Kinderspiele für Herbst und Winter

Kinderspiele für Herbst und Winter

10 Spiele für draußen – auch in der kalten Jahreszeit

Die Nasen rot, die Ohren auch – und trotzdem: Spielen im Schnee ist das Höchste! Nur heißer Kinderpunsch ist besser … Unsere 10 Spiele-Tipps für die kalte Jahreszeit

1. Komm mit, lauf weg

Je mehr Kinder, desto besser. Denn der Kreis, in dem sich alle aufstellen, sollte schön groß sein. Ein Spieler ist der Antipper und schlendert außerhalb des Kreises herum. Irgendwann tippt er einem Mitspieler auf den Rücken und ruft dabei entweder „Komm mit!“ oder „Lauf weg!“. Damit beginnt das Wettrennen: Der Antipper läuft schnell fort, einmal um den Kreis herum. Der Angetippte muss ebenfalls sofort losrennen: Beim Kommando „Komm mit!“ muss er dem Antipper nachlaufen. Bei „Lauf weg!“ muss er in die entgegengesetzte Richtung los. Wer sich nach einer Runde als Erster die frei gewordene Lücke im Kreis sichern kann, hat gewonnen. Das langsamere Kind wird der nächste (oder bleibt der) Antipper.

2. Räuber und Gendarm

Ein gutes „Spielfeld“ ist bei diesem Spiel das Wichtigste. Das Gelände sollte möglichst groß sein und viele Versteckmöglichkeiten bieten. Bevor es losgeht, wird ausgemacht, wie weit das Spielfeld reicht und wo genau sich das „Gefängnis“ befindet. Das kann beispielsweise der Sandkasten im Garten sein oder ein großer Baum. Dann werden die Kinder in zwei Gruppen unterteilt: Die einen sind die Räuber, die anderen die Gendarmen. Zuerst bekommen die Räuber eine Minute Vorsprung, damit sie sich über das Spielfeld verteilen und gut verstecken können. Dann beginnen die Gendarmen sie zu suchen und einzufangen. Hat ein Gendarm einen Räuber gefangen, bringt er diesen ins Gefängnis. Die noch herumlaufenden Räuber können ihn jedoch wieder daraus befreien, indem sie sich unentdeckt an das Gefängnis heranschleichen und dem Gefangenen drei Mal auf den Rücken klopfen. Das Spiel endet, wenn alle Räuber gefangen sind oder eine vorher festgelegte Zeit abgelaufen ist.

3. Spurenlesen im Schnee

Wenn eine frische Schneedecke Gärten, Felder und Wälder überzieht, bleibt sie nicht lange unberührt: In der Winterzeit sind mehr Tiere unterwegs als man denkt. Und sie hinterlassen interessante Spuren. Ist das da vielleicht die Fährte eines Hasen oder einer Katze? Oder war hier sogar ein Reh unterwegs? Ein gewöhnlicher Winterspaziergang wird zum Abenteuer, wenn sich Kinder in Spurenleser verwandeln. Wo führt die Spur hin? Wo hatte sich das Tier versteckt? Wer findet die meisten unterschiedlichen Fußspuren? Und zu welchem Tier könnten sie gehören?

4. Rodelwettrennen

Was macht im Winter mehr Spaß als eine Schlittenfahrt? Ab zum nächsten Schlittenberg! Im ersten Durchgang fährt sich jedes Kind erst mal warm. Dann kann das Wettrodeln starten. Wer ist am schnellsten unten? Oder: Wer kommt am weitesten, ohne unterwegs mit den Füßen nachzuschieben? Wem das zu langweilig ist, kann sich eine kleine Sprungschanze aus Schnee bauen: Wer springt am höchsten oder weitesten?

5. Fehler im Wald

Beim Waldspaziergang wird ein kleines Gebiet abgesteckt und markiert: drei, vier Bäume vielleicht, und der Raum dazwischen. Wenn zwei Gruppen gegeneinander spielen wollen, steckt jede sein eigenes Gebiet ab. Dann versteckt man in diesem Gebiet zehn Dinge, die dort nicht hingehören. Für kleinere Kinder könnte das ein bunter Schal oder Spielzeug sein. Wer es schwieriger mag, hat vielleicht ein Holzlineal, einen Wollfaden oder einen kleinen Plastikfrosch mitgebracht. Wer findet alle Fehler? Oder beim Gruppenspiel: Welches Team findet die Fehler zuerst?

 

6. Zucker und Salz

Ein Kind ist der Ansager, alle anderen Kinder stehen ihm in einigen Metern Abstand gegenüber, alle nebeneinander in einer Reihe. Das Ansagekind dreht sich von der Gruppe weg und ruft dabei „Zucker uuuund...“ In dieser Zeit dürfen die anderen Spieler zum Ansager hinlaufen. Doch Vorsicht: Sobald der Ansager „... Salz!“ ruft und damit seinen Satz vollendet, dreht er sich wieder um. In diesem Moment müssen alle stehenbleiben. Wen das Ansagekind noch bei einer Bewegung ertappt, muss zur Startlinie zurück. Wem es gelingt, als Erster den Ansager zu berühren, übernimmt dieses Amt in der nächsten Runde.

7. Hasenjagd

Ein ganz einfaches Ballspiel für beliebig viele Teilnehmer: Alle Spieler sind Hasen, nur einer wurde zuvor als Jäger ausgewählt. Er hat einen Ball und versucht, die wild durcheinander laufenden Hasen abzuschießen. Wer getroffen wird, verwandelt sich selbst in einen Jäger. Schon sind es zwei, dann drei... die Jäger dürfen den Ball aber beim Laufen nicht in der Hand behalten, sondern müssen ihn sich gegenseitig zuspielen (oder eben auf einen Hasen zielen). Der zuletzt übrig gebliebene Hase hat gewonnen: Er darf der nächste Jäger sein oder (wenn er nicht mag) den nächsten Jäger bestimmen.

8. Mutter, wie weit darf ich reisen?

Ein Kind spielt die Mutter, alle anderen stellen sich in einiger Entfernung ihr gegenüber. Nacheinander fragt jedes Kind: “Mutter, wie weit darf ich reisen“? Die Mutter antwortet mit einer Stadt oder einem Land, sie sagt zum Beispiel „Dänemark“. Daraufhin fragt das Kind noch einmal: „Darf ich?“ Erlaubt es die Mutter, darf es so viele Schritte auf die Mutter zugehen, wie die Stadt oder das Land Silben hat. Bei „Dä-ne-mark“ darf es also drei Schritte vorwärts machen. Geht das Kind einfach los, ohne die Mutter noch einmal gefragt zu haben, muss es zum Start zurück. Antwortet die Mutter auf die Frage“ Darf ich?“ mit „Nein“ muss das Kind einfach da stehen bleiben, wo es war. Wer zuerst bei der Mutter ankommt, darf in der nächsten Runde die Mutter spielen.

 

9. Katz und Maus

Ein Kind ist die Maus, ein anderes die Katze. Die übrigen Kinder stellen sich zu einem großen Kreis auf und fassen sich an den Händen. Die Maus sitzt im Inneren des Kreises. Die Katze schleicht außen herum, denn sie darf den Kreis nie betreten. Wenn die Katze ruft: „Maus, Maus, komm heraus, sonst kratz ich dir die Augen aus!“, muss die Maus den Kreis verlassen. Natürlich möglichst so, dass die Katze sie nicht fangen kann. Das Mäuslein darf zwar immer wieder Schutz im Kreis suchen, aber nur, wenn die Kinder ihre Arme heben, sodass die Maus hindurch schlüpfen kann. Wie lange die Maus dazu draußen gewesen sein muss und ab wann die Kreiskinder so gnädig sind, ihr die Flucht zu ermöglichen, entscheiden die Kreiskinder. Fängt die Katze die Maus, werden die Rollen getauscht, oder zwei andere Kinder sind an der Reihe.

10. Schnee-Engel

Das kann jedes Kind, das tut jedes Kind, und das haben auch schon Opa und Oma gemacht, als sie noch klein waren: mit dem eigenen Körper einen Engel in den Schnee malen. Einfach rückwärts in den Schnee plumpsen lassen, Arme und Beine ausbreiten und sie ein paarmal hin- und herbewegen. Die Spuren, die im Schnee zurückbleiben, sehen aus wie ein Engelsbild. Wer zeichnet den schönsten Engel?

Kinderspiele für draußen
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10 Spiele für drinnen, die schon vielen Generationen Spass gemacht haben

Kinderspiele für drinnen

10 traditionelle Spiele, die auch heute noch Spaß machen

Draußen stürmt’s so richtig ungemütlich! Aber zu Hause fand sich immer etwas zum Spielen – auch damals, als es noch keine XBox, Tiptoi und Lillifee-Puppen gab. Mit diesen alten Spielen vergeht die Zeit auch heute noch wie im Flug:

1. Stille Post

Je mehr Kinder bei diesem Spiel mitmachen, desto lustiger wird’s. Alle Teilnehmer setzen sich in eine Reihe oder in einen Kreis. Das erste Kind denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarskind möglichst leise ins Ohr, so dass kein anderes Kind etwas hören kann. Zum Beispiel „Mein Opa isst am liebsten Mohnstrudel mit Vanillesoße“ oder „Mein Hund und ich machen im Winter oft eine Schneeballschlacht“. Das Nachbarskind muss dann den Satz genau so, wie er ihn verstanden hat, dem nächsten Kind ins Ohr flüstern und dieses dann wieder seinem Nachbarn. Und so weiter. Wichtig: Nachfragen ist nicht erlaubt. Wenn man etwas Merkwürdiges gehört hat, dann ist das halt so. Ist der Satz beim letzten Kind in der Reihe angekommen, muss es laut sagen, was es verstanden hat. Meistens ist von dem ursprünglichen Satz dann gar nicht mehr so viel übrig geblieben. Ein Lachspaß für alle.

2. Pfitschigogerl

Für diese Mischung aus Tischfussball und Billard braucht man viel Fingerspitzengefühl. Auf einem Tisch oder Brett werden zwei Tore aufgezeichnet (natürlich in der Mitte der schmalen Seiten). Gespielt wird mit Münzen: Eine kleine Münze ist gewissermaßen der Ball. Jeder Spieler hat zwei große Münzen auf dem Feld liegen und in der Hand ein Lineal, eine Karte oder irgendetwas anderes Hartes mit flacher Kante. Wer an der Reihe ist, schubst damit eine der eigenen Münzen so an, dass sie die kleine "Ballmünze" ins gegnerische Tor befördert. Das macht auch Erwachsenen so viel Spaß, dass es sogar Vereine und Meisterschaften dafür gibt...

3. Wie viele Krähen sitzen?

Das ist ein schnelles, leichtes Ratespiel das auch schon den Kleineres Spaß macht. Sie müssen allerdings bis fünf zählen können. Ein Kind sitzt auf dem Stuhl, ein anderes stellt sich dahinter und legt einen, zwei, drei, vier oder fünf Finger leicht auf den Kopf des Sitzenden. Dann fragt es: „Wie viele Krähen sitzen?“ Der Mitspieler muss dann erraten, wie viele Finger er im Moment auf seinem Kopf spürt. Wenn das Spiel schwieriger werden soll, kann vorher vereinbart werden, dass beide Hände (also zehn Finger) benutzt werden dürfen. Oder vielleicht sogar die Hände mehrerer Kinder, dann wird es ein Krähenschwarm.

4. Hitziges Schokoladenessen

Dieses Spiel ist schon seit langer Zeit ein Hit auf jeder Kindergeburtstagsparty. Alles beginnt mit einer Tafel Schokolade. Die wird dick eingepackt: in Zeitungspapier gewickelt, verklebt, verschnürt, noch eine Lage Papier und noch eine... Dieses Päckchen wird in die Mitte des Tisches gelegt, die Kinder sitzen außenrum. Auf dem Tisch liegen außerdem: ein Schal, eine Mütze, ein paar Handschuhe, Messer und Gabel sowie ein Würfel. Mit diesem wird nun reihum gewürfelt. Wer eine sechs würfelt, muss sofort loslegen. Handschuhe, Schal, Mütze anziehen und dann mit Messer und Gabel das Schokoladenpaket aufreissen, um an die wertvolle Fracht zu gelangen. Schnell! Denn die anderen Spieler würfeln in der Zwischenzeit weiter. Sabald die nächste sechs fällt, müssen die Utensilien sofort ausgezogen ausgezogen werden und an den erfolgreichen Würfler weitergereicht werden. Das geht so lange, bis die Schokolade geöffnet und verspeist ist. Bei diesem Spiel geht’s zwar zu wie bei den Wilden, aber immerhin wird die Schoki mit Messer und Gabel gegessen.

5. Kofferpacken

Ein Spiel für den Kopf. Das erste Kind beginnt und sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste.“ Der Sitznachbar wiederholt nun den Satz vollständig und packt einen eigenen Gegenstand mit dazu: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste und eine Badehose“. Das nächste Kind wiederholt nun wieder den ganzen Satz und ergänzt ihn mit einem weiteren Gegenstand: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste, eine Badehose und eine Tüte Gummibärchen“. So geht das Spiel immer weiter. Am Anfang ist das Ganze ja noch leicht, aber dann wird es immer schwieriger. Deshalb müssen die anderen Mitspieler immer gut aufpassen, dass auch alles richtig aufgezählt wird. Wer etwas vergisst, scheidet aus. Man darf übrigens auch Quatsch einpacken wie den „Nikolaus“ oder „Opas komische dicke Brille“. Alles davon muss genau so wiederholt werden.

6. Topfschlagen

Topfschlagen kennt man. Es war der Geburtstagsrenner schlechthin. Ein Kind wird ausgewählt und bekommt die Augen mit einem Schal verbunden. Dann bekommt es einen Kochlöffel in die Hand und wird ein paar mal im Kreis gedreht. In dieser Zeit legen die anderen Kinder einen umgedrehten Kochtopf auf den Boden. Unter dem Topf liegt eine kleine Belohnung, zum Beispiel eine Süßigkeit. Das Kind mit den verbundenen Augen sucht nun auf allen Vieren mit dem Kochlöffel den Raum ab. Die anderen Kinder helfen dabei, indem sie ihm „Heiß!“ oder „Kalt!“ zurufen. Hat das Kind den Topf gefunden und schlägt mit dem Kochlöffel darauf, darf es den Schal von den Augen nehmen und bekommt die Belohnung. Danach beginnt eine neue Runde.

7. Armer schwarzer Kater

Alle Kinder sitzen zusammen im Kreis. Ein Kind wird zum armen schwarzen Kater ernannt und geht in die Mitte. Es krabbelt nun auf allen Vieren zu einem der Kinder und miaut es jämmerlich an. Das besuchte Kind muss den Kater trösten, ihm über den Kopf streicheln und dabei die Worte „Armer schwarzer Kater“ sagen. Mit lautem Miauen und lustigen Grimassen versucht der Kater nun, das Kind zum Lachen zu bringen. Schafft er das, so ist dieses Kind der nächste schwarze Kater. Gelingt es dem Kind, ganz ernst zu bleiben, muss der arme schwarze Kater weiterziehen und sich ein anderes Kind suchen, dem er ein Lachen entlocken kann.

8. Reise nach Jerusalem

Für dieses Spiel braucht man Stühle und zwar einen weniger, als Kinder mitspielen. Die Stühle stehen im Kreis, Sitzflächen müssen nach außen zeigen oder in zwei Reihen, Lehne an Lehne. Der Spielleiter schaltet Musik ein, und alle Spieler laufen um den Stuhlkreis herum. Nach einiger Zeit stoppt der Spielleiter dann plötzlich die Musik. Dann muss jedes Kind blitzschnell versuchen, sich auf einen der freien Stühle zu setzen. Da ein Stuhl zu wenig aufgestellt ist, wird ein Kind keinen Platz finden und scheidet aus. Bevor die Musik wieder weiter geht, wird ein Stuhl aus dem Kreis genommen, sodass wieder einer zu wenig da ist. So geht es weiter, bis am Ende nur noch zwei Spieler um einen Stuhl kämpfen. Wer ihn erobert, hat gewonnen.

9. Ringlein, Ringlein, du musst wandern

Alle sitzen im Kreis und falten ihre Hände vor sich, als ob sie darin etwas verbergen. Ein Kind ist der Besitzer, es steht in der Mitte und trägt in seinen gefalteten Händen einen kleinen Gegenstand: zum Beispiel einen Ring, Knopf, ein Steinchen oder ähnliches. Nun geht der Besitzer von Kind zu Kind und hält seine gefalteten Hände immer kurz über die seiner Mitspieler. Dabei sagen die Kinder: „Ringlein, Ringlein, du musst wandern, von dem einen Ort zum andern. Oh wie schön, oh wie schön, lasst das Ringlein nur nicht sehn.“ Bei einem Kind lässt der Ring-Besitzer seinen Ring unauffällig in dessen Hände gleiten. Der Beschenkte darf sich dabei nichts anmerken lassen. Wenn der (nun ehemalige) Besitzer einmal im Kreis herumgegangen ist, fragt er einen beliebigen Mitspieler, bei wem der Ring jetzt wohl sei. Nennt das befragte Kind den richtigen Namen, bekommt es den Ring und darf in der nächsten Runde selbst den Ring weitergeben. Hat es falsch geraten, ist das Kind dran, in dessen Händen sich der Ring befindet.

10. Feuer, Wasser, Erde, Sturm

Bei diesem Spiel läuft Musik, zu der alle im Raum herumlaufen oder tanzen. Ein Kind darf das Spiel leiten: Es hält irgendwann die Musik an und ruft eines der vier Kommandos „Feuer“, „Wasser“, „Erde“ oder „Sturm“. So schnell wie möglich versuchen die Mitspieler, dieses Kommando auszuführen. Bei „Feuer“ laufen alle Kinder in eine der vier Ecken des Raums. Bei „Wasser“ rettet sich jeder auf Stühle oder das Sofa oder klettert irgendwo hinauf. Bei „Erde“ setzen sich alle auf den Boden. Bei „Sturm“ hält sich jeder an einem Gegenstand (z.B. Stehlampe) fest oder sucht sich einen Partner, an den man sich klammern kann. Wer am langsamsten reagiert, scheidet aus. Und wer all die Katastrophen am längsten übersteht, ist in der nächsten Runde der Spielleiter. Es gibt auch noch weitere Kommandos, mit denen das Spiel erweitert werden kann. Bei „Eis“ erstarren alle in ihrer Bewegung. Bei „Blitz“ muss man in die Hocke gehen und den Kopf einziehen. Bei „Donner“ legt sich jeder ganz schnell mit dem Rücken flach auf den Boden.

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10 traditionelle Kinderspiele für die Corona-Wochen

Kinderspiele für die Corona-Zeit zu Hause

10 traditionelle Kinderspiele für daheim

Was machen wir heute bloß? Drinnen, ohne Nachbarskinder und Freunde? Die Corona-Krise fordert von Eltern und Kindern jeden Tag wirklich viel Fantasie. Darum haben wir 10 Spiele und kreative Ideen aus unserem Buch „Spiele auf dem Land“ ausgesucht – für jedes Alter, mit Spaß-Garantie!

1. Keiner berührt den Boden!

Je mehr Kinder bei diesem Spiel mitmachen, desto lustiger wird’s. Alle Teilnehmer setzen sich in eine Reihe oder in einen Kreis. Das erste Kind denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarskind möglichst leise ins Ohr, so dass kein anderes Kind etwas hören kann. Zum Beispiel „Mein Opa isst am liebsten Mohnstrudel mit Vanillesoße“ oder „Mein Hund und ich machen im Winter oft eine Schneeballschlacht“. Das Nachbarskind muss dann den Satz genau so, wie er ihn verstanden hat, dem nächsten Kind ins Ohr flüstern und dieses dann wieder seinem Nachbarn. Und so weiter. Wichtig: Nachfragen ist nicht erlaubt. Wenn man etwas Merkwürdiges gehört hat, dann ist das halt so. Ist der Satz beim letzten Kind in der Reihe angekommen, muss es laut sagen, was es verstanden hat. Meistens ist von dem ursprünglichen Satz dann gar nicht mehr so viel übrig geblieben. Ein Lachspaß für alle.

2. Kresseköpfe züchten

Für diese Mischung aus Tischfussball und Billard braucht man viel Fingerspitzengefühl. Auf einem Tisch oder Brett werden zwei Tore aufgezeichnet (natürlich in der Mitte der schmalen Seiten). Gespielt wird mit Münzen: Eine kleine Münze ist gewissermaßen der Ball. Jeder Spieler hat zwei große Münzen auf dem Feld liegen und in der Hand ein Lineal, eine Karte oder irgendetwas anderes Hartes mit flacher Kante. Wer an der Reihe ist, schubst damit eine der eigenen Münzen so an, dass sie die kleine "Ballmünze" ins gegnerische Tor befördert. Das macht auch Erwachsenen so viel Spaß, dass es sogar Vereine und Meisterschaften dafür gibt...

3. Kegel aus Papprollen

Das ist ein schnelles, leichtes Ratespiel das auch schon den Kleineres Spaß macht. Sie müssen allerdings bis fünf zählen können. Ein Kind sitzt auf dem Stuhl, ein anderes stellt sich dahinter und legt einen, zwei, drei, vier oder fünf Finger leicht auf den Kopf des Sitzenden. Dann fragt es: „Wie viele Krähen sitzen?“ Der Mitspieler muss dann erraten, wie viele Finger er im Moment auf seinem Kopf spürt. Wenn das Spiel schwieriger werden soll, kann vorher vereinbart werden, dass beide Hände (also zehn Finger) benutzt werden dürfen. Oder vielleicht sogar die Hände mehrerer Kinder, dann wird es ein Krähenschwarm.

4. Murmelgolf

Dieses Spiel ist schon seit langer Zeit ein Hit auf jeder Kindergeburtstagsparty. Alles beginnt mit einer Tafel Schokolade. Die wird dick eingepackt: in Zeitungspapier gewickelt, verklebt, verschnürt, noch eine Lage Papier und noch eine... Dieses Päckchen wird in die Mitte des Tisches gelegt, die Kinder sitzen außenrum. Auf dem Tisch liegen außerdem: ein Schal, eine Mütze, ein paar Handschuhe, Messer und Gabel sowie ein Würfel. Mit diesem wird nun reihum gewürfelt. Wer eine sechs würfelt, muss sofort loslegen. Handschuhe, Schal, Mütze anziehen und dann mit Messer und Gabel das Schokoladenpaket aufreissen, um an die wertvolle Fracht zu gelangen. Schnell! Denn die anderen Spieler würfeln in der Zwischenzeit weiter. Sabald die nächste sechs fällt, müssen die Utensilien sofort ausgezogen ausgezogen werden und an den erfolgreichen Würfler weitergereicht werden. Das geht so lange, bis die Schokolade geöffnet und verspeist ist. Bei diesem Spiel geht’s zwar zu wie bei den Wilden, aber immerhin wird die Schoki mit Messer und Gabel gegessen.

5. Die Schwalben fliegen fort

Ein Spiel für den Kopf. Das erste Kind beginnt und sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste.“ Der Sitznachbar wiederholt nun den Satz vollständig und packt einen eigenen Gegenstand mit dazu: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste und eine Badehose“. Das nächste Kind wiederholt nun wieder den ganzen Satz und ergänzt ihn mit einem weiteren Gegenstand: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: eine Zahnbürste, eine Badehose und eine Tüte Gummibärchen“. So geht das Spiel immer weiter. Am Anfang ist das Ganze ja noch leicht, aber dann wird es immer schwieriger. Deshalb müssen die anderen Mitspieler immer gut aufpassen, dass auch alles richtig aufgezählt wird. Wer etwas vergisst, scheidet aus. Man darf übrigens auch Quatsch einpacken wie den „Nikolaus“ oder „Opas komische dicke Brille“. Alles davon muss genau so wiederholt werden.

6. Wörterschlange

Topfschlagen kennt man. Es war der Geburtstagsrenner schlechthin. Ein Kind wird ausgewählt und bekommt die Augen mit einem Schal verbunden. Dann bekommt es einen Kochlöffel in die Hand und wird ein paar mal im Kreis gedreht. In dieser Zeit legen die anderen Kinder einen umgedrehten Kochtopf auf den Boden. Unter dem Topf liegt eine kleine Belohnung, zum Beispiel eine Süßigkeit. Das Kind mit den verbundenen Augen sucht nun auf allen Vieren mit dem Kochlöffel den Raum ab. Die anderen Kinder helfen dabei, indem sie ihm „Heiß!“ oder „Kalt!“ zurufen. Hat das Kind den Topf gefunden und schlägt mit dem Kochlöffel darauf, darf es den Schal von den Augen nehmen und bekommt die Belohnung. Danach beginnt eine neue Runde.

7. Pfitschigogerl

Alle Kinder sitzen zusammen im Kreis. Ein Kind wird zum armen schwarzen Kater ernannt und geht in die Mitte. Es krabbelt nun auf allen Vieren zu einem der Kinder und miaut es jämmerlich an. Das besuchte Kind muss den Kater trösten, ihm über den Kopf streicheln und dabei die Worte „Armer schwarzer Kater“ sagen. Mit lautem Miauen und lustigen Grimassen versucht der Kater nun, das Kind zum Lachen zu bringen. Schafft er das, so ist dieses Kind der nächste schwarze Kater. Gelingt es dem Kind, ganz ernst zu bleiben, muss der arme schwarze Kater weiterziehen und sich ein anderes Kind suchen, dem er ein Lachen entlocken kann.

8. Feuer, Wasser, Erde, Sturm

Bei diesem Spiel läuft Musik, zu der alle im Raum herumlaufen oder tanzen. Ein Kind darf das Spiel leiten: Es hält irgendwann die Musik an und ruft eines der vier Kommandos „Feuer“, „Wasser“, „Erde“ oder „Sturm“. So schnell wie möglich versuchen die Mitspieler, dieses Kommando auszuführen. Bei „Feuer“ laufen alle Kinder in eine der vier Ecken des Raums. Bei „Wasser“ rettet sich jeder auf Stühle oder das Sofa oder klettert irgendwo hinauf. Bei „Erde“ setzen sich alle auf den Boden. Bei „Sturm“ hält sich jeder an einem Gegenstand (z.B. Stehlampe) fest oder sucht sich einen Partner, an den man sich klammern kann. Wer am langsamsten reagiert, scheidet aus. Und wer all die Katastrophen am längsten übersteht, ist in der nächsten Runde der Spielleiter. Es gibt auch noch weitere Kommandos, mit denen das Spiel erweitert werden kann. Bei „Eis“ erstarren alle in ihrer Bewegung. Bei „Blitz“ muss man in die Hocke gehen und den Kopf einziehen. Bei „Donner“ legt sich jeder ganz schnell mit dem Rücken flach auf den Boden.

9. Becherfangspiel

Alle sitzen im Kreis und falten ihre Hände vor sich, als ob sie darin etwas verbergen. Ein Kind ist der Besitzer, es steht in der Mitte und trägt in seinen gefalteten Händen einen kleinen Gegenstand: zum Beispiel einen Ring, Knopf, ein Steinchen oder ähnliches. Nun geht der Besitzer von Kind zu Kind und hält seine gefalteten Hände immer kurz über die seiner Mitspieler. Dabei sagen die Kinder: „Ringlein, Ringlein, du musst wandern, von dem einen Ort zum andern. Oh wie schön, oh wie schön, lasst das Ringlein nur nicht sehn.“ Bei einem Kind lässt der Ring-Besitzer seinen Ring unauffällig in dessen Hände gleiten. Der Beschenkte darf sich dabei nichts anmerken lassen. Wenn der (nun ehemalige) Besitzer einmal im Kreis herumgegangen ist, fragt er einen beliebigen Mitspieler, bei wem der Ring jetzt wohl sei. Nennt das befragte Kind den richtigen Namen, bekommt es den Ring und darf in der nächsten Runde selbst den Ring weitergeben. Hat es falsch geraten, ist das Kind dran, in dessen Händen sich der Ring befindet.

10. Misthaufen fahren

Dieses Spiel wird zu zweit gespielt. Zur Vorbereitung werden 20 Kringel auf ein Blatt Papier gemalt, möglichst verstreut. Dann werden sie durchnummeriert, wild durcheinander, von eins bis 20. Die Kreise sind die Misthaufen. Jeder Spieler nimmt einen Stift mit einer eigenen Farbe.

Der erste Spieler fährt mit seinem Stift von Misthaufen Nummer 1 zu Misthaufen Nummer 2, und zwar ohne abzusetzen. Ist er dort angekommen, darf er den Misthaufen in seiner Farbe ausmalen. Nun ist der Gegner dran. Er fährt von der 2 zur 3 und malt diesen Kreis in seiner Farbe aus. So geht es abwechselnd weiter. Aber Vorsicht: Es dürfen keine bereits vorhandenen Linien gekreuzt oder auch nur berührt werden. Wer eine Linie durchkreuzt, bekommt einen Strafpunkt.

Jeder Spieler darf zwar beliebig oft durch seine eigenen Misthaufen fahren, aber nicht durch die Haufen mit der Farbe des Gegners, sonst gibt es einen Strafpunkt. Der Misthaufen Nummer 1 gehört niemandem, hier darf jeder durch. Wenn Misthaufen Nummer 20 erreicht ist, werden die Strafpunkte gezählt, und wer am wenigsten hat, ist Sieger.

Wenn es schwieriger werden soll, spielt man einfach mit 30 oder 40 Misthaufen. Dann wird es zum Schluss hin schon arg eng, weil man ja keine Linien berühren darf.


SPIELE AUF DEM LAND
Hardcover, 29,7 x 21 cm
120 Seiten
ISBN: 978-3-7020-1737-8
24,90 €

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Rosina Wälischmiller, Barbara Denk

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7 spannende Fakten zum Starkbier

Starkbier in der Fastenzeit

7 spannende Fakten zum Fastentrunk

Starkbier in der Fastenzeit: Mönche trinken Starkbier
Mit der Fastenzeit beginnt traditionell auch die Starkbierzeit. Schon im Mittelalter brauten Mönche ein besonders kalorienreiches Fastenbier, damit sie trotz Fastengebot bei Kräften blieben. Damals war es notwendig – heute schmeckt’s einfach. Wissenswertes zum „flüssigen Brot“.

1. Schlaue Mönche: So bekam das Fastenbier den Segen der Kirche

 
Seit jeher gilt in der katholischen Kirche der Grundsatz: „Flüssiges bricht das Fasten nicht“. Doch da bekamen die bayerischen Mönche im 17. Jahrhundert Zweifel, nachdem sie ein besonders schmackhaftes und gehaltvolles Bier gebraut hatten. Verstößt ein solch herrlicher Trunk nicht gegen das Fastengebot?

Um sich abzusichern, schickten sie ein Fass des Bieres nach Rom, damit der Papst probiere und entscheide. Auf der wochenlangen Reise wurde das Bier kräftig durchgeschüttelt, alpiner Eiseskälte und italienischer Sonne ausgesetzt. Darum erreichte ein völlig verdorbenes Gebräu den Heiligen Vater. Nachdem er probiert hatte, lobte der Papst die Leidensfähigkeit seiner bayerischen Brüder und gab das Starkbier als Fastentrunk frei.

2. Das Starkbierfest: Die fünfte Jahreszeit der Bayern

In Bayern – und insbesondere München – wird Starkbier während der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern ausgeschenkt. Während dieser Starkbierzeit trifft sich das Volk dann zu zünftigen Starkbierfesten in den Brauhäusern. Dabei hat sich auch die Tradition des öffentlichen „Derbleckens“ etabliert. Der Höhepunkt ist dabei die Starkbierprobe auf dem Nockherberg in der Paulaner-Brauerei: Hier macht die Polit-Prominenz gute Miene zur spöttischen Fastenpredigt und zum satirischen Singspiel.

REZEPTE AUS VIER ALPENLÄNDERN In der Fastenzeit galten früher strenge Regeln, vor allem beim Essen – aber unsere Großmütter waren ja erfinderisch: Ihre Fastenspeisen schmeckten damals und schmecken noch heute.

3. Hauptsache „-ator“: Die Namen der Fastenbiere

 
Salvator, Maximator, Triumphator, Delicatior – die Fastenbiere in Bayern tragen klangvolle Namen, die mit der Silbe „-ator“ enden. Ursprung dieser humoristischen Tradition ist das älteste bayerische Starkbier, der 1751 erstmals gebraute „Salvator“ der Paulaner-Mönche des Klosters Benediktbeuern. Dessen erfinderische Mönche hatten die offizielle Erlaubnis, zum Namenstag ihres Ordensstifters Franz von Paula ein „Heilig-Vater-Bier“ zu brauen und auszuschenken.

4. Starkbier ist Bockbier: Ein kleines Starkbier-Einmaleins

 
Ein Starkbier oder Bockbier ist ein Bier, dessen Stammwürzegehalt über 16% liegt. Sein Alkoholgehalt ist damit 6,5% oder höher.

Ein Doppelbock ist ein Starkbier mit einem eingebrauten Stammwürzegehalt von mehr als 18% und einem Alkoholgehalt, der zwischen 5 und 12% liegt. Alle bayerischen Fastenstarkbiere sind Doppelbockbiere.

Im Kloster Marienstatt wird seit 1362 Bier gebraut. Braumeister Gerd Siebel erklärt, warum Fastenbier gesünder ist als normales Bier und wie es gebraut wird.

5. Farbenspiele: Je dunkler das Bier, desto gehaltvoller?

 
Diese Annahme gehört ins Reich der Legenden, denn die Farbe sagt nichts über den Stammwürze- oder Alkoholgehalt des Bieres aus. Es gibt helle ebenso wie dunkle Bock- und Doppelbockbiere und sogar Weizen-Bockbiere.

6. Das Stärkste der Starken: Der Eisbock aus Kulmbach

 
Der Eisbock ist unter den Starkbieren die kräftigste Variante. Seine Existenz verdankt er der Legende nach einem Malheur des Brauereigesellen aus Kulmbach:

Er hatte in einer kalten Winternacht versehentlich ein Fass mit Starkbier im Hof der Brauerei stehenlassen. Das Bier fror ein und brachte das Fass zum Bersten. Im Innern des Eisblocks hatte sich jedoch ein alkoholreiches und daher noch flüssiges Bierkonzentrat gesammelt.

Zur Strafe soll der erboste Braumeister seinem Gesellen befohlen haben, den Sud auszutrinken. Dieser kostete, erstaunte und trank dann in großen Schlucken davon. Das Ausfrieren hatte ein herrlich kräftiges, sämiges und malziges Getränk hervorgebracht.

Bis heute stellen Braumeister den Eisbock durch Ausfrieren von Starkbier her.

7. Ende Legende: Das Starkbier stammt nicht aus Bayern

Verbreitung des Starkbiers

Auch wenn sie für ihre Braukunst und ihren Bierdurscht berühmt sind: Die Erfindung des Starkbieres stammt ausnahmsweise mal nicht aus Bayern. Das Bockbier kommt ursprünglich aus der Stadt Einbeck in Niedersachsen.

Das „ainpöckisch Bier“ mundete aber den Bayern so gut, dass Herzog Wilhelm V. im 16. Jahrhundert von seinen Braumeistern verlangte, eigene Starkbierrezepturen zu entwickeln. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, denn mehr als die Hälfte der deutschen Starkbiere stammt heute aus bayerischen Braustuben.

Was hilft gegen Kater?
Wenn einen am nächsten Tag der Kater plagt, bereut man den Vorabend schnell. Wir verraten Ihnen, was gegen den Kater hilft.
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DAS BIER MUSS AM HOSENBODEN KLEBEN

Schon früh achteten die Bayern streng auf die Einhaltung ihres Reinheitsgebotes.

Dazu hatten die Wirte im 15. und 16. Jahrhundert eine sehr rustikale und anschauliche Methode:

Starkbier in der Fastenzeit: Biertest

Um die Qualität seines Bieres zu demonstrieren, schüttete der Braumeister die erste Mass des frisch gebrauten Bieres auf eine Bierbank aus Eichenholz und setzte drei Burschen in Lederhosen darauf.

Diese sollten nun zwei Stunden darauf sitzen bleiben (gemessen wurde mit einer Sanduhr) und wurden in dieser Zeit reichlich bewirtet. In dieser Zeit sog sich der Hosenboden mit dem Bier voll und es trocknete ein.

Anschließend standen die Burschen gleichzeitig auf. Blieb jetzt die Bank an ihren Hintern kleben, hatte das Bier den Test bestanden und war von guter Qualität.

Es enthielt reichlich klebrigen Malzzucker – der Brauer hatte also nicht mit Malz geknausert. Jetzt durfte er das Bier ausschenken.

Josefitag
Wer Josef heißt, ist in der Alpen­region „da Sepp“. Früher war sein Namenstag sogar ein Feiertag. Ein bissl besonders ist er auch heute noch.
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5 Fakten zum Fasten

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5 Dinge über die Fastenzeit, die Sie noch nicht wussten

Ein Schälchen Gemüsesuppe als Fastenspeise
Als kleine geistige Stärkung für die entbehrungsreichen Wochen – hier sind 5 interessante Fakten über die Fastenzeit:

 

1. Die Sonntage gehören nicht zur Fastenzeit

Denn die Sonntage gelten als „kleine Auferstehungstage“ und sind vom Fasten ausgenommen. Rechnen Sie’s nach: Eine vierzigtägige Fastenzeit, die an Aschermittwoch beginnt, endet eigentlich nicht an Ostern – sondern nur, wenn man die Sonntage nicht mitzählt.

Aus diesem Grund wurde wahrscheinlich im 6. oder 7. Jahrhundert der Beginn der Fastenzeit vorverlegt: vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den Mittwoch davor, den Aschermittwoch.

Kreuzweg
Am Karfreitag erinnern sich die Gläubigen an den letzten Weg Jesu. Die 14 Stationen des Kreuzweges sieht man heute in jeder Kirche – das war nicht immer so.
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2. Flüssiges bricht das Fasten nicht“

Eigentlich war Alkohol in der Fastenzeit früher verboten. Trotzdem brauten Mönche ein Starkbier, das besonders nahrhaft war, um ihren Kalorienbedarf auch in der Fastenzeit zu decken. Dabei beriefen sie sich auf die lateinische Regel „Liquida non frangunt ieunum“ – Flüssiges bricht Fasten nicht.

Die Mönche sollen sogar eine Kostprobe des Fastenbiers nach Rom geschickt haben, um sich vom Papst den Genuss genehmigen zu lassen. Bis es in Rom ankam, war das Bier allerdings verdorben und der Papst entschied, dass dieses ungenießbare Getränk gerade recht für die Fastenzeit sei.

Starkbier in der Fastenzeit
Mit der Fastenzeit beginnt auch die Starkbierzeit. Hier sind 7 spannende Fakten zum „flüssigen Brot“.
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3. Was aus dem Wasser kommt, galt als Fisch

Fleisch war einst in der Fastenzeit verboten, Fisch erlaubt – doch diesen Spruch legten früher manche sehr fantasievoll aus. Man wies zum Beispiel darauf hin, dass eine Gans ja mit den Füssen im Wasser paddle, also zumindest unter der Wasseroberfläche wie ein Fisch sei. Auch die fettreichen und nahrhaften Biber hat man damals zu Wassertieren erklärt und verspeist.

Heute wird der Verzicht auf Fleisch von der Kirche nur noch am Karfreitag und Aschermittwoch verlangt. Viele verzichten jedoch trotzdem in der Fastenzeit auf Fleisch.

Fischwürscht
Weil früher viele Kinder zur Fastenzeit nicht so gerne Fisch aßen, erfanden ihre Mütter die Fischwürste. Wir verraten Ihnen das alte Rezept.
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4. Faschingskrapfen machte man, damit die Butter nicht verdirbt

Die mittelalterlichen Fastenregeln besagten, dass sogar Milchprodukte verboten seien. Deswegen wurde in den Tagen vor Aschermittwoch fest gebacken, um Milch, Butter oder Rahm noch rechtzeitig zu verwerten.

Der Fastnachtsdienstag wird daher im Französischen auch Mardi Gras, also „fetter Dienstag“ genannt, im Englischen Pancake Tuesday: „Pfannkuchendienstag“. Ab 1486 erlaubte Papst Innozenz dann auch den Verzehr von Nahrungsmitteln, die aus Milch hergestellt sind.

Krapfen selber machen
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5. Schokolade ist eine Fastenspeise

Im 16. Jahrhundert schickten mexikanische Bischöfe einen ihrer Mönche zum Papst. Denn Pius V. sollte entscheiden, ob der im Kloster hergestellte Kakaotrank „Xocolatl“ in der Fastenzeit getrunken werden dürfe. Der Papst war auf der Seite der Schokolade.

Als später auch feste Schokolade hergestellt wurde, kam es Anfang des 17. Jahrhunderts zu einem Glaubenskrieg: Die Jesuiten befürworteten die Schokolade, die Dominikaner wollten sie während der Fastenzeit verbieten. Heute verzichten viele Leute freiwillig 40 Tage lang auf Schokolade und andere Süßigkeiten.

Süße Maultaschen
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So feiert das Alpenland Fasching

10 Videos zum Fasching

So feiert das Alpenland Fasching

Faschings-Video: Maskenschnitzer
Jetzt sind die Narren los! Das Alpenland hat in der fünften Jahreszeit so viel zu bieten, dass wir Ihnen gleich zehn Videos rund um den Fasching zusammengestellt haben. Schauen Sie doch mal rein!

Alte Faschingsbräuche im Alpenland


Im Werden­felser Land sind die Maschkera in den Wirts­häusern unterwegs. Wer sich unter den Larven befindet, bleibt geheim.


Karneval und Fasnet sind zwei verschiedene Äste am selben Narrenbaum. Im Allgäu haben die Maskengruppen das Regiment über die Straßen.

Seit über 60 Jahren lässt man es in Villach in Kärnten so richtig krachen. „Lei Lei!“ heißt hier der Narrengruß.


Maskenschnitzen – ein Traditionshandwerk zu Fasching


Zum Masken­schnitzen braucht’s eine gute Beobach­tungs­gabe und viel Menschen­kenntnis.


Selbstgebastelt: Zwei Anleitungen für Ihre eigenen Masken


Warum denn Eierschachteln gleich wegwerfen? Basteln Sie doch lustige Masken daraus!

Hier wird eine Maske für die Luzerner Fasnacht gebaut. (Aber Obacht! Dieses Video hat eine arg anstrengende Hintergrundmusik …)


Mit diesen Schminktipps überzeugen Sie auf jedem Ball:


Was wären S’ denn gern? Minnie Maus, Katze, Vogelscheuche, Harlekin oder Traube – da kann man sich gar nicht entscheiden...


Die Königsdisziplin: Faschingskostüm für Kinder selber machen


Wunderbar einfach und absolut goldig – verkleiden Sie doch Ihre Kleinen dieses Jahr als achtarmige Meeresbewohner.


Dann fehlt nur noch die passende Faschingsdeko


Zusammen mit Kindern bunte Girlanden und Rosetten basteln – ein Faschingsspaß für alle!


… und der auch noch: Der bayerische Kabarettist Harry G. zum Thema Fasching


Da ist man sich einig: Tracht gehört nicht in die Faschingskiste.
Krapfen selber machen
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FASCHING, FASNACHT – WIE SAGT MAN WO?

Atlas zur deutschen Alltagssprache: Karte von Deutschland, Österreich und der Schweiz
www.atlas-alltagssprache.de

Im Alpenland gibt es für die Zeit vor dem Aschermittwoch drei unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Den klassischen „Fasching“ gibt es in Bayern, Österreich und Südtirol.
  • Die Narren im Allgäu gehen traditionellerweise auf die „Fasnet“.
  • In der Schweiz wird „Fasnacht“ oder in wenigen Ausnahmefällen auch „Fastnacht“ gefeiert.

Fetzenfasching Ebensee

Fetzenfasching Ebensee

Bunte Fetzen, narrische Masken

Fetzenfasching Ebensee: Fetzenzug
In verrücktem G’wand, mit kunstvollen Holzlarven und höchst originellem Kopfputz ziehen die Ebenseer am Rosenmontag durch die Straßen. Kaum sonstwo in Österreich wird der Fasching so traditionell und so bunt gefeiert wie beim alljährlichen Fetzenzug durch Ebensee. Schauen Sie mal!
  • Fetzenfasching Ebensee – Vorbereitungen für den Fetzenzug

    Die ersten Fetzen versammeln sich schon am Gasthaus Neuhütte. Von dort aus startet der Fetzenzug.

  • Fetzenfasching Ebensee – Warten im Gasthaus

    Während drinnen noch gemütlich diskutiert und Blödsinn gemacht wird ...

  • Fetzenfasching Ebensee – Vor dem Fetzenfasching

    ... präsentieren draußen schon einige Fetzen ihre kunstvollen Hauben und Hüte. Die gestaltet jeder, wie er mag. Nur bunt und kreativ soll es sein!

  • Fetzenfasching Ebensee - Prachtexemplar

    So wie bei diesem Prachtexemplar von einem Fetzen.

  • Fetzenfasching Ebensee - Hut mit Vogel

    Die großen prunkvollen Hüte werden nachmittags zum Zug getragen. Später am Abend geht’s in die Gaststätten, und der „Sonntagshut“ wird gegen einen kleineren Hut getauscht.

  • Fetzenfasching Ebensee - Fetzen mit Vorhang vor dem Gesicht

    Früher konnten sich nur wenige eine eigene Holzlarve leisten. Deshalb hängte man sich einen Vorhang vors Gesicht. Auch heute wieder eine beliebte Methode, unerkannt zu bleiben …

  • Fetzenfasching Ebensee - Holzlarve

    Glücklich schätzen kann sich auch heute, wer seine eigene Holzmaske besitzt: Diese Kunstwerke werden noch oft von ihren Besitzern selbst geschnitzt.

  • Fetzenfasching Ebensee - Trinken mit Maske

    Auf keinen Fall erkannt werden – ein richtiger Fetzen weiß sich zu helfen.

  • Fetzenfasching Ebensee - Umzug

    Der Zug setzt sich in Bewegung – vorweg gehen die große Fetzenfahne und die Pritschenmeister. Als Harlekins verkleidet führen sie den Zug an.

  • Fetzenfasching Ebensee - Funkenmariechen

    Der zweite in der Zugfolge ist der Präsident des Ebenseer Fetzenfaschings, Johannes Scheck, jedes Jahr in einem neuen Kostüm. Begleitet wird er von zwei schwarz gekleideten Damen ...

  • Fetzenfasching Ebensee - Damen in schwarz

    ... die die Großmütter von Schecks Ehefrau verkörpern. Bis ins hohe Alter sind sie immer vor der Fetzenmusik gelaufen.

  • Fetzenfasching Ebensee - Fetzenmusi

    Hinter den sogenannten schönen Fetzen kommt die Fetzenmusi mit dem Ebenseer Fetzenmarsch.

  • Fetzenfasching Ebensee - Prinzenpaar

    Auch die Prinzengarde und das Prinzenpaar, angeführt von einem eigenen Standartenträger, sind zum Fetzenzug als Fetzen verkleidet.

  • Fetzenfasching Ebensee - Schabernack

    Jeder darf als Fetzen verkleidet beim Umzug mitgehen und Schabernack treiben.

  • Fetzenfasching Ebensee - Utensilien

    Und viele bringen dafür eigene skurrile Utensilien mit.

  • Fetzenfasching Ebensee - Tafel

    Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt ... Jeder bringt mit, wonach ihm der Sinn steht.

  • Fetzenfasching Ebensee - Unterhaltung der Zuschauer

    Die Zuschauer sollen natürlich auch unterhalten werden. Zum Beispiel mit lustigen Fotos ...

  • Fetzenfasching Ebensee - Narrenspiegel

    ... oder ihnen wird der Narrenspiegel vorgehalten.

  • Fetzenfasching Ebensee - Interaktion mit Zuschauern

    Das Wichtigste ist die Interaktion mit den Zuschauern.

  • Fetzenfasching Ebensee - großes Mundwerk

    Dafür braucht’s ein großes Mundwerk und Kenntnis über das Ebenseer Volk.

  • Fetzenfasching Ebensee - Hoppala

    Denn am liebsten nehmen die Fetzen die „Hoppalas“ aufs Korn, also die kleinen Missgeschicke von Freunden und Bekannten aus dem vorigen Jahr. Früher machte man sich über die Obrigkeit lustig.

  • Fetzenfasching Ebensee - Kinder

    Auch die Kinder freuen sich, wenn die Fetzen zu ihnen kommen und Zuckerla verteilen.

  • Fetzenfasching Ebensee - Fetzenkostüm

    Das traditionelle Fetzenkostüm besteht aus alten Frauenkleidern mit aufgenähten Fetzen, einem ausgefallenen Hut und einem zerschlissenen Regenschirm. Buntes Koriandoli rundet das Bild ab – so heißt hier das Konfetti.

  • Fetzenfasching Ebensee - Pause

    Bevor die Fetzen sich am Ende des Zuges in die feiernde Menge stürzen, wird noch ein kurzes Päuschen gemacht.

  • Fetzenfasching Ebensee - Fetzen

    Dann machen sich die Fetzen auf den Weg ...

  • Fetzenfasching Ebensee -Feiern in den Gaststätten

    ... zum Feiern in die Lokale.

  • Fetzenfasching Ebensee - Seilbahn

    Oder sie fahren mit der Seilbahn hinauf ...

  • Fetzenfasching Ebensee - Feuerkogel

    ... auf den Ebenseer Hausberg, den Feuerkogel. Auch dort ruhen sich die Fetzen erst noch aus.

  • Fetzenfasching Ebensee - Feiern auf dem Berg

    Dann wird in den Gasthöfen am Berg weitergefeiert!

  • Fetzenfasching Ebensee - Feiern

    Und gefeiert.

  • Fetzenfasching Ebensee - schnapseln

    Und geschnapselt.

  • Fetzenfasching Ebensee - Unsinn treiben

    Und Unsinn getrieben. Am nächsten Morgen fahren die Fetzen wieder nach unten zum Kinderumzug.

  • Fetzenfasching Ebensee - Fetzenfahne

    Bis dahin weht im Tal die große Fetzenflagge.

Fotos: Tom Lamm • Recherche: Simone Zwikirsch

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Fetzenfasching in Ebensee: UNSECO-Weltkulturerbe

Im Jahr 2011 wurde der Ebenseer Fetzenzug von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe ernannt.

„Faschingtag, Faschingtag,
kimm na bald wieda,
wann ma koa Geld nit habn,
scher’n ma di nieda –
Hutzn, Fetzn, Lempn
auf und nieda, hin und he!
Alles fahrt nach Ebensee“ 

EBENSEER FASCHINGSAUSRUF

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„Mein erster Schuss war ein Treffer“

Biathloncamp Ruhpolding

„Mein erster Schuss war ein Treffer“

Biathlon-Camp Ruhpolding: Am Schießstand
Im Biathloncamp Ruhpolding kann jeder das Langlaufen und Schießen mal selber ausprobieren. Wir haben unseren Kollegen hingeschickt – lesen Sie hier, wie er sich angestellt hat …

 

„Langlaufen, Schießen, einmal Biathlon ausprobieren – das wird ein Winterspaß“, dachte ich auf der Fahrt ins „Biathloncamp Fritz Fischer“ in Ruhpolding. Dass ich seit mehr als 20 Jahren nicht mehr beim Skifahren war und noch nie auf Langlaufski gestanden habe? Egal!

Ich komme mir vor, als lernte ich gerade laufen

Geht dann ja auch ganz gemütlich los: Zu acht sitzen wir in der urigen Plenk-Hütt’n, wo ein großer Küchenherd bullert und Johanna uns auf die nächsten zweieinhalb Stunden einstimmt. So lange dauert unser Training, dann sollte es mit dem Langlaufen und Schießen einigermaßen klappen.

Biathloncamp-Ruhpolding: Schießstand

In der Proberunde hat’s mich zweimal hingelegt, darum höre ich jetzt mit der Anfänger­gruppe zu.

Nachdem wir mit Schuhen, Ski und Stöcken ausgerüstet sind, betreten wir mit unseren Trainern Sandra und Hubert das Allerheiligste – die Chiemgau-Arena Ruhpolding. Bereits viermal fanden hier am Fuße des Zirmbergs die Weltmeisterschaften im Biathlon statt.

Jetzt drehen wir erst einmal eine Proberunde. Sandra und Hubert wollen sehen, was wir schon können. Viel habe ich – wie sich herausstellt – nicht zu bieten. Ich komme mir vor als lernte ich gerade laufen. Gleich zweimal gehe ich zu Boden, kämpfe mit den langen sperrigen Brettern.

WINTERWANDERUNG Meterlange Eiszapfen, gefrorene Wasserfälle: Manche Klamm ist zur Winterzeit ein großartiges Naturschauspiel. Hier erfahren Sie, welche Klammen im Alpenland auch im Winter begehbar sind.

Zusammen mit drei Mädels lande ich in der Anfängergruppe. Immerhin üben wir jetzt erst einmal auf der Gerade. Wackelig, aber ohne Sturz fahre, schiebe, stelze ich eine Bahn hin und wieder zurück. „Für das Skating müsst ihr viel Druck auf die Kante bringen, sonst rutscht ihr weg“ ist Sandras Tipp, „und auf dem Standbein lange gleiten – je länger ihr gleitet, desto weniger Kraft braucht ihr!“ Das leuchtet ein, nur mit der Umsetzung hapert‘s.

Ich schwitze, fluche, torkle, falle hin und rapple mich wieder auf. Dabei sah ich mich doch in Gedanken elegant und kraftvoll die Steigungen hochskaten, rasant die Abfahrten hinuntersausen und treffsicher die Scheiben abschießen!

Bald spüre ich ganz unbekannte Muskeln in mir und bin total verschwitzt.

In der nächsten Stunde kämpfe ich tapfer weiter, versuche die Anweisungen der Trainer zu befolgen, vergesse die Hälfte, aber lerne trotzdem schnell dazu. Zum Abschluss des Lauftrainings gelingt es mir leidlich, in Führhand-, Armschwung- und Eintakter-Technik über die Loipe zu fahren und im Diagonalskating die Steigung zu bewältigen.

Selbst bei den Abfahrten setze ich mich nur noch ab und zu auf den Hosenboden. Als wir endlich Pause machen, spüre ich ganz unbekannte Muskeln und bin total verschwitzt und erschöpft.

 

Wetteranzeige im Biathloncamp Ruhpolding

Das Display begrüßt uns zum Training – und fast angenehme 3 Grad.

Nach dem anstrengenden Lauftraining auf der Loipe freue ich mich aufs Schießen mit dem Kleinkalibergewehr. Und hoffe, dass ich dabei eine bessere Figur mache. Als Jugendlicher konnte ich mit dem Luftgewehr meines Vaters ziemlich gut umgehen, und später auch mit einer eigenen Sportarmbrust.

Wir Biathlon-Neulinge schießen nur im Liegen. Anders würden wir wohl heute kaum eine der fünf schwarzen Scheiben in 50 Metern Entfernung treffen. Auch wenn’s bei Sandra, Hubert und Schießtrainer Fritzi gar nicht so schwer aussieht.

Fünf Kugeln und fünf schwarze Scheiben

Liegend auf den linken Arm gestützt lade ich durch. Ich drücke das Gewehr in die rechte Schulter und visiere das Ziel an. Wie klein das ist, im Gegensatz zur Großaufnahme im Fernsehen! Mein Ziel hat ungefähr den Durchmesser einer leeren Klopapierrolle.

Ich atme dreimal tief durch, fixiere den winzigen Punkt im Ringkorn meines Gewehrs und drücke ab. Peng – die Scheibe wird schwarz! Mein erster Schuss ist ein Treffer! Den nächsten verreiße ich, aber am Ende finden 3 von 5 meiner Schüsse das Ziel. Das baut auf, und nach einem weiteren Magazin liegt meine Trefferquote schon bei 4 von 5.

GEFÄLLT IHNEN EIGENTLICH die neongelbgrüne Mütze, die unser Kollege auf diesen Fotos trägt? Die haben wir nämlich selbst gehäkelt – mit einem kleinen roten Grüß Gott-„G“ drauf. Hier erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie’s geht.

Der Dämpfer lässt nicht lange auf sich warten, denn die Ski sind ja auch noch da. Die nächste Herausforderung heißt Schießen unter Belastung: Eine schnelle Runde Langlauf und zurück zum Schießstand, denn zum Biathlon gehört nun einmal beides. Nach der ersten Runde landet nur ein Treffer im Ziel. Aber von Runde zu Runde kann ich meine Trefferquote steigern. Zeit für das Finale.

Sandra und Hubert teilen uns in zwei Viererteams ein,  wir bekommen farbige Laiberl mit unseren Staffelnummern. Ich starte als dritter Läufer meines Teams. Hubert gibt das Kommando, und los geht’s.

Die ersten beiden Läufer sind beide erfahren und schnell unterwegs. Zeitgleich beenden die beiden ihre 200 Meter lange Runde, werfen sich auf die Matten am Schießstand und legen an. Peng, Peng, Peng! Die Schüsse peitschen durch das Stadion –aber treffsicher ist anders.

Diagonalskating im Biathloncamp Ruhpolding

Sogar im Finsteren erkennt man mich – an meiner neon-gelbgrünen Grüß Gott-Mütze, gehäkelt von meiner Kollegin Simone.

Für jede nicht getroffene Scheibe müssen 5 Kniebeugen gemacht werden, bevor der nächste Läufer starten darf. Als ich starten darf, überholt mich gleich ein schneller Läufer – aber egal. Ich achte auf meine Technik und schaffe es ohne Sturz zum Schießstand. Nach fünf Schüssen, drei Treffern und zehn Kniebeugen lande ich im Ziel.

Der letzte Läufer unseres Teams ist wieder schnell und bringt uns endlich in Führung. Auch die nächste Runde überstehe ich ohne Sturz und mit passablen drei Treffern im Schießstand: Minimalziel erreicht und die Führung nicht gefährdet, immerhin.

Mit letzter Kraft zum Staffel-Sieg

Am Ende gewinnt unser Team tatsächlich mit knappen Vorsprung. Juhuu! Aber alle Teilnehmer sind glücklich und stolz auf ihre Leistung – und erschöpft.

Nach der Siegerehrung, zurück in der warmen „Plank Hütt’n“ und in trockener Kleidung, sind alle Stürze und Strapazen der letzten Stunden schnell vergessen. Mit zwei Teilnehmern hier aus der Gegend hocken wir uns noch auf ein Bier zusammen an den gemütlichen Holztisch in der Stube und ratschen über Langlauf, Schnee und den Winter in Ruhpolding. Da habe ich es gar nicht eilig, heimzukommen.

Wann kann man den Biathlon in Ruhpolding erleben?

Das sind die Termine im Februar 2019
Sa, 16.02.2019 von 13.30 – 16.00 Uhr - ausgebucht
So, 17.02.2019 von 13.30 – 16.00 Uhr
Sa, 23.02.2019 von 16.30 – 19.00 Uhr - ausgebucht
So, 24.02.2019 von 16.30 – 19.00 Uhr

Das sind die Termine im März 2019
Sa, 02.03.2019 von 13.00 – 15.30 Uhr
So, 03.03.2019 von 13.00 – 15.30 Uhr
Sa, 09.03.2019 von 15.00 – 17.30 Uhr
So, 10.03.2019 von 14.00 – 16.30 Uhr

Weitere Informationen gibt es direkt im Biathloncamp

Text: Robert Woltmann • Fotos: Simone Calcagnotto

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WARUM DENN AUSGERECHNET LAUFEN UND SCHIESSEN?

Frau beim Biathlon-Training

Wenn ein Bi-Athlet schon zwei Sportarten gleichzeitig beherrschen muss, hätte es dann nicht was Spannenderes sein können? Boxen und Jazzdance vielleicht?

Mann läuft mit Skiern durch Schnee

Die Kombination von Laufen und Schießen hat einfach schon eine lange Geschichte: Schon vor Jahrtausenden jagte man im hohen Norden Wildtiere durch den Schnee. Später soll es in den Armeen Skandinaviens und Russlands sogar ganze Regimenter auf Skiern gegeben haben.

Als Sportart war Biathlon anfangs nur ein Nischenspaß. Seit 1954 ist es eine olympische Disziplin, seit 1988 auch eine paralympische.

Mann beim Biathlon-Schießen

Das fängt ja gut an

Januarbräuche im Alpenland

Das fängt ja gut an

Das Knallen der Goaßln soll den Winter austreiben
Die Weihnachtszeit klingt aus und der Fasching kommt langsam in Fahrt: Auch die heimischen Januarbräuche vollziehen den Übergang von der staden Zeit in die närrische.

Schnablerrennen – Ohne Deichsel und ohne Brems'

Januarbräuche-zwei verkleidete Männer auf Schlitten

In halsbrecherischem Tempo jagen die Gaißacher Burschen ins Tal – sehr zum Vergnügen der Schaulustigen.

Dass jedes Jahr um die 6ooo Menschen zu­schauen, wenn sich maskierte Männer und Frauen auf Schlitten auf einer 1,5 Kilome­ter langen Strecke zu Tal stürzen, klingt kurios. Doch das Schnablerrennen in Gaißach gilt als größtes Sportereignis im Isarwinkel.

Die „„Schnabler““ sind Hornschlitten, mit denen einst Holz und Heu ins Tal gebracht wurden. Zur Gaudi wurde das Ganze, als 1928 einige Burschen wetteten, wer es am schnells­ten von der Schwaigeralm über die schmalen, steilen und vereisten Hohlwege ins Tal schafft. Bis heute dürfen nur Gaißacher zum Rennen antreten, Auswärtige bloß als Begleiter.

Wenn am Ende der Schanzenbuckel mit vollem Karacho genommen wird, haut’s die Faschingshüte und Perücken von den Köpfen, mit denen sich die Wagemutigen für das Ren­nen herausgeputzt haben. Und bei der Landung fliegt mancher Fahrer gleich hinterdrein, weil die Schnabler weder Lenkung noch Bremsen haben. Wie es in ihrem Rennfahrerlied heißt: „„Ohne Deichsel und ohne Brems’ is des Rennerts ebbas Scheen’s“.“

♥ Gaißach bei Bad Tölz, 13.01.2019 – wenn's genug Schnee hat

Vogel Gryff – Wenn Ehrengesellschaften feiern

Drei verkleidete Figuren: Löwe, Greif und Baum

Wenn Ehrengesellschaften feiern, dann tanzen ein komischer Vogel, ein wilder Mann und ein Löwe über die Brücke. Und ganz Basel ist auf den Beinen.

Einst waren sie für die Bewachung der Stadtmauer verantwortlich, die „„Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels““. An ihre jährlich veranstalteten Waffenmusterungen erinnert bis heute jener volkstümliche Feiertag, der diesmal auf den 26. Januar fällt. An diesem Tag treten in Kleinbasel (so heißt der rechts­ rheinische Teil von Basel) die drei personifi­zierten Schildhalter der Ehrengesellschaften auf: Da wäre erstens der Vogel Gryff, ein Greif in schwerem Schuppenpanzer als Symboltier der Gesellschaft zum Greifen. Zweitens der tännchenschwingende Wild Maa für die Ge­sellschaft zur Hären, die ursprünglich Jäger und Fischer vereinte, bis später Handwerker und Angehörige des niedrigen Adels dazukamen. Und drittens der Leu, also der Löwe der Gesell­schaft zum Rebhaus, bestehend aus den Klein­basler Rebleuten, Landwirten und Gärtnern.

Los geht’s, wenn der Wild Maa auf seinem Floß über den Rhein gefahren kommt. Ist er an Land gesprungen, führen die drei Gestalten auf der Mittleren Rheinbrücke ihre traditionel­len Tänze vor – das Gesicht stets in Richtung Kleinbasler Seite. Die Grossbasler auf der linksrheinischen Seite sollen nur das Hinterteil zu sehen bekommen.

♥ Basel, 26.01.2019

Blochziehen – Faszinierendes Maskenspiel

Januarbräuche - maskierte Person mit wildem Kostüm

Dieser urige Tiroler Brauch ist einer der ältesten hier in der Gegend. Er steckt voller Symbolik über Mensch, Natur und Dämonen.

Das Blochziehen, ein Umzug in Fiss im Tiroler Oberland, gehört zu den größten und wichtigsten Fasnachtsbräuchen im Alpen­raum und findet im Vierjahresrhythmus statt. Es erinnert an die Frühjahrs­- und Fruchtbar­keitsfeste aus vorchristlicher Zeit.

Schon im Spätherbst beginnen die Vor­bereitungen mit dem Blochbaumholen: Eine stattliche Zirbe wird gefällt, bewacht und auf Schlitten geladen. Am Tag des Umzugs ver­sammeln sich dann die teilnehmenden Figuren mit respekteinflößenden Verkleidungen und hölzernen Masken im Dorfzentrum. Aufs Kommando des Fuhrmannes beginnt sich der Bloch, geschoben von zahlreichen Vermumm­ten, in Bewegung zu setzen. Dabei versuchen Hexen und Schwoaftuifl, das Fortkommen zu erschweren. Diese mitunter derben, spieleri­schen Elemente und viele weitere Figuren ge­hören seit jeher fest dazu – natürlich auch zur Unterhaltung des Publikums.

Übrigens wurde das Blochziehen früher nur dann veranstaltet, wenn sich im Dorf das ganze Jahr über niemand vermählt hatte.

♥  Fiss in Tirol, 30.01.2022

Schäfflertanz – Alle sieben Jahre wieder

Januarbräuche - Schäffler tanzen in ihren traditionell roten Trachten

Warum die Fassmacher zu tanzen begannen, ist bis heute nicht ganz sicher. Aber es ist jedesmal eine große Schau.

Schäffler, so nennt man im Süden die Fass­küfer und Fasshersteller. Ihr alter Zunft­tanz fand ursprünglich nur in München statt, doch ab 183o verbreitete sich der Brauch durch wandernde Schäfflergesellen auch außerhalb der Isarstadt und ist heute in vielen Orten im altbayerischen Raum üblich.

Der Legende nach wurde der Tanz in Mün­chen erstmals 1517 nach einer Pest­-Epidemie aufgeführt, um die Bevölkerung, die sich kaum mehr auf die Straße traute, zu beruhigen und das öffentliche Leben wieder in Gang zu brin­gen. Allerdings weisen die Sterberegister für dieses Jahr keine auffälligen Todesraten auf – der wahre Grund bleibt also unklar.

Das gilt auch für den Aufführungsturnus: Warum wird das Schauspiel meist alle sieben Jahre aufgeführt? Vermutungen zielen auf ein verstärktes Auftreten der Pest alle sieben Jah­re, auf die 7 als Glückszahl – oder darauf, dass Herzog Wilhelm IV. den Schäfflern das Recht gab, nur alle sieben Jahre ihren Tanz aufzufüh­ren, damit das Feiern nicht überhandnimmt.

Aber da es die Schäfflertänze heute vieler­orts gibt, findet sich in jedem Jahr eine Ge­meinde, in der getanzt wird – heuer in München.

♥ München, 06.01., 11.01., 12.01., 19.01. sowie 26.01.2019

Dreikönigsritt – Kirchlicher Segen für vier Hufe

Januarbräuche-Reiterprozession mit festlichen Fahne

Einst waren die Dreikönigsspiele pompös- theatralische Veranstaltungen. Geblieben ist eine liebenswerte Tradition.

Am Dreikönigstag, dem 6. Januar, wird mancherorts traditionell der Pferdesegen vergeben. Mit geschmückten Rössern reiten die Männer zur Dorfkirche, wo sie vom Pfarrer mit Weihwasser besprengt werden. Vielerorts gab es dazu seit Jahrhunderten aufwändige Dreikönigsspiele, Umzüge mit Hunderten von Darstellern in prächtigen Kostümen. Mit der Aufklärung wurden die barocken Spiele jedoch verboten. Und mit dem Verschwinden des Pferdes aus der Landwirtschaft werden heut­zutage auch viele traditionelle Ritte immer weniger gepflegt.

Der bekannteste Dreikönigsritt findet in Arget zwischen München und Bad Tölz statt, im Anschluss an einen Festgottesdienst. Be­gleitet werden die Reiter von Blechbläsern, der Feuerwehr und dem Trachtenverein.

Der Dreikönigsritt im niederösterreichi­schen Scheibbs führt von der Kapuzinerkirche durch die Altstadt zur Stadtpfarrkirche. Cas­par, Melchior und Balthasar werden von Fan­farenbläsern, als Hirten verkleideten Kindern und einem Reiter mit dem Stern begleitet.

♥ 06.01.2019 Arget, 10 Uhr, Pfarrkirche St. Michael; Scheibbs, 17 Uhr, Kapuzinerkirche

Aperschnalzen – Jetzt schnalzen die Goaßln

Januarbräuche-Burschen in Tracht schwingen bis zu 4 Meter lange Peitschen

Wer den Winter mit Peitschenknallen vertreiben will, braucht eine Menge Kraft, Ausdauer und Geschick.

Zwischen Ende Januar und Anfang Februar hört man’s im Berchtesgadener und im Salzburger Land rhythmisch knallen: Das sind unverkennbar die Goaßln, die bis zu 4 Meter langen Peitschen. Gruppen von je sieben oder neun Personen, sogenannte Passen, schwingen ihre Goaßln und erzeugen durch gekonnte abrupte Richtungsänderungen der Treibschnur ohrenbetäubendes Schnalzen und Knallen. Das soll symbolisch den Winter vertreiben und Frühlingsgeister wecken.

Traditionell begann das Aperschnalzen am 26. Dezember, dem Stephanitag, und endete am Faschingsdienstag. Heute wird es öffentlich meist von Ende Januar bis Anfang Februar betrieben. Da diese Zeit in den Fasching fällt, nennt man dieses Brauchtum auch häufig Faschingsschnalzen.

Die Ursprünge der Tradition liegen schon in den frühen Jahrhunderten. Damals haben die vielen Fuhrleute bei der Einfahrt in Ortschaf­ten oder bei anderen Gelegenheiten mit der Peitsche ihre charakteristischen Rhythmen geknallt. Heute sind es Menschen aus allen Berufen, die ihr Können unter Beweis stellen – beispielsweise beim jährlichen Rupertigau­ Preisschnalzen in Oberbayern.

♥ Nur zwei Beispiele von vielen: das Ainringer Preisschnalzen am Ulrichshögl oder das Rupertigau Preisschnalzen in Oberbayern.

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SCHWARZWURZEL-FRITTEN

Die gesunde Alternative zu Pommes und ein origineller Knabberspaß als Zwischenmahlzeit

Für 4 Portionen

 500 g Schwarzwurzel
500 ml Milch
je 1/2 Bund Schnittlauch, Petersilie und Kerbel
1 Schalotte
15 g Mandelblättchen
Salz, Pfeffer

3 EL Zitronensaft
8 EL Olivenöl
1 Prise Zucker
2 Eier
50 g Mehl
1 l Frittieröl

Die Schwarzwurzeln gründlich waschen, schälen und sofort in 1 l Wasser mit 2 TL Zitronensaft legen.

Eine Mischung aus je 500 ml Milch und 500 ml Salzwasser zum Kochen bringen und die Wurzeln darin 12 bis 15 Minuten kochen.

Inzwischen Schnittlauch, Petersilie und Kerbel hacken, die Schalotte fein würfeln, die Mandelblättchen ohne Fett anrösten und grob zerstoßen. Zitronensaft und Olivenöl verquirlen und mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen. Kräuter, Schalotten und Mandeln dazugeben.

Die gekochten Schwarzwurzeln trocken tupfen, längs vierteln und in 6 cm lange Stücke schneiden. Die Eier verquirlen, salzen, pfeffern, und die Schwarzwurzeln durch die Eier ziehen und anschließend in Mehl wenden.

Das Frittieröl auf 170 Grad erhitzen und die Wurzeln darin portionsweise goldbraun frittieren.

Mit der Zitronen-Kräuter-Soße servieren.


SCHWARZWURZELN IN BUTTERSOSSE

Wem im Winter nach Spargel gelüstet, dem kommt die Schwarzwurzel gerade recht

Für 4 Portionen

1 l Wasser
2 TL Zitronensaft
1 kg Schwarzwurzel
 125 ml Milch
50 g Butter
50 g Mehl

250 ml Fleischbrühe
1 kleine, fein gehackte Zwiebel
Salz, Pfeffer, Muskat
3 EL Sahne
 1 Eigelb

Die Schwarzwurzeln waschen, schälen, sofort in 1 l Wasser mit 2 TL Zitronensaft legen.

1 l Salzwasser mit 125 ml Milch zum Kochen bringen und die Wurzeln darin halbweich garen.

Für die Soße die Zwiebeln in der zerlassenen Butter andünsten. Mehl einrühren und mit der Fleischbrühe ablöschen. Mit den Gewürzen abschmecken und kurz aufkochen lassen.

Die Wurzeln in der Soße weich kochen, am Ende die mit Eigelb verquirlte Sahne unterrühren.

 


Das sind nur zwei von über 120 Rezepten aus unserem Buch „Essen auf dem Land“:

Buchtipp: Essen auf dem Land

Regional – lauter Rezepte aus dem Alpenland
Geheim – Was unsere Großmütter noch wussten
Saisonal – Kochen mit den Früchten der Ernte

Unsere Großmütter waren schon immer die besten Hüterinnen der Schätze, die die Natur das ganze Jahr über für uns bereithält. Und „Essen auf dem Land“ ist das liebevoll gestaltete Buch, in dem sie ihre Geheimnisse mit uns teilen. Entdecken Sie Woche für Woche, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat, wie Sie es anbauen, ernten, zubereiten und konservieren. Erfahren Sie in vielen Geschichten und Anekdoten alles über die Ursprünge und Herkunft unserer Lebensmittel. Lernen Sie über 120 traditionelle Rezepte kennen und wie die Natur für unsere Gesundheit sorgt.

„Essen auf dem Land“ ist mehr als ein Buch – es ist eine Entdeckungsreise, Schatzkiste und ein nützlich-nostalgischer Wegweiser zum Wissen unserer Großmütter. Genießen Sie es!

Rotblumige Schwarzwurzel

ANTI-STRESS-GEMÜSE

Die Schwarzwurzel zählt wegen ihrer vielen Vitamine und Mineralstoffe zu den wertvollsten Gemüsesorten. Sie soll die Gehirn­tätigkeit unterstützen und eine zellerneuernde und desinfizierende Wirkung haben. Der dicke weiße Milchsaft der Wurzeln enthält Bestandteile, die sie zum Anti-Stress-Gemüse machen. Wenn sie am Abend gegessen werden, wirken Schwarz­wurzeln entspannend und schlaffördernd.


LANGLEBIG

Schwarzwurzeln halten sich, ein­geschlagen in ein feuchtes Tuch oder Frischhaltefolie, im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche. Werden sie in einem Topf mit feuchter Gartenerde eingegraben, kann man sie bis zu einem Monat problemlos lagern.


Schwarzwurzel – vitamin- und mineralreich

TIPPS FÜR DIE ZUBEREITUNG

Dass die Schwarzwurzel in der Küche ein Schattendasein führen, liegt vermutlich auch an der etwas aufwändigen Zubereitung. Damit diese möglichst spurlos vonstatten geht, sollte man unbedingt Gummihandschuhe tragen, denn der Milchsaft, der beim Schälen austritt, oxidiert schnell und hinter­lässt braune Flecken. Messer und Schüsseln am besten hinterher mit Speiseöl einreiben und dann abspülen.

Die schwarze Schale kann entweder abgeschabt werden oder man zieht sie ab, nachdem die Wurzeln in leichtem Salzwasser gedämpft wurden. Damit die Wurzeln sich nicht verfärben, sofort in Zitronenwasser einlegen.


ESSEN AUF DEM LAND

Hardcover, 27,0 x 22,5 cm
120 Seiten
ISBN: 978-3-9811385-2-8
André Lorenz Medien

15,00 € (D)

16,50 € (A) • 23,00 sFr (CH)

„Ein lebendiges Licht“

Kerzenziehen

„Ein lebendiges Licht“

Kerzenziehen: Wachskerzen vor Metallschild
Am Fest Mariä Lichtmess, am 2. Februar, werden in den Kirchen die Kerzen geweiht. Bis dahin hat der Wachszieher Bernhard Fürst in seiner Münchner Werkstatt alle Hände voll zu tun. Er stellt bis heute handgezogene Kerzen her – mit seinem uralten Handwerk ist er einer der Letzten seiner Zunft.

Bernhard Fürsts Monstrum steht im Keller. Ein eisernes Ungetüm, überzogen mit Kaskaden aus erstarrtem Wachs. Was aussieht wie ein Museumsstück, ist der Mittelpunkt der Wachszieherei Fürst in München: die Zugmaschine, auf der Kerzen noch ganz traditionell handgezogen werden.

Das Kerzenziehen ist ein uraltes Handwerk –
Bernhard Fürst hat es noch von der Pike auf gelernt.

Bernhard Fürst ist Wachszieher und führt den Familienbetrieb bereits in der fünften Generation. Das Kerzenziehen ist ein uraltes Handwerk, und Bernhard Fürst ist einer der letzten seiner Zunft. Er hat es noch von der Pike auf gelernt.

Kerzenziehen: Kerzen in allen Größen und Farben
Kerzen in allen Größen und Designs fertigt die Wachszieherei.

Kerzenziehen: Kerzen werden auf die richtige Länge zugeschnitten
Die Endloskerze wird zunächst auf eine riesige Trommel gewickelt, dann schneiden Bernhard Fürst und Aline Lorenz die richtigen Längen zu.

Kerzenziehen: Alte Zugmaschine
Die alte Zugmaschine hat schon ungezählte Kilometer Docht durchs Wachsbad gezogen. Man sieht es ihr an.

„Kerzen sind ein lebendiges Licht“, sagt Bernhard Fürst. Bei aller Liebe zu seinen Kerzen und seinem Beruf: Was ihm als Erstes über die Lippen kommt, ist diese Mahnung, dass brennende Kerzen beaufsichtigt werden müssen.

Aber „lebendig“ passt auch sonst gut zu seinen Kerzen. Denn wie alles Lebendige wachsen auch die handgezogenen Kerzen langsam, Schicht für Schicht, und werden nicht im industriellen Schnellverfahren aus kaltem Pulver gepresst. Das Ziehverfahren ist eines der ältesten Herstellungsverfahren für Kerzen.

Immer wieder und wieder zieht die Maschine den Docht
durchs flüssige Wachs. So wächst langsam die Kerze heran

Und von denen quillt Bernhard Fürsts Arbeitsplatz fast über. Auf jedem freien Fleckchen stehen und liegen sie, dicke Kerzen und dünne, lange und kurze, weiße, rote, einfache und kunstvoll verzierte. Daneben Wachsspuren in allen erdenklichen Farben und Formen, wie in einer Künstler-Werkstatt.

Knatternd setzt sich die Zugmaschine in Bewegung. Über die Zugtrommeln spannt sich eine 110 Meter lange Dochtschnur, die nun während des Rundlaufs immer wieder in ein Wachsbad eintaucht und dabei jedes Mal eine Schicht Wachs aufnimmt. Überschüssiges Wachs wird an einem Metallring abgestreift. „So wächst die Kerze“, erklärt Bernhard Fürst.

REPORTAGE Noch nie stand ein Gipfelkreuz am Tennenmooskopf im Allgäu. Eine Schreinerin aus Bobingen hat es nun gebaut – als letztes Projekt ihres Berufslebens: Am Tag danach verkaufte sie ihre Werkstatt.

Und das dauert seine Zeit – je dicker die Kerze werden soll, desto länger. „In eineinhalb Stunden ist ein Durchmesser von zwei Zentimetern erreicht“, so der Wachszieher. Das langsame Wachstum beim Kerzenziehen macht die handgezogenen Kerzen so besonders.

Denn dabei kommt es zu kleinen Lufteinschlüssen, und „dadurch wird das Licht der Kerze schöner, sie hat mehr Stabilität und brennt gleichmäßiger ab“, erläutert Fürst.

Sämtliche Kirchen in und um München gehören
zu seinen Kunden – und zwei Päpste

Und wo sie überall brennen, die Kerzen aus der Wachszieherei Fürst! An der Wand im Büro hängt ein eigenhändiges Dankesschreiben des emeritierten Papstes Benedikt XVI. An dessen privatem Christbaum in Rom leuchten Jahr für Jahr – wie schon bei seinem Vorgänger Papst Johannes Paul II. – die handgezogenen Kerzen aus der bayerischen Heimat. Für Bernhard Fürst ist es natürlich eine große Ehre, den Papst zu beliefern, auch wenn er kein großes Aufheben darum macht.

Kerzenziehen: Kerzen werden übertüncht

Dreimal wird jede Kerze übertüncht, also in ein Fass mit farblosem Wachs getaucht. So tropft sie später weniger.

Etwa sieben Tonnen Wachsmischung verarbeitet Bernhard Fürst im Jahr. Seine Kerzen bestehen aus Paraffin, Stearin, Bienenwachs und Hartwachs. Die genaue Zusammensetzung ist natürlich sein Betriebsgeheimnis. Wie bei den Lebküchnern hat auch jeder Wachszieher seine ganz eigene Rezeptur, die seine Kerzen auszeichnet.

Hochsaison hat das Kerzenziehen natürlich zu Ostern und
Weihnachten. Vor allem aber zu Mariä Lichtmess

Bevor die Wachsmischung in die Zugmaschine kommt, wird sie in einem großen Bottich geschmolzen. Dann muss die Masse mindestens drei Stunden stehen, damit sich Schmutzteilchen absetzen. Über Nacht lagert das Wachs noch einmal in einem Vorratsbehälter.

Der ist regelmäßig voll, vor allem, wenn die Kerzen für Weihnachten und Ostern produziert werden. „Das sind für uns natürlich Saisonzeiten“, bestätigt der Wachszieher, aber der eindeutige Spitzenreiter ist, vielleicht überraschend, ein anderes Fest: „ Am meisten Betrieb ist vor Mariä Lichtmess“, sagt Fürst.

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„Qualitäts-Altarkerzen, 1/2 Pfund kurz“: So wartet die fertige Ware auf ihren Einsatz.

Die katholische Kirche feiert das Fest am 2. Februar. Es erinnert die Christen daran, dass Jesus das „Licht der Welt“ sei. Kerzen sind ein Symbol dafür. Darum wurden an diesem Tag –und werden mancherorts noch immer – die Kerzen für das ganze Kirchenjahr geweiht.

Weil der Großraum München etwa 300 Kirchen hat, und weil sie alle Bernhard Fürsts Kunden sind, haben er und seine Angestellte Aline Lorenz alle Hände voll zu tun, wenn es auf Lichtmess zugeht.

Die Arbeit muss flink gehen, denn wenn das Wachs zu hart wird,
wird es brüchig. Dann lässt es sich nicht mehr verarbeiten

Die beiden stellen hauptsächlich Altar- und Opferkerzen her. Obwohl das eher schmale Kerzen sind, brauchen sie für ihre Arbeit auch eine gehörige Portion Muskelkraft. Denn wenn der Dochtstrang in der Zugmaschine auf die richtige Kerzenstärke angewachsen ist, müssen 110 Meter Kerze – manchmal sogar das Doppelte – per Hand durch ein Loch in der Decke nach oben auf eine große Trommel gezogen werden. Von dort wickeln Fürst und Lorenz den Strang dann nach und nach ab und schneiden ihn in die gewünschte Kerzenlänge.

Auf einer harten Unterlage werden die noch weichen Kerzen sorgfältig von Hand gerollt, damit sie gleichmäßig rund und gerade sind. Die Arbeit muss flink vonstattengehen, denn wenn das Wachs zu hart wird, wird es brüchig und lässt sich nicht mehr verarbeiten. Auskühlen dürfen und müssen die Kerzen erst, wenn diese Arbeitsschritte erledigt sind. Wobei –noch sind es ja eigentlich keine Kerzen, sondern bloß Wachsstücke.

WINTERWANDERUNG Meterlange Eiszapfen, gefrorene Wasserfälle: Manche Klamm ist zur Winterzeit ein großartiges Naturschauspiel. Hier erfahren Sie, welche Klammen im Alpenland auch im Winter begehbar sind.

Die müssen am nächsten Tag Stück für Stück in die Köpflmaschine, wo ein Fräskopf die Kerzen anspitzt, so dass der Docht zum Vorschein kommt. Dabei bekommt die Kerze zugleich ihre typische spitz zulaufende Form. Nach dem Köpfen hängt Aline Lorenz die Kerzen am Docht an einen Eisenring.

Wie an einem Wäscheständer baumeln sie über drei großen Wachsbottichen mit unterschiedlichen Farben. Dreimal werden die Kerzen in das Fass mit dem farblosen Wachs getaucht und damit übertüncht: Das macht sie für den späteren Gebrauch tropfsicherer.

Dann verrät der Experte, wie man eine handgezogene Kerze erkennt:
Sie hat Wachstumsringe wie ein Baumstamm

In der Wachszieherei Fürst sind alle Kerzen zunächst weiß. Ins farbige Wachs – wenn die Kerzen denn farbig werden sollen – kommen sie erst nach dem Übertünchen. „Dadurch, dass der Körper der Kerze weiß ist, leuchten die Kerzen stimmiger“, findet Bernhard Fürst und zeigt gleich noch eine Besonderheit, an der man handgezogene Kerzen erkennen kann: Am Kerzenboden, in den eine Maschine später noch das Dornloch bohrt, sind wie bei einem Baumstamm die einzelnen Wachstumsringe zu erkennen.

Außerdem, so der Wachszieher, seien handgezogene Kerzen schwerer als gepresste, wodurch sie auch länger brennen. 10 Gramm Wachs pro Stunde verbrennt eine Kerze – je leichter die Kerze, desto weniger hat man davon.

Kerzenziehen: Die Zugmaschine zum Kerzenziehen

Das Herz der Kerzenzieherei: Auf der riesigen Zugmaschine läuft der Docht wieder und wieder durchs Wachsbad.

In einem letzten Handgriff schneiden Bernhard Fürst und Aline Lorenz bei jeder einzelnen Kerze den Docht von Hand auf die optimale Länge, „damit die Kerze das richtige Verhältnis zur Flamme aufbauen kann, sozusagen richtig eingestellt ist“, sagt der Kerzenexperte. Und er hat gleich noch eine Lektion zum Docht parat:

Der muss sich beim Abbrennen immer zur Seite krümmen, weshalb in die Dochtschnur Spannungsfäden eingearbeitet sind. Nur am Rand der Flamme bekommt der Docht nämlich Sauerstoff, den er zum Abbrennen braucht.

Kleine Knoten oben am Docht verraten, dass beim Kerzenziehen unsauberes
Wachs verwendet wurde. Ihm passiert so etwas nicht

Brennt der Docht nicht richtig ab und ist zu hoch, dann fängt die Kerze an zu rußen. Bilden sich oben am Docht gar kleine Knoten, ist das ein Zeichen für unsauberes Wachs.

Natürlich hätte Bernhard Fürst auch Tipps, wie man Kerzen richtig pflegt. Aber damit mag er sich nicht lange aufhalten. Bei seinen Kerzen kann man sich das ohnehin sparen, sagt er: „Eine gute Kerze braucht keine Pflege.“


Kontakt
Wachszieherei Fürst  •  Uttinger Straße 18   •   81379 München   •   Telefon 089 7144561
www.wachszieherei.de

 

Text: Rosina Wälischmiller • Fotos: Bethel Fath

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MARIÄ LICHTMESS

Kerzenziehen: Gemälde von Hans Holbein dem Älteren

Das wichtigste Fest des Jahres ist für eine Wachszieherei nicht etwa Weihnachten oder Ostern, sondern Mariä Lichtmess.

Die katholische Kirche feiert das Fest am 2. Februar. Es erinnert die Christen daran, dass Jesus das „Licht der Welt“ sei. Kerzen sind ein Symbol dafür.

Seinen Ursprung hat Marä Lichtmess im Lukasevangelium. Als Maria und Josef ihren Sohn vierzig Tage nach der Geburt in den Tempel von Jerusalem bringen, erkennt der betagte Simeon, dass Jesus ein besonderes Kind ist: „Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet“, sagt er im Lukasevangelium.

Offiziell trägt das Fest heute den Namen „Darstellung des Herrn“, aber im Volksmund ist es „Lichtmess“ geblieben. Denn an diesem Tag wurden traditionell die Kerzen für das ganze Kirchenjahr geweiht.

Mancherorts ist das immer noch so: Der Großraum München hat um die 300 Kirchen – und Bernhard Fürst beliefert sie alle. Darum haben er und seine Angestellte Aline Lorenz alle Hände voll zu tun, wenn’s auf Lichtmess zugeht.

So häkeln Sie Ihre Grüß Gott-Mütze

Mütze häkeln

So schnell häkeln Sie Ihre erste
Grüß Gott-Mütze

Grüß Gott-Mütze
Eine selbst gehäkelte Mütze wärmt Sie am besten, denn da steckt Liebe drin! Sie brauchen dafür gar nicht viel Erfahrung. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie sich schnell und einfach eine Mütze häkeln. Wir haben eine in Größe L für Sie gemacht – und zwar in der Trendfarbe der Skisaison: neongelb.

Das brauchen Sie 
zum Mütze häkeln

Mütze häkeln: Wolle, Schere, Häkelnadel

 2 Knäuel Wolle (wir haben Myboshi Nr. 1 in Neongelb 185 genommen (50 g – 55 m, 70 % Polyacryl, 30 % Wolle)
Häkelnadel Größe 6,0

… und für das
Grüß Gott!-„G“:

Mütze häkeln: Wolle und Häkelnadel

 Wollrest in Weinrot, am besten Schachenmayr Catania original (50 g – 125 m, 100 % Baumwolle)
 Häkelnadel Größe 2,5

… außerdem:

 Wollnadel zum Annähen und Vernähen der Fäden
 Schere

Mütze häkeln – so geht's:

Mütze häkeln: Fadenring
Mütze häkeln: Fadenring

Als Erstes kommt der Fadenring

Der oberste, zentrale Punkt der Mütze entsteht als Erstes,  mit einem Fadenring, den man auch Magic Ring nennt. Eine raffinierte Technik, aber schwer mit Worten zu erklären. Darum …

… schauen wir mal zu, wie EliZZZa es in ihrem YouTube-Video „Fadenspiel“ ganz langsam vormacht.


Und so geht's weiter mit der Mütze:

Für den Fadenring verwenden wir feste Maschen (fM), die Mütze häkeln wir im Folgenden mit halben Stäbchen (hSt). Die Abschlussrunde häkeln wir dann schließlich wieder mit festen Maschen. Jede Runde schließen wir mit einer Kettmasche (Km), auf die wir eine Luftmasche (Lm) häkeln.

Wollknäuel-Wechsel: Zur Hälfte der Mütze werden Sie das Knäuel wechseln müssen. Dazu nehmen Sie einfach mit der linken Hand den Faden des neuen Knäuels auf und häkeln die Mütze weiter.


Mütze häkeln: Kettmasche
Mütze häkeln: Kettmasche

Wir beenden jede Runde mit einer Kettmasche in die erste Masche der Vorrunde und einer Luftmasche.


1. Runde 6 fM in einen Fadenring häkeln und mit einer Kettmasche zum Ring schließen. 1 Luftmasche • 7 Maschen


2. Runde In jede Masche 2 fM häkeln (doppeln), Kettmasche, Luftmasche • 14 Maschen


3. Runde Jede 2. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 21 Maschen


4. Runde Jede 3. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 28 Maschen


5. Runde Jede 4. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 36 Maschen


6. Runde Jede 5. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 43 Maschen


7. Runde Jede 6. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 50 Maschen


8. Runde Jede 7. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 58 Maschen


9. Runde Jede 12. Masche doppeln, Kettmasche, Luftmasche • 63 Maschen



Runden 1 bis 9

Mütze häkeln: Mütze nach 9 Runden
Mütze häkeln: Mütze lässt sich zusammenklappen

Halbzeit!

Auf dem linken Bild sieht man, wie sich nach den zugenom-
menen Runden der Teller gebildet hat.
Dann geht es mit gleichen Runden einfacher weiter,
weil Sie nicht mehr abzählen müssen.
Rechts im Bild sieht man, wie sich
die Mütze langsam zusammenklappen lässt.


10. bis 18. Runde Jede masche einfach häkeln, Kettmasche, Luftmasche • 63 Maschen


19. bis 22. Runde Gesamte Mütze einmal drehen und in der entgegengesetzten Richtung einfach weiterhäkeln: Jede Masche einfach häkeln, Kettmasche, Luftmasche • 63 Maschen


23. Runde  Fast fertig! 1 feste Masche in jede Masche • 63 Maschen



Runden 10 bis 23

Mütze häkeln: Fäden vernähen
Mütze häkeln: Fäden vernähen

Zum Schluss noch vernähen

Nun kommt die Wollnadel zum Einsatz – die Fäden werden auf der Innenseite der Mütze mit ein bis zwei Stichen fest vernäht.

Jetzt das Grüß Gott-„G“ für die Mütze häkeln:

Mütze häkeln: Grüß Gott-"G" nähen
Mütze häkeln: Grüß Gott-"G" nähen

Das rote Grüß Gott-„G“ wird in festen Maschen gehäkelt. Einen langen Faden vor der ersten Luftmasche lassen, mit dem das „G“ dann auf die Mütze genäht wird.


1. Runde 24 Luftmaschen in Rot anschlagen


2. Runde 1 feste Masche in die 2. Luftmasche von der Nadel aus häkeln


3. Runde 3 feste Maschen in die nächsten Luftmaschen häkeln


4. Runde Die nächsten 2 Luftmaschen doppeln (also 2 feste Maschen in jede Luftmasche häkeln)


5. Runde 4 feste Maschen in die nächsten Luftmaschen häkeln


6. Runde Die nächsten 2 Luftmaschen doppeln


7. Runde 4 feste Maschen in die nächsten Luftmaschen häkeln


8. Runde Die nächsten 2 Luftmaschen doppeln


9. Runde 2 feste Maschen in die nächsten Luftmaschen häkeln


10. Runde 1 Kettmasche in die Anfangs-Luftmasche der Vorrunde häkeln



Runden 1 bis 10

Mütze häkeln: Rundungen für das "G"
Mütze häkeln: Rundungen für das "G"

Wir beginnen mit einer Luftmaschenkette, die durch feste Maschen erweitert wird. Die Rundungen für das „G“ entstehen durch die doppelten Maschen in je eine Luftmasche.

Und jetzt das Finale:

Um die Mütze fertigzustellen, vernähen wir die Fäden des Wollwechsels und des Anfangsfadens mit der Wollnadel. Dazu einfach ein paar Stiche in die Maschen nähen, sodass der Faden nicht sichtbar ist. Abschneiden. Die Mütze so justieren, ggf. bügeln, dass der Rundenwechsel mittig hinten liegt. Vorne links das Logo mit der Wollnadel aufnähen.


Und fertig! Ihre selbst gehäkelte Grüß Gott-Mütze

Mütze häkeln: Fertige Mütze

Produktion: Simone Calcagnotto

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Mütze häkeln – ein paar nützliche Tipps:

  • Wie groß eine Mütze wird, hängt sowohl natürlich von der Maschenanzahl einer Runde als auch von der Größe der Maschen ab.
  • Wieviel Wolle Sie für eine Mütze benötigen, ergibt sich aus der Größe – Für eine Mütze der Größe L benötigen Sie zwei Wollknäuel.
  • Wie lange das Mütze häkeln dauert, ist unterschiedlich. Diese Mütze hat bei einem recht zügigen Häkeln zwei Stunden gedauert, das Grüß Gott!-„G“ samt Zusammen- und Vernähen noch einmal eine knappe Stunde.

Warte mal

Warten und Innehalten im Advent

Warte mal

Warten - Junge sitzt am Fenster und schaut auf verschneite Winterlandschaft
Der Advent ist eine Zeit des Wartens. Christen warten auf die Ankunft des Heilands, Kinder warten aufs Christkind. Warten fällt nicht immer leicht, manchmal ist es quälend, und oft empfinden wir es als Zeitverschwendung. Dabei hat Wartenkönnen auch gute Seiten.

Ein Mönch wurde von einem Städter gefragt, welche geistlichen Übungen er pflege. Er antwortete: „Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich.“ Darauf der Fragende: „Das ist doch nichts Besonderes, das tun doch alle!“ Da meinte der Mönch: „Nein. Wenn du sitzt, dann stehst du schon. Und wenn du stehst, dann bist du schon auf dem Weg.“

Warten ist – außer jetzt in der Vorweihnachtszeit – kein attraktives Wort. Wir setzen es gleich mit Zeitverschwendung. „Kannst du mal auf mich warten?“ steht für: „Opfere einen Teil deines Lebens für mich.“ Dabei schrieb schon die Malerin Paula Modersohn-Becker in einem Brief an ihre Schwester im November 19o6: „Man muss nur warten können, das Glück kommt schon.“

Wartenkönnen ist eine wahre Lebenskunst.

Haben wir verlernt zu warten? Der Philosoph Alois Halder hält das Wartenkönnen, letztlich die Geduld, für eng verbunden mit anderen Lebenskünsten wie Hoffnung, Vertrauen, Gelassenheit und Weisheit. Auch diese seien gekennzeichnet durch das Verhältnis zur Zeit: „Wenn es stimmt, dass wir das Warten verlernt haben, dann bedeutet dies, dass wir kein gutes Verhältnis zur Zeit haben, weder zur jeweiligen Zeit mit ihren vielen, aber immer begrenzt vielen Augenblicken, noch zu ihrer älteren Schwester, der Ewigkeit und ihrem einzigen Augenblick.“

Warten - Vater und Sohn spazieren durch eine Schneelandschaft

Beim nicht enden wollenden Spaziergang vor der Bescherung wird das Warten zu einer kleinen Ewigkeit.

Linda Lehrhaupt leitet das Institut für Achtsamkeit in Bedburg, eine Art Schule der Entschleunigung und des Wartens. Sie sagt: „Wenn sich die Gedanken nur noch in der Zukunft oder der Vergangenheit befinden, ist es uns nicht mehr möglich, präsent zu sein. Weder bei kleinen noch bei großen Ereignissen. Das Leben rauscht förmlich an uns vorbei, ohne geliebt zu werden.“

Häufig kämen Menschen zu ihr, die erkannt haben, dass es so nicht weitergeht. Die wissen, dass sie warten, neu anfangen und die Richtung ändern müssen. „Warten“, ist sie überzeugt, „hat mir den Mut verliehen, nicht vor meinem Leben davonzurennen, sondern es zu leben. Mit so viel Geduld, Integrität und Klarheit wie möglich.“

Früher hatten die Menschen gar keine andere Wahl, weil in agrarischen Gesellschaften das Warten, Innehalten, das Entschleunigen keine Kunst war, sondern ein Überlebensprogramm. Man musste auf den rechten Zeitpunkt warten, ihn erkennen und fassen: zum Säen und Ernten, zum Kochen und Essen, zum Arbeiten und Feiern. Die Abhängigkeit vom langsamen Rhythmus der Natur prägte den Charakter des Lebens und des Miteinanders. Man änderte, was veränderbar war, und nahm hin, was nicht geändert werden konnte.

Im Jetzt und Heute Innehalten, wenn die Welt immer schneller wird -
Achtsamkeit und Entschleunigung liegen im Trend.

„Heute“, sagt der Philosoph Alois Halder, „hat Warten mit Erwarten zu tun. Mit dem Streben nach Gewissheit, Planbarkeit und Kontrolle.“ Weil aber dieses Drängen auf die raschen Erfolge letztlich viel anstrengender ist als zu warten, wurde Entschleunigung in den letzten Jahren im gleichen Maße zum Trend, wie die Welt immer schneller wurde.

Der Kirchenlehrer und Mystiker Franz von Sales erkannte schon vor vierhundert Jahren: „Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr, sie gehört dem göttlichen Erbarmen. Meine Zukunft kümmert mich noch nicht, sie gehört der göttlichen Vorsehung. Was mich kümmert und fordert, ist das Heute. Das aber gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens.“


„Manche Menschen tun nichts -

aber sie tun es auf faszinierende Weise“

Curzio Malaparte, italienischer Schrifsteller


 

Paolo Scavino ist Winzer im Piemont. In diesen ruhigen Wochen des Jahres sitzt er im Innenhof seines Gutes auf einem Weinfass. „Ich warte gerne“, sagt er, „weil mein Produkt während des Wartens immer besser wird.“ Er ist ohnehin davon überzeugt, dass Dinge, die überhastet entstehen oder erledigt werden, von minderer Qualität sind. Ein guter Wein brauche Zeit, genauso die Zubereitung eines feinen Essens.

„Ein Menü kann nicht in der Mikrowelle produziert werden und ein schönes Gemälde kann nicht mit ein paar Pinselstrichen in wenigen Minuten geschaffen werden“, ist Scavino überzeugt. „Warten ist für mich bewusste Beschäftigung und Entspannung gleichermaßen.“

Gute Dinge brauchen Zeit. Und Geduld.

Wissenschaftler haben längst erwiesen, dass gerade bei Entspannung im Gehirn jede Menge kreativer Ideen entstehen. Allerdings haben viele Menschen verlernt, diese Entspannung auch zuzulassen – obwohl wir spüren, dass es uns gut tun würde, einfach nichts zu tun. Nichts Nutzloses, nichts Sinnvolles, einfach nichts. Der Langeweile frönen. Ohne Plan warten.

„Manche Menschen tun nichts – aber sie tun es auf eine faszinierende Weise“, sagte der italienische Schriftsteller Curzio Malaparte. Und meint damit das Dolcefarniente, das „süße Nichtstun“.

Schaffen Sie es, einen Augenblick zu warten? Jetzt gleich und hier, am Ende dieses Absatzes? Auch wenn wir Sie damit locken, dass der Text danach mit einem bemerkenswerten Zitat über das Warten endet? Warten Sie zehn Minuten, legen Sie Ihr Smartphone aus der Hand, lehnen Sie sich vom Bildschirm zurück, tun Sie nichts. Warten Sie darauf, dass Sie im Warten einen Sinn sehen. Jetzt.

Haben Sie es geschafft? Der deutsche Ingenieur und Dichter Erhard Horst Bellermann hat einmal gesagt: „Das Warten ist ein Einblick in die Ewigkeit.“

STILLE NACHT, HEILIGE NACHT Am Heiligen Abend 1818 schufen ein Pfarrer und ein Musiklehrer das berühmteste Weihnachtslied der Welt. Besuch in Oberndorf im Salzburger Land, wo „Stille Nacht“ erstmals erklang.

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WEIHNACHTEN AUF DEM LAND

Hardcover, 22,5 x 20 cm
162 Seiten
ISBN: 978-3-9811385-3-5
André Lorenz Medien

15,00 € (D) • 16,50 € (A) • 23,00 sFr (CH)