Pflaumenmus

Rezept für Pflaumenmus

Lecker und fruchtig!

Pflaumenmus

Perfekt aufs Brot, zu süßen Nachspeisen oder als österreichisches Powidl im Germknödel
Gericht Aufstrich
Portionen 6 Gläser
Kalorien 280 kcal

Zutaten

  • 3 kg gereifte Pflaumen
  • 500 g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 5 feingemahlene Nelken oder Nelkenpulver

Zubereitung

  1. Die Pflaumen halbieren, entsteinen und in einer Schüssel mit dem Zucker und den Gewürzen vermischen. 3 Stunden abgedeckt ziehen lassen.

  2. Dann die Masse mit dem Saft in einen Bräter geben und bei 180 Grad im Backofen 2 bis 3 Stunden eindicken. Anfangs einen Kochlöffel in die Tür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

  3. Wer möchte, kann das fertige Mus noch pürieren. Das Mus in Gläser verteilen und diese kurz auf den Kopf stellen.
PFLAUMEN UND ZWETSCHGEN – Wir versüßen uns den Sommer mit köstlichen Pflaumen und Zwetschgen. Und ganz nebenbei gibt's viel Wissens­wertes rund um das blaue Obst.

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Hähnchenbrustfilet mit Pflaumen

Rezept für Hähnchenbrust­filet mit Pflaumen

Herzhaft trifft auf fruchtig

Hähnchenbrustfilet mit Pflaumen

Die Pflaume gibt dem Hähnchen erst den richtigen Kick
Gericht Hauptspeise
Arbeitszeit 40 Minuten
Portionen 2 Personen
Kalorien 560 kcal

Zutaten

  • 2 Hähnchenbrustfilets
  • 2 Scheiben Parmaschinken
  • 200 g Pflaumen
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 Gewürznelken
  • 80 ml Geflügelfond

Zubereitung

  1. Fleisch pfeffern und fest in die 2 Scheiben Parmaschinken einwickeln. Die Pflaumen halbieren und entsteinen. Die Frühlingszwiebeln putzen und in 4 cm lange Stücke schneiden.

  2. Die Filets in einer ofenfesten Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten 5 Minuten anbraten, herausnehmen. Pflaumen und Frühlingszwiebeln mit dem Rosmarinzweig und den Gewürznelken im Bratfett andünsten, das Fleisch daraufsetzen und den Geflügelfond dazugeben.

  3. Im Backofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten fertig garen.

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Bayerischer Zwetschgendatschi

Rezept für Zwetschgendatschi

Ein saftiger Genuss!

Bayerischer Zwetschgendatschi

Der klassische Zwetschgenkuchen
Gericht Kuchen
Herkunft Bayern
Arbeitszeit 1 Stunde
Portionen 1 Blech
Kalorien 250 kcal

Zutaten

  • 350 g Mehl
  • je 1 Prise Zucker und Salz
  • 15 g Frischhefe
  • 125 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 50 g weiche Butter
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1 ½ kg Zwetschgen
  • 40 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 TL Zimt

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine Schüssel füllen und eine Mulde formen. In die Mulde die Hefe, die Butter, die Milch, das Ei, eine Prise Salz und Zucker sowie die Zitronenschale geben. Mit einem Knethaken zu einem weichen Teig verrühren, der nicht mehr klebt. Den Teig an einem warmen Platz gehen lassen, bis er die doppelte Größe hat.

  2. Dann den Teig noch einmal durchkneten und dünn auf die Größe eines Backblechs ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und die entstielten und entkernten Zwetschgen mit dem Fruchtfleisch nach oben wie Dachziegel darauf schichten. Vanillezucker und Zimt mischen und die Hälfte darüber streuen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad etwa 35 Minuten backen.

  3. Nach dem Abkühlen mit der restlichen Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.

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Schlag auf Schlag

Kufenstechen in Feistritz

Schlag auf Schlag

Ein Bursche in Tracht reitet auf einem Pferd und zerschlägt den Kufen beim Kufenstechen in Feistritz
Jedes Jahr zum Kirchtag an Pfingsten donnern in Feistritz im Gailtal wagemutige Burschen auf ihren schweren Norikerpferden durchs Dorf. Ihr Ziel: die Kufe zerschlagen, ein Kranzl erringen und endgültig zum Mann werden.

Fesch haben sie sich herausgeputzt, die Mädchen der Feistritzer Burschenschaft. Seit dem frühen Morgen sind sie deshalb schon auf den Beinen. Denn bis die echte Gailtaler Tracht sitzt, dauert es eine gute Stunde. Und das, obwohl Mütter und Großmütter beim Anziehen helfen. Zwölf Meter Stoff sind in der Tracht verarbeitet, die Röcke mit Maisstärke gestärkt, damit sie beim Tanz ihre volle Pracht entfalten.

Heute ist Kirchtag in Feistritz, und dazu gehört das alljährliche Kufenstechen. Dafür haben die jungen Gailtalerinnen ihre kostbare Tracht aus dem Schrank geholt.

Beim Kufenstechen stehen junge Mädchen in Gailtaler Tracht in zwei Reihen auf einem Dorfplatz
Nach gut einer Stunde Anziehen sitzt alles - stolz präsentieren die Feistritzerinnen ihre aufwändige Gailtaler Tracht

Jetzt warten sie auf der Hauptstraße auf das Eintreffen der Konta, der jungen Burschen aus Feistritz. Gemeinsam werden die jungen Frauen und Männer zur Kirche hinauf ziehen und das Wasser und den Wein für die Messe bringen.

Feistritz an der Gail ist ein Dorf wie viele andere auch in Kärnten. Ein kleiner Hauptplatz, eine Kirche am Berg, ein Gasthaus und 615 Einwohner. Oben am Kamm des Bergrückens, an den sich die Ortschaft so idyllisch schmiegt, beginnt Italien. Nur wenige Kilometer sind es vom Dorf bis zum Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien.

Bis sie verheiratet sind, können die Burschen beim Kufenstechen mitmachen

Lautstark gesellen sich die Burschen der Konta zu den Mädchen. Auch die jungen Männer tragen ihre Festtagstracht. Von fünfzehn an, bis zu ihrer Hochzeit, sind sie Mitglieder der Burschenschaft und können beim Kufenstechen mitmachen. Da es beim einen oder anderen schon mal länger dauern kann, bis er eine Braut findet, soll es im benachbarten Nötsch einen Herrn gegeben haben, der noch mit fünfzig mit den Jungen geritten ist.

Brauner Reiterstiefel
Die Gailtaler Männertracht ist eine echte Reitertracht, beeinflusst von der Kleidung der bäuerlichen Fuhrleute. Die Burschen tragen hohe Schaftstiefel, im rechten steckt die Zipfelmütze, die beim Reiten den schwarzen Schlapphut ersetzt

Nahaufnahme eines Mannes in Gailtaler Tracht

Der offene letzte Knopf des Gilets aus Samt oder Seide ist – ebenso wie der links getragene Blumenschmuck – das Zeichen der ledigen Männer. Ob der Samtrock und die Lederhose in schwarz oder braun getragen werden, ist Geschmackssache, die Stiefel jedoch sind bei allen aus braunem Leder.
Nahaufnahme einer Frau in Gailtaler Tracht

Unverkennbar ist der Einfluss der slawischen Nachbarschaft auf die Festtracht der Gailtaler Frauen. Kaum eine Tracht im ganzen Alpenraum ist so prächtig, farbenfroh und unverwechselbar wie die Untergailtaler Festtracht: Bunte Seidentücher am Kopf und über der Brust.
Frauenbeine mit weißen Strümpfen und schwarzen Schnürstiefeln

Weiße Zipfelstrümpfe mit hervorblitzenden roten Strumpfbändern und schwarze Schnürstiefelchen, eigens angefertigte Baumwollunterhosen, ein Unterrock und das Prachtstück der Gailtaler Tracht: der plissierte Rock des Leibkittels, zwölf Meter lang und vom breiten Ledergürtel kräftig zusammengehalten.

Mit den Burschen kommen auch die ersten Schaulustigen. Aus dem ganzen Kärntner Unterland strömen die Besucher herbei. Zwar gibt es auch in anderen Gailtaler Gemeinden den Brauch des Kufenstechens, doch nirgends wird er größer gefeiert als hier in Bistrica na Zilji, so der slowenische Name von Feistritz.

Slowenische Trachten, Lieder und Bräuche: ein lebendiges Miteinander der Kulturen

Wer für die Burschenschaft noch zu jung ist, macht sich derweil anderweitig nützlich: Der Nachwuchs – erkennbar an den Seidentüchern über dem weißen Hemd – schenkt Erfrischungen aus. Und so mancher Reiter nimmt den Schluck Wein gern an, um die Aufregung ein bisschen zu dämpfen.

38 Mitglieder, Burschen und Mädchen, hat die Burschenschaft Feistritz, das Reiten ist jedoch den jungen Männern vorbehalten. Und doch steigt nur aufs Pferd, wer Schneid hat. Der Respekt vor den Norikern, den schweren Gebirgspferden, ist groß. Und längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass jeder Bursch reiten kann.

Frauen mit Kopftüchern ziehen in eine voll besetzte Kirche ein

Wenn die Mädchen am Kirchtag mit ihren festlichen Trachten zur Messe einziehen, ist die Pfarrkirche St. Martin bis auf den letzten Platz besetzt.

Nicht alle, die heute gekommen sind, haben Platz in der Pfarrkirche St. Martin, wo heuer zum ersten Mal der Bischof der Diözese Gurk die Messe zelebriert. Nach dem Gottesdienst versammeln sich die Besucher vor der Kirche. Alte slowenische Lieder erklingen. Es sind wehmütige Weisen, die vom Leben, Lieben und Sterben in den Bergen erzählen.

Auch wenn heute nur noch neun Prozent der Bevölkerung offiziell zweisprachig sind, die Lieder und Namen, die Trachten und Bräuche, sie sind slowenisch geblieben. Das letzte Lied wird auf Deutsch angestimmt. Deutsch und Slowenisch, das ist in Feistritz ein Miteinander der Sprachen und Kulturen.

Peter ist einer der Sänger. Aus dem Burschenalter ist er längst heraus. Ob er früher auch selbst geritten ist? „Jo sihali, und wia! Und gwunnan hon i, drei Joa hintaeinada", strahlt er. „Ja,“ wirft der Franz lachend ein, „und das erzählt er uns jetzt seit dreißig Jahren ...“.

Bevor es für die Burschen ernst wird, wird noch einmal ausgelassen getanzt.

Unten im Ort verwandelt sich ganz Feistritz derweil in eine große Bühne, wie immer zum Kirchtag. Zum Rhythmus des Landlers drehen sich die Trachtenpärchen schneller und schneller, bis die schweren Röcke der Mädchen fast waagrecht stehen.

Ein tanzendes Paar in Gailtaler Tracht
Beim Tanzen entfalten die Röcke der Gailtaler Tracht ihre ganze Pracht. Dafür wurden sie zuvor mit Maisstärke gestärkt

Dann wird es für die Burschen ernst. Sie schlüpfen aus ihren schwarzen Samtjacken und setzen ihre langen Zipfelmützen auf. Ohne Sattel, in der rechten Hand den Koleč, den schweren Eisenschlegel, reiten sie durch die Menschengasse auf die Kufe zu. Die Kufe ist ein kleines Holzfass auf einem Pfahl.

Dröhnend stampfen die Hufe der sonst so stoisch wirkenden Noriker. Mit geschickten Schlägen dreschen die Burschen auf das Fässchen ein. Wer das letzte Holzstück herunterschlägt, dem winken Sieg, Ruhm und Ehre.

Früher sollen die Pferde vor dem Ritt noch mit Schnaps wild gemacht worden sein, erzählt Hans, ein Einheimischer. Früher, das war, als ein Noriker noch das Statussymbol der Gailtaler Bauern war. Ohne einen gescheiten Hengst im Stall, da war man nichts.

Mann auf Pferd mit einer schweren Eisenkeule in der Hand
Jeder Bursch trägt den Koleč bei sich - mit ihm soll die Kufe zerschlagen werden

Mann auf Pferd reitet mit einer Keule in der Hand auf einen Holzpflock zu
Ohne Sattel, mit einem schweren Eisenschlegel in der Hand, reiten die Burschen mit ordentlich Schwung auf die Kufe zu und versuchen das Fässchen zu treffen

Bunter Blumenkranz um den Oberarm eines Mannes
Wer sich das begehrte Kranzerl schnappt, ist der Sieger beim diesjährigen Kufenstechen

Immer fünf Burschen reiten direkt hintereinander, Durchgang um Durchgang. Die schnelleren Pferde voran, damit sie die anderen nicht aufhalten. Und während nach der dritten Runde der erste Holzspan fliegt, erklärt Hans fachmännisch, dass es auf die richtige Technik ankomme. Zu fest zugeschlagen, prellt der Arm schmerzhaft zurück. Ist der Schlag zu schwach gesetzt, kann er der Kufe nichts anhaben.

Im sechsten Durchgang ist es dieses Mal so weit, der letzte Reiter trifft die noch verbliebene Planke perfekt, sie segelt durch die Luft. Geschafft!

Zum Schluss geht es darum, sich das begehrte Kranzerl zu holen

Aber auf Ross und Reiter wartet eine weitere Herausforderung: das Kranzlstechen. Dabei versuchen die Burschen mit ihrem Eisenschlägel durch das Blumenkranzl zu treffen, das einer der Männer hochhält.

„Langsamer!“ ruft der Kranzlhalter den Reitern zu und versucht, die übermütigen Burschen etwas einzubremsen. Doch für die gibt es kein Halten mehr. Wer das Kranzl erwischt, darf sich dieses Jahr mit dem Siegerkranz schmücken.

Die beiden Gewinner des Kufenstechens jubeln
Christoph Galle und Matthias Kaiser sind diesmal die Gewinner des Feistritzer Kufenstechens: Sie haben den Siegerkranz erwischt

In Oberfeistritz sichert sich 2016 Christoph Galle das begehrte Kranzl und in Unterfeistritz Matthias Kaiser.

Sie und alle Mitstreiter werden für den Rest des Tages gefeiert – unter der alten Dorflinde, wo die Burschen und Mädchen noch bis in die frühen Morgenstunden tanzen und singen.

Text: Rudolf Binder • Fotos: Wolfgang Simlinger

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Ein Blumenteppich zur Ehre Gottes

Fronleichnam in Sipplingen

Ein Blumenteppich zur Ehre Gottes

Fronleichnamsprozession mit Pfarrer, Ministranten, Musikkapelle und Volk
Zu Fronleichnam ist das ganze Dorf schon in aller Herrgottsfrüh auf den Beinen: Für die Prozession in Sipplingen am Bodensee legen die Bewohner einen der längsten und schönsten Blumenteppiche weit und breit

Die Straßenlaternen werfen ein fahles Licht in die Morgendämmerung von Sipplingen am Bodensee. Es ist halb fünf Uhr in der Früh. Unten im Dorf sind gedämpfte Stimmen und schleifende Geräusche zu hören. Sie kommen von Zinkwannen und Körben, die über das Pflaster gezogen werden. Laut und fröhlich pfeifen die Vögel auf die frühe Arbeit der Dorfbewohner.

Heute ist Fronleichnam, und die Sipplinger werden einen 600 Meter langen Blumenteppich durch ihr Dorf legen. Der Teppich wird den Prozessionsweg zu den vier Stationsaltären schmücken. Das ist seit den 1930er Jahren Tradition in Sipplingen.

Im Morgengrauen bereiten mehrere Menschen den Blumenteppich auf der Straße vor
In aller Herrgottsfrüh – es ist noch nicht mal richtig hell – beginnen in Sipplingen die Vorbereitungen für den Fronleichnams­tag

Auch im „Torkelhaus“ in der Straße Am Brunnenberg sind die Pensionswirtin Amalie Beirer-Maier und ihre Nichte Christa Beirer längst auf den Beinen. Kaffeeduft hat auch ihre Gäste aus Sulzbach aus den Betten gelockt, die – wie jedes Jahr – beim Blumenlegen mithelfen wollen und noch Freunde als Helfer mitgebracht haben.

Wortlos packen alle an und tragen Eimer, Körbe und Kisten voller Blumen, Blüten und Grünzeug aus dem kühlen Weinkeller nach oben an die Straße. Große Holzrahmen und Eisenringe liegen dort schon bereit. Mit diesen Schablonen werden später die Muster und Ornamente des Blumenteppichs gelegt. Alles ist bestens vorbereitet, und Christa Beirers letzte Zweifel sind beseitigt: Werden die Blüten auch reichen? Gibt es genug Farben für die geplanten Motive?

Ein jeder packt mit an, damit rechtzeitig zur Prozession alles fertig wird

Denn wenn das Fronleichnamsfest – wie 2016 am 26. Mai – sehr früh im Jahr ist, sind viele Blumen noch gar nicht aufgeblüht. Dann heißt es: Improvisieren. Christa Beirer hat Erfahrung damit und einige bewährte Tricks noch obendrein.

Die roten Pfingstrosen hat sie über Nacht im warmen Wasser zur vollen Blütenfülle getrieben. Der Goldregen dagegen mag es lieber frostig und bleibt in der Gefriertruhe, bis sein schönes leuchtendes Gelb für den Blumenteppich gebraucht wird. „Goldregen ist die einzige Blüte, die den Frost übersteht und beim Auftauen nicht matschig wird“, verrät Christa Beirer.

Körbe mit Blumen und Schablonen für die Blumenteppiche
Zahlreiche Blütenblätter, Schablonen und Messwerkzeug – alles ist schon hergerichtet

 

Viele Menschen helfen beim Schmücken des Blumenteppichs
Jeder weiß, was zu tun ist. An Fronleichnam sind alle Sipplinger ein eingespieltes Team

Zwei Kinder und ein Erwachsener legen mithilfe von Schablonen bunte Blumen auf einen Grasteppich
Jedes Blütenmotiv soll so akkurat wie möglich aussehen: Dabei helfen Schablonen

Vom Balkon aus überwacht Pensionswirtin Amalie das Geschehen vor ihrem Haus. Dann kommt auch sie herunter an die Straße, gibt hier und dort Anweisungen oder trennt mit der Schere festsitzende Blütenblätter von ihren Stängeln. Jede Hand wird gebraucht, um das blühende Kunstwerk rechtzeitig zur Prozession gegen 10 Uhr fertigzustellen.

Vor den vier Stationsaltären sind derweil schon besonders prachtvolle Motive zu bewundern. Eine Kreuzigungsszene zum Beispiel oder ein Blütenteppich mit Ornamenten in Weiß, Gelb, Lila. Die großen Teppich-Motive sind schon am Vortag ganz im Geheimen in Schuppen und Garagen gestaltet worden. Keiner weiß vom Bild der anderen.

Auch Gerold Beirer und Adrian Staiger haben in Staigers Autogarage dafür gesorgt, dass niemand ihre Kreuzigungsszene vorzeitig zu Gesicht bekommt. Am Vormittag vor Fronleichnam haben sie in aller Ruhe an dem Altarteppich gearbeitet.

Familie Beirer sind geübte Blumenleger und wissen genau, welche Blüten sich eignen

Die Konturen hat das seit vielen Jahren eingespielte Team mit Torf ausgelegt. Dann fügten die vier Männerhände ganz behutsam Blättchen an Blättchen und Blüte an Blüte. Mit Leinsamen schufen sie lebendig wirkende Hauttöne. Der Gekreuzigte trägt einen Lendenschutz aus den weißen Blättchen der Margeritenblüten, der trauernde Johannes ein Gewand aus blaurotem Flieder, Marias Haare wurden mit Tamarisken rosabräunlich „eingefärbt“. Die Blüten des weißen Schneeballs umrahmen ein Kreuz aus braunem Sauerampfer.

Mehrere Menschen arbeiten an einem großen Blumenteppich, der die Kreuzigung Jesu abbildet.
Eine starke Verbindung: Der schmale Blumenteppich zieht sich durch das ganze Dorf von Station zu Station und von Haus zu Haus

Nach etwa vier Stunden war die „Kreuzigung“ weitgehend fertig. Heute Morgen haben Beirer und Staiger den Blumenteppich ganz vorsichtig vor ihrem Stationsaltar abgelegt. Dort bekommt ihr Kunstwerk noch einen üppigen Blumenrahmen und wird an den Teppich der Nachbarn angeschlossen.

Gerold Beirers Familie gehört seit 85 Jahren zu den aktiven Blumenlegern. In den 1930er Jahren hatte Pfarrer Nepomuk Schatz, der von Hüfingen nach Sipplingen gekommen war, den Brauch aus dem Schwarzwald mitgebracht und die Menschen in Sipplingen dafür begeistert.

Fronleichnam ist das schönste Fest in Sipplingen – da ist der Zusammenhalt im Dorf Ehrensache

Gerold Beirer ist seit über 40 Jahren dabei und hat zu Fronleichnam noch nie gefehlt. „Ich habe das Blumenlegen sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen“, sagte er, und: „Fronleichnam ist für mich das schönste Fest hier in Sipplingen.“

Jeder Sipplinger Hausbesitzer ist an Fronleichnam für den Bereich zuständig, der vor seinem eigenen Haus verläuft. Entlang dem alten Fachwerkhaus der Pension Torkelhaus ist der 15 Meter lange Läufer mit Ornamenten in Gelb, Weiß, Rot auf grünem Untergrund schon fast fertig. Die Nachbarn rechts und links haben ihren Teppich nahtlos angesetzt. Es wird nicht viel geredet, jeder weiß, was zu tun ist, so wie jedes Jahr.

Frauen belegen einen Blumenteppich mit Herzen
Die Blumenteppiche zeigen religiöse Motive – hier legen die Dorfbewohner einen Teppich zu den biblischen Werken der Barmherzigkeit

Zwei Männer prüfen mit letzten Handgriffen den Blumenteppich
Da ist ein Könner am Werk: Für die letzten Handgriffe an seinem Kreuzigungsaltar braucht Gerold Beirer Fingerspitzengefühl

Bluementeppich mit einer mit Blumen verzierten Treppe vor einem Hauseingang
Die Sipplinger legen großen Wert auf Details. Sogar die Treppenaufgänge sind liebevoll mit Blumen geschmückt

Männer und Frauen, Junge und Alte, arbeiten Hand in Hand mit Kindern wie Jörg, Eva und Sophi. Heinrich Widenhorn erzählt stolz vom Einsatz seiner Familie: „Mindestens 20 bis 30 Widenhorns sind heute dabei.“

In der Klosterstraße regnet es Fliederblüten und Rosenblätter. Um die Ecke entsteht ein weißer Fisch mit gelben Tupfen aus Margeritenköpfen, dort sind Bordüren in Gelb-Weiß aus Flieder und Goldregen zu bewundern.

Die zu schmückenden Straßenstücke sind begehrt – ein gutes Zeichen für die Zukunft der Tradition

Aber nicht nur für die Sipplinger Anwohner ist das Blumenlegen Ehrensache. Es gibt auch Engagierte von auswärts, die ein Straßenstück übernehmen, zum Beispiel, wenn die „Alten“ nicht mehr mitarbeiten können oder Häuser verkauft werden und die neuen Besitzer keinen Bezug zur dörflichen Tradition haben.

Zu den Auswärtigen gehören Heidi und Peter Braun. Sie sind schon Tage vor dem Fest aus Villingen-Schwenningen angereist, um „ihren“ Bereich in der Klosterstraße zu schmücken. Das ist dort, wo Heidi vor 25 Jahren gewohnt hat. Auch Cornelia Köberlein kommt von auswärts, aus Owingen. Jedes Jahr ist sie mit Mann und Sohn beim Blumenlegen in der Straße Am Brunnenberg dabei.

Sobald Pfarrer Joha ein verwaistes Straßenstück im Pfarrblatt ausschreibt, finden sich schnell Freiwillige, die die Tradition lebendig halten wollen. „Wenn wir die Werte der Vergangenheit nicht weitergeben, haben wir keine Zukunft“, sagt die Pensionswirtin Amelie Beirer-Maier dazu.

Eine ältere Dame schneidet die Blumen zurecht.
Die 87-jährige Pensionswirtin Amalie Beirer-Meier ist froh, dass auch die jungen Leut' dabei sind und den schönen Brauch weiterführen

Um 5.32 Uhr ist die Sonne über Sipplingen aufgegangen und scheint jetzt – gegen 7 Uhr – auf den fast fertigen Blumenteppich. Der zieht von der katholischen Pfarrkirche St. Martin über den Kirchweg und die Rathausstraße, Am Brunnenberg entlang, durch die Klosterstraße und über den Lenzensteig hinunter zum Rathaus.

Wer jetzt noch schläft in Sipplingen, wird von kräftigen Böllerschüssen vom Berg gegenüber oder den Wirbelschlägen von fünf Trommlern geweckt, die von Haus zu Haus ziehen und hier und dort für ihre Weckdienste mit einem Stamperl Schnaps belohnt werden.

