und packt einen eigenen Gegenstand mit dazu: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste und eine Badehose“. Das nächste Kind wiederholt nun wieder den ganzen Satz und ergänzt ihn mit einem weiteren Gegenstand: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste, eine Badehose und eine Tüte Gummibärchen“. So geht das Spiel immer weiter. Am Anfang ist das Ganze ja noch leicht, aber dann wird es immer schwieriger. Deshalb müssen die anderen Mitspieler immer gut aufpassen, dass auch alles richtig aufgezählt wird. Wer etwas vergisst, scheidet aus. Man darf übrigens auch Quatsch einpacken wie den „Nikolaus“ oder „Opas komische dicke Brille“. Alles davon muss genau so wiederholt werden.

6. Topfschlagen

Topfschlagen kennt man. Es war der Geburtstagsrenner schlechthin. Ein Kind wird ausgewählt und bekommt die Augen mit einem Schal verbunden. Dann bekommt es einen Kochlöffel in die Hand und wird ein paar mal im Kreis gedreht. In dieser Zeit legen die anderen Kinder einen umgedrehten Kochtopf auf den Boden. Unter dem Topf liegt eine kleine Belohnung, zum Beispiel eine Süßigkeit. Das Kind mit den verbundenen Augen sucht nun auf allen Vieren mit dem Kochlöffel den Raum ab. Die anderen Kinder helfen dabei, indem sie ihm „Heiß!“ oder „Kalt!“ zurufen. Hat das Kind den Topf gefunden und schlägt mit dem Kochlöffel darauf, darf es den Schal von den Augen nehmen und bekommt die Belohnung. Danach beginnt eine neue Runde.

7. Armer schwarzer Kater

Alle Kinder sitzen zusammen im Kreis. Ein Kind wird zum armen schwarzen Kater ernannt und geht in die Mitte. Es krabbelt nun auf allen Vieren zu einem der Kinder und miaut es jämmerlich an. Das besuchte Kind muss den Kater trösten, ihm über den Kopf streicheln und dabei die Worte „Armer schwarzer Kater“ sagen. Mit lautem Miauen und lustigen Grimassen versucht der Kater nun, das Kind zum Lachen zu bringen. Schafft er das, so ist dieses Kind der nächste schwarze Kater. Gelingt es dem Kind, ganz ernst zu bleiben, muss der arme schwarze Kater weiterziehen und sich ein anderes Kind suchen, dem er ein Lachen entlocken kann.

8. Reise nach Jerusalem

Für dieses Spiel braucht man Stühle und zwar einen weniger, als Kinder mitspielen. Die Stühle stehen im Kreis, Sitzflächen müssen nach außen zeigen oder in zwei Reihen, Lehne an Lehne. Der Spielleiter schaltet Musik ein, und alle Spieler laufen um den Stuhlkreis herum. Nach einiger Zeit stoppt der Spielleiter dann plötzlich die Musik. Dann muss jedes Kind blitzschnell versuchen, sich auf einen der freien Stühle zu setzen. Da ein Stuhl zu wenig aufgestellt ist, wird ein Kind keinen Platz finden und scheidet aus. Bevor die Musik wieder weiter geht, wird ein Stuhl aus dem Kreis genommen, sodass wieder einer zu wenig da ist. So geht es weiter, bis am Ende nur noch zwei Spieler um einen Stuhl kämpfen. Wer ihn erobert, hat gewonnen.

9. Ringlein, Ringlein, du musst wandern

Alle sitzen im Kreis und falten ihre Hände vor sich, als ob sie darin etwas verbergen. Ein Kind ist der Besitzer, es steht in der Mitte und trägt in seinen gefalteten Händen einen kleinen Gegenstand: zum Beispiel einen Ring, Knopf, ein Steinchen oder ähnliches. Nun geht der Besitzer von Kind zu Kind und hält seine gefalteten Hände immer kurz über die seiner Mitspieler. Dabei sagen die Kinder: „Ringlein, Ringlein, du musst wandern, von dem einen Ort zum andern. Oh wie schön, oh wie schön, lasst das Ringlein nur nicht sehn.“ Bei einem Kind lässt der Ring-Besitzer seinen Ring unauffällig in dessen Hände gleiten. Der Beschenkte darf sich dabei nichts anmerken lassen. Wenn der (nun ehemalige) Besitzer einmal im Kreis herumgegangen ist, fragt er einen beliebigen Mitspieler, bei wem der Ring jetzt wohl sei. Nennt das befragte Kind den richtigen Namen, bekommt es den Ring und darf in der nächsten Runde selbst den Ring weitergeben. Hat es falsch geraten, ist das Kind dran, in dessen Händen sich der Ring befindet.

10. Feuer, Wasser, Erde, Sturm

Bei diesem Spiel läuft Musik, zu der alle im Raum herumlaufen oder tanzen. Ein Kind darf das Spiel leiten: Es hält irgendwann die Musik an und ruft eines der vier Kommandos „Feuer“, „Wasser“, „Erde“ oder „Sturm“. So schnell wie möglich versuchen die Mitspieler, dieses Kommando auszuführen. Bei „Feuer“ laufen alle Kinder in eine der vier Ecken des Raums. Bei „Wasser“ rettet sich jeder auf Stühle oder das Sofa oder klettert irgendwo hinauf. Bei „Erde“ setzen sich alle auf den Boden. Bei „Sturm“ hält sich jeder an einem Gegenstand (z.B. Stehlampe) fest oder sucht sich einen Partner, an den man sich klammern kann. Wer am langsamsten reagiert, scheidet aus. Und wer all die Katastrophen am längsten übersteht, ist in der nächsten Runde der Spielleiter. Es gibt auch noch weitere Kommandos, mit denen das Spiel erweitert werden kann. Bei „Eis“ erstarren alle in ihrer Bewegung. Bei „Blitz“ muss man in die Hocke gehen und den Kopf einziehen. Bei „Donner“ legt sich jeder ganz schnell mit dem Rücken flach auf den Boden.

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10 traditionelle Kinderspiele für die Corona-Wochen

Kinderspiele für die Corona-Zeit zu Hause

10 traditionelle Kinderspiele für daheim

Was machen wir heute bloß? Drinnen, ohne Nachbarskinder und Freunde? Die Corona-Krise fordert von Eltern und Kindern jeden Tag wirklich viel Fantasie. Darum haben wir 10 Spiele und kreative Ideen aus unserem Buch „Spiele auf dem Land“ ausgesucht – für jedes Alter, mit Spaß-Garantie!

1. Keiner berührt den Boden!

Je mehr Kinder bei diesem Spiel mitmachen, desto lustiger wird’s. Alle Teilnehmer setzen sich in eine Reihe oder in einen Kreis. Das erste Kind denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarskind möglichst leise ins Ohr, so dass kein anderes Kind etwas hören kann. Zum Beispiel „Mein Opa isst am liebsten Mohnstrudel mit Vanillesoße“ oder „Mein Hund und ich machen im Winter oft eine Schneeballschlacht“. Das Nachbarskind muss dann den Satz genau so, wie er ihn verstanden hat, dem nächsten Kind ins Ohr flüstern und dieses dann wieder seinem Nachbarn. Und so weiter. Wichtig: Nachfragen ist nicht erlaubt. Wenn man etwas Merkwürdiges gehört hat, dann ist das halt so. Ist der Satz beim letzten Kind in der Reihe angekommen, muss es laut sagen, was es verstanden hat. Meistens ist von dem ursprünglichen Satz dann gar nicht mehr so viel übrig geblieben. Ein Lachspaß für alle.

2. Kresseköpfe züchten

Für diese Mischung aus Tischfussball und Billard braucht man viel Fingerspitzengefühl. Auf einem Tisch oder Brett werden zwei Tore aufgezeichnet (natürlich in der Mitte der schmalen Seiten). Gespielt wird mit Münzen: Eine kleine Münze ist gewissermaßen der Ball. Jeder Spieler hat zwei große Münzen auf dem Feld liegen und in der Hand ein Lineal, eine Karte oder irgendetwas anderes Hartes mit flacher Kante. Wer an der Reihe ist, schubst damit eine der eigenen Münzen so an, dass sie die kleine "Ballmünze" ins gegnerische Tor befördert. Das macht auch Erwachsenen so viel Spaß, dass es sogar Vereine und Meisterschaften dafür gibt...

3. Kegel aus Papprollen

Das ist ein schnelles, leichtes Ratespiel das auch schon den Kleineres Spaß macht. Sie müssen allerdings bis fünf zählen können. Ein Kind sitzt auf dem Stuhl, ein anderes stellt sich dahinter und legt einen, zwei, drei, vier oder fünf Finger leicht auf den Kopf des Sitzenden. Dann fragt es: „Wie viele Krähen sitzen?“ Der Mitspieler muss dann erraten, wie viele Finger er im Moment auf seinem Kopf spürt. Wenn das Spiel schwieriger werden soll, kann vorher vereinbart werden, dass beide Hände (also zehn Finger) benutzt werden dürfen. Oder vielleicht sogar die Hände mehrerer Kinder, dann wird es ein Krähenschwarm.

4. Murmelgolf

Dieses Spiel ist schon seit langer Zeit ein Hit auf jeder Kindergeburtstagsparty. Alles beginnt mit einer Tafel Schokolade. Die wird dick eingepackt: in Zeitungspapier gewickelt, verklebt, verschnürt, noch eine Lage Papier und noch eine... Dieses Päckchen wird in die Mitte des Tisches gelegt, die Kinder sitzen außenrum. Auf dem Tisch liegen außerdem: ein Schal, eine Mütze, ein paar Handschuhe, Messer und Gabel sowie ein Würfel. Mit diesem wird nun reihum gewürfelt. Wer eine sechs würfelt, muss sofort loslegen. Handschuhe, Schal, Mütze anziehen und dann mit Messer und Gabel das Schokoladenpaket aufreissen, um an die wertvolle Fracht zu gelangen. Schnell! Denn die anderen Spieler würfeln in der Zwischenzeit weiter. Sabald die nächste sechs fällt, müssen die Utensilien sofort ausgezogen ausgezogen werden und an den erfolgreichen Würfler weitergereicht werden. Das geht so lange, bis die Schokolade geöffnet und verspeist ist. Bei diesem Spiel geht’s zwar zu wie bei den Wilden, aber immerhin wird die Schoki mit Messer und Gabel gegessen.

5. Die Schwalben fliegen fort

Ein Spiel für den Kopf. Das erste Kind beginnt und sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste.“ Der Sitznachbar wiederholt nun den Satz vollständig und packt einen eigenen Gegenstand mit dazu: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste und eine Badehose“. Das nächste Kind wiederholt nun wieder den ganzen Satz und ergänzt ihn mit einem weiteren Gegenstand: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste, eine Badehose und eine Tüte Gummibärchen“. So geht das Spiel immer weiter. Am Anfang ist das Ganze ja noch leicht, aber dann wird es immer schwieriger. Deshalb müssen die anderen Mitspieler immer gut aufpassen, dass auch alles richtig aufgezählt wird. Wer etwas vergisst, scheidet aus. Man darf übrigens auch Quatsch einpacken wie den „Nikolaus“ oder „Opas komische dicke Brille“. Alles davon muss genau so wiederholt werden.

6. Wörterschlange

Topfschlagen kennt man. Es war der Geburtstagsrenner schlechthin. Ein Kind wird ausgewählt und bekommt die Augen mit einem Schal verbunden. Dann bekommt es einen Kochlöffel in die Hand und wird ein paar mal im Kreis gedreht. In dieser Zeit legen die anderen Kinder einen umgedrehten Kochtopf auf den Boden. Unter dem Topf liegt eine kleine Belohnung, zum Beispiel eine Süßigkeit. Das Kind mit den verbundenen Augen sucht nun auf allen Vieren mit dem Kochlöffel den Raum ab. Die anderen Kinder helfen dabei, indem sie ihm „Heiß!“ oder „Kalt!“ zurufen. Hat das Kind den Topf gefunden und schlägt mit dem Kochlöffel darauf, darf es den Schal von den Augen nehmen und bekommt die Belohnung. Danach beginnt eine neue Runde.

7. Pfitschigogerl

Alle Kinder sitzen zusammen im Kreis. Ein Kind wird zum armen schwarzen Kater ernannt und geht in die Mitte. Es krabbelt nun auf allen Vieren zu einem der Kinder und miaut es jämmerlich an. Das besuchte Kind muss den Kater trösten, ihm über den Kopf streicheln und dabei die Worte „Armer schwarzer Kater“ sagen. Mit lautem Miauen und lustigen Grimassen versucht der Kater nun, das Kind zum Lachen zu bringen. Schafft er das, so ist dieses Kind der nächste schwarze Kater. Gelingt es dem Kind, ganz ernst zu bleiben, muss der arme schwarze Kater weiterziehen und sich ein anderes Kind suchen, dem er ein Lachen entlocken kann.

8. Feuer, Wasser, Erde, Sturm

Bei diesem Spiel läuft Musik, zu der alle im Raum herumlaufen oder tanzen. Ein Kind darf das Spiel leiten: Es hält irgendwann die Musik an und ruft eines der vier Kommandos „Feuer“, „Wasser“, „Erde“ oder „Sturm“. So schnell wie möglich versuchen die Mitspieler, dieses Kommando auszuführen. Bei „Feuer“ laufen alle Kinder in eine der vier Ecken des Raums. Bei „Wasser“ rettet sich jeder auf Stühle oder das Sofa oder klettert irgendwo hinauf. Bei „Erde“ setzen sich alle auf den Boden. Bei „Sturm“ hält sich jeder an einem Gegenstand (z.B. Stehlampe) fest oder sucht sich einen Partner, an den man sich klammern kann. Wer am langsamsten reagiert, scheidet aus. Und wer all die Katastrophen am längsten übersteht, ist in der nächsten Runde der Spielleiter. Es gibt auch noch weitere Kommandos, mit denen das Spiel erweitert werden kann. Bei „Eis“ erstarren alle in ihrer Bewegung. Bei „Blitz“ muss man in die Hocke gehen und den Kopf einziehen. Bei „Donner“ legt sich jeder ganz schnell mit dem Rücken flach auf den Boden.

9. Becherfangspiel

Alle sitzen im Kreis und falten ihre Hände vor sich, als ob sie darin etwas verbergen. Ein Kind ist der Besitzer, es steht in der Mitte und trägt in seinen gefalteten Händen einen kleinen Gegenstand: zum Beispiel einen Ring, Knopf, ein Steinchen oder ähnliches. Nun geht der Besitzer von Kind zu Kind und hält seine gefalteten Hände immer kurz über die seiner Mitspieler. Dabei sagen die Kinder: „Ringlein, Ringlein, du musst wandern, von dem einen Ort zum andern. Oh wie schön, oh wie schön, lasst das Ringlein nur nicht sehn.“ Bei einem Kind lässt der Ring-Besitzer seinen Ring unauffällig in dessen Hände gleiten. Der Beschenkte darf sich dabei nichts anmerken lassen. Wenn der (nun ehemalige) Besitzer einmal im Kreis herumgegangen ist, fragt er einen beliebigen Mitspieler, bei wem der Ring jetzt wohl sei. Nennt das befragte Kind den richtigen Namen, bekommt es den Ring und darf in der nächsten Runde selbst den Ring weitergeben. Hat es falsch geraten, ist das Kind dran, in dessen Händen sich der Ring befindet.

10. Misthaufen fahren

Dieses Spiel wird zu zweit gespielt. Zur Vorbereitung werden 20 Kringel auf ein Blatt Papier gemalt, möglichst verstreut. Dann werden sie durchnummeriert, wild durcheinander, von eins bis 20. Die Kreise sind die Misthaufen. Jeder Spieler nimmt einen Stift mit einer eigenen Farbe.

Der erste Spieler fährt mit seinem Stift von Misthaufen Nummer 1 zu Misthaufen Nummer 2, und zwar ohne abzusetzen. Ist er dort angekommen, darf er den Misthaufen in seiner Farbe ausmalen. Nun ist der Gegner dran. Er fährt von der 2 zur 3 und malt diesen Kreis in seiner Farbe aus. So geht es abwechselnd weiter. Aber Vorsicht: Es dürfen keine bereits vorhandenen Linien gekreuzt oder auch nur berührt werden. Wer eine Linie durchkreuzt, bekommt einen Strafpunkt.

Jeder Spieler darf zwar beliebig oft durch seine eigenen Misthaufen fahren, aber nicht durch die Haufen mit der Farbe des Gegners, sonst gibt es einen Strafpunkt. Der Misthaufen Nummer 1 gehört niemandem, hier darf jeder durch. Wenn Misthaufen Nummer 20 erreicht ist, werden die Strafpunkte gezählt, und wer am wenigsten hat, ist Sieger.

Wenn es schwieriger werden soll, spielt man einfach mit 30 oder 40 Misthaufen. Dann wird es zum Schluss hin schon arg eng, weil man ja keine Linien berühren darf.


SPIELE AUF DEM LAND
Hardcover, 29,7 x 21 cm
120 Seiten
ISBN: 978-3-7020-1737-8
24,90 €

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Rosina Wälischmiller, Barbara Denk

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