Der Aufmarsch der Bürgermiliz gehört zu Fronleichnam in Sipplingen schon immer dazu

Böllerschützen und Trommler gehören zur Sipplinger Bürgermiliz, einem Verein, dessen Tradition auf das Jahr 1849 zurückgeht, als es rund um den Bodensee noch so manchen Strauß auszufechten gab.

Heute umrahmen die Vereinsmitglieder in ihren schmucken Uniformen – blaue Röcke zu schwarzen Hosen und Pickelhelme mit weißem oder rotem Helmbusch aus Rosshaar –  die Feste in Sipplingen. „Fronleichnam in Sipplingen ist ohne die Begleitung der Bürgermiliz überhaupt nicht denkbar“, erzählt Gerold Beirer, der Blumenkünstler vom Kreuzigungsbild.

Priester, Ministranten und Volk versammeln sich um den Blumenteppich
Die Prozession zieht von Station zu Station - dort versammelt sich die ganze Gemeinde um die prachtvollen Blumenteppiche

Musikkapelle läuft rechts und links des Blumenteppichs
Traditionell wird die Prozession von der Bürgermiliz angeführt. Sie gibt mit ihren Trommeln den Takt vor

Priester liest aus einem roten Buch
Andacht und Gebet gehören an jeder Station dazu

Inzwischen haben sich die Bürgersoldaten auf dem Rathausplatz formiert. Von dort geht es mit wehender Fahne zur Ehrenwache in die Pfarrkirche St. Martin zum Festgottesdienst. Danach zieht die Prozession dann durch das geschmückte Dorf.

Alle Sipplinger Vereine sind mit ihren Fahnen dabei. Pfarrer Joha im goldenen Ornat trägt unter dem goldenen „Himmel“ die Monstranz zu den vier Stationsaltären – immer entlang dem Blumenteppich, der nur betreten wird, wenn es gar nicht anders geht. Und dann ganz vorsichtig, damit die Pracht erhalten bleibt.

Nur bis 16 Uhr können die floralen Kunstwerke bewundert werden

Der Teppich soll auch nachmittags noch schmuck aussehen – für die Einheimischen und die vielen Besucher, die mit ihren Kameras und Handys die schönsten Werke fotografieren. Denn um 16 Uhr ist es wieder mal vorbei mit der floralen Kunst. Dann werden die Teppiche im großen Kehrwagen der Straßenreinigung verschwinden.

Bis zum nächsten Jahr, wenn die Sipplinger einen neuen Blumenteppich legen – so wie es bei ihnen schon immer der Brauch ist.

Steg im Bodensee mit Stadt im Hintergrund
Sipplingen liegt am baden-württembergischen Ufer des Bodensees

Mehr zu Sipplingen:
Tourist-Information  •  Seestr. 3  •  78354 Sipplingen  •  Telefon +49 7551 9499370 • www.sipplingen.de

Hüfingen ist die Mutter aller Blumenteppiche

In Deutschland werden zu Fronleichnam an vielen Orten Blumenteppiche gelegt. Der bekannteste Teppich ist in Hüfingen im Schwarzwald zu bewundern. Von dort hat sich der Brauch des Blumenlegens auch verbreitet.

Ein Hüfinger Bildhauer – Franz Xaver Reich – hatte die Idee aus Italien mitgebracht, wo er Prozessionswege mit farbenprächtigen Blumenteppichen gesehen hatte. Zurück in der Heimat legte er 1842 vor seinem Haus den ersten Blumenteppich. Später begeisterte er auch seine Nachbarn fürs Blumenlegen zum Fronleichnamsfest. Nach und nach bis heute wird der ganze Prozessionsweg über 600 Metern in einer Breite von 1,80 Metern belegt.

Mehr zu Hüfingen:
Informations- und Kulturamt  •  Hauptstrasse 16/18  •  78183 Hüfingen  •  Telefon 0771-6009-24  • www.huefingen.de

Was ist Fronleichnam?

Das katholische Hochfest Fronleichnam wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Der Name entstand vor etwa 750 Jahren und bedeutet „Leib des Herrn“. Er leitet sich vom Mittelhochdeutschen vrône lîcham für „des Herren Leib“ ab.

Im Mittelpunkt des Festes steht die Eucharistie. Nach katholischem Glauben ist damit die Umwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi gemeint. Katholiken feiern, dass der Leib Christi in der Hostie lebendig ist.

Seit dem 13. Jahrhundert ist dieser Tag fester Bestandteil des Kirchenkalenders. Fronleichnam 2019 ist am Donnerstag, 20. Juni.

Text: Marilis Kurz-Lunkenbein • Fotos: Bethel Fath

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Die schönsten Grillplätze

Grillen im Alpenland

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Ein Grill mit Fleisch und Spießen im Vordergrund, eine Gruppe von Menschen im Hintergrund
Endlich Sommer, endlich herrliches Wetter und laue Sommerabende! Da fehlt nur noch das passende Plätzchen zum Grillen. Wir zeigen Ihnen die 10 schönsten Grillplätze in den Städten des Alpenlands.

 

Grillplätze in München

Flaucher

Die schönsten Grillplätze: Flaucher in München

Der wohl bekannteste Grillplatz in München ist der Flaucher am südlichen Isarufer – ein absoluter Klassiker. Auf der größten zusammenhängenden Grillzone Münchens tummeln sich an lauen Sommerabenden viele Grillmeister und Brutzelfreunde.

Wo?
Ab der Brudermühlbrücke bis zur südlichen Stadtgrenze nach Großhesselohe
D-81379 München

Öffentlich: U-Bahnlinie U3, Haltestelle Thalkirchen

Ausstattung?
Ihren Grill müssen Sie selbst mitbringen, denn in den freigegebenen Bereichen auf den Kiesbänken ist das Grillen nur auf geeigneten Grillgeräten erlaubt. Holzfeuer auf dem Boden sind verboten. Dafür dürfen Sie sich Ihr Lieblingsplatzl selbst aussuchen, denn es gibt keine markierten Grillstellen.

Unser Grüß Gott-Tipp
Im Sommer sind die Plätze am Flaucher sehr beliebt. Je weiter südlich Sie in die Nähe der Stadtgrenze kommen, desto ruhiger wird’s. Und zu spät dran sein sollten Sie auch nicht. Dann finden Sie bestimmt noch ein schönes Fleckchen.

Langwieder See

Blick auf den Langwieder See in München

Wer die Kombination aus Baden und Brutzeln liebt, ist am Langwieder See im Nordwesten von München genau richtig. Am Ostufer des Sees laden eine große Liegewiese und eine Grillzone mit viel Schatten zu einem entspannten Badetag mit gemütlichem Grillabend ein. Also Picknickdecke, Grill und Badehose einpacken und los geht’s!

Wo?
Langwieder See
Kreuzkapellenstraße
D-81249 München

Öffentlich: S-Bahnlinie S3, Haltestelle Lochhausen (3 km Fußweg)

Ausstattung?
Vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Volleyballfelder, Fußballplatz, Ruderbootverleich, Minigolfanlage
WC
Kostenpflichtige Parkplätze

Unser Grüß Gott-Tipp
Vom 3.6. bis 11.9.2017 können Sie sich bei Badewetter alle 20 Minuten vom Badebus direkt von der S-Bahnstation Lochhausen zum Langwieder See fahren lassen. Erwachsene zahlen für die einfache Fahrt 1,50 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 0,50 Euro und Kinder bis 6 Jahre fahren gratis.

Grillplätze in Salzburg

Glanspitz

Ein Grill mit Würstchen und ein Pfosten, der den Grillbereich markiert

Im neugestalteten Naherholungsgebiet am Glanspitz befindet sich Salzburgs erste und ganz neue öffentliche Grillfläche. Eröffnet wurde am 24. Mai 2017, also pünktlich zum Start der Grillsaison. In dem beliebten Park direkt an der Salzach haben die Salzburger Stadtgärten zwischen Bäumen, Wasser und Wiesen einen gemütlichen Bereich zum Grillen gestaltet.

Wo?
Naherholungsgebiet Glanspitz
Rechte Glanzeile 52
A-5020 Salzburg

Der 700 Quadratmeter große Grillbereich ist durch Pflöcke markiert.

Ausstattung?
Ihren Grill müssen Sie selbst mitbringen. Gegrillt werden darf nur mit Holzkohle oder Holzbriketts, offene Feuer sind verboten. Dafür gibt es keine vorgegebenen Grillstellen und Sie können sich Ihren Lieblingsplatz selbst aussuchen. Für die Asche steht vor Ort ein hitzebeständiger Behälter zur Verfügung.

Unser Grüß Gott-Tipp
Der Glanspitz-Park ist ein Freizeitparadies für die ganze Familie. Während die Kinder sich auf dem neu angelegten Spielplatz oder im Slackline-Park vergnügen, können sich die Erwachsenen bei einem Spaziergang am Feuchtbiotop oder den flachen Ufern der Glan-Mündung entspannen.

 

Vorderkaserklamm in St. Martin bei Lofer

Naturpark mit Wald, Wiese und Fluss

Der perfekte Grillplatz für Wanderlustige und Badefans ist das etwa 50 Autominuten von Salzburg entfernte Naherholungsgebiet Vorderkaserklamm. An den Grillplätzen nahe der Klamm und rund um mehrere Naturbadeteiche darf von 9:30 bis 19:00 Uhr gegrillt und gebadet werden.

Wo?
Vorderkaserklamm
Obsthurn 42
A-5092 St. Martin bei Lofer

Was kostet's?
Eintritt zur Klamm:
Erwachsene: 4,50 Euro
Kinder: 2,60 Euro

Ausstattung?
10 gemauerte Grillstationen (nur Grillkohle erlaubt) mit Sitzgelegenheiten
Hundewiese
Kostenlose Parkplätze

Unser Grüß Gott-Tipp
Wenn Sie die Grillstationen länger als 19:00 Uhr benutzen möchten, müssen Sie das beim Gemeindeamt St. Martin (Tel. +43 65888510) oder dem zuständigen Aufseher vor Ort anmelden.
Mehr Informationen gibt's hier: vorderkaserklamm.at

 

Grillplätze in Wien

Höhenstraße

Ausblick auf die Stadt Wien

Einer der schönsten Grillplätze in Wien liegt an der beliebten Höhenstraße im 19. Bezirk. Hier darf zwischen 9:00 und 21:00 Uhr gegrillt werden. Dazu gibt’s einen tollen Blick auf die Stadt Wien. Bei solch einer Aussicht schmecken Steaks, Würstel und Stockbrot doch gleich doppelt so lecker.

Wo?
Krapfenwaldgasse an der Höhenstraße
A-1190 Wien

Öffentlich: Linie 38A, Haltestelle Krapfenwaldgasse (sechs Minuten Fußweg)

Ausstattung?
Sitzgelegenheiten
Trinkbrunnen
WC
Parkplätze

Unser Grüß Gott-Tipp
Wer sich nach dem Grillen eine Erfrischung oder ein bisschen Wassersport gönnen möchte, ist hier genau richtig. Gleich nebenan befindet sich das Krapfenwald, Wiens Schwimmbad mit der schönsten Aussicht.

Donauinsel

Die schönsten Grillplätze: Grillplatz auf der Donauinsel in Wien

Auf der schönen Donauinsel mitten in Wien gibt es gleich zwei Grillzonen. Ihr perfektes Grillplätzchen können Sie sich entweder an der Brigittenauer Bucht im 21. Bezirk oder bei der Steinspornbrücke im 22. Bezirk aussuchen. Wenn Sie keine Lust haben, Ihren eigenen Grill mitzunehmen, können Sie sich auch einen der 15 Grillplätze mieten, die auf der ganzen Insel verteilt sind. Eine Reservierung kostet 10 Euro.

Wo?
Grillzone Brigittenauerbucht
Neue Donau, linkes Ufer (zwischen Brigittenauer Brücke und Brigittenauer Badebucht)
A-1210 Wien

Öffentlich: U1 (Haltestelle: Donauinsel),  U6 (Haltestelle: Neue Donau)  und Buslinie 20 A  (Haltestellen: Verbindungsweg, Donau City Nord)

Ausstattung?
Trinkwasser
WC
Parkplätze in der Nähe

Wo?
Grillzone Steinspornbrücke
Neue Donau, linkes Ufer (zwischen Ostbahnbrücke und Steinspornbrücke)
A-1220 Wien

Öffentlich:  S80 (Haltestelle: Praterkai) und Buslinie 90 A (Haltestellen: Raffineriestraße Ostbahnbrücke, Kierschitzweg, Dampfkraftwerk Donaustadt)

Ausstattung?
Trinkwasser
WC
Erste-Hilfe-Station
Parkplätze

♥  Unser Grüß Gott-Tipp
10 der 15 Grillplätze, die gemietet werden können, wurden seit dem Frühjahr 2015 komplett modernisiert und mit neuen Sitzmöbeln ausgestattet. Zusätzlich gibt es noch zwei „Top-Grills“ mit Platz für bis zu 20 Personen. Hier können Sie optional auch eine Einfahrtsgenehmigung für Ihr Auto auf die Donauinsel dazubuchen. Reservierung am Grilltelefon unter +43 1 4000-96496. Mehr Informationen finden Sie hier: wien.gv.at

 

Grillplätze in Graz

Naherholungsgebiet Auwiesen

Die schönsten Grillplätze: Grillplatz im Naherholungsgebiet Auwiesen

Das Naherholungsgebiet Auwiesen befindet sich in der Nähe der südlichen Stadtgrenze bei Gössendorf. Das 135.000 Quadratmeter große Gebiet in den Murauen bietet neben einer Liegewiese mit „Lümmeldecks“ und einem Grillbereich vielfältige Wander- und Spaziermöglichkeiten. Perfekt geeignet für einen Tag fernab des Stadttrubels.

Wo?
Naherholungsgebiet Auwiesen
Eichbachgasse 900
A-8041 Graz

Öffentlich: Buslinie 143, Haltestelle Neudorfer Straße (15 Minuten Fußweg)
Fahrrad: Radweg R2 (vom Grazer Hauptplatz ca. 30 Minuten)

Ausstattung?
5 Grillstellen mit Tischen, Bänken und Holzplateaus
Trinkwasserbrunnen
WC
Eingezäunte Hundewiese mit Hundebadeteich

Unser Grüß Gott-Tipp
Ein kleiner Strandkiosk unweit der Liegewiese verkauft kühle Getränke und verleiht Sportgeräte und Grillutensilien. Geöffnet ist von Montag bis Samstag 14:00 bis 22:00 Uhr und am Sonntag bereits ab 12:00 Uhr.

 

Kalkleiten

Die schönsten Grillplätze: Grillplatz in Kalkleiten

Etwas weiter außerhalb von Graz liegt Kalkleiten nicht weit von Andritz entfernt, am Rand des Schöckl-Waldgebiets. Hier gibt es einen schönen Waldspielplatz und eine große Picknickwiese mit Grillmöglichkeit. Das Besondere: Von hier aus haben Sie eine herrliche Aussicht in alle Richtungen.

Wo?
Kalkleitenstraße
A-8045 Kalkleiten

Öffentlich: Straßenbahnlinie 4 oder 5, Haltestelle Andritz, von dort aus Bus 53, Haltestelle Andritz Ursprung oder Bus 47, Haltestelle Stattegg-Kalkleiten (nur an Schultagen)

Ausstattung?
Feuerstelle mit Sitzmöglichkeit
Spielplatz
Trinkbrunnen
WC
Parkplätze

Unser Grüß Gott-Tipp
In Kalkleiten starten und kreuzen viele Wanderwege. Der Grillplatz ist daher auch ideal, um nach einer Wanderung den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Grillplätze in Innsbruck

Gramartwiese

Auf der Gramartwiese bei der Hungerburg oberhalb von Innsbruck darf zwischen 7:00 und 22:00 Uhr gegrillt werden. Hier gibt es nicht nur einen spannenden Abenteuerspielplatz für Ihre Kinder sondern auch wunderbare Plätzchen zum Picknicken. Jede Menge Schaukeln und ein Rutschenturm sowie ein großer Ballspielplatz verteilt auf 8.000 Quadratmeter versprechen Spaß und Abwechslung für Ihre Kinder.

Wo?
Gramartstraße
A-6020 Innsbruck

Öffentlich: Buslinie J, Haltestelle Hungerburgbahn

Ausstattung?
Fünf Grillplätze mit Grill, Tischen und Bänken
Spielplatz
Trinkwasserbrunnen
WC
Parkplätze

Unser Grüß Gott-Tipp
Die Gramartwiese ist von der Altstadt Innsbruck aus auch mit der berühmten Hungerburgbahn erreichbar. Die Einzelfahrt kostet für Erwachsene 5,20 Euro und für Kinder 3,10 Euro.

Sauerweinwiese Kranebitten

Einen der schönsten Grillplätze in Innsbruck finden Sie auf der 2016 neugestalteten Sauerweinwiese in Kranebitten. Mehrere Spiel- und Erholungsflächen und eine großzügige Grillzone laden Jung und Alt zu aktiven Nachmittagen und gemütlichen Grillstunden ein. Von 7:00 bis 22:00 Uhr darf hier getobt und gebrutzelt werden.

Wo?
Kranebitterallee
A-6020 Innsbruck

Öffentlich: Linie LK, Haltestelle Kranebitterbodenweg

Ausstattung?
Vier Tisch-Bankkombinationen aus Beton mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten
Vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Spielplatz, Fußballtore, Tischtennisplatten, Slackline-Anlage
Trinkwasserbrunnen
WC
begrenzte Parkplätze an der Kranebitter Allee nach dem Campingplatz (stadtauswärts)

Unser Grüß Gott-Tipp
Kletterfelsen aus Naturstein, Hangrutschen, Schaukeln, ein Sandspielbereich und eine Wasserspielanlage verteilt auf 16.000 Quadratmeter lassen kaum Kinderwünsche offen. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken ...

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Da geht’s hoch hinaus!

Baumwipfelpfad

Da geht’s mit der ganzen Familie hoch hinaus!

Der Baumwipfelpfad in Füssen Ziegelwies vor Bergpanorama
Die Welt der Baumwipfel entdecken, den Wald in luftiger Höhe erleben und die wunderbare Aussicht genießen: Das kann nur ein Baumwipfelpfad bieten. Wir haben die 10 spannendsten Baumwipfelpfade in Deutschland und Österreich für Sie gesammelt. Für ein unvergessliches Naturerlebnis mit der ganzen Familie!

Waldwipfelweg in Sankt Englmar

Der Waldwipfelweg in Sankt Englmar mit Aussicht auf den Bayerischen Wald

Der Waldwipfelweg in Maibrunn bei Sankt Englmar ist ein Naturerlebnis für die ganze Familie. Dank des barrierefreien Zugangs können auch die Kleinsten im Kinderwagen mitkommen. Entlang des Pfades können Ihre Kinder unsere heimischen Vögel kennenlernen und auf Knopfdruck ihre Stimmen abrufen. Von der Aussichtsplattform in 30 m Höhe haben Sie eine herrliche Sicht über den Bayerischen Wald, das Donautal und die Ebenen des Gäubodens bis in die Alpen.

Öffnungszeiten?
Ganzjährig geöffnet
Februar, März und Oktober, täglich 9:00-17:00 Uhr
April bis September, täglich 9:00-19:00 Uhr
November bis Januar, täglich 9:00-16:00 Uhr

Wo?
Waldwipfelweg GmbH
Maibrunn 2a
D-94379 Sankt Englmar
www.waldwipfelweg.de
Kostenlose Parkplätze sind vorhanden.

Was kostet's?
Erwachsene: 7,50 Euro
Kinder (von 3 bis 15 Jahren): 5,00 Euro
Familienkarte (Eltern mit den eigenen Kindern unter 16 Jahren): 20,00 Euro

Sind Hunde erlaubt?
Hunde sind auf dem Waldwipfelweg herzlich willkommen.

Unser Grüß Gott-Tipp
Zusätzlich zum Waldwipfelweg lädt ein Naturerlebnispfad die ganze Familie zum Erleben, Staunen und Lernen ein. An 25 interessanten Mitmachstationen können Sie zusammen Nistkästen erforschen, Baumringe zählen und die Arbeit der Waldbienen beobachten. Im höhlenartigen Sinneshaus lernen Sie die Klänge und Düfte des Waldes kennen. Und an der Kletterwand und im Seilgarten können sich Ihre Kinder dann zum Abschluss so richtig austoben.

Baumwipfelpfad Bayerischer Wald

Der Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald mit Baumturm

Der Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald gewährt Ihnen und Ihrer Familie auf einer Länge von 1,3 km eine ganz besondere Perspektive auf das Leben des Waldes. Der Höhepunkt des Pfades ist der 44 m hohe, eiförmige Baumturm, in dem sich eine über 500 m lange Rampe um drei sehr alte, mächtige Bäume nach oben windet. Dort angekommen, wird man mit einem traumhaften Ausblick über den Bayerischen und Böhmischen Wald belohnt. Der Weg ist barrierearm gestaltet, sodass er auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen geeignet ist.

Öffnungszeiten?
Ganzjährig geöffnet
April, täglich 9:30-18:00 Uhr
Mai bis September, täglich 9:30-19:00 Uhr
Oktober, täglich 9:30-18:00 Uhr
November bis März, täglich 9:30-16:00 Uhr (20.11.2017-01.12.2017 und 24.12.2017 geschlossen)

Wo?
Baumwipfelpfad Bayerischer Wald
Böhmstraße 43
D-94556 Neuschönau
www.baumwipfelpfad.bayern/bayerischer-wald
Direkt am Baumwipfelpfad gibt es kostenpflichtige Parkplätze des Nationalparkzentrums Lusen.

Was kostet's?
Erwachsene: 9,00 Euro
Schüler ab 15 Jahren, Studenten, Rentner: 8,00 Euro
Kinder von 6 bis 14 Jahren: 7,00 Euro
Kinder unter 6 Jahren frei
Familienticket (2 Erwachsene mit Kindern von 6 bis 14 Jahren): 21,00 Euro

Sind Hunde erlaubt?
Hunde sind auf dem Pfad leider nicht erlaubt. In der Nähe des Eingangs stehen Hundeboxen zur Verfügung, in denen Ihr Vierbeiner während Ihres Besuchs warten kann.

Unser Grüß Gott-Tipp
Jeden Tag um 14 Uhr und dienstags und freitags um 11 Uhr können Sie an der Führung „Wipfelstürmer“ teilnehmen. Ein Pfadinformant begleitet Sie dann auf einem spannenden Rundgang durch die heimische Natur. In der Zeit vom 04.07.2017 bis 05.09.2017 ist die Führung am Dienstag Vormittag extra auf Familien abgestimmt. Auf spielerische Art und Weise lernen Ihre Kindern das Ökosystem Wald und die Beziehung zwischen Mensch und Natur kennen.

Baumkronenweg skywalk allgäu

Baumwipfelpfad im Wald mit Ausblick auf das Allgäu

Im skywalk allgäu Naturerlebnispark macht Natur der ganzen Familie Spaß. Auf bis zu 40 m Höhe können Sie zusammen mit Ihren Kindern die Welt des Waldes aus der Vogelperspektive entdecken. Der 540 m lange Baumkronen- und Panoramaweg eröffnet Ihnen eine atemberaubende Sicht über die Berglandschaft des Allgäus bis hin zum Bodensee und den Alpen. Da der skywalk allgäu komfortabel über einen Lift zu erreichen ist, können Sie hier auch mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl die traumhafte Aussicht erleben.

Öffnungszeiten?
11. März bis 31. März, Donnerstag bis Sonntag 11:00-17:00 Uhr
01. April bis 03. November, täglich 11:00-18:00 Uhr
04. November bis 15. Dezember, Donnerstag bis Sonntag 11:00-17:´:00 Uhr

Wo?
skywalk allgäu gemeinnützige GmbH
Oberschwenden 25
D-88175 Scheidegg
www.skywalk-allgaeu.de
Ein großer Parkplatz ist vorhanden (10 Minuten Fußweg zum Eingang). Rollstuhlfahrer können direkt vor dem Eingang parken.

Was kostet's?
Sommer:
Erwachsene: 11,00 Euro
Kinder ab 1 Meter Größe (bis 17 Jahre): 8,90 Euro
Kinder bis 1 Meter Größe frei
Winter:
Erwachsene: 7,50 Euro
Kinder ab 1 Meter Größe (bis 17 Jahre): 5,20 Euro
Kinder bis 1 Meter Größe frei

Sind Hunde erlaubt?
Hunde sind auf dem skywalk nicht erlaubt. Es stehen aber genügend Hundeboxen bereit, in denen Ihr Vierbeiner vorübergehend untergebracht werden kann.

Unser Grüß Gott-Tipp
Neben dem Baumwipfelpfad erwarten Sie und Ihre Familie noch zwei Naturerlebnispfade für kleine Entdecker, ein Barfußpfad für sinnliche Wanderungen, Tierfütterungen im Streichelzoo und ein Abenteuer- und Wasserspielplatz. So können sich Ihre Kinder so richtig austoben und spielerisch die Natur kennenlernen und entdecken.

Baumkronenweg in Füssen-Ziegelwies

Der Baumwipfelpfad in Füssen-Ziegelwies aus der Vogelperspektive

Wenn Sie und Ihre Familie Lust auf ein intensives Naturerlebnis haben, dann sind Sie im Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies genau richtig. Der 21 m hohe Baumkronenweg bietet Ihnen eine spektakuläre Aussicht auf die Baumspitzen des Auwaldes, die Wildflusslandschaft des Lechs sowie auf die umliegende Bergwelt. Auch mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen können Sie die faszinierende Welt des Waldes von oben entdecken, denn der Weg ist barrierefrei erreichbar. Als besonderes Erlebnis verläuft der Baumwipfelpfad zudem über die bayerisch-österreichische Grenze.

Öffnungszeiten?
Mai bis Oktober, täglich 10:00-17:00 Uhr
April und November, täglich 10:00-16:00 Uhr (bei entsprechender Witterung)
Dezember bis März: auf Anfrage
Der Baumkronenweg ist bis auf weiteres wegen Reparaturarbeiten geschlossen.

Wo?
Walderlebniszentrum Füssen-Ziegelwies
Tiroler Str. 10
D-87629 Füssen
www.baumkronenweg.eu
Direkt am Walderlebniszentrum gibt es kostenlose Parkplätze. Auf Tiroler Seite gibt es ebenfalls kostenfreie Parkplätze.

Was kostet's?
Erwachsene ab 16 Jahren: 5,00 Euro
Kinder und Jugendliche frei

Sind Hunde erlaubt?
Ihren Hund dürfen Sie mitbringen, wenn Sie ihn an der Leine führen.

Unser Grüß Gott-Tipp
Neben dem Baumkronenweg erwarten Sie und Ihre Kinder noch der Auwaldpfad und der Bergwaldpfad mit vielen abenteuerlichen und interaktiven Spiel- und Erlebniselementen sowie eine Ausstellung zu den Themen Bergwelt, Waldfunktionen und Imkerei.

Baumkronenweg Waldkirch

Der Baumkronenweg Waldkirch mit Aussichtsturm

Den Wald und seine Bewohner hautnah erleben können Sie auf dem Baumkronenweg Waldkirch im Schwarzwald. Die imposante Holz-Stahl-Konstruktion lädt Sie in rund 27 m Höhe barrierefrei in die faszinierende Welt der Baumwipfel ein. Hier erwartet Sie nicht nur eine wunderbare Sicht auf die umliegende Landschaft des Schwarzwaldes, den Breisgau und die Vogesenberge in Frankreich, sondern auch ein tiefer Einblick in die typische Flora und Fauna des Waldes. Mutige Besucher wählen für den Rückweg Europas längste Riesenröhrenrutsche. Auf 185 m geht es hier rasant Richtung Ausgangspunkt zurück.

Öffnungszeiten?
19. April bis 28. April, 12:00-17:30 Uhr
01. Mai bis 30. September, 11:00-18:30 Uhr (geschlossen vom 06. bis 08. Mai, 16. bis 18. September und 23. bis 25. September)
01. Oktober bis 03. November, 12:00-17:30 Uhr
04. November bis 18. April Winterpause

Wo?
Baumkronenweg Waldkirch
Erwin-Sick-Straße
D-79183 Waldkirch
www.baumkronenweg-waldkirch.de
Am Ende der Straße gibt es Parkplätze.

Was kostet's?
Erwachsene: 6,50 Euro
Kinder von 5 bis 15 Jahren: 4,50 Euro
Kinder bis 4 Jahre frei
Riesenrutsche: pro Person 2,00 Euro

Sind Hunde erlaubt?
Ihren Hund dürfen Sie auf dem Baumkronenweg mitnehmen.

Unser Grüß Gott-Tipp
Wenn Sie und Ihre Familie nach dem Tag an der frischen Luft hungrig geworden sind, haben Sie die Möglichkeit, sich an ausgewiesenen Grillstellen zu stärken. Nach vorheriger Anmeldung und gegen eine Gebühr von 10 Euro können Sie sich einen Grillrost für zwei Stunden mieten. Das Holz und die Utensilien zum Anfeuern werden Ihnen bereitgestellt.

Baumkronenweg Kopfing im Innkreis

Der Erlebnisturm auf dem Baumwipfelpfad in Kopfing

Über eine Länge von mehr als 1.000 m schlängelt sich der Baumkronenweg in Kopfing in Oberösterreich durch die höchsten Baumwipfel und eröffnet der ganzen Familie beeindruckende Einblicke in die Welt das Waldes. Vom 40 m hohen Erlebnisturm haben Sie eine wunderbare Aussicht über das Innviertel bis nach Bayern und ins Salzkammergut. Auf und um den Baumwipfelweg herum gibt es auf mehr als 5.000 m² einen großen Naturspielplatz mit Riesenrutsche, Geschicklichkeitsparcours und Trampolin. Da können sich Ihre Kinder so richtig austoben.

Öffnungszeiten?
30. März bis 03. November, täglich 10:00–18:00 Uhr
Auch bei schlechtem Wetter geöffnet.

Wo?
Baumkronenweg
Knechtelsdorf 1
A-4794 Kopfing im Innkreis
www.baumkronenweg.at
Ein großer Parkplatz ist vorhanden.

Was kostet's?
Erwachsene: 11,00 Euro
Schüler: 10,00 Euro
Kinder unter 15 Jahren: 7,50 Euro
Kinder unter 6 Jahren frei
Familienkarte (2 Erwachsene und die eigenen Kinder unter 15 Jahren): 29,00 Euro

Sind Hunde erlaubt?
Hunde sind erlaubt, wenn sie an der Leine geführt werden.

Unser Grüß Gott-Tipp
Ein besonderes Erlebnis ist die waldökologische Führung hoch über den Baumwipfeln, die etwa 1 Stunde dauert. Der Sauwaldguide erzählt Ihnen dabei viel Wissenswertes über den Wald und dessen Bewohner und über die Entstehungsgeschichte des Baumwipfelpfades. Anmelden können Sie sich unter +43 (0) 7763 2289.

Baumzipfelweg in Saalbach Hinterglemm

Der Baumzipfelweg in Saalbach Hinterglemm

Ein sagenhafter Ausblick auf die Alpenkulisse bietet sich Ihnen auf dem Baumzipfelweg in Saalbach Hinterglemm. Über eine 42 m hohe Brücke, die sogenannte Golden-Gate-Brücke der Alpen, gelangen Sie auf den 600m langen Wipfelweg, der mit Treppen, Türmen, Brücken und Plattformen sehr abwechslungsreich und spannend gestaltet ist. Ein großartiges Ausflugsziel für alle Naturliebhaber. An der Kasse gibt's übrigens neben der Eintrittskarte noch eine Original-Baumzipfelmütze für jeden Besucher.

Öffnungszeiten?
Ganzjährig geöffnet
Mai bis Oktober, täglich 9:30-18:00 Uhr
20. Dezember bis März, Dienstag bis Sonntag 11:00-21:00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten steht ein Münzautomat zur Verfügung. Das Drehkreuz öffnet nach Einwurf von 7,00 Euro. Bei Automatenbetrieb werden keine Baumzipfelmützen ausgegeben.

Wo?
Glemmtaler Baumwipfelweg GmbH
Talschlussweg 357
A-5754 Hinterglemm
www.baumzipfelweg.at
Kostenlose Parkmöglichkeiten in Hinterlengau/Talschluss.

Was kostet's?
Pro Person ab 16 Jahren: 9,00 Euro
Kinder ab 4 Jahren: 6,00 Euro
Kinder unter 4 Jahren frei

Sind Hunde erlaubt?
Für Hunde ist der Baumzipfelweg nicht empfehlenswert, da der Bodenbelag überwiegend aus Gitterrost besteht. Es besteht die Möglichkeit, dass Ihr Vierbeiner beim Eingangsbereich auf Sie wartet.

Unser Grüß Gott-Tipp
Im Sommer können Sie sich gemütlich mit dem Talschlusszug vom Parkplatz in Hinterlengau zum Baumwipfelpfad bringen lassen. Im Winter können Sie entweder mit dem Pferdeschlitten durch die winterliche Landschaft gleiten oder Sie nehmen das Hüttentaxi. Natürlich können Sie den 2 km langen Weg vorbei an Wiesen und Wäldern auch zu Fuß zurücklegen.

Baumkronenweg im Tiergarten Schönbrunn in Wien

Der Baumkronenweg im Tiergarten Schönbrunn in Wien inmitten von Bäumen

Der Tiergarten Schönbrunn in Wien ist der älteste Zoo der Welt. Er ist nicht nur das Zuhause für viele heimische und exotische Tiere, sondern bietet Ihnen auf dem rund 160 m langen und 10 m hohen Baumkronenpfad einen spannenden Einblick in den Lebensraum Wald mit seinen Bewohnern und einen tollen Ausblick auf das Schloß Schönbrunn und Wien. Wenn Sie mit Ihrer Familie in luftiger Höhe durch das Blätterdach spazieren, können Sie Vögel wie die Kohlmeise oder den Specht beobachten und, wenn Sie Glück haben, auch eines der vielen, zum Teil sehr zutraulichen Eichhörnchen treffen.

Öffnungszeiten?
Februar 9:00-17:00 Uhr
März und Oktober 9:00-17:30 Uhr
April bis September 9:00-18:30 Uhr
November bis Januar 9:00-16:30 Uhr

Wo?
Schönbrunner Tiergarten GmbH
Maxingstraße 13b
A-1130 Wien
www.zoovienna.at
Am Seckendorff-Gudent-Weg gibt es einige kostenfreie Parkplätze. Wenige U-Bahn-Stationen vom Tiergarten entfernt stehen Ihnen zwei Park & Ride-Anlagen zur Verfügung (Hütteldorf U4, Siebenhirten U6).

Was kostet's?
Erwachsene: 20,00 Euro
Kinder und Jugendliche (vom 6. bis zum 19. Geburtstag): 10,00 Euro
Kinder bis 6 Jahre frei

Sind Hunde erlaubt?
Das Mitführen von Hunden ist auf dem gesamten Gelände des Tiergartens leider nicht erlaubt.

Unser Grüß Gott-Tipp
Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es spezielle Zooführungen für die ganze Familie. Auf der etwa einstündigen Tour erfahren Groß und Klein viel Spannendes und erhalten einen faszinierenden Einblick in das Leben verschiedener Tierarten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Baumwipfelpfad Klopeiner See

Der Aufgang zum Baumwipfelpfad am Klopeiner See

Die Walderlebniswelt am Klopeiner See in Kärnten lädt Sie mit zahlreichen Attraktionen zu einem erlebnisreichen Familientag in der Natur ein. Auf drei Ebenen können Ihre Kinder nach Lust und Laune spielen, toben und staunen. Das Highlight der Erlebniswelt ist der Baumwipfelpfad in über 25 m Höhe. Von dort aus können Sie mit Ihren Kindern durch Fernrohre Vögel beobachten und vom Aussichtsturm den weiten Blick über das Drautal genießen.

Öffnungszeiten?
13. bis 22. April, täglich 10:00-17:00 Uhr
23. April bis 12. Mai, Samstag, Sonntag und Feiertag 10:00-17:00 Uhr
13. Mai bis 04. Juli, täglich 10:00-17:00 Uhr
05. Juli bis 15. September, täglich 09:00-18:00 Uhr
16. September bis 27. Oktober, Samstag, Sonntag und Feiertag 10:00-17:00 Uhr

Wo?
Freizeitanlagen Walderlebniswelt Klopeiner See GmbH
Schulstraße 8
A-9122 St. Kanzian am Klopeiner See
www.walderlebniswelt.at
Es gibt einen großen Waldparkplatz direkt vor Ort.

Was kostet's?
Pro Person ab 3 Jahren: 9,50 Euro
Kinder unter 3 Jahren frei

Sind Hunde erlaubt?
Hunde sind in der Walderlebniswelt nicht erlaubt. Im Eingangsbereich gibt es aber ein Hundehotel, an dem Sie Ihren Vierbeiner kostenlos für die Zeit Ihres Besuchs abgeben können.

Unser Grüß Gott-Tipp
Wenn eine Tagestemperatur von mindestens 28 Grad vorausgesagt wird, bekommen Sie zum Eintritt in die Walderlebniswelt einen gratis Tageseintritt in eines von fünf ausgewählten Schwimmbädern im Umkreis. So sind Spielspaß, Naturerlebnis und Schwimmvergnügen garantiert.

Wipfelwanderweg Rachau

Der Wipfelwanderweg Rachau mit Ausblick auf die umliegenden Berge und Wälder

Auf dem Wipfelwanderweg in Rachau in der Steiermark können Sie mit Ihrer Familie über eine Länge von 2,7 km durch unberührte Natur wandern und den Blick auf die umliegenden Berge, Wiesen und Wälder genießen. Das Herzstück des Rundweges ist der Wipfelweg rund 20 m über dem Waldboden, der zum Bestaunen der Flora und Fauna in luftiger Höhe einlädt. Eine 4 m lange, frei schwebende Aussichtsplattform erlaubt Ihnen einen spektakulären Blick in die Tiefe. Und zum Abschluss geht's für ganz Mutige über eine 32 m lange Rutsche wieder rasant auf den Boden zurück.

Öffnungszeiten?
Täglich 9:00-18:00 Uhr

Wo?
Wipfelwanderweg
Almfrische Rachau GmbH
Mitterbach 25
A-8720 St. Margarethen bei Knittelfeld
www.wipfelwanderweg.at
In der Nähe des Eingangs ist ein Parkplatz vorhanden.

Was kostet's?
Erwachsene: 9,50 Euro
Schüler ab 15 Jahren und Studenten: 7,00 Euro
Kinder von 4 bis 14 Jahren: 6,00 Euro
Kinder bis 3 Jahre frei
Familienkarte (1 Erwachsener und 1 Kind von 4 bis 14 Jahren): 13,50 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene und 1 Kind von 4 bis 14 Jahren): 23,00 Euro

Sind Hunde erlaubt?
Hunde sind auf dem Wipfelwanderweg herzlich willkommen, wenn sie an der Leine geführt werden.

Unser Grüß Gott-Tipp
An ausgewählten Terminen und in den Ferien werden Kreativtage für Kinder veranstaltet. Dabei werden zum Beispiel Pfeifferln geschnitzt, der Umgang mit Pfeil und Bogen erlernt oder den Kindern die Kraft der Kräuter nähergebracht.

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Wann?
Freitag, 10. Mai 2019, 10:00-18:00 Uhr
Samstag, 11. Mai 2019, 10:00-18:00 Uhr
Sonntag, 12. Mai 2019, 09:30-18:00 Uhr

Wo?
Schloss Kaltenberg
Schloss-Straße
D-82269 Geltendorf

Was kostet's?
Erwachsene: 6,00 Euro
Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Unser Grüß Gott-Tipp
Am Samstag und Sonntag statten die schwarzen Ritter den Gartentagen einen Besuch ab.

Gemütliche Muttertagsfahrt mit dem Flascherlzug, Stainz

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Mit dem Flascherlzug Stainz können Sie eine kleine Zugreise durch die Weststeiermark unternehmen. Während das Bähnchen von einer pfeifenden Dampflok von Stainz nach Preding-Wieselsdorf gezogen wird, können Sie den Muttertag bei der gemächlichen Fahrt und musikalischer Unterhaltung in vollen Zügen genießen. Für alle Mütter gibt es auch noch eine kleine Überraschung.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, 15:00 Uhr

Wo?
Flascherlzug Stainz
Bahnhofstraße 28
A-8510 Stainz

Was kostet's?
Hin und Retour für Erwachsene: 17,00 Euro
Hin und Retour für Kinder: 7,00 Euro

Unser Grüß Gott-Tipp
Damit die Fahrt mit dem Flascherlzug auch für Kinder spannend ist, gibt es im Zug ein lustiges Kinderprogramm, das im Fahrtpreis enthalten ist. Der Eintritt in das Kleine Zugmuseum ist ebenfalls inklusive. Besonders Zug-Begeisterte können auch an einer Führung über das Bahnhofsgelände teilnehmen.

Muttertag auf dem Wilden Berg, Mautern

Ausflug am Muttertag zum Wilden Berg in Mautern mit Bärenfütterung

Wie wär's mit einem abenteuerlichen Ausflug am Muttertag zum Wilden Berg in Mautern? Am Muttertagswochenende fahren alle Mütter und Omas gratis mit der Sesselbahn auf den Berg. Oben angekommen können Ihre Kinder hautnah die wilde Alpentierwelt erleben, sich im Kinderstadl auf der Hängebrücke und Tunnelrutsche austoben und eine lustige Floßfahrt unternehmen. Schöne Picknickplätze mit toller Aussicht auf die umliegenden Berge bieten zwischendurch einen Ort zum Ausruhen.

Wann?
Samstag, 11. Mai 2019, 9:00-18:00 Uhr
Sonntag, 12. Mai 2019, 9:00-18:00 Uhr

Wo?
Wildpark Mautern GmbH
Alpsteig 1
A-8774 Mautern

Was kostet's?
Erwachsene: 16,00 Euro
Kinder (Jahrgänge 2004-2015): 10,00 Euro
In der Eintrittskarte ist die Berg- und Talfahrt mit der Sesselbahn enthalten.

Unser Grüß Gott-Tipp
An beiden Tagen findet jeweils um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr eine faszinierende Greifvogelflugschau statt. Ein Adler, ein Falke und ein Bussard ziehen dann in schwindelerregender Höhe ihre Kreise über die Köpfe der Zuschauer. Auch die Bärenfütterung sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Um 10:30 Uhr werden die hungrigen Mäuler gefüttert und Braunbär Ingo zeigt so manches Kunststück.

Muttertag in den Swarovski Kristallwelten, Innsbruck

Zwei Kinder spielen mit Luftballons in den Swarovski Kristallwelten

Der Muttertag im Reich des Riesen ist ein besonderes Erlebnis: Neben einem Besuch in der Kristallwelt können Sie diesen Tag auch mit einem gemütlichen Brunch im Restaurant Daniels Kristallwelten beginnen.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, ab 08:30 Uhr

Wo?
Swarovski Kristallwelten
Kristallweltenstraße 1
A-6112 Wattens

Was kostet's?
Erwachsene: 19,00 Euro
Kinder von 6-14 Jahren: 7,50 Euro
Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt

Unser Grüß Gott-Tipp
Die hauseigene Patisserie hat für diesen Anlass wieder süße Highlights kreiert. Und vielleicht dürfen Sie sich ja als Muttertagsgeschenk von Ihren Lieben ein funkelndes Schmuckstück aus der Swarovski-Kollektion aussuchen.

Muttertag im Tierreich des Nationalpark Donau-Auen, Niederösterreich

Ringelnatter mit einem Schloss im Hintergrund

Die Donau mit den tiefen Auenwäldern an ihrem Ufer ist Lebensraum für eine vielfältige und artenreiche Tierwelt. Bei einer ganz besonderen Führung zum Muttertag können Sie diese faszinierende Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks Donau-Auen kennenlernen. Gemeinsam mit Nationalpark-Rangern erkunden Sie die Schlossinsel und erfahren Wissenswertes und Verblüffendes aus dem Lebensraum Donau-Auen.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, 14:00 Uhr

Wo?
schlossORTH Nationalpark-Zentrum
A-2304 Orth/Donau

Was kostet's?
Erwachsene: 4,50 Euro
Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Senioren: 3,00 Euro

Unser Grüß Gott-Tipp
Sie möchten den Nationalpark auf eigene Faust erkunden? Auch das ist möglich. Und zwar zu Fuß, auf dem Rad oder per Boot. Und kosten tut's auch nichts.

Tag der Volksmusik im Freilichtmuseum Glentleiten

Zwei Frauen in Tracht vor einer Hütte musizieren an Gitarre und Ziehharmonika

Das Freilichtmuseum Glentleiten zwischen Murnau und dem Kochelsee lädt am Muttertag zum Zuhören, Mitsingen und Mittanzen ein. Über 20 Volksmusikgruppen aus ganz Oberbayern haben sich angekündigt und musizieren in und um die historischen Gebäude. Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern informiert über seine Arbeit und bei einem Quiz können Mütter, Kinder und die ganze Familie ihr Volksmusik-Wissen unter Beweis stellen.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, Beginn: 11:00 Uhr mit einem Gottesdienst

Wo?
Freilichtmuseum Glentleiten
An der Glentleiten 4
D-82439 Großweil

Was kostet's?
Für Museumsbesucher ist die Teilnahme am Tag der Volksmusik kostenlos.
Das sind die Eintrittspreise:
Erwachsene: 7,00 Euro
Kinder und Jugendliche (6 bis 15 Jahre): 2,00 Euro
Kinder bis 5 Jahre frei
Familienkarte (2 Erwachsene mit Kindern bis 15 Jahre): 14,00 Euro

Unser Grüß Gott-Tipp
Es darf laut mitgesungen werden: Um 14:00 und 16:00 Uhr lädt Sie das Volksmusikarchiv Oberbayern zum gemeinsamen Singen ein.

Wellnesstag in der Therme Bad Wörishofen

Frau mit Sonnenhut und Bikini auf einer Sonnenliege mit Palmen im Hintergrund

Ein richtiges Verwöhnprogramm erwartet die Mütter (und Töchter über 16) in der Therme Bad Wörishofen. Bei Südseeatmosphäre können Sie entspannte Wellness- und  Beautyspecials genießen. Anschließend überrascht Sie die riesige Saunalandschaft mit der duftenden Aufgusskreation "Backe backe Zitronenkuchen".

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, 9:00-22:00 Uhr

Wo?
THERME Bad Wörishofen GmbH
Thermenallee 1
D-86825 Bad Wörishofen

Was kostet's?
2 Stunden: 25,00 Euro (mit Sauna-Nutzung: 30,00 Euro)
4 Stunden: 31,00 Euro (mit Sauna-Nutzung: 36,00 Euro)
Tageskarte: 40,00 Euro (mit Sauna-Nutzung: 45,00 Euro)

Unser Grüß Gott-Tipp
Alle Mütter erhalten an ihrem Ehrentag einen Gutschein für einen Prosecco im Thermenparadies und dem Vitalbad oder ein kleines Eis im Sport- und Familienbad blueFUN.

Alphörner, Sekt und Erdbeerkuchen auf der Kampenwand

Vier Alphornbläser vor einer Hütte

Hoch oben auf der Kampenwand spielen die Alphornbläser den Müttern ein Ständchen zu ihrem Ehrentag. Und auch für die kulinarische Verwöhnung ist an der SonnenAlm gesorgt: am 12. Mai ist Erdbeer-Muttertag beim Berg-Brunch.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, ab 10:00 Uhr

Wo?
Kampenwandseilbahn GmbH
An der Bergbahn 8
D-83229 Aschau im Chiemgau

Was kostet's?
Berg- und Talfahrt für Erwachsene: 20,00 Euro
Berg- und Talfahrt für Kinder (bis 15 Jahre): 10,00 Euro
Kinder unter 5 Jahren erhalten eine freie Berg- und Talfahrt

Unser Grüß Gott-Tipp
Von der Kampenwand haben Sie eine faszinierende Aussicht auf das Voralpenland und den schimmernden Chiemsee. Das lässt sich am besten auf dem Panoramaweg von der Bergstation zur Steinlingsalm genießen.

Abenteuer im skywalk allgäu Naturerlebnispark

Baumwipfelpfad im Wald mit Ausblick auf das Allgäu

Ein tolles Muttertagsgeschenk ist der traumhafte Panoramablick über das Allgäu von den höchsten Baumwipfeln herab. Den können Sie im skywalk allgäu Naturerlebnispark erleben. Auf über 40 Metern Höhe führt der Baumwipfelpfad Sie durch den Wald. Ein Gefühl, als würden Sie durch den Himmel laufen. Jede Mutter, die am Muttertag von mindestens einem ihrer Kinder begleitet wird, erhält freien Eintritt.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, 10:00-18:00 Uhr

Wo?
skywalk allgäu Naturerlebnispark
Oberschwenden 25
D-88175 Scheidegg

Was kostet's?
Erwachsene: 11,00 Euro
Kinder ab 1 Meter Größe (bis 17 Jahre): 8,90 Euro
Kinder, die kleiner sind als 1 Meter, haben freien Eintritt

Unser Grüß Gott-Tipp
Im skywalk allgäu macht Natur der ganzen Familie Spaß. Neben dem Baumwipfelpfad erwartet Sie ein Naturerlebnispfad für Entdecker, ein Barfußpfad und ein Abenteuerspielplatz.

Berg- und Talfahrt mit der Imberg- oder Hündlebahn, Oberstaufen

Zwei Seilbahnen bei der Auf- und Abfahrt auf einen Berg im Allgäu

Das beste Ausflugsziel für eine Familienwanderung am Muttertag sind die beiden Hausberge von Oberstaufen im Allgäu. Jede Mutter, die von einem ihrer Kinder begleitet wird, erhält eine freie Berg- und Talfahrt mit einer der Bergbahnen. Nun müssen Sie sich nur noch entscheiden, ob Sie lieber auf dem Hündle oder auf dem Imberg wandern wollen.

Wann?
Sonntag, 12. Mai 2019, 09:00-16:30 Uhr

Wo?
Hündle GmbH & Co. KG
Hinterstaufen 10
D-87534 Oberstaufen

Imbergbahn & Skiarena Steibis GmbH & Co. KG
In der Au 19
D-87534 Oberstaufen

Was kostet's?
Berg- und Talfahrt für Erwachsene: 15,50 Euro
Kinder und Jugendliche (16-17 Jahre): 12,50 Euro
Kinder unter 16 Jahre: 9,00 Euro

Unser Grüß Gott-Tipp
Beide Berge haben ihren besonderen Reiz. Der Hündle ist vor allem für Kinder ein Paradies. Mit Sommerrodelbahn, Minigolf, Kleintiergehege und Bungeetrampolin wird das Wandern bestimmt nicht langweilig.
Das Highlight auf dem Imberg ist der Wald-Hochseilgarten mit unterschiedlich schwierigen Parcours, der täglich von 11:00 bis 16:00 Uhr geöffnet ist.

Text und Recherche: Simone Zwikirsch

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Eine rechte Rauferei

Hundstoa-Ranggeln

Eine rechte Rauferei

Hundstoa-Ranggeln – Zwei Männer ranggeln miteinander
Jedes Jahr nach Jakobi treffen sich auf dem Hundstein im Pinzgau die stärksten Männer der ganzen Gegend, um beim Hundstoa-Ranggeln ihre Kräfte zu messen. So wie früher, als auf den Bergen die Senner um ihre Almgrenzen rauften.

Morgens um halb sieben, wenn das Steinerne Meer, dieser mächtige Gebirgszug hinter Maria Alm, die ersten Strahlen der Morgensonne reflektiert und das Salzburger Land erwacht, beginnt der Fußmarsch nach oben.

Von allen Seiten steigen sie dann hinauf, um rechtzeitig um zehn Uhr den Gipfel des Hundsteins zu erreichen, den höchsten Grasgipfel im Pinzgau, der so abgelegen ist, dass kein Weg hinauf weniger als drei Stunden dauert. Außer man fährt mit der Seilbahn oder dem Auto nach oben, was auch geht, aber nicht zum Brauchtum passt.

Heute gehört das Hundstoa-Ranggeln zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Es ist der Sonntag nach Jakobi und an diesem Tag findet hier auf 2117 Meter Höhe die älteste Sportveranstaltung im ganzen Salzburger Land statt: das Hundstoa-Ranggeln, das 2010 ins nationale Verzeichnis des UNESCO-Weltkulturerbes Österreichs aufgenommen wurde.

Seit mindestens 500 Jahren gibt es dieses Kräftemessen. Im Jahr 1518 wurde es zum ersten Mal urkundlich in einer Erlaubnis des Erzbischofs erwähnt. Damals ging es unter den Sennern der Gegend darum, ihre Almgrenzen fürs nächste Jahr zu verteidigen. Der Sieger durfte sich die ergiebigsten Weidegründe für sein Vieh aussuchen.

Hundstoa-Ranggeln – Bergpanorama im Pongau mit Wanderern

Der Aufstieg bis zur Naturarena am Gipfel des Hundsteins dauert etwa 3 Stunden.

Um zehn ist oben auf dem Hundstein unterhalb des Statzerhauses eine Bergmesse, und der Pfarrer erinnert in seiner Predigt daran, fair zu sein, Sportsgeist walten zu lassen und dem Herrn dafür zu danken, dass man ranggeln darf.

Die Ranggler horchen andächtig zu, und so mancher lockert während des Vaterunsers bereits seine Schultern. Verspannte Schultern sind beim Ranggeln eine Katastrophe, wie überhaupt nur einer in den Ring steigen sollte, der keine Gebrechen hat. Denn die Gegner sind stark und wittern jede Schwachstelle beim anderen als Chance.

VIERBERGELAUF – Es ist die wohl härteste Wallfahrt im Alpenland: der Vierbergelauf in Kärnten. 52 Kilometer auf und ab, ein Fußmarsch von Mitternacht fast bis zum Abend, bei Wind und Wetter. So plagen sich die Pilger seit Jahrhunderten.

Wer es schafft, seine Gegner auf den Rücken zu zwingen, wird Hagmoar.

Ranggler sind sogenannte Hosenrecker, deren Ziel es ist, möglichst viele Gegner am Boden auf den Rücken zu zwingen. Für den Laien sieht die „Rangelei“ ein bisschen aus wie eine Mischung aus Judo und Ringen.

Wer es schafft, die Schulterblätter aller anderen ins Gras zu drücken, ist am Ende des Tages der Hagmoar. Das Wort setzt sich zusammen aus „Hag“, was soviel wie „eingehegte Siedlung jenseits der Almgrenze“ bedeutet, und Moar, was mit „Meister“ übersetzt werden kann. Also ist ein Hagmoar ein Anführer, der über sein eigenes Land hinaus von Bedeutung ist.

Hundstoa-Ranggeln – Vor dem Ranggeln findet ein Gottesdienst statt

Im Gottesdienst erinnert der Pfarrer alle Teilnehmer daran, fair zu sein und Sportsgeist walten zu lassen.

Pfarrer Klaus Laireiter aus Eben packt nach dem Gottesdienst seinen Altar zusammen. „Das Ranggeln“, sagt er, „ist eine ernste sportliche Herausforderung, bei der es nicht nur auf Geschick und eine gute Taktik ankommt, sondern auch auf Menschenkenntnis und die Kunst, seine Kraft richtig einteilen zu können.“

Er muss es wissen, denn er ist der erste Pfarrer, der es in der langen Geschichte des Ranggelns geschafft hat, zuerst die Messe zu lesen und anschließend Hagmoar zu werden.

Sogar ein Pfarrer ranggelte schon mal mit – und gewann.

Das war im Jahr 1978 und er war gerade zum Priester im Orden der Steyler Missionare geweiht worden. Trotzdem ließ er es sich aber nicht nehmen zu ranggeln, nachdem er 11 Jahre zuvor schon Jugendmeister und später fünf Jahre lang niederösterreichischer Landesmeister im Judo geworden war.

„Da gab es für mich gar keine Diskussion“, erzählt er, „ ich habe einfach das Messgewand abgelegt und bin in die Ranggler-Kleidung geschlüpft, die Pfoad.“ Diese ist weiß und wird aus festem Leinen genäht, so dass sie nicht reißt, wenn der Gegner daran zerrt. Um den Bauch ist ein lederner Gürtel geschnürt.

„Das Faszinierende am Kampfsport ist für mich, dass der Mensch in seinem Leben immer nach Auseinandersetzungen sucht“, so der Geistliche. „Ich persönlich brauche die körperliche Herausforderung. Man darf Gegner sein, aber nicht Feind. Das sage ich auch in all meinen Predigten.“

Unter den Hundstoa-Rangglern ist der Pfarrer eine Legende. Einer aus Taxenbach, der 1978 gegen ihn verloren hat, sagte hinterher zu seiner Mutter: „Stell dir vor, jetzt hat mich ein Pfarrer aufs Kreuz gelegt.“

Nach der Messe ranggelt die Jugend, danach geht es um den Titel des Hagmoars.

Aufs Kreuz gelegt wird auf der Wiese gerade auch der achtjährige Daniel. Sein Gegner, der etwas kräftigere Michael, befördert ihn bereits nach 15 Sekunden über die Schulter auf den Rücken, was zum sofortigen Ende des Kampfes führt. Wenn es keiner schafft, den anderen innerhalb von fünf Minuten zu besiegen – bei den Erwachsenen sind‘s sechs Minuten – sind beide ausgeschieden.

Der 16-jährige Philipp Holzer aus Matrei vom Großglockner in Osttirol verschwendet daran keinen Gedanken. „Ich möchte in meiner Altersklasse siegen“, sagt er, während er sich am oberen Rand der Naturarena aufwärmt und seinen Vereinskameraden mal über die Schulter wirft oder mit einem geschickten Hebel auf den Boden zwingt. Als wäre es ein Spiel.

Hundstoa-Ranggeln – Drei Alphornbläser mit Instrumenten
Auf dem Hundstein herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, dafür sorgen auch die Alphornbläser.

Hundstoa-Ranggeln – Zwei Kinder beim Ranggeln auf der Wiese
Auch die Kinder tragen die „Pfoad“, die Ranggler-Kleidung. Sie ist weiß und aus festem Leinen. Um den Bauch ist ein lederner Gürtel geschnürt.

Hundstao-Ranggeln – Zuschauer sitzen im Gras
Bis zu 3.000 Zuschauer zieht das Hundstoa-Ranggeln jährlich auf den Gipfel.

Später, bei den echten Wettkämpfen, geht es durchaus ernst zur Sache. Da beobachten sich die Gegner, nähern sich vorsichtig und versuchen schließlich, die Schulter des anderen zu packen. Wer es danach schafft, sein Bein so zwischen das des Gegners zu zwängen, dass dieser darüber fällt, hat schon fast gewonnen.

Und Philipp gewinnt eine Runde nach der anderen. Am Ende sind es nur noch zwei Buben, die gegeneinander ranggeln und eine Dame, die auf der Wiese eine Bratwurst isst, sagt: „Der“, sie meint den Philipp, „gewinnt bestimmt, der ist ja Jugendstaatsmeister.“

Schiedsrichter sorgen dafür, dass bei der Rauferei alles ehrlich zugeht.

Derweil achten die Haupt- und Seitenschiedsrichter genau darauf, dass es zu keinen Fehlentscheidungen kommt, weil solche früher oft zu wilden Raufereien unter den Zuschauern geführt haben. Heute geht es ziviler zu. Keine einzige Entscheidung der Unparteiischen wird angezweifelt und am Ende einer Ranggelrunde liegen sich die Gegner meist freundschaftlich in den Armen.

Hundstoa-Ranggeln – Die Naturarena im Freien mit zwei Rangglern, Schiedsrichter und Zuschauer

Auch, wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussieht: Das Hundstoa-Ranggeln ist ein friedliches Kräftemessen mit fairen Regeln.

So auch Philipp und sein Kontrahent, nachdem Philipp tatsächlich in gut 30 Sekunden gewonnen hat, weil sein erster Versuch eines Beinhebels sofort funktionierte.

„Auf dem Hundstein zu kämpfen ist für mich jedes Jahr der Höhepunkt der Saison“, sagt er, „sonst ranggeln wir meistens auf irgendwelchen Fußballfeldern oder auf Matten in Turnhallen, aber hier heroben ist die Atmosphäre einfach einzigartig.“

FRECHE BIOUNTERWÄSCHE - Obacht: Wenn Ihnen die Berge heilig sind, sollten Sie das hier nicht lesen. Denn die Unterwäsche von Angela Thiel und Renate Wohlfart verursacht freche Hintergedanken.

Ob er irgendwann Hagmoar werden will? „Geht leider nicht“ bedauert er, „denn ich bin ja kein Salzburger. Am Kampf um den Hagmoar dürfen nur die Einheimischen teilnehmen.“

Deshalb ist Philipp nur Zuschauer jetzt, kurz nach 13 Uhr am Nachmittag, wenn es um alles geht. Um die Ehre. Um den Stolz. Um den Titel. „Wer einmal Hagmoar geworden ist“, sagt der 83-jährige Mattei aus Zell am See, „der vergisst diesen Moment des Triumphes sein ganzes Leben lang nicht mehr. Dann ist er der Größte, der Held vom Hundstein.“

Hundstoa-Ranggeln – Zwei Männer ranggeln miteinander auf der Wiese

Beim Kampf um den Hagmoar geht es um die Ehre, den Stolz, den Titel: um alles.

Oben im Statzerhaus, gleich neben dem Gipfelkreuz, sitzt unterdessen Günther Heim, der 30 Jahre Obmann der Salzburger Ranggler und sogar mal Hagmoar war. Zwar werde hier am Berg seit über 500 Jahren gekämpft, sagt er, der Sport selber sei aber noch viel älter.

Erste Hinweise auf das Ranggeln finden sich demnach auf einer Schwertscheide aus einem keltischen Grab in Hallstatt. „Daher wissen wir etwa seit dem Jahr 2000, dass das Spektakel nicht aus dem Mittelalter stammt, sondern bereits von den Kelten vor 2500 Jahren in dieser Gegend veranstaltet wurde“, so der Historiker.

Ein kleiner Fehler, ein Stolperer – das reicht schon, um auszuscheiden.

In der Arena walten unterdessen rohe Kräfte, wobei keiner einen Fehler machen will, denn ein unachtsamer Moment reicht, nur eine kleine Bodenunebenheit, über die man stolpert, um beim Ranggeln auszuscheiden. An diesem Sonntag treffen schon in der ersten Runde einige Favoriten aufeinander und scheiden durch Unentschieden aus, unter anderem der Vorjahressieger Hermann Höllwart, was zu kollektivem Groll führt.

Am Ende setzen sich fünf Ranggler durch. Und dann – was für ein Finale! Zwei Vereinskollegen vom Rangglerverein Taxenbach gegeneinander: Der muskulöse, groß gewachsene Christoph Mayer gegen den etwas kleineren, stämmigen Christian Pirchner.

Hundstoa-Ranggeln – Der Sieger Christoph Mayer jubelt

Wer alle seine Gegner besiegt hat, darf sich ein Jahr Hagmoar nennen.

Ein beherzter Kampf, in dem beide viel riskieren, aber keinem der entscheidende Wurf gelingt. Als die Schiedsrichter nach Ablauf der Zeit abpfeifen, steht fest: Christoph Mayer ist der neue Hagmoar, weil er im Laufe des Turniers einen Sieg mehr errungen hat.

„Am Ende braucht man einfach auch ein bisschen ein Glück“, sagt er, die Ehrenfahne in der Hand, „der Christian hätte es auch verdient gehabt, aber vielleicht schafft er es ja im nächsten Jahr.“ Dann, wenn am Hundstoa ein neuer Hagmoar ausgerauft wird.

Text: Peter Hummel • Fotos: Peter von Felbert

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Almabtrieb
Nach hundert Tagen auf den Bergweiden kehren die Kühe wieder in ihren Stall zurück. Ein Spektakel!
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Der Alpsommer geht zu Ende

Almabtrieb

Der Bergsommer im Alpenland geht zu Ende

Almabtrieb im Alpbachtal - Geschmückte Kühe werden von einem Mann und einem Jungen in Tracht ins Tal gebracht
Nach hundert Tagen auf den Bergweiden kehren die Kühe beim Almabtrieb wieder in ihren heimischen Stall zurück. Mit lautem Glockengebimmel, prächtig geschmückten Tieren und einem Fest: Ein Spektakel, das Sie sich ansehen sollten!

Kreuze, Sinnsprüche und Wappen kunstvoll verziert mit Latschenkiefern, Silberdisteln, Blumen und bunten Bändern schmücken die Stirn der Kühe am Tag des Almabtriebs. Das Vieh, das den Sommer über die saftigen Bergweiden und frischen Kräuter genossen hat, kehrt nun von der Alm zurück ins Tal in die heimischen Ställe.

Der Almabtrieb ist im ganzen Alpenland ein fester Bestandteil des Brauchtums. Je nach Region wird er allerdings ganz unterschiedlich genannt. Im Allgäu sprechen die Menschen von der Viehscheid, in der Schweiz sagt man Alpabzug oder Alpabfahrt, in anderen Gegenden wird wiederum vom Alpabtrieb oder von der Hoamfahrt gesprochen.

Zurück aus der Sommerfrische

Nach etwa hundert Tagen auf der Hochweide kehren die Kühe zwischen Anfang September und Anfang Oktober zurück in ihren Winterstall. Die Termine für den Almabtrieb orientieren sich meistens an der Wetterlage und daran, wann das Gras auf der Alm aufhört zu wachsen. In manchen Orten findet der Abtrieb immer traditionell am gleichen Tag statt.

Almabtrieb Achensee – Geschmückte Kühe vor dem Achensee mit Bergpanorama

Beim Almabtrieb am Achensee am 20. September 2019 ziehen die Kühe von der Gramai-Alm im Naturpark Karwendel ins Tal nach Pertisau. Musik, leckeres Essen und gute Unterhaltung begleiten diesen Festtag.
Almabtrieb in Mayrhofen im Zillertal – Geschmückte Kühe

Auch in Mayrhofen im Zillertal werden am 5. Oktober 2019 die prächtig geschmückten Kühe im Ortszentrum zurückerwartet. Zudem gibt es ein großes Rahmenprogramm mit Musik.

Ist der Sommer auf der Alm gut verlaufen und haben sowohl Hirte als auch Herde die Zeit unbeschadet ohne Krankheit und Unglück überstanden, ist das ein Grund, dankbar zu sein. Dann werden die Kühe von den Bauern herausgeputzt und festlich für den Abstieg ins Dorf geschmückt.

Bis zu 15 kg wiegen der farbenfrohe Kopfschmuck und die riesigen Kuhglocken und Schellen, die schon von Weitem zu hören sind und böse Dämonen vom Abstiegsweg vertreiben sollen. Zum Aufbinden der Verzierungen braucht es viele geübte Hände.

Ein bunter Umzug ins Tal

Vielerorts wird eine Leitkuh bestimmt, die allen voran die Herde ins Tal herabführt und besonders prächtig ausstaffiert wird. In Österreich, in den meisten Gegenden in Bayern und in der Schweiz werden alle Tiere der Herde geschmückt, während im Allgäu nur die Leitkuh aufs Beste ausgestattet wird.

Hirten und ihre Helfer, die das Vieh bis ins Tal begleiten, tragen an diesem Festtag oft die traditionelle Tracht der jeweiligen Region mit Lederhose, Hemd und Hut, an den häufig Gebirgsblumen gesteckt sind.

 

Aber nicht nur die Kühe kehren nach dem Bergsommer ins Tal zurück, sondern auch Schafe und Ziegen, die den Sommer auf der Alm verbracht haben, werden bei Almabtrieben zurück in ihre heimischen Ställe gebracht.

Einer der größten Schafabtriebe im Alpenland ist der Tarrenzer Schafschied in Tirol, der heuer am 10. September stattfindet. Rund 1.000 Schafe und Lämmer werden dann in der Gemeinde zurückerwartet und überschwemmen die Straßen des Ortes geradezu wie eine weiße Welle.

Der Tag des Almabtriebs wird in den meisten Orten groß gefeiert und gleicht oft einem Volksfest. Das gesamte Dorf und auch viele Gäste feiern dann gemeinsam bei zünftiger Musik, geselligem Tanz, typischen regionalen Speisen und einer gemütlichen Maß Bier die Rückehr der Tiere von den Bergweiden. Je nach Region gilt der Almabtrieb sogar als Feiertag, an dem die Kinder schulfrei bekommen, wie zum Beispiel in Bad Hindelang im Allgäu.

Sind die Kühe im Dorf angekommen, ziehen sie mit lautem Glockengeläut und klappernden Hufen zum Viehscheidplatz, an dem die Herde getrennt wird und die Tiere wieder ihren Besitzern übergeben werden. Ein riesiges Spektakel! Dann ist für die Kühe die Sommerfrische erstmal vorbei – bis zum Almauftrieb im nächsten Sommer!


Der Almabtrieb über den Königssee ist ein ganz besonderes Erlebnis. Zu sehen jedes Jahr Anfang Oktober.

Termine 2019:
Almabtrieb, Viehscheid und Alpabzug

Oberösterreich

14. Sep: Moosalm, 12:30 bis 20:00 Uhr
21. Sep: Plankensteinalm, ab 9:00 Uhr
05./06. Okt: St. Wolfgang im Salzkammergut, Sa 10:00 bis 19:00 Uhr, So 11:00 bis 17:00 Uhr

Salzburger Land

31. Aug: Großglockner-Zellersee, 12:00 bis 23:00 Uhr
07. Sep: Thumersbach, ab 11:00 Uhr
07. Sep: St. Martin bei Lofer, ab 11:00 Uhr
21. Sep: Maishofen, ab 12:00 Uhr

Tirol

08. Sep: Tarrenz, (Schafabtrieb)
20. Sep: Pertisau, ab 11:00 Uhr
21. Sep: Tannheim, ab 11:00 Uhr
21. Sep: Kufstein, ab 10:30 Uhr
21. Sep: Söll, ab 10:00 Uhr
21./28. Sep: Reith im Alpbachtal, 10:00 bis 17:00 Uhr
28. Sep: Hopfgarten im Brixental
05. Okt: Mayrhofen, 10:00 Uhr

Vorarlberg

14. Sept: Silbertal, 12:00 bis 14:00 Uhr
14. Sept: Schwarzenberg, 8:00 bis 18:00 Uhr
19. Sept: Riezlern Kleinwalsertal, 8:15 Uhr

Kärnten

14. Sep: Bad Kleinkirchheim, ab 10:30 Uhr
21. Sep: Mallnitz, ab 8:30 Uhr

Steiermark

01. Sep: Waldbach-Mönichwald
21. Sep: Ramsau am Dachstein, ab 9:00 Uhr
28. Sep: Schönberg-Lachtal, ab 9:00 Uhr

Bayern

31. Aug: Mittenwald, ab 11:00 Uhr (Ziegenabtrieb)
07. Sep: Mittenwald, ab 12:00 Uhr (Schafabtrieb)
11. Sep: Bad Hindelang, ab 8:30 Uhr
13. Sep: Oberstdorf, ab ca. 8:30 Uhr
13. Sep: Oberstaufen, ab ca. 8:30 Uhr
14. Sep: Pfronten-Heitlern
14. Sep: Krün, ab ca. 11:00 Uhr
14. Sep: Seeg
15. Sep: Mittenwald, ab 11:00 Uhr (Rinderabtrieb)
17. Sep: Gunzesried, ab 9:00 Uhr
21. Sep: Immenstadt, ab 9:00 Uhr
21. Sep: Obermaiselstein, ab ca. 9:00 Uhr
im September: Haldenwang
Ende September: Sachrang
Anfang Oktober: Königsee

Schweiz

im September: St. Stephan
im September: Flims Dorf

Südtirol

08. Sep: Wolkenstein Langental, 10:00 bis 18:00 Uhr
08. Sep: Kurzras (Schafabtrieb)
28. Sep: Meransen
05. Okt: Terenten, ab 10:00 Uhr
06. Okt: Kastelruth, ab 10:00 Uhr

Kurzfristige Absagen oder Verschiebungen der Almabtriebe sind möglich, die Termine und Zeiten sind ohne Gewähr. Am besten informieren Sie sich bei den jeweiligen Touristenbüros vor Ort.

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Ein Wald im Fußballstadion

Ein Wald im Fußballstadion

Das größte Kunstprojekt Österreichs

Max Peintners Bleistiftzeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“
Was in diesem Herbst im Klagenfurt geschieht, hat die Welt noch nicht gesehen: Da wird ein ganzer Wald gepflanzt – mitten im Wörthersee-Stadion

 

Dieses Bild geht ihm seit dreißig Jahren nicht mehr aus dem Kopf: das Bild des Waldes, der in einem Stadion steht. Als der Schweizer Klaus Littmann die Bleistiftzeichnung mit dem Titel „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ entdeckte, war es um ihn geschehen.

Geschaffen hatte diese Vision einst der Österreicher Max Peintner. Und nun will Klaus Littmann daraus Wirklichkeit machen – eine noch nie dagewesene Kunstintervention. Littmann hat an der Düsseldorfer Kunstakademie unter anderem bei Joseph Beuys studiert und sich über die Jahre international einen Namen als Initiator und Organisator von Einzel- und Gruppenausstellungen gemacht.

Aber „das Projekt ‚For Forest‘ kann man tatsächlich als mein Lebensprojekt bezeichnen“, sagt er.

Modell des mit Bäumen bepflanzten Wörthersee-Stadions in Klagenfurt
Es wird die größte Kunstinstalltion Österreichs: Statt auf den Fußballrasen blicken die Zuschauer auf einen Mischwald

 

Allein die Planung dauerte sechs Jahre. Und im Herbst ist es endlich so weit: Vom 9. September bis 27. Oktober wird der Wald im Kärntner Wörthersee-Stadion in Klagenfurt zu bestaunen sein.

300 ausgewachsene Bäume wachsen dann dort, wo sonst die Spielfläche ist: ein einheimischer, mitteleuropäischer Mischwald. „Von den Rängen aus können die Zuschauer das Baumspektakel Tag und Nacht, bei Natur- oder Flutlicht im Stadion, bestaunen“, freut sich der Künstler. „Dieses Bild ist so spektakulär, dass es um die Welt gehen wird.“

Die Künstler Max Peintner und Klaus Littmann vor Ort im Klagenfurter Stadion
Zwei Visionäre: Max Peintner zeichnete seine Idee Anfang der 70er-Jahre, Klaus Littmann will sie nun 2019 in die Tat umsetzen

 

Immerhin ist „For Forest“ das bisher größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum in Österreich. Littmann versteht sein Projekt auch als Mahnmal dafür, dass die Selbstverständlichkeit der Natur eines Tages nur noch in ihr speziell zugewiesenen Gefäßen zu bestaunen sein könnte – so wie das bereits heute etwa mit Tieren im Zoo der Fall ist.

Besonders stolz ist Littmann darauf, dass für seine Installation kein Steuergeld, keine öffentlichen Mittel und keine Förderungen benötigt werden: Das Geld kommt aus Baumpatenschaften von Privatleuten und Institutionen, aus Sachleistungen von Firmen und von Gönnern, die das Projekt finanziell unterstützen.

Im September und Oktober, während die Installation läuft, wird es über die ganze Stadt verteilt unzählige Veranstaltungen zum Thema Umwelt und Natur geben. Daran beteiligen sich das Museum Moderner Kunst Kärntens, die Stadtgalerie, das Architekturhaus Kärnten, das Stadttheater und das Wulfenia-Kino. Zudem gibt es literarische Veranstaltungen.

Auch nach dem Projekt soll der Wald weiter gedeihen: Als Geschenk an die Stadt Klagenfurt wird er in die Umgebung des Wörthersee-Stadions verpflanzt.


Kunstaktion „For Forest“

9. September bis 27. Oktober 2019 • täglich von 10 bis 22 Uhr • freier Eintritt
Wörthersee Stadion • Südring 207 • 9020 Klagenfurt am Wörthersee
www.forforest.net

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Flammende Feste Kopieren

Johannisfeuer

Flammende Feste auf Berggipfeln und in Dörfern

Johannisfeuer - Ein großes Johannisfeuer brennt und erleuchtet den Nachthimmel
Am 24. Juni feiert das Alpenland das Johannisfest: Große Johannisfeuer lodern auf, es gibt Musik, Tanz und Bier. Woher kommt diese Tradition?

 

Ein Sprung über die Glut des Johannisfeuers soll vor Krankheiten schützen, ein Sprung Hand in Hand mit dem Geliebten für langanhaltende Liebe und baldige Heirat sorgen. Die Asche des Johannisfeuers soll das Feld vor Hagel und Unwetter bewahren, das bloße Hineinschauen in die glühenden Flammen Glück bringen.

Sie sehen schon, um kaum einen anderen Tag im Jahresverlauf ranken sich so viele abergläubische Motive und Rituale, wie um die Sommersonnenwende und den Johannistag. Aber was hat denn nun der Johannistag mit der Sommersonnenwende zu tun?

Sonnwendfeuer oder Johannisfeuer?

Rund um die Sommersonnenwende gibt es zwei Feste. Das eine Fest ist die Sonnwendfeier selbst, der kalendarische Sommeranfang am 21. Juni. Der längste Tag trifft auf die kürzeste Nacht.

Das andere Fest ist der Johannistag, der christliche Gedenktag des heiligen Johannes des Täufers am 24. Juni.

Diese beiden Brauchtermine sind streng genommen eigentlich zwei verschiedene Feste. „Im Laufe der Jahrhunderte sind sie aber so miteinander verschmolzen, dass sie heute oft als Synonym verwendet werden“, erklärt Brauchtumsexperte Michael Ritter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege.

Daher kommt es auch, dass es heute keinen verbindlichen Termin für das Fest gibt. „Mancherorts finden die Sonnwendfeiern am 21. Juni statt, mancherorts am 24. Juni, aber auch in den Tagen dazwischen, danach oder davor“, sagt Michael Ritter.

Johannisfeuer - Ausblick von Ehrwald auf die Bergfeuer in der Tiroler Zugspitzarena
Ende Juni ist es wieder soweit: Von Ehrwald aus haben Sie einen beeindruckenden Blick auf die Bergfeuer in der Tiroler Zugspitzarena

Anfangs wurden Sonnwendfeuer vor allem auf Marktplätzen entzündet. Wegen großen Bränden sind sie dort aber schnell verboten worden. So wanderten sie in ländliche Regionen und wurden dort zu einem bäuerlichen Brauch.

Dass der Johannistag für Bauern eine wichtige Rolle spielte, zeigen auch alte Bauernregeln: „Vor Johanni bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen“ oder „Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm“. Denn vor dem Johannistag war für das wachsende Getreide Regen sehr wichtig. Wenn das Getreide dann aber nach dem Johannistag reifte, drohte bei Regen die Gefahr, dass Halme umknickten oder gar schimmelten.

Johannisfeuer im Alpenland

„Johannisfeuer wurden oft auf Anhöhen oder Bergspitzen errichtet, um weit ins Land hineinzuleuchten", erklärt Michael Ritter. Viele Menschen sollten das Feuer sehen, der Rauch weit über die Felder ziehen und damit Mensch und Natur vor Unheil bewahren.

Auch im Alpenland, in Bayern, Österreich und Südtirol, waren und sind auch heute noch Johannisfeuer sehr weit verbreitet. Zum Beispiel wird in der Tiroler Zugspitzarena die Sommersonnenwende mit spektakulären Feuermotiven gefeiert. Mehr als 300 Bergfeuer erleuchten dann die imposante Bergkulisse rund um den Talkessel Ehrwald-Lermoos-Biberwier. Die dort stattfindenden Bergfeuer zählen sogar seit dem Jahr 2010 zum immateriellen UNESCO Kulturerbe.

Johannisfeuer - Ein Feuermotiv leuchtet auf dem Berg
Neben Kreuzen, Herzen oder betenden Händen werden auch moderne Motive präsentiert – vor ein par Jahren war auch Bambi mit dabei

 

Die Sommersonnenwende ist ein Ereignis, das bis in die vorchristliche Zeit zurückverfolgt werden kann. „Sie war den Menschen sehr wohl als einschneidendes Ereignis bekannt“, erklärt Michael Ritter. Die Gesetzmäßigkeiten der Natur zu kennen war damals existentiell notwendig, denn ein Großteil der Menschen war von der Natur abhängig.

Wie Frühkulturen die Sommersonnenwende allerdings feierten, ob mit Feuer oder ohne, weiß man heute nicht.

Sonnwendfeiern werden zu Johannisfesten

Im Zuge der Christianisierung wurden die Sonnwendfeiern dann zu Johannisfesten und so mit einer religiösen Bedeutung versehen. „Der Feuerbrauch zum Johannisfest hat sich im 4. und 5. Jahrhundert in Zusammenhang mit der christlichen Überlieferung aus dem Balkanraum bei uns ausgebreitet“, erklärt Michael Ritter.

Denn die Feuer, die am Johannistag entzündet wurden, sind eine christliche Symbolik für das Licht der Welt, das dem heiligen Johannes in Gestalt von Jesus folgen wird.

In der Bibel heißt es, dass der heilige Johannes sechs Monate älter ist als Jesus. Gehen wir vom 24. Dezember also sechs Monate zurück, kommen wir auf den 24. Juni, den Tag der früheren Sommersonnenwende und damit dem Johannistag.

Übrigens: Erst als im 16. Jahrhundert der Julianische vom Gregorianischen Kalender abgelöst wurde, verrutschte der Tag der Sommersonnenwende vom 24. auf den 21. Juni.

DER GRUSS „GRÜSS GOTT“ – Für fremde Ohren klingt „Grüß Gott“ schon ein bisserl seltsam. Dabei ist dieser alte Gruß im Alpenland so selbstverständlich, dass wir uns hier nur selten fragen: Was genau bedeutet „Grüß Gott“ eigentlich?

Im 19. Jahrhundert wurde das bis dahin religiös geprägte Johannisfest dann wieder uminterpretiert. Mit dem aufkommenden Nationalismus wurden dem Johannisfeuer germanische Wurzeln angedichtet und eine nationale Färbung verpasst. Später nutzten auch die Nationalsozialisten Sonnwendfeuer für ihre ideologischen Zwecke.

Nach Kriegsende verschwanden die Johannisfeuer dann fast gänzlich aus der Bundesrepublik Deutschland. Erst in den 70er Jahren flammten dann vielerorts die Sonnwendfeuer wieder auf.

Johannisfeuer mit Eventcharakter

Heutzutage veranstalten oft Burschen-, Sport- oder Schützenvereine die Feste rund um den 21. oder 24. Juni. Die religiösen Motive sind dabei meist in den Hintergrund gerückt. In vielen Gemeinden zählt heute vor allem die Geselligkeit, das Beisammensein bei Musik und Tanz mit Bier und kulinarischer Verpflegung. „Es hat Eventcharakter“, sagt Michael Ritter.

Und egal, ob Sie es jetzt Johannis-, Sonnwend- oder Bergfeuer nennen: „Das Fest hat mehr als jeder andere Brauch im Laufe seiner Geschichte unglaublich viele Umdeutungen erfahren“, erklärt Michael Ritter – genau das macht die Besonderheit aus.

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„Verschon mein Haus, zünd and’re an“

Heiliger Florian

„Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd and’re an“

Heiliger Florian - Floriansstuatue vor dem Chorherrenstift St. Florian
Der Schutzpatron der Feuerwehrleute ist zwar weit über das Alpenland hinaus bekannt, doch nirgendwo wird dieser Volksheilige mehr verehrt als hier. Schließlich war der Heilige Florian ein waschechter Österreicher.

 

Es war kurz nach Mitternacht am 7. August 1670, als die Grazer Bürger vom Schlaf aufschreckten. In der Sackstraße wütete eine „erschröckliche“ Feuersbrunst, schnell fraßen sich die Flammen von Haus zu Haus und drohten die ganze Stadt zu verschlingen.

In ihrer Not flehten die Menschen zum heiligen Florian, dem Schutzpatron gegen Feuergefahren. Und wundersam wurden ihre Gebete erhört, die Brände schnell gelöscht. Zum Dank legten die Grazer Bürger ein Gelübde ab: Jedes Jahr um den 4. Mai herum, den Gedenktag des Heiligen, pilgern sie zur Florianikirche auf dem Florianiberg über ihrer Stadt. Und das bis heute.

Der heilige Florian ist der erste österreichische Heilige.

So wie in Graz wird der heilige Florian vielerorts verehrt. Weil er Städte, Dörfer, Häuser und Menschen bei Bränden beschützt habe, wurden ihm Kirchen und Altäre geweiht und Denkmäler errichtet. Sein Bild hängt in Herrgottswinkeln und prangt an Hauswänden.

Vor allem im Alpenland ist der Florian ein populärer Volksheiliger. Und ganz besonders in Österreich: Schließlich war Florian der erste österreichische Märtyrer.

7 große Brände im Alpenland

  • Eine alte Zeichnung des Stadtbrandes in Passau 1662

    Passau: Am 27. April 1662 brach gegen Mittag in der Dreiflüssestadt Passau ein verheerender Brand aus, der mindestens 200 Menschen das Leben kostete und 900 Häuser zerstörte.

  • Ein altes Gemälde des Kloster St. Jakob am Anger in München

    München: Am 13. Februar 1327 bricht im Münchener Kloster St. Jakob am Anger ein Feuer aus, das zwei Tage lang wütet und ein Drittel der Stadt zerstört.

  • Heiliger Florian - Stadtbrand im mittelalterlichen Isny

    Isny: Im Herbst 1631 zerstörte ein Brand im Allgäuer Isny beinahe die gesamte Stadt. 315 von 379 Bürgerhäusern sowie das Rathaus und die Pfarrkirche brannten ab, nachdem eine Bäckersmagd die Kontrolle über das Feuer in ihrem Ofen verlor.

  • Eine alte Zeichnung des Stadtplatzes in Traunstein vor dem großen Stadtbrand 1851

    Traunstein: In der Nacht von 25. auf 26. April 1851 wird das oberbayerische Traunstein von einer Feuersbrunst fast vollständig zerstört. Die Ursache soll Brandstiftung gewesen sein, ein Racheakt wegen der Verlegung eines Pfarrsitzes.

  • Ein altes Gemälde des Ringbrandes in Wien 1881

    Wien: Die Stadt Wien erlebte mehrere Stadtbrände, aber auch eine der schrecklichsten Brandkatastrophen des 19. Jahrhunderts. Bei einem Brand im Ringtheater fanden am 8. Dezember 1881 fast 400 Menschen den Tod. Als Reaktion darauf wurden auch international strenge Brandschutzmaßnahmen in Theatern eingeführt.

  • Ein altes Gemälde des Stadtbrandes in Linz

    Linz: In einem als Lazarett genutzten Teil des Linzer Schlosses bricht am 15. August 1800 ein Feuer aus, das einen Teil des Schlosses und große Teile der Linzer Altstadt niederbrennt. www.nordico.at

  • Zeichnung des Stiftbrandes Admont

    Stift Admont: Ein Brandstifter soll am 27. April 1865 den verheerenden Brand in der Marktgemeinde Admont in der Obersteiermark gelegt haben, der große Teile des Ortes und des Benediktinerstifts verwüstete.

Geboren wurde Florian vermutlich in Zeiselmauer bei Tulln an der Donau. Als Bub soll er mit beherztem Eingreifen und einem Schaff Wasser ein brennendes Haus gelöscht haben. Andere Quellen besagen, dass seine Gebete die Flammen erstickten. Wie auch immer: Die Tat machte den heiligen Florian später zum Schutzpatron der Feuerwehr, der Kaminkehrer und gegen Brandgefahren.

Weil Florian sich für seine Glaubensbrüder einsetzt, wird er selbst zum Tode verurteilt.

Doch bis dahin sollte es noch dauern. Zunächst wurde Florian Soldat bei den Römern, die damals Österreich beherrschten. Er brachte es bis zum Offizier und diente dem Statthalter Aquilinus als Amtsvorsteher. Nachdem er aus dem Dienst ausgeschieden war, lebte er im heutigen St. Pölten. Es war die Zeit des Kaisers Diokletian, in der die Christenverfolgung einen neuen Höhepunkt erreichte.

Als Florian erfährt, dass sein ehemaliger Dienstherr Aquilinus im heutigen Lorch vierzig Christen martern und einsperren lässt, begibt er sich zu ihm, um sich für seine Glaubensbrüder einzusetzen.

 
Doch er findet kein Gehör, im Gegenteil: Aquilinus verlangt nun auch von Florian, seinem Glauben abzuschwören. Weil der sich weigert, wird er verhaftet und gefoltert, man geißelt und knüppelt ihn, versengt seinen Körper mit glühenden Zangen und brennenden Fackeln. Doch Florian hält an seiner Treue zu Christus fest, selbst dann, als er zum Tode verurteilt wird.

Mit einem Mühlstein um den Hals ertrinkt Florian in der Enns.

Die Schergen des Aquilinus schleppen Florian an die Enns und schmeißen ihn mit einem Mühlstein um den Hals in den Fluss. Florian ertrinkt in den Fluten, aber sein Leichnam wird von den Wellen auf einen Felsen getragen. Ein Adler lässt sich daneben nieder und hält mit ausgebreiteten Flügeln Wache, bis Valeria, eine fromme Frau, den Toten auf ihren Ochsenkarren lädt, um ihn zu bestatten.

Auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte, als die Ochsen vor Durst zu verenden drohen, entspringt am Wegesrand unvermittelt eine Quelle, die bis heute fließt – der Floriansbrunnen bei Lorch. Über dem Grab des Heiligen steht heute das Augustiner-Chorherrenstift Sankt Florian. Dort, in der Nähe von Linz, ist in der Krypta noch der Mühlstein zu sehen, mit dem der Heilige Florian ertränkt worden sein soll.

Heiliger Florian - Aussenansicht des Chorherrenstifts St. Florian

Hier, im Chorherrenstift St. Florian bei Linz, liegt der erste österreichische Märtyrer begraben.

 
„Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd and’re an“ – so lautet die volkstümliche Bitte an den Heiligen. Dieser wenig fromme Wunsch ist heute als „Sankt-Florians-Prinzip“ bekannt, wenn einer seine Probleme nicht löst, sondern sie einfach auf andere abwälzt.

Doch ins Zwielicht gerät der heilige Flori dadurch keineswegs. Seine Schützlinge lassen nichts auf ihren Heiligen kommen, sondern erweisen ihm viel Ehr. In Oberösterreich haben die Kinder an seinem Gedenktag, dem 4. Mai, sogar schulfrei, der heilige Florian wurde nämlich 2004 zum zweiten Schutzpatron des Bundeslandes erwählt. Die Kaminkehrer und Schornsteinfeger feiern jährliche Florianifeiern und bei den Feuerwehren, deren Mitglieder auch als Florianijünger bekannt sind, geht ohne den Florian gar nichts. In Deutschland ist „Florian“ bundesweit der Funkrufname der Feuerwehren.

Immer, wenn von der Natur Unheil droht, wird der heilige Florian angefleht.

Die Leut, die Feuerwehren und die Kaminkehrer nehmen den Florian so sehr in Beschlag als Helfer gegen Feuergefahren, dass daneben meist untergeht, was er sonst noch zu tun hat: Er ist auch Patron der Weinbauern und Bierbrauer, Schutzheiliger gegen Dürre und Missernten, Sturm und Wassergefahr. Wann immer Unheil droht von der Natur, ist der Florian der richtige Fürsprecher.

Heiliger Florian - Ein Gemälde des heiligen Florian hängt an einer Hauswand

Von vielen Hauswänden herab beschützt der Heilige Florian das Volk vor Natur- und Feuerkatastrophen.

 
Allerdings haben die Bauern mit seinem Gedenktag nicht nur Freude: „Der Florian, der Florian noch einen Schneehut setzen kann“, lautet eine alte Bauernregel, und eine andere warnt: „Florian und Gordian“ – sein Gedenktag ist der 10. Mai – „richten oft noch Schaden an!“ Aber auch in diesem Fall findet sich bestimmt ein Heiliger, der’s wieder richten kann.

Weitere bedeutende Heilige im Mai

5. Mai 
Gotthard
ist Patron gegen Blitz und Hagel, Gicht und Kinderkrankheiten.

13. Mai
Servatius
ist einer der drei Eisheiligen und wird gegen Frostschäden angefleht.

15. Mai
Isidor
gilt als Schutzheiliger der Bauern, für eine gute Ernte und gegen Dürre.

26. Mai 
Philipp
ist der „humorvolle Heilige“ und Patron der Komiker.

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10 alpenländische Salat-Schmankerl

Salat Rezepte

Traditionelle Salate aus den Alpen

Salat Rezepte: Steirischer Vogerlsalat
Bayerischer Wurstsalat, Steirischer Vogerlsalat oder Südtiroler Specksalat – die Alpenregion hat fürs Salatbuffet so einiges zu bieten. Unsere 10 Salat Rezepte aus Bayern, Österreich, Südtirol und der Schweiz sollten Sie probieren.

Salat Rezepte aus Bayern

Bayerischer Wurstsalat

Bringt das Biergartengefühl nach Hause

Gericht Salat
Herkunft Bayern
Arbeitszeit 10 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 305 kcal

Zutaten

  • 500 g Regensburger Wurst
  • 2 rote Zwiebeln
  • 4 Gewürzgurken
  • 150 ml Essig
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 200 ml Wasser
  • 1 EL süßer Senf
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Schnittlauch, Petersilie

Zubereitung

  1. Die Regensburger Wurst, die Zwiebeln und die Essiggurken in feine Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben.

  2. Für die Marinade Essig, Öl, Wasser, Senf und Gewürze vermischen und in die Schüssel mit der Wurst geben. Alles gut miteinander vermengen und zwei Stunden ziehen lassen.

  3. Vor dem Servieren nochmal abschmecken und mit Schnittlauchröllchen und gehackter Petersilie bestreuen.

Bayerischer Brezensalat

Eine sommerliche Beilage mit Spinat, Radieschen und Tomaten

Gericht Salat
Herkunft Bayern
Arbeitszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 334 kcal

Zutaten

  • 2 Brezen
  • 2 EL Butter
  • 100 g Tomaten
  • 8 Radieschen
  • 1 Salatgurke
  • 1 Zwiebel
  • 100 g junge Spinatblätter
  • 100 g Feldsalat
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL süßer Senf
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die beiden Brezen in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Butter knusprig braten.

  2. Tomaten, Radieschen, Gurke und Zwiebel kleinschneiden und in eine Schüssel geben.

  3. Den Spinat und den Feldsalat waschen und trocken tupfen. Ebenfalls in die Schüssel geben.

  4. Für das Dressing Olivenöl, Essig, Senf und Honig miteinander verrühren und über den Salat gießen. Brezenscheiben untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Bayerischer Weißwurst-Radieserl Salat

Dazu schmecken Brezen oder Bauernbrot mit Butter

Gericht Salat
Herkunft Bayern
Arbeitszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 426 kcal

Zutaten

  • 4 Weißwürste
  • 250 g Radieschen
  • 100 g Gewürzgurken
  • 1 kleine Zwiebel
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • 5 EL Weißweinessig
  • 2 TL Senf, süß
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Cocktailtomaten

Zubereitung

  1. Die Weißwürste bei geringer Hitze im Wasser ziehen lassen. Währenddessen die Radieschen und die Gewürzgurken in Scheiben schneiden, die Zwiebeln in feine Ringe. Alles in eine Schüssel geben.

  2. Öl, Essig und Senf miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

  3. Die Weißwürste kalt abschrecken, pellen und in Scheiben schneiden. Mit in die Schüssel geben. Das Dressing über den Salat gießen und gut verrühren. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.

  4. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden, die Petersilie klein hacken und über den Salat streuen. Die Tomaten halbieren und den Salat damit dekorieren.

Salat Rezepte aus Österreich

Steirischer Vogerlsalat mit warmen Erdäpfeln

Feldsalat, Kartoffeln und Kernöl: Eine verheißungsvolle Kombination

Gericht Salat
Herkunft Österreich, Steiermark
Zubereitungszeit 20 Minuten
Arbeitszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 48 kcal

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln (Erdäpfel)
  • 100 g Feldsalat
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 6 EL Kürbiskernöl
  • 4 EL Apfelessig
  • 1 Prise Salz und Pfeffer
  • 1 Ei

Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Feldsalat waschen und eventuell noch die einzelnen Blätter auseinanderzupfen. Knoblauch klein schneiden (alternativ geht es auch mit einer kleinen Zwiebel) und zu den Kartoffeln geben.

  2. Kernöl, Apfelessig, ein wenig Wasser, Zucker, Salz und Pfeffer mischen und über die Kartoffeln geben, Vogerlsalat dazugeben und durchmischen. Eventuell noch mal kräftig salzen – die Kartoffeln vertragen recht viel davon.

  3. Das hartgekochte Ei vierteln oder in Scheiben schneiden und über den Salat geben.

Tipp

Am besten schmeckt der Salat, wenn die Kartoffeln noch lauwarm sind. Je nach Vorliebe können Sie noch angebratene Speckwürfel über den Salat streuen.

Tiroler Krautsalat

Schmeckt wunderbar zum Schweinebraten

Gericht Beilage, Salat
Herkunft Österreich, Tirol
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 152 kcal

Zutaten

  • 1 kg Weißkraut
  • 3 TL Salz
  • 1 EL Kümmel, ganz
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 Prise Zucker
  • Pfeffer
  • 125 g Tiroler Speck
  • 1 Zwiebel

Zubereitung

  1. Das Weißkraut putzen, den Strunk entfernen und fein schneiden. In eine große Schüssel geben, mit Salz bestreuen und gründlich stampfen. Kümmel, Essig, Zucker und Pfeffer dazugeben.

  2. Den Speck in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne knusprig anbraten. Die Zwiebel klein schneiden und ebenfalls in der Pfanne glasig andünsten. Speck und Zwiebeln mit dem ausgelassenen Fett über das Kraut gießen. Gut durchmischen und noch etwa 2 Stunden ziehen lassen.

Wiener Erdäpfelsalat

Schmeckt natürlich besonders gut als Beilage zum Wiener Schnitzel

Gericht Salat
Herkunft Österreich, Wien
Zubereitungszeit 20 Minuten
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 143 kcal

Zutaten

  • 750 g festkochende Kartoffeln (Erdäpfel)
  • 250 ml Rinderbrühe
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 6 EL Sonnenblumenöl
  • 3 EL Essig
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Kartoffeln etwa 20 Minuten kochen und noch warm in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die warme Rinderbrühe darüber gießen, bis die Kartoffeln schön „gatschig“ (sehr feucht) sind.

  2. Zwiebeln klein würfeln und zu den Kartoffeln geben.

  3. Den Salat mit Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren. Essig und Öl dazugeben, weiter mischen, bis eine sämige Bindung entsteht. Die Prise Zucker und den Senf ebenfalls dazugeben.

  4. Eine halbe Stunde ziehen lassen und nochmals abschmecken. Mit Schnittlauch dekorieren.

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Salat Rezepte aus der Schweiz

Schweizer Wurstsalat

Schnell und einfach zubereitet

Gericht Salat
Herkunft Schweiz
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 400 g Fleischwurst
  • 250 g Emmentaler
  • 2 große Gewürzgurken
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Weißweinessig
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Senf, mittelscharf
  • 4 EL Gurkenwasser aus dem Glas
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Schnittlauch

Zubereitung

  1. Die Fleischwurst in dünne Scheiben und dann in Streifen schneiden. Käse und Gurken ebenfalls in feine Streifen schneiden, die Zwiebel in dünne Ringe. Alles in einer Schüssel mischen.

  2. Essig, Öl, Senf und Gurkenwasser verrühren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken und über den Salat geben. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

  3. Vor dem Servieren mit Schnittlauchröllchen bestreuen und nochmals abschmecken.

Schweizer Zucchetti-Salat

Mediterrane Zucchini trifft auf würzigen Käse

Gericht Salat
Herkunft Schweiz
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 71 kcal

Zutaten

  • 300 g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Öl
  • 2 EL Essig
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • Zitronensaft
  • Dill
  • 200 g Emmentaler

Zubereitung

  1. Die Zucchini in dünne Streifen schneiden, die Zwiebel klein würfeln. Beides in einer Pfanne kurz anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. In eine große Schüssel geben und abkühlen lassen.

  2. Für die Marinade Öl, Essig, Senf, Zitronensaft und Dill mischen, über die angebratenen Zucchini und Zwiebeln geben und gut verrühren. Eine Stunde ziehen lassen.

  3. Den Käse in dünne Streifen schneiden und zum Salat geben.

Salat Rezepte aus Südtirol

Südtiroler Brotsalat

Knuspriges Schüttelbrot und würziger Speck vereint in einem Salat

Gericht Salat
Herkunft Südtirol
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 180 kcal

Zutaten

  • 1 Kopfsalat
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 250 g Cocktailtomaten
  • 100 g Südtiroler Schüttelbrot
  • 150 g Südtiroler Speck
  • 3 EL Weißweinessig
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Rosmarin

Zubereitung

  1. Den Kopfsalat waschen, trocken tupfen und klein zupfen. Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden, die Cocktailtomaten halbieren. Das Schüttelbrot in Stücke brechen und den Speck in Streifen schneiden. Alles in eine große Schüssel geben.

  2. Für das Dressing Essig, Öl, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Rosmarin mischen und über den Salat geben.

Südtiroler Specksalat

Speck mal anders

Gericht Salat
Herkunft Südtirol
Arbeitszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen
Kalorien 370 kcal

Zutaten

  • 1 Kopfsalat
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 200 g Südtiroler Speck
  • 3 Schwarzbrotscheiben
  • 3 EL Balsamicoessig
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Pinienkerne

Zubereitung

  1. Den Kopfsalat waschen, trocken schleudern und in eine Schüssel zupfen. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden und ebenfalls dazu geben.

  2. Den Speck in feine Scheiben schneiden und in einer Pfanne anbraten. Das Schwarzbrot in Würfel schneiden und anrösten. Auskühlen lassen.

  3. Essig, Öl, Pfeffer und Salz mischen und über den Salat gießen. Den Speck und die Brotwürfel dazugeben, umrühren und Pinienkerne darüberstreuen.

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Himbeer-Rezepte aus Österreich

 

TOPFEN-HIMBEER-SCHMARRN

Himbeer-Rezepte: Topfen-Schmarrn mit Himbeeren

FÜR 4 PORTIONEN

100 ml Schlagobers
125 g Topfen
♥ 2 Eidotter
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
3 EL Mehl

50 ml Milch
♥ 3 Eiklar
2 EL Zucker
250 g Himbeeren
50 g Butterschmalz
Staubzucker zum Bestäuben

Schlagobers, Topfen, Eidotter, Salz und Vanillezucker gut miteinander vermengen. Das Mehl dazugeben und die Milch einrühren.

Das Eiklar mit 2 EL Zucker zu Eischnee schlagen und zusammen mit 2/3 der Himbeeren langsam unter die Topfenmasse heben.

In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen und den Schmarrenteig portionsweise eingießen. Wenn der Teig angebacken ist, mit einer Gabel in Stücke reißen.

Den fertigen Topfen-Himbeer-Schmarrn mit Staubzucker bestäuben und mit den restlichen Himbeeren dekorieren.

SALZBURGER NOCKERL MIT HIMBEEREN UND HIMBEEROBERS

FÜR 4 NOCKERL

FÜR DEN HIMBEEROBERS

10 Eiklar
1 Prise Salz
100 g Zucker
½ TL gemahlene Vanille
Abrieb von ½  Zitrone
6 Eidotter
60 g Mehl
120 g Himbeeren
Staubzucker zum Bestäuben

200 g Schlagobers
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Himbeergeist
ein paar Himbeeren

Das Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Zucker, die Vanille und den Abrieb der Zitrone nach und nach dazugeben und den Eischnee weiterschlagen.

Die Eidotter verquirlen und zusammen mit dem gesiebten Mehl vorsichtig unter den Eischnee heben.

Die Auflaufform leicht mit Butter einfetten und den Boden mit den Himbeeren belegen.

Aus der Masse 4 Nockerl abstechen und in die Auflaufform geben. Bei 200 Grad ca. 12 Minuten backen. Den Backofen währenddessen nicht öffnen.

Den Schlagobers steif schlagen und den Vanillezucker, den Himbeergeist und die Himbeeren dazurühren.

Die fertigen Nockerl sofort mit Staubzucker bestäuben und mit einem Klecks Himbeerobers servieren.

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Himbeer-Rezepte aus Bayern

 

BAYERISCH CREME MIT HIMBEEREN

Himbeer-Rezepte: Bayerisch Creme mit Himbeeren in Gläsern

FÜR 4 PORTIONEN

6 Blatt Gelatine
250 ml Milch
½ TL gemahlene Vanille
4 Eigelb
100 g Puderzucker
200 g Schlagsahne

450 g Himbeeren (frisch oder tiefgefroren)
2 EL Zucker
2 EL Himbeergeist

Frische Himbeeren zum Dekorieren

Himbeeren mit dem Zucker und dem Himbeergeist mischen und pürieren.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Die Milch zusammen mit der Vanille in einem Topf aufkochen. Eigelb und Puderzucker schaumig schlagen und die heiße Milch nach und nach unterrühren. Die Gelatine ausdrücken und in der Creme-Masse auflösen.

Die Schlagsahne steif schlagen und zur Creme geben, wenn diese zu stocken beginnt.

Nun die pürierten Himbeeren in Gläser geben und die Bayerisch Creme darauf verteilen. Einige Stunden kaltstellen. Zum Servieren mit frischen Himbeeren dekorieren.

HIMBEER-SCHMAND-KUCHEN

FÜR DIE FÜLLUNG

FÜR DEN TEIG

1 Päckchen Vanillepuddingpulver
500 ml Milch
250 g Schmand
250 g Quark
1 Ei
300 g Himbeeren
4 EL Himbeermarmelade

250 g Mehl
140 g Zucker
150 g kalte Butter
1 Prise Salz
1 EL kaltes Wasser
1 Ei

Aus Mehl, Zucker, Butter, Salz, Wasser und einem Ei einen Teig kneten und in eine Springform drücken, Rand hochziehen. Den Teig mit einer Gabel einstechen und bei 200 Grad 15 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit den Pudding nach Packungsanweisung zubereiten und abkühlen lassen.

Pudding, Schmand, Quark und Ei verrühren, auf den Teig füllen, 2/3 der Himbeeren darauf verteilen und bei 170 Grad 1 Stunde backen.

Den Kuchen abkühlen lassen, mit der Himbeermarmelade bestreichen und die restlichen Himbeeren darauf verteilen.

 

Himbeer-Rezept aus der Schweiz

 

BIRCHER MÜSLI MIT HIMBEEREN

Himbeer-Rezepte: Bircher Müsli mit Himbeeren in einer Schüssel

FÜR 4 PORTIONEN

80 g zarte Haferflocken
90 ml Milch
3 säuerliche kleine Äpfel
2 EL Zitronensaft
30 g gehackte Walnüsse oder Haselnüsse

500 g Naturjoghurt
100 g getrocknete Himbeeren
1 EL Honig (nach Belieben)
200 g frische Himbeeren

Die Haferflocken mit der Milch in einer großen Schüssel mischen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank einweichen lassen. Wer es besonders breiig mag, lässt die Mischung am besten über Nacht ziehen.

Die Äpfel raspeln, mit Zitronensaft vermischen und zur Hafermischung geben. Gut umrühren.

Jetzt die gehackten Nüsse, den Joghurt, die getrockneten Himbeeren und einen Teil der frischen Himbeeren dazugeben und vermengen. Ein paar frische Himbeeren zum Dekorieren aufheben.

Je nach Belieben können Sie das Müsli jetzt noch mit Honig süßen.

Das Müsli in eine Schale füllen und mit Himbeeren und anderen Früchten dekorieren.

 

Himbeer-Rezepte aus Südtirol

 

SÜDTIROLER HIMBEER-SCHWARZPLENTENTORTE

250 g Butter
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
6 Eier
250 g Schwarzplenten (Buchweizenmehl)

250 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Backpulver
Himbeermarmelade
250 ml Sahne
200 g Himbeeren

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, nach und nach das Eigelb dazugeben. Mandeln, Schwarzplenten und Backpulver unterrühren und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Das Eiweiß zu steifem Eischnee schlagen und langsam unter den Teig heben.

Den Teig in eine gefettete Springform füllen und bei 180 Grad etwa 50 Minuten backen.

Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, horizontal in zwei Hälften halbieren. Die untere Hälfte großzügig mit Himbeermarmelade bestreichen und die obere Hälfte daraufsetzen.

Die Schlagsahne steif schlagen und 2/3 der Himbeeren unterrühren. Die Himbeerschlagsahne auf dem Kuchen verteilen und mit den restlichen Himbeeren dekorieren.

 

HIMBEER-SPRITZ

Himbeer-Rezepte: Himbeer-Spritz im Glas

8 frische Himbeeren
1 EL Himbeersirup
30 ml Sprudelwasser
70 ml Sekt

ein paar Minzblätter
Eiswürfel

Die Himbeeren waschen und einen Teil der Himbeeren in einem Glas leicht zerdrücken. Den Himbeersirup dazugeben und mit einem Löffel verrühren.

Eiswürfel und die restlichen Himbeeren ins Glas füllen. Zuerst mit Sprudelwasser und dann mit Sekt aufgießen. Mit Minzblättern garnieren. Herrlich erfrischend!

DAS BLAUE WUNDER – Wir versüßen uns den Sommer mit köstlichen Pflaumen und Zwetschgen. Und ganz nebenbei gibt's viel Wissenswertes rund um die blauen Früchte.

Erdbeer-Rezepte aus dem Alpenland
Nichts schmeckt so nach Sommer wie die ersten Erdbeeren des Jahres. Leckere Rezepte aus Bayern, Südtirol, Österreich und der Schweiz.
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Jetzt ist Sommer!

Erdbeer-Rezepte aus dem Alpenland

Jetzt ist Sommer!

Erdbeer-Rezepte: Knödel mit Erdbeeren gefüllt
Nichts schmeckt so sehr nach Sommer wie die ersten frischen Erdbeeren! Am besten im Erdbeerkuchen, Tiramisu oder als Marmelade … Hier sind die leckersten Erdbeer-Rezepte aus dem Alpenland
 

Erdbeer-Rezepte aus Bayern

 

Omas Erdbeermarmelade

Erdbeer-Rezepte: Erdbeeren und mit Erdbeermarmelade gefüllte Gläser auf Tischdecke

Für 3-4 Gläser

500 g Erdbeeren
Saft von einer Zitrone
500 g Gelierzucker 1:1

Die Erdbeeren waschen, putzen, klein schneiden und in einem großen Topf mit dem Gelierzucker vermischen.

Den Topf zudecken und die Erdbeeren 4 Stunden ziehen lassen. Dabei ab und zu umrühren.

Anschließend die Erdbeeren pürieren, aufkochen und sofort in saubere Gläser füllen.

Den Deckel fest verschließen, die Gläser auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

 

Erdbeer-Sirup

2 kg Erdbeeren
1 kg Zucker

500 ml Wasser
200 ml frisch gepresster Zitronensaft

Die Erdbeeren waschen, putzen, eventuell halbieren und pürieren.

Das Püree mit den anderen Zutaten in einem großen Topf aufkochen und 30 bis 40 Minuten köcheln lassen.

Den fertigen Sirup sofort in Schraubdeckelflaschen füllen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Der Sirup schmeckt als Erfrischungsgetränk gemischt mit Mineralwasser, aber auch im Joghurt und in Buttermilch. Außerdem lassen sich damit viele Nachspeisen verfeinern.

 

Erdbeer-Rezept aus Österreich

 

 Erdbeerknödel

Erdbeer-Rezepte: Mit Erdbeeren gefüllte Knödel auf einem Teller

 

Für 4 Portionen

Für die Knödel:
250 g Topfen (Quark)
60 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
125 g Mehl
8 große Erdbeeren

Zum Kochen und Ausbacken:
Salzwasser
Butter
Semmelbrösel
Puderzucker oder Zimtzucker

Aus Topfen, Butter, Ei, Salz und Mehl einen Knödelteig kneten und zu einer Rolle formen.

Die Rolle in acht Stücke teilen und die Teigstücke leicht eindrücken. In die Delle je zwei Erdbeeren setzen und rundherum vorsichtig einen Knödel formen.

Die Knödel etwa 10 Minuten in sprudelndem Salzwasser kochen, herausnehmen und abtropfen lassen.

In einer Pfanne reichlich Butter zerlassen, die Semmelbrösel darin kurz anrösten. Die Erdbeerknödel in die Pfanne geben und darin schwenken.

Mit Puderzucker bestreut servieren.

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Erdbeer-Rezept aus der Schweiz

 

Erdbeerwähe

200 g Mehl
40 g Zucker
3 Eier
1/2 Würfel Hefe
40 g Butter
100 ml Milch

1 Zitrone
250 g Schmand
2 Päckchen Vanillin-Zucker
700 g Erdbeeren
4 EL Saftstopp
4 EL Aprikosenkonfitüre

Mehl, 30 g Zucker und 1 Ei in eine Rührschüssel geben. Hefe und die restlichen 10 g Zucker verrühren, bis die Hefe flüssig ist.

Butter schmelzen, die Milch zufügen und die lauwarme Mischung zusammen mit der Hefe mit in die Rührschüssel geben. Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

Die Zitrone waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Schale und Saft mit dem Schmand, dem Vanillin-Zucker und den restlichen 2 Eiern verrühren.

Die Erdbeeren waschen, putzen, vierteln und mit 3 EL Saftstopp mischen.

Eine Springform ausfetten. Den aufgegangen Teig noch einmal leicht durchkneten und in die Form drücken, den Rand ca. 3 cm hochziehen.

Den Teigboden mit 1 EL Saftstopp bestreuen, die Erdbeeren darauf verteilen und die Schmand-Mischung darüber gießen.

Im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad Umluft etwa 40 Minuten backen. Nach 20 Minuten den Rand eventuell mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Die Aprikosenkonfitüre in einem Topf aufkochen und die ausgekühlte Wähe damit einstreichen.

 

Erdbeer-Rezepte aus Südtirol

 

Erdbeer-Tiramisu 

Erdbeer-Rezepte: Erdbeertiramisu im Glas

 

Für 6 Portionen

1 kg Erdbeeren
160 g Puderzucker
200 g Joghurt
Saft einer Zitrone

500 g Mascarpone
200 g Schlagsahne
6 EL Orangenlikör oder Orangensaft
400 g Biskuit-Kekse

Die Erdbeeren waschen und eine Hälfte davon in Würfel, die andere Hälfte in Scheiben schneiden. Die gewürfelten Erdbeeren mit dem Zitronensaft, 60 g Puderzucker und 4 EL Orangenlikör in einer Schüssel mit dem Pürierstab zerkleinern.

Mascarpone und Joghurt mit dem restlichen Puderzucker und dem übrigen Orangenlikör schaumig schlagen. Die Sahne steif schlagen und unterheben.

Die Biskuitkekse zerbröseln und abwechselnd in einer Glasschale je eine Schicht Kekse, Erdbeerpüree, Mascarpone-Creme und Erdbeerscheiben so lange übereinander schichten, bis alles aufgebraucht ist.

Das Tiramisu vor dem Servieren mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank kalt stellen.

 

Südtiroler Erdbeerkuchen

250 g Mehl
250 g Butter (zimmerwarm)
3 Eier
1 gehäufter TL Backpulver

150 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 600 g Erdbeeren
Puderzucker

Die Butter stückeln und mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier einzeln dazu geben und dabei immer kräftig durchrühren. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und portionsweise unter den Teig heben.

Die Erdbeeren waschen, putzen, gut trocknen und halbieren.

Den Teig in eine gefettete Springform (Durchmesser 26 cm) geben und gleichmäßig verteilen. Die Hälfte der Erdbeeren in den Teig drücken, dabei immer ein wenig Zwischenraum lassen. Tipp: In der Mitte beginnen und am Rand etwas Platz lassen.

Wenn die Erdbeeren im Teig verteilt sind, mit dem Teigschaber noch einmal den Teig gleichmäßig über den Erdbeeren verteilen. Danach die zweite Schicht Erdbeeren auf dem Teig verteilen. Nicht mehr in den Teig drücken!

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen auf 150 Grad etwa 60 Minuten backen.

Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.

Recherche: Rosina Wälischmiller

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Weiße Blütenpracht und eine Königin

Narzissenfest Bad Aussee

Weiße Blütenpracht und eine Königin

Narzissenfest Bad Aussee 2017 – Die Narzissenkönigin Brigitte Maier in mitten von blühenden Narzissen mit einem Blumenkind
Im Mai wird in Bad Aussee im Salzkammergut das Narzissenfest gefeiert – das größte Blumenfest Österreichs. Brigitte Maier war mittendrin im weiß-gelben Blütenmeer: Im Jahr 2017 wurde sie zur Narzissenkönigin gewählt. Wir haben mit der frisch gekrönten Hoheit gesprochen.

Grüß Gott: Brigitte, woher kommst du und was machst du im „normalen“ Leben, wenn du nicht als Narzissenkönigin unterwegs bist?

Brigitte Maier: Ich komm eigentlich aus Irdning, das ist im Ennstal, und bin jetzt vor 2 Monaten in die Nachbargemeinde gezogen. Nach Aigen. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und hab dann eine landwirtschaftliche Fachschule besucht, weil das einfach sehr zu meinen Interessen passt. Jetzt mach ich aber eigentlich ganz was anderes (lacht). Ich arbeite in einem Autohaus in der Buchhaltung. Das hat zwar mit der Landwirtschaft nichts zu tun, aber ich gehe gern arbeiten, weil wir ein super Team sind.

Grüß Gott: Erzähl doch mal von deinem großen Abend am Samstag. Wie war das für dich?

Brigitte Maier: Es ist voll schnell vergangen. Wir waren schon um 10 Uhr Vormittag drinnen und haben geprobt. Und die Zeit ist echt voll schnell vergangen. Ja, ich weiß nicht, wie ich des eigentlich zusammenbracht hab. Normalerweise bin ich eher ein zurückhaltender Mensch, der nicht so gern im Mittelpunkt steht. Wenn ich zum Beispiel in der Schule ein Referat gehalten hab, das war allerweil ein Wahnsinn (lacht).

Das Glück war aber irgendwie auf meiner Seite. Ich bin auf der Bühne gestanden und war eigentlich gar nicht nervös. Ich hab mich nachher selber drüber gwundert. Aber der Moderator war super und das hat dann alles voll gut funktioniert. Ich war glaub ich sogar bei der Generalprobe nervöser als später beim Auftritt.

Grüß Gott: Was musstet ihr bei der Wahl alles machen?

Brigitte Maier: Also am Anfang sind wir vom Moderator interviewt worden, über ein paar Sachen von uns. Und dann hat jeder 3 Minuten Zeit ghabt, dass er sich selbst individuell vor dem Publikum und der Jury präsentiert.

Ich hatte ein Foto vom Grundlsee dabei, von einem alten Kiefernbaum. Das hab ich voriges Jahr im Frühjahr gemacht. Der Baum ist sehr bekannt, aber ich hab gar nicht gewusst, dass es den gibt. Ich hab mich auf ein Bankerl gesetzt, weil ich völlig erledigt war vom Radlfahren. Und da hab ich ganz zufällig den Baum entdeckt und ein Foto gemacht. Für meine Präsentation hab ich zu dem Foto ein Gedicht selber geschrieben und vorgetragen. Ich hab gar nicht gewusst, dass ich das kann (lacht). Und dann hab ich nachher noch ein Stück auf meinem Hackbrett gespielt.

In Gedonkn vasunkn am Grundlsee

Brauch a Pause vor lauter schnö Radln,
da Hintern duat weh und ah meini Wadln.
Hiaz sitz i do, gmiatlich am Grundlsee.
Is Wossa spiaglt die Berg, oafach wundasche!
A Dirndl sitzt am Ufer im schen Trachtengwandt.
Die Fiaß im See und an Narzissenstrauß in da Hond.
A softigs Grün auf jeder Wiesn,
des is da Ort zan Abschoitn und Genießn.
Neama zan vorstöhn, des dicke Eis im Winter am Grundlsee.
Die Eislafschuach auspockt und nochbei zamgsessn mit Glühwein und Tee.
Amoi wenk ztiaf ins Hefal schaun, des ko scho moi passian,
dass da Gamsboat gach zschwa wiad ban Teebeidl sian!
Gonz in meine Gedonkn vasunkn, reißt mi a kloas Vogerl aus mein Tram.
Und donn – aufoamoi siach ihn, den oitn faszinierenden Kieferbam.
Steht a do, ganz einsam und valossn,
hoit sein langen Ost üwa Wossa, i kos goa nit fossn!
So a Wunda gibt's nua in da Natur.
Sie gibt uns Kraft und do host dei Ruah.
Im Hintergrund die Berg, gspiagelt im See.
I muas enk sogn, des Ausseerland is oafach wundasche!
Brigitte Maier
Der Grundlsee mit altem Kiefernbaum und Bergpanorama

Grüß Gott: Wie bist du auf die Idee gekommen, dich als Narzissenkönigin zu bewerben?

Brigitte Maier: Mich hat es schon allerweil interessiert. Weil des bei uns sehr bekannt ist, man sieht es überall in der Zeitung. Und unterm Jahr, wenn ich mein Dirndl anhatte, dann sind oft Leute auf mich zugekommen und haben gesagt, dass das doch so gut zu mir passen würde und warum ich mich nicht einfach bewerbe. Am Anfang hatte ich dann für mich oft die Ausrede, dass ich keine Zeit dafür habe, aber jetzt arbeite ich und hab keinen, auf den ich Rücksicht nehmen muss. Von daher war das ideal, dass ich mich jetzt beworben habe. Sonst hätte ich es wahrscheinlich nie gemacht.

Grüß Gott: Welche Qualifikationen muss man mitbringen?

Brigitte Maier: Ich denke, man sollte natürlich sein, dass man sich nicht verstellen braucht. Man sollte reden können und keine Angst haben, wenn man auf der Bühne vor vielen Leuten steht und mal ein bisschen mehr im Mittelpunkt ist. Und stressresistent sollte man glaub ich sein, weil die nächste Zeit wird relativ stressig (lacht).

Grüß Gott: Wie sehen deine nächsten Tage aus?

Brigitte Maier: Heute hab ich noch frei und ab morgen, also am Mittwoch, geht’s dann schon los. Gegen 10 Uhr werden wir schauen, dass wir wieder in Bad Aussee sind. Das Dirndl anziehen, dann werden wir geschminkt und die Frisur gemacht. Dann wird’s ab Mittag losgehen, schätze ich. Morgen fängt’s eher noch gemütlich an. Am Donnerstag und Freitag hab ich dann wirklich jede Stunde irgendwo anders einen Auftritt. Da bin ich schon neugierig, wie das wird. Und am Wochenende ist dann ja generell das große Narzissenfest.

Grüß Gott: Was erwartet dich in deinem Regentschaftsjahr?

Brigitte Maier: Es gibt schon fixe Termine, an denen ich dabei sein muss. Über das ganze Jahr verteilt. Und auch so können wir für Veranstaltungen gebucht werden. Entweder zu dritt oder allein. Und zu dritt hat man bis zu 100 Auftritte im Jahr oder noch mehr. Da wird schon was los sein.

Die drei Narzissenhoheiten Brigitte Maier, Lisa Streußnig und Maria Benischek sitzen in einer Wiese mit blühenden Narzissen

Unterstützt wird die Narzissenkönigin von ihren zwei Prinzessinnen – Lisa Streußnig (links) aus Bad Mitterndorf und Maria Benischek (rechts) aus St. Florian.

Grüß Gott: Auf was freust du dich am meisten?

Brigitte Maier: Am meisten freu ich mich auf Sonntag. Wenn wir mit dem Cabrio durch die Stadt fahren. Da werden uns sicher ein paar Leute zujubeln. Das muss dann wirklich ein Wahnsinnsgefühl sein.

Grüß Gott: Welche Aufgaben haben die Hoheitenbetreuer, die euch begleiten?

Brigitte Maier: Ja, das ist echt der Wahnsinn! Die schauen so auf uns. Wir waren zum Beispiel bei der Dirndlanprobe und da hab ich beim Rausgehen gemerkt, ah ich hab meine Tasche drinnen vergessen, ich muss nochmal rein. Aber unsere Hoheitenbetreuer hatten schon alles mitgenommen. Also du brauchst an gar nichts mehr denken. Die machen echt alles: Die Türe aufhalten, das Getränk halten. Da fühlt man sich wirklich wie eine Hoheit. Die schauen echt auf uns.

Grüß Gott: Was ist das Besondere an der Ausseer Tracht?

Brigitte Maier: Die Farben, die zeigen, dass es ein traditionelles Ausseer Dirndl ist. Und wir haben sehr schöne Seidentücher dazu, bei denen die Farben genau abgestimmt sind. Und einen sehr schönen Trachtenschmuck dazu, eine Tasche und Schuhe. Also es schaut wirklich super aus. Wenn du dann da stehst mit Frisur und allem und dann das Ausseer Dirndl angezogen hast, dann wirkt’s nochmal a Eck'n anders.

Grüß Gott: Was ist das Besondere am Narzissenfest?

Brigitte Maier: Das Besondere ist einfach, du siehst überall Blumen und Narzissen, wie schön die Figuren gesteckt sind und wieviel Arbeit dahinterstecken muss. Das ist echt der Wahnsinn.

Das Narzissenfest besteht aus zwei Teilen. Zuerst der Ortsteil, da werden die Figuren im Ort ausgestellt. Da kannst du sie in aller Ruhe anschauen. Am Nachmittag gibt’s dann den Bootskorso, da werden die Figuren über den See gefahren. Ich war selbst auch schon ein paar Mal dort. Und du sitzt dann als Zuschauer in der Wiese, die Figuren werden über den See gefahren, du siehst die super Kulisse. Wie das wirkt, das ist unbeschreiblich.

Blühende Narzissen auf einer Wiese

Die wild wachsenden Narzissen verwandeln die Berg- und Seenlandschaft im Ausseerland jedes Jahr in ein duftendes Blütenmeer.

Grüß Gott: Welches Programm erwartet die Besucher auf dem Narzissenfest?

Brigitte Maier: Es gibt einen Narzissenlauf, dann gibt’s die Veranstaltung „Die Hoheiten laden ein“, das ist ein ganz gemütlicher Abend. Dann gibt’s noch ein Oldtimertreffen, eine Modenschau und noch viele andere Sachen, die über die vier Tage verteilt sind.

Grüß Gott: Hast du einen Lieblingsort im Ausseerland?

Brigitte Maier: Ja, das ist der Grundlsee. Deswegen hab ich auch das Foto für meine Präsentation ausgewählt, weil mich das am meisten mit dem Ausseerland verbindet. Da kann man im Sommer super schwimmen, und voriges Jahr war so ein kalter Winter, da war so ein dickes, klares Eis. Da konntest du richtig weit runter sehen und über den ganzen See Eislaufen. Das war einfach ein Traum!

Grüß Gott: Warum sollte man das Ausseerland besuchen?

Brigitte Maier: Das Ausseerland ist auf alle Fälle sehenswert, da gibt’s so viele Flecken zum Anschauen. Und es sind auch einfach die Leute. Es gibt kein Sie, sondern alle sind gleich per Du, das macht’s einfach viel lockerer. Und auch unter der Woche, wenn du durch die Straßen gehst, hat jeder die Tracht an, das ist da selbstverständlich. Sie sind vielleicht ein bisschen ein eigenes Völkchen, aber auf sehr, sehr nette Weise. Und das, die Menschen, sind das, was das Ausseerland so besonders macht.

Blumige Eindrücke vom Narzissenfest Bad Aussee

  • Narzissenfest Bad Aussee – Stadtkorso mit Clownsfigur

    30 bis 40 Narzissenfiguren werden jedes Jahr für den Stadt- und Bootskorso geschmückt.

  • Narzissenfest Bad Aussee – Stadtkorso mit Autofigur

    Die dafür nötigen Narzissen werden von den Korsoteilnehmern und jeder Menge freiwilliger Helfer gepflückt.

  • Narzissenfest Bad Aussee – Besucher tummeln sich in den Straßen von Bad Aussee

    Etwa 25.000 Gäste besuchen jährlich das Narzissenfest im Ausseerland.

  • Narzissenfest Bad Aussee – Bootskorso auf dem Grundlsee mit einer Entenfigur

    Beim Bootskorso auf dem Grundlsee werden die aufwändigen Narzissenfiguren präsentiert.

  • Narzissenfest Bad Aussee –  Bootskorso auf dem Grundlsee vor Bergpanorama

    Das atemberaubende Bergpanorama und die geschmückten Figuren ziehen die Zuschauer in ihren Bann.

  • Narzissenfest Bad Aussee –  Bootskorso auf dem Grundlsee mit Kuhfigur

    Bis zu 300.000 Narzissenblüten werden für eine einzelne Figur verwendet.

  • Narzissenfest Bad Aussee –  Bootskorso auf dem Grundlsee mit Clownsfigur

    Hunderttausende von Hand gepflückte Narzissenblüten krönen alljährlich das traditionelle Blumenfest.

Narzissenfest 2019 – die Programm-Highlights:

 

Donnerstag, 30. Mai 2019
19:00 Uhr Volksmusikalischer Eröffnungsabend „Franz Posch und die Narzissenhoheiten laden einDie Narzissenhoheiten laden ein“, Kur- & Congresshaus Bad Aussee, Karten ab 20 Euro

Freitag, 31. Mai 2019
10:00 Uhr Maitanz der Kinder, Kur- & Congresshaus Bad Aussee, Eintritt frei
Abends Narzissennacht im Ortszentrum Bad Aussee mit musikalischer Unterhaltung

Samstag, 01. Juni 2019
ab 16:00 Uhr Schaustecken an vielen Orten des Ausseerland-Salzkammergutes
19:00 Uhr Modenschau einheimischer Betriebe, Kur- & Congresshaus Bad Aussee, Eintritt ab 15 Euro

Sonntag, 02. Juni 2019
8:00-11:00 Uhr Stadtkorso in Bad Aussee
ab 11:00 Uhr Festzug zum Grundlsee
ab 14:30 Uhr Bootskorso auf dem Grundlsee

Narzissenfest Eintrittspreise (für Stadt- und Bootskorso und Shuttlebusse):
Erwachsene: 15 Euro
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr frei
Bei Gruppenvorbestellung (gültig ab 20 Personen) bis Mai 2019 erhalten Sie die Eintrittskarten für beide Korsos zum ermäßigten Preis von € 13,50.

Narzissenfest Parkplätze:
Gratis Parkplätze sind vorhanden. Sie werden auf einen der vielen Parkplätze eingewiesen.
Am Sonntag, den 02. Juni 2019, sollten Sie Ihre Anreise so planen, dass Sie zwischen 7:30 und 8:30 Uhr in Bad Aussee sind.

Narzissenfestverein Bad Aussee
Bahnhofstrasse 132
A-8990 Bad Aussee

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Das blaue Wunder

Pflaumen und Zwetschgen

Das blaue Wunder

Pflaumen und Zwetschgen in einer Schüssel
Egal ob pur, im Datschi, als Mus oder zu Geflügel: Wir versüßen uns den Sommer mit köstlichen Pflaumen und Zwetschgen. Und ganz nebenbei gibt’s viel Wissens­wertes rund um das blaue Obst.

Pflaumen oder Zwetschgen?

Ist doch dasselbe, meinen Sie? Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Frucht-Bezeichnungen Pflaume und Zwetschge oft synonym gebraucht, aber tatsächlich meint beides nicht dasselbe. Die Pflanzenart Pflaume wird in sieben Unterarten eingeteilt, eine von ihnen ist die Zwetschge. Das heißt: Jede Zwetschge ist eine Pflaume, aber nicht jede Pflaume ist eine Zwetschge.

Allerdings ist die Unterscheidung zwischen Pflaumen und Zwetschgen auch schwierig, weil es mittlerweile viele Kreuzungen und über 1.000 Sorten gibt. Ein paar Anhaltspunkte gibt es aber trotzdem:

Pflaumen und Zwetschgen Vergleich: Aufgeschnittene Pflaume

Die Pflaume ist kugel- bis eiförmig und die Farbe der Haut variiert von lila über rot bis gelb. Das Fruchtfleisch ist gelblich oder rötlich und lässt sich meist nicht ganz so leicht vom Stein lösen. Pflaumen schmecken süß und sind prima für die Herstellung von Mus und Marmeladen geeignet, da ihr Fruchtfleisch sehr saftig ist.

Pflaumen und Zwetschgen Vergleich: Aufgeschnittene Zwetschge

Die Zwetschge ist etwas länglicher und spitzer geformt als die Pflaume und hat eine dunkle blau-violette Haut. Das Fruchtfleisch ist gelblich-grün und lässt sich leicht vom Stein lösen. Die Zwetschge hat einen süß-sauren Geschmack und wird gerne für Kuchen verwendet, da das feste Fruchtfleisch beim Backen seine Form hält.

Frische und reife Früchte

Alle Pflaumensorten haben eine natürliche weißliche Wachsschicht auf ihrer Haut, den sogenannten Duftfilm. Er schützt die Früchte vor Feuchtigkeitsverlust und sollte deshalb erst kurz vor dem Verzehr oder der Verarbeitung abgewaschen werden. Die unbeschädigte Wachsschicht ist beim Kauf ein Qualitätsmerkmal. Zusätzlich sollte der Stielansatz keine Fältchen aufweisen. Eine pralle Haut ohne Flecken und Runzeln gilt als Zeichen für Frische.

Achten Sie darauf, nur voll ausgefärbtes Obst zu kaufen oder zu pflücken, denn die Früchte reifen nach dem Ernten nur noch wenig nach. Schimmern die Früchte grünlich, sind sie noch nicht reif.

Je nach Sorte halten sich Pflaumen bis zu sieben Tage ganz gut in einer löchrigen Plastiktüte im Gemüsefach des Kühlschranks.

Zwetschgen in einer Kiste

Das ganze Jahr Pflaumenfreude

Hauptsaison haben Pflaumen und Zwetschgen aus heimischem Anbau je nach Sorte von Juli bis Oktober. Damit Sie aber das ganze Jahr über das blaue Obst genießen können, lassen sich entsteinte und halbierte Früchte sehr gut einfrieren. Am besten die Pflaumen oder Zwetschgen zuerst auf einem Backblech anfrieren lassen und dann erst in einen Beutel füllen. So können Sie die Früchte später besser portionieren, weil sie nicht aneinanderkleben.

Zungenbrecher

Zwischen zwei Zwetschgenzweigen
zwitschern zwei Schwalben.

Fingerspiel

1. Finger: Das ist der Daumen
2. Finger: Der schüttelt die Pflaumen
3. Finger: Der hebt sie auf
4. Finger: Der bringt sie nach Haus
5. Finger: Und der kleine Schelm, der isst sie alle auf!

Blauer Genuss

Pflaumen und Zwetschgen schmecken als Mus, Kompott, Marmelade und Kuchenbelag, als Füllung für Süßspeisen wie Germknödel oder Quarkaufläufe, oder einfach pur. Noch nicht zu reife Früchte passen mit ihrer säuerlich-fruchtigen Note auch sehr gut zu herzhaften Gerichten wie Wild und Geflügel. Lassen Sie sich von unseren drei Rezepten inspirieren!

HÄHNCHENBRUSTFILET MIT PFLAUMEN – Mit ihrer säuerlich-fruchtigen Note passen Pflaumen sehr gut zu Hähnchenbrustfilets und verleihen ihnen erst den richtigen Kick!

BAYERISCHER ZWETSCHGENDATSCHI – Kaum ein anderer Kuchen weckt solche Erinnerungen an die Kindheit wie ein Bayerischer Zwetschgendatschi von Oma. Ein saftiger Genuss!

PFLAUMENMUS – Perfekt aufs Brot, zu süßen Nachspeisen oder als österreichisches Powidl im Germknödel: So gelingt Ihnen das Pflaumenmus ganz bestimmt!

Wussten Sie's?

  • Der Pflaumenbaum gehört zur Familie der Rosengewächse.
  • Die Römer brachten das Steinobst aus Kleinasien nach Europa. Ihr Ruf als Heilobst ist so alt wie die Früchte selbst. In den Gräbern Ägyptens fanden sich Pflaumen als Vorrat für das Leben danach.
  • Pflaumen sind Energiespender und fördern die Verdauung. Bei nur 47 Kalorien pro 100 Gramm liefern die blauen Früchte reichlich Provitamin A, fast alle B-Vitamine sowie die Vitamine C und E. Außerdem versorgen sie den Körper mit Zink, Kupfer, Kalzium und Bor. Eine besondere Bedeutung kommt den Polyphenolen zu, die für das Blau-Violett der Pflaumen sorgen. Sie sollen den Alterungsprozess in den Gefäßen verlangsamen.
  • Das Holz des Pflaumenbaumes ist hart, dicht und spröde. Es ist schwer zu trocknen, da es leicht reißt. Es wird vor allem zum Bau von Musikinstrumenten verwendet.

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Schwarz-gelbe Gäste im Garten

Wespen vertreiben

Was hilft gegen die schwarz-gelben Gäste im Garten?

Wespen vertreiben: Wespe auf einer Blume
Kaum sitzt man gemütlich mit einem Stück Kuchen oder einem Eis im Garten, gesellen sich auch schon die ersten ungebetenen schwarz-gelben Gäste dazu. Wir zeigen, wie Sie natürlich Wespen vertreiben können und geben Empfehlungen für ein entspanntes Miteinander.

Welche Wespenarten sind besonders aufdringlich?

Es summt und brummt gerade so in unseren Gärten. In den heißen Sommermonaten ist nämlich Hochsaison für Bienen, Wespen und Hummeln. Kaum wollen wir aber draußen unseren Kuchen oder ein Eis genießen, kommen uns oft besonders Wespen unangenehm nahe.

Wir Menschen empfinden besonders zwei Wespenarten als aufdringlich: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Sie sind auch für den häufig eher schlechten Ruf von Wespen verantwortlich. Die anderen acht heimischen Arten fliegen eher auf Blüten statt auf Süßes und interessieren sich nicht sonderlich für den Menschen und seine Lebensmittel.

Welchen Nutzen haben Wespen für den Garten?

Was leider oft vergessen wird: Wespen sind sehr nützliche Helfer im Garten. Sie sind genau wie Bienen und Hummeln wichtige Bestäuber für Wild- und Nutzpflanzen und vertilgen eine große Menge an Insekten wie Spinnen, Mücken, Raupen und Fliegen. Denn Wespen füttern ihren Nachwuchs nur mit eiweißreicher Kost. So tragen sie zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei.

Im August ändern Wespen allerdings ihr Nahrungssuchverhalten. Bis etwa Mitte des Monats ernähren sie sich und ihre Larven hauptsächlich mit Insekten. Wenn dann die Brutphase endet, benötigen Wespen Zucker zum Überleben. Neben Fallobst und Blüten finden sie diesen vor allem auch in unseren süßen Lebensmitteln wie Säften, Kuchen oder Eis. Genau die Getränke und Speisen, die wir auch gerne im Sommer draußen genießen.

Wespen vertreiben – Wespe sitzt auf Süßspeise

Worauf sollte man beim Umgang mit Wespen achten?

Kommen uns Wespen zu nahe, dann, weil sie auf Nahrungssuche sind und nicht, weil sie uns stechen wollen. Eine Wespe sticht nämlich nur dann zu, wenn sie sich von uns Menschen unmittelbar bedroht fühlt. Damit Mensch und Wespe entspannt miteinander leben können, reicht es schon, ein paar einfache Regeln einzuhalten:

  • Bleiben Sie ruhig, wenn eine Wespe Sie oder Ihr Essen umschwirrt. So regen Sie die Tiere nicht auf, und irgendwann verschwinden sie von ganz allein.
  • Machen Sie keine hektischen oder schnellen Bewegungen in der Nähe von Wespen oder ihren Nestern. Das macht die Tiere aggressiv. Machen Sie wenn dann eher langsame Wischbewegungen oder schieben Sie die Wespe mit einer Zeitung sanft weg.
  • Pusten Sie die Tiere nicht an, um sie zu vertreiben. Denn Wespen empfinden das Kohlendioxid in unserer Atemluft als Alarmsignal und fühlen sich dann bedroht.
  • Auch Kindern sollte man beibringen, dass sie sich möglichst ruhig verhalten, wenn ihnen eine Wespe zu nahe kommt.

Gibt es Hausmittel, um natürlich Wespen vertreiben zu können?

Eine Ideallösung zur Wespenabwehr gibt es leider noch nicht. Aber man kann die Bedingungen für Wespen im Garten und auf der Terasse so gestalten, dass sie weniger attraktiv für sie sind:

  • Ernten Sie Ihre Obstbäume rechtzeitig ab und sammeln Sie das Fallobst möglichst schnell auf. So werden die hungrigen Tiere nicht durch den süßen Duft angelockt.
  • Räumen Sie morsches Holz, das im Garten herumliegt, bereits im Frühjahr weg. Denn Wespen nutzen es für ihren Nestbau.
  • Blattläuse an Ihren Pflanzen sollten Sie ebenfalls bekämpfen, da das süße Sekret der Läuse Wespen anzieht.
  • Gehen Sie sparsam mit Parfüm, Cremes und Duftlampen um. Der Geruch kann Wespen magisch anziehen.
  • Wenn Sie eine Grillparty veranstalten, sollten Sie kein großes Buffet im Freien aufbauen, sondern nur die Speisen nach draußen tragen, die Sie auch wirklich essen.
  • Decken Sie Speisen und Gläser ab und verschließen Sie offene Flaschen. Räumen Sie Essensreste gleich weg.
  • Passen Sie auf, dass Sie keine Wespe beim Essen oder Trinken verschlucken. Trinken Sie am besten nur durch dünne Strohhalme.
  • Achten Sie bei Kindern darauf, dass sie keine Essensreste in den Mundwinkeln oder klebrige Hände haben, die Wespen anlocken könnten.

Um von den ungebetenen Gästen möglichst in Ruhe gelassen zu werden, können Sie die Methode der Ablenkfütterung ausprobieren. Dabei bieten Sie den Wespen in einer ruhigen Ecke am Ende Ihres Gartens reife, aufgeschnittene Weintrauben an. Bekommen die Tiere dort jeden Tag Nachschub, merken sie sich diesen Futterplatz und fliegen bei ihrer Nahrungssuche nach einiger Zeit gezielt von selbst dorthin. Der eigentliche Ort des Geschehens, die Kaffeetafel oder die Grillparty, ist dann weniger interessant für die Wespen.

Wespen vertreiben – Wespe sitzt auf einem Holztisch

Was hilft bei einem Wespenstich?

Wenn doch mal eine Wespe gestochen hat, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren. In der Regel sind Wespenstiche mit einfachen Mitteln behandelbar.

  • Kühlen Sie die Einstichstelle mit einem Eiswürfel oder einem Kühlakku. Das lindert den Juckreiz.
  • Legen Sie eine halbe Zwiebel auf die Stelle. Das hilft gegen die Schwellung.
  • Antiallergische Gele aus der Apotheke kühlen und wirken gleichzeitig gegen die Schwellung.
  • Wenn Sie keine Hilfsmittel zur Hand haben, reiben Sie die Stichstelle mit Spucke ein.

Bei einem Stich im Mund- oder Rachenraum muss man unbedingt darauf achten, dass die Atemwege nicht zuschwellen. Am besten einen Eiswürfel lutschen und einen Arzt aufsuchen. Auch für Allergiker sind Wespenstiche sehr gefährlich: Symptome wie Atemnot, Schwindel oder Erbrechen deuten auf eine allergische Reaktion hin, die unbedingt durch einen Arzt behandelt werden muss.

Was sollte man bei einem Wespennest im Garten tun?

Wenn man ein Wespennest im eigenen Garten oder am Haus entdeckt, ist die Verunsicherung oft sehr groß. Ein friedliches Miteinander ist aber möglich, wenn man sich an ein paar einfache Grundsätze hält.

Am besten ist es, wenn Sie einen Abstand von mindestens 3 Metern zum Nest einhalten können. Denn kommt man dem Nest zu nahe, fühlen sich Wespen bedroht und reagieren aggressiv. Auch sollten Sie unbedingt darauf achten, den Wespen ihre Flugbahn zu ihrem Nest nicht zu versperren.

Wenn es nicht möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten, weil das Wespennest zum Beispiel an einer sehr ungünstigen Stelle ist, kann man das Nest von einem Experten umsiedeln lassen. Naturschutz­behörden, Imker oder Wespenbetreuer bieten hier oft ihre Hilfe an. Auf eigene Faust sollte man nie versuchen, ein Wespennest zu entfernen. Denn das kann sehr gefährlich werden.

Übrigens: Wespennester werden immer nur eine Saison bewohnt. Das bedeutet, an alten Nestern haben Wespen kein Interesse mehr und besiedeln es nicht noch einmal.

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Tipps gegen Blasen beim Wandern

Blasenfrei wandern

Blasen und wunde Füße vom Wandern? Diese 6 Tipps helfen

Blasenfrei Wandern: Wanderer haben Füße hochgelegt vor Bergpanorama
Schmerzhaft und unangenehm: Blasen und wunde Stellen an den Füßen können einem schnell die schöne Bergtour verderben. Damit es erst gar nicht so weit kommt, stellen wir Ihnen 6 Tipps vor, wie Sie blasenfrei wandern.

Tipp 1: Wanderschuhe einlaufen

Das haben Sie sicher schon oft gehört: „Neue Bergschuhe immer gut einlaufen, dann gibt’s auch keine Blasen.“ Und das stimmt auch. Denn der neue Schuh braucht einige Zeit, um sich an Ihre individuelle Fußform anpassen zu können, und die Materialien müssen geschmeidiger und weicher werden. Auch Ihre Füße müssen sich erstmal an die neue Schuhform gewöhnen.

Planen Sie am besten vor der ersten Bergtour zwei bis drei Tagen ein, an denen Sie die neuen Bergschuhe für ein bis zwei Stunden am Stück tragen können. Als Faustregel gilt: Je fester der Schuh ist, desto länger muss er eingelaufen werden – zum Beispiel bei kurzen Spaziergängen, zum Einkaufen oder auch einfach zu Hause in den eigenen vier Wänden. Steigern Sie die Länge der Strecken nach und nach, bis Sie das Gefühl haben, dass der Schuh perfekt eingelaufen ist.

Also, niemals mit nagelneuen Schuhen zum Gipfel losstürmen! Das könnte sonst ganz schnell den Wanderspaß verderben ...

Tipp 2: Passende Wandersocken tragen

Beim Wandern kommt es nicht nur auf den richtigen Schuh an, sondern auch auf die richtigen Socken. Denn die sollten unbedingt faltenfrei sitzen und nahtlos sein, damit sie nicht an der Haut reiben oder Druckstellen hinterlassen.

Aber vor allem müssen Wandersocken atmungsaktiv sein und den Schweiß der Haut möglichst effektiv nach außen transportieren. Denn zu viel Feuchtigkeit im Schuh erhöht das Risiko für Blasen und wunde Stellen. Am besten eignen sich Socken aus Wolle oder aus Funktionsmaterialien zum Wandern. Socken aus Baumwolle dagegen sollten Sie lieber nicht anziehen, denn die fördern geradezu ein warmes, feuchtes Klima im Schuh und trocknen nur sehr langsam.

Am besten packen Sie sich bei längeren Wanderungen immer ein Ersatzpaar Socken mit ein. So können Sie jederzeit die feuchten Socken gegen ein angenehm frisches Paar tauschen.

Blasenfrei Wandern: Gebirgsbach in den Bergen

Tipp 3: Pausen einlegen

Machen Sie bei längeren Wanderungen immer mal wieder eine Pause und gönnen Sie Ihren Füßen eine kleine Entspannung. Denn beim Wandern wird die Fußmuskulatur durch das lange Gehen und die Auf- und Abstiege auf unterschiedlichstem Gelände von waldig bis moorig und von steinig bis holprig besonders beansprucht.

Bei der Rast ziehen Sie am besten Schuhe und Socken aus, sodass Luft an die Füße kommt und Schuhe und Socken gut belüftet werden. Haben Sie schon ganz schwere Beine, hilft es meist, die Füße ein Weilchen hochzulegen. Das entspannt und wirkt der Schwerkraft entgegen.

Wenn Sie an einem kühlen Gebirgsbach vorbeikommen, ist das übrigens die ideale Gelegenheit, den Füßen zwischendurch eine kleine Erfrischung und Abkühlung zu gönnen. Sie werden sehen, danach geht es dann wieder gestärkt und munter weiter!

Tipp 4: Nachschnüren

Nach etwa 30 Minuten wandern haben sich die Bergschuhe meist erwärmt und sind dadurch etwas weiter geworden. Was beim Wanderstart noch perfekt am Fuß saß, rutscht nun und fängt an, an der Haut zu scheuern. Perfekte Voraussetzung dafür, dass im Laufe des Tages an diesen Stellen Blasen entstehen. Daher sollten Sie jetzt die Schuhe nochmal gründlich nachschnüren, um blasenfrei weiterwandern zu können.

Auch während der Wanderung lockern sich oft die Schnürsenkel oder die Schuhlasche verrutscht unangenehm, besonders, wenn das Gelände uneben ist. Daher sollten Sie Ihre Bergschuhe auch zwischendurch regelmäßig nachschnüren.

Wer immer wieder kontrolliert, ob Schuhe und auch Socken noch gut sitzen, kann perfekt Blasen vorbeugen!

VIER BERGE FÜR EIN HALLELUJA – Es ist die wohl härteste Wallfahrt im Alpenland: der Vierbergelauf in Kärnten. 52 Kilometer auf und ab, ein Fußmarsch von Mitternacht bis zum Abend, bei Wind und Wetter. So plagen sich die Pilger.

Tipp 5: Mit Pflaster und Tape vorbeugen

Haben Sie eine bestimmte Stelle am Fuß, an der Sie öfter eine Blase oder Druckstellen bekommen? Dann sollten Sie diese am besten schon vor der Wanderung abkleben. Zum Beispiel mit einem Blasenpflaster oder einem kleinen Tapeverband.

Und wenn Sie während der Wanderung spüren, dass der Schuh anfängt zu drücken, am besten sofort stehen bleiben und die Stelle mit einem Pflaster versorgen. Das hindert den Schuh daran, weiter an der Haut zu reiben. Dann kann es hoffentlich ohne Schmerzen weitergehen!

Übrigens: Wenn Sie an den Füßen leicht anfangen zu schwitzen, können Sie vor der Wanderung Fußpuder verwenden. Der verhindert übermäßige Feuchtigkeit im Schuh.

Blasenfrei Wandern: Spitzwegerich auf der Wiese

Und wenn es doch schon zu spät ist ... Tipp 6: Hilfe vom Wegesrand

Sollten Sie trotz unserer Tipps doch einmal eine Blase beim Wandern bekommen und kein Blasenpflaster dabei haben, empfehlen wir Ihnen ein natürliches Wundpflaster, das fast an jedem Wegesrand wächst: den Spitzwegerich oder den Breitwegerich.

Beide Heilpflanzen sind bei Blasen und wunden Füßen als erste Hilfe besonders wohltuend. Sie enthalten natürliche Antibiotika und lindern kleine Hautverletzungen durch ihre kühlende und wundheilende Eigenschaft.

Einfach ein paar Blätter auf die schmerzenden Stellen legen und Socken und Schuhe darüber ziehen. Die Pflanzen sorgen dafür, dass die Schmerzen nachlassen und die Blasen schneller heilen.

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10 Tipps rund um die roten Früchte

Kirschen: Ernten, Entsteinen, Verarbeiten

10 Tipps rund um die roten Früchte

Kirschen in einer Kiste
Endlich gibt’s wieder frische Kirschen! Damit Sie diese Zeit in vollen Zügen genießen können, haben wir 10 Tipps und Tricks rund um die roten Früchte für Sie gesammelt.

1. Reife Früchte erkennen

Wenn Sie Kirschen im Supermarkt oder auf dem Markt kaufen, können Sie am Stiel erkennen, ob die Früchte reif und frisch sind: Sitzt er fest und ist er grün und glatt, sind die Kirschen genau zum richtigen Zeitpunkt geerntet worden. Achten Sie außerdem darauf, dass die Außenhaut der Früchte voll ausgefärbt ist und glänzt. Denn Kirschen gehören zu den Obstsorten, die nach dem Ernten nicht mehr nachreifen.

2. Regional pflücken

Schauen Sie mal nach, ob es Angebote zum Selberpflücken bei Obstbauern in Ihrer Nähe gibt. Frischer und regionaler geht's kaum! Und ganz nebenbei macht es auch viel Spaß die leckere Nascherei zusammen mit der Familie zu pflücken.

3. Schnell verbrauchen

Kirschen kann man leider nicht lange aufbewahren oder lagern. Frisch vom Baum oder Wochenmarkt schmecken sie aber sowieso am besten, da kann man eigentlich gar nicht lange widerstehen. Wenn doch, sollten Sie die Früchte nach dem Pflücken oder Kaufen innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbrauchen.

Die Süßkirsche wird wegen ihres süßen Aromas sehr gerne frisch gegessen, aber auch in Kuchen und Marmeladen weiterverarbeitet. Die Sauerkirsche enthält mehr Fruchtsäure und wird daher vermehrt zum Backen, Einmachen und Kochen verwendet.

4. Nur mit Stiel aufbewahren

Wenn Sie Kirschen für kurze Zeit aufbewahren möchten, dann legen Sie sie am besten ins Gemüsefach des Kühlschranks. Sortieren Sie vorher Früchte mit Rissen oder Quetschungen aus und lassen Sie den Stiel an der Kirsche, denn das beugt Fäulnis vor. Waschen sollten Sie die Kirschen erst kurz bevor Sie sie essen. Sonst halten sie nicht so lange.

Illustration von zwei Kirschen

5. Mit Stein einfrieren

Kirschen lassen sich gut mit Stein einfrieren. Die gewaschenen und entstielten Früchte dazu am besten zuerst einzeln ausgelegt auf einem Backblech oder einem Teller mit Backpapier in der Gefriertruhe anfrieren lassen. Dann zusammen in eine Tüte geben. So kleben sie später nicht zusammen und sind einzeln portionierbar. Bei Bedarf die Kirschen langsam an der Luft auftauen lassen oder noch gefroren für Aufläufe und Kuchen verwenden. So ist auch im Winter gut Kirschen essen.

6. Einfach entsteinen

Das Entsteinen von Kirschen kann ziemlich lästig sein. Wir haben da aber einen Tipp für Sie, wie es leichter geht: Legen Sie die Früchte vor dem Entsteinen ein paar Minuten ins Gefrierfach. Der Stein löst sich besser und das Fruchtfleisch bleibt fester.

7. Leuchtend rote Farbe

Kirschsaft ist sehr farbintensiv und verfärbt die Hände, wenn Sie mit Kirschen arbeiten. Tragen Sie deshalb am besten Einmalhandschuhe beim Schneiden und Entkernen der Früchte. Wenn Ihre Hände schon verfärbt sind, bekommen Sie sie mit frischem Zitronensaft wieder sauber. Den Saft kurz in die Hände einreiben und danach eincremen nicht vergessen!

8. Hilfe bei Kirschflecken

Und wenn doch mal etwas schief geht: Gegen Kirschflecken auf Kleidungsstücken hilft warmes Laugenwasser aus normaler Seife oder Gallseife. Die Kleidung für ein paar Stunden darin einlegen. Danach den Fleck mit Milch oder Mineralwasser behandeln und am besten über Nacht einweichen lassen. Anschließend wie gewohnt in der Waschmaschine waschen.

Rote Kirschen

9. Kirschen und Wasser

Die Warnung der Großmütter klingt uns noch in den Ohren: Auf Kirschen darf man kein Wasser trinken. Auch das beliebte Kinderspiel „Kirschen gegessen“ basiert auf dieser alten Weisheit. Zum Glück stimmt das nur teilweise. Auf der Schale der Kirschen sitzen Hefekeime, die im Magen zu gären beginnen können. Früher, als das Trinkwasser noch stärker mit Bakterien und Keimen belastet war, war das keine Seltenheit. Man bekam Bauchschmerzen. Bei der heutigen Trinkwasserqualität ist das aber zum Glück kein Problem mehr. Zu einer Portion Kirschen können Sie also unbedenklich ein Glas Wasser trinken.

Wenn Sie allerdings eine riesige Menge Kirschen sehr hastig und auf einmal essen, können Sie schon Bauchweh bekommen. Denn im Darm entstehen bei der Verdauung von Obst natürliche Gase, die in größeren Mengen Blähungen hervorrufen können.

10. Kirschkerne gegen Wehwehchen

Und am Ende bleiben ganz, ganz viele Kirschkerne übrig: Daraus können Sie Kirschkernkissen machen, die für allerlei Wehwehchen, seien es Nacken- oder Bauchschmerzen Linderung versprechen. Dazu die Kirschkerne in Essig einlegen, damit sich alle Fruchtfleischreste lösen. Danach gut waschen und vollständig trocknen lassen. Anschließend die Kerne in eine Kissenhülle füllen und zunähen. Je nach Beschwerden kann das Kirschkernkissen im Gefrierfach gekühlt oder im Backofen erwärmt werden. Fertig!

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Der süße Saure

Rhabarber

Der süße Saure – Die 10 wichtigsten Fragen

Illustrierte rote Rhabarberstangen
Wenn’s jetzt in großen Schritten Richtung Sommer geht, kommt der Rhabarber als saure Erfrischung gerade recht. Wir beantworten die 10 wichtigsten Fragen zu den sauren Stangen, sodass Sie die Rhabarberzeit von Anfang bis Ende genießen können.

1. Wann beginnt die Rhabarbersaison?

Bereits im April können die ersten Rhabarberstangen im Garten geerntet werden. Sobald die Stiele mindestens 25 cm lang sind und sie die grünlich-rote Farbe bekommen, sind sie reif und erntebereit. Ernten Sie am besten so früh wie möglich, denn zu Beginn der Ernte schmeckt der Rhabarber noch besonders mild.

2. Warum darf man Rhabarber nur bis Juni ernten?

Ende Juni treiben Rhabarberpflanzen ein zweites Mal aus. Trotzdem wird nach dem Johannistag am 24. Juni kein Rhabarber mehr geerntet. Das liegt daran, dass dieser zweite Wachstumsschub der Regeneration der Pflanze dient. Gönnen Sie ihr diese Ruhephase, damit die Ernte auch im nächsten Jahr wieder erfolgreich ausfällt.
Was ebenfalls gegen einen Verzehr nach dem 24. Juni spricht ist der steigende Säuregehalt in den Stängeln, der den Rhabarber weniger bekömmlich werden lässt. Dann kann eine größere Portion sogar gesundheitsschädigend sein.

3. Wie und wann pflanzt man Rhabarber an?

Am wohlsten fühlt sich die Rhabarberpflanze an einem sonnigen Ort in lockerer, nährstoffreicher Erde. Sie können den Rhabarber aber auch als Kübelpflanze auf Ihrem Balkon oder der Terrasse anpflanzen. Für den Anbau im Topf eignen sich die Sorten mit einem roten Stiel am besten.
Wer jetzt im Frühjahr pflanzt, kann in zwei Jahren die ersten Stangen ernten. Übrigens ist die Rhabarberpflanze sehr pflegeleicht und wird nur ganz selten von Schädlingen und Krankheiten befallen.

Grüne Rhabarberstangen auf Holztisch

Grüner Rhabarber mit grünem Fruchtfleisch

  • herb-saurer Geschmack
  • muss vor dem Kochen unbedingt geschält werden
  • eignet sich als Gemüsebeilage zu pikanten Gerichten
  • Sorten: Esta, The Sutton
Roter Rhabarber mit grünem Fruchtfleisch auf Holzbrett

Roter Rhabarber mit grünem Fruchtfleisch

  • mild-säuerlicher Geschmack
  • mittlerer Säuregehalt
  • eignet sich besonders für Kuchen, süßes Gebäck und Rhabarbersaft
  • Sorten: Goliath (diese Sorte findet man am häufigsten in den Supermärkten)
Roter Rhabarber auf Holztisch

Roter Rhabarber mit rotem Fruchtfleisch

  • fein süßlicher Geschmack mit beerigem Aroma
  • müssen vor dem Kochen nicht geschält werden
  • eignen sich prima für Rhabarberkompott, Marmelade und Sirup
  • Sorten: Holsteiner Edelblut, Red Valentine, Frambozed Rood (auch als Himbeer- oder Erdbeerrhabarber bekannt)

4. Wie erntet man Rhabarber?

Um der Rhabarberpflanze nicht zu schaden, sollten Sie die Stangen nicht mit dem Messer abschneiden. Umfassen Sie stattdessen den Stängel möglichst weit unten und drehen Sie ihn im Uhrzeigersinn heraus. Außerdem sollten Sie bei der Ernte mindestens die Hälfte, besser aber zwei Drittel der Stangen stehen lassen, da die Pflanze ansonsten zu schwach ist, um sich richtig zu regenerieren.
Ist der Rhabarber einmal geerntet, sollte er möglichst bald zubereitet werden, da er sehr schnell austrocknet. In ein feuchtes Tuch gewickelt lassen sich die Stangen bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren.

5. Ist Rhabarber giftig?

Tatsächlich kann Rhabarber in größeren Mengen Vergiftungserscheinungen auslösen. Das liegt an der Oxalsäure, die in der Rhabarberpflanze enthalten ist. Ihr verdankt der Rhabarber auch seinen sauren Geschmack.
Das bedeutet aber nicht, dass der Verzehr von Rhabarber gefährlich ist. Mit der richtigen Zubereitung ist der Rhabarbergenuss unbedenklich. Nur zu viel sollten Sie davon nicht essen, auch wenn's noch so lecker ist. 
Wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie ein pelziges Gefühl auf den Zähnen bekommen, nachdem Sie Rhabarber gegessen haben. Auch das liegt am hohen Säuregehalt des Rhabarbers. Damit der Zahnschmelz nicht verletzt wird, sollte mit dem Zähneputzen etwa eine Stunde bis nach dem Rhabarber-Essen gewartet werden.

6. Was kann man vom Rhabarber verwenden?

Rhabarberblätter enthalten deutlich mehr Oxalsäure als die Stangen und sind deshalb nicht nur ungenießbar, sondern auch gefährlich. Deshalb immer die Blätter abreißen, bevor Sie den Rhabarber weiterverarbeiten. Sind die Rhabarberstangen schon etwas älter, sollte auch die Schale entfernt werden. Dadurch reduziert sich der Oxalsäuregehalt und der Rhabarber wird bekömmlicher.
Die restliche Rhabarberpflanze kann ohne Bedenken in der Küche verwendet werden.
Die geschälten Stangen eignen sich wunderbar zum Kochen und Backen von Rhabarberkuchen. Und auch die Blüten sind essbar und viel zu schade, um weggeworfen zu werden.

7. Wie schält man Rhabarber?

Nachdem Sie die Blätter entfernt haben, müssen die Stangen unter fließendem Wasser gründlich abgewaschen werden. Es empfiehlt sich, auch das trockene und holzige Stielende abzuschneiden.
Dann können Sie mit dem Schälen beginnen: Die faserige Haut entfernen Sie ganz einfach mit einem kleinen Küchenmesser. Setzen Sie das Messer am oberen Ende, wo die Blätter entfernt wurden, an und ziehen Sie die harten Fasern nach unten hin ab, bis keine Fäden mehr vorhanden sind.

8. Kann man Rhabarber roh essen?

Roher Rhabarber ist zwar eigentlich nicht giftig. Er enthält nur mehr Oxalsäure. Diese wird beim Kochen, Dünsten und Blanchieren aus dem Rhabarber herausgelöst und geht ins Kochwasser über. Das macht den Rhabarber bekömmlicher. Am besten wird die Säure entzogen, wenn Sie den Rhabarber vor dem Kochen in Stücke schneiden.

JETZT IST SOMMER – Nichts schmeckt so sehr nach Sommer wie die ersten Erdbeeren des Jahres. Am besten schmecken sie im Kuchen, Tiramisu oder als Marmelade. Die 6 leckersten Erdbeer-Rezepte aus Bayern, Südtirol, Österreich und der Schweiz.

9. Kann man Rhabarber einfrieren?

Sie wollen die Rhabarbersaison am liebsten gar nicht enden lassen? Keine Sorge, Rhabarber lässt sich prima einfrieren. Eingefroren hält er sich sogar ein ganzes Jahr, bis es den nächsten frischen Rhabarber gibt.
Bevor Sie die Stangen portionsweise in Gefrierbeuteln oder –behältern einfrieren, sollten Sie den Rhabarber waschen, gut trocknen lassen, schälen und in Stücke schneiden.
Wenn Sie den Rhabarber später wieder aus dem Gefrierschrank holen, können Sie ihn ohne aufzutauen weiterverarbeiten.
Eine andere Möglichkeit, den Rhabarbergeschmack zu konservieren, ist das Einlagern als Rhabarbermarmelade oder leckeres Rhabarberkompott.

10. Ist Rhabarber Obst oder Gemüse?

Auch wenn der Rhabarber fruchtig-sauer im Geschmack ist und wie Obst zubereitet wird, gehört er eigentlich ins Gemüsefach. Botanisch zählt er zu den Knöterichgewächsen und ist beispielsweise mit dem Sauerampfer verwandt. Im Supermarkt findet man ihn jedoch meistens trotzdem im Obstregal.

Recherche: Simone Zwikirsch

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10 Kinderspiele von früher

Kinderspiele für draußen

10 lustige Spiele, die schon Ihre Eltern als Kinder gespielt haben

Kinderspiele - Fischer wie tief ist das Wasser?
Kinder gab’s früher viele – aber wenige Spielsachen. Langweilig wurde es trotzdem nie! Ein Ball, ein Seil, ein paar Steine und die Freunde aus der Nachbarschaft genügten. Diese 10 Spiele verhießen endlosen Spaß:

1. Fischer, wie tief ist das Wasser?

Kinderspiele – Fischer, wie tief ist das Wasser

Anzahl der Spieler
Mindestens 4 (aber je mehr, desto lustiger!)

Spielregeln
Vor Spielbeginn werden im Abstand von etwa vier bis fünf Metern zwei Linien markiert. Jede Linie ist ein Ufer, der Bereich dazwischen das Wasser. An einem Ufer, also hinter einer der Linien, steht der Fischer, am anderen Ufer stehen die Mitspieler.

Sie rufen: „Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Der Fischer nennt irgendeine Tiefe, er antwortet zum Beispiel: „10 Meter!“

Darauf fragen die Kinder: „Wie kommen wir hinüber?“ Jetzt darf sich der Fischer ausdenken, wie die Kinder ans andere Ufer kommen sollen. Er ruft zum Beispiel: „Auf einem Bein hüpfend“ oder „Rückwärts laufend“.

Nun setzen sich die Kinder in der befohlenen Gangart in Bewegung. Während sie versuchen, über das Wasser zu kommen, versucht der Fischer, so viele wie möglich zu fangen. Er bewegt sich dabei genauso wie die anderen, also auf einem Bein, rückwärts, mit geschlossenen Augen oder dergleichen.

Wer gefangen wurde, hilft dem Fischer in der nächsten Runde beim Fangen. Wer als Letzter übrig bleibt, hat gewonnen.

2. Prellball

Anzahl der Spieler
1 bis unbegrenzt

Spielregeln
Zuerst wird mit Kreide eine Kästchen-Leiter von 1 bis 10 auf den Boden gemalt. Die Kästchen dürfen nicht zu klein sein!

Der Startspieler wirft den Ball so ins erste Feld, dass er wieder zu ihm zurückspringt. Nun darf der Ball aber nicht gefangen werden, sondern er wird mit der flachen Hand in das nächste Feld geprellt und so weiter, bis er der Reihe nach in jedem Feld war.

Landet der Ball nicht im richtigen Feld, ist der nächste Spieler an der Reihe. Der, der den Fehler gemacht hat, darf – wenn er wieder an der Reihe ist – in dem Feld beginnen, das er zuletzt fehlerfrei geschafft hatte. Er darf den Ball also in dieses Feld werfen und dann von da aus weiterprellen.

Wer zuerst in alle Kästchen getroffen hat, ist Sieger.

3. Hüpf-Schnecke

Anzahl der Spieler
2 bis unbegrenzt

Spielregeln
Es wird ein Spielfeld in Form einer Schnecke auf den Boden gezeichnet und in einzelne Kästchen unterteilt. Diese sollten so groß sein, dass man bequem hinein hüpfen kann.

Nun versuchen die Mitspieler nacheinander auf einem Bein vor und zurück durch alle Kästchen zu hüpfen, ohne dabei eine Linie zu berühren. Wer es schafft, darf danach ein beliebiges Kästchen sperren.

Alle anderen Hüpfer müssen dann dieses Kästchen überspringen, nur der, der es gesperrt hat, darf sich bei seinen folgenden Sprüngen darauf ausruhen. Gut ist, wenn jedes Kind „sein“ Kästchen mit einer anderen Farbe sperrt, so dass man immer weiß, welches wem „gehört“.

Auf diese Weise wird es immer schwieriger, die Schnecke fehlerfrei zu schaffen. Wer als Letzter ganz durchkommt, ist Sieger dieses Kinderspieles.

4. Stöckeln

Kinderspiele - Stöckeln

Anzahl der Spieler
Ab 2 (aber je mehr, desto spannender!)

Spielregeln
Als „Stöckel“ braucht man einen etwa 20 Zentimeter hohen Holzpflock mit ungefähr 12 Zentimetern Durchmesser. Außerdem muss sich jeder Spieler eine Wurfscheibe suchen, zum Beispiel einen großen, möglichst flachen Stein.

Das Stöckel wird fest in den Boden gesteckt. Jeder Mitspieler muss als Einsatz 1 oder 2 Cent auf das Stöckel legen.

Dann stellen sich alle etwa 8 Meter davon entfernt auf und werfen nacheinander mit ihren Wurfscheiben gegen das Stöckel. Trifft der Werfer, sodass Münzen zu Boden fallen, darf er alle an sich nehmen, die ihre Kopf-Seite zeigen. Die anderen kommen zurück auf das Stöckel. Sind keine Münzen mehr übrig, beginnt eine neue Runde mit neuem Einsatz.

Liegt noch Geld auf dem Stöckel, obwohl alle Spieler geworfen haben, versuchen es alle noch einmal vom „Schlagziel“ aus, das heißt, sie werfen nun aus etwa 3 Metern Entfernung. Den ersten Wurf hat der, dessen Wurfscheibe vorher am nächsten beim Stöckel lag, es folgt der Nächstbeste und so weiter.

Bleibt auch beim Schlagziel-Werfen noch Geld auf dem Stöckel liegen, so kommt es zu den neuen Einsätzen dazu. Bei der nächsten Runde ist also mehr zu holen. Die neue Runde beginnt der schlechteste Werfer der letzten Runde.

5. Triff ins Feld

Anzahl der Spieler
2 Mannschaften mit je mindestens 2 Spielern

Spielregeln
Mit Kreide wird ein etwa 25 x 50 Zentimeter großes Rechteck auf den Boden gezeichnet und durch eine Mittellinie halbiert. In eine Hälfte wird ein Stein gelegt.

Nun sucht sich auch jeder Spieler einen mittelgroßen Stein und versucht, damit aus etwa 3 Metern Entfernung in das Kästchen mit dem Stein zu treffen.

Gelingt es ihm, bekommt seine Mannschaft dafür 3 Punkte. Landet der Stein im anderen Feld, gibt es einen Punkt. Bleibt der geworfene Stein außerhalb der beiden Felder liegen, gibt es keinen Punkt.

Die Spieler der beiden Mannschaften sind abwechselnd an der Reihe. Das Team, das am Ende die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

6. Pfandhüpfen

Kinderspiele - Pfandhüpfen

Anzahl der Spieler
Mindestens 4 bis unbegrenzt

Spielregeln
Man braucht ein langes Springseil, das von zwei Kindern geschwungen wird.

Die anderen Mitspieler suchen sich jeweils einen Gegenstand als Pfand. Das kann ein Stein sein, ein kleiner Ball, was halt gerade so herumliegt.

Die Pfänder werden etwas entfernt auf einer Seite des Seils abgelegt, auf der anderen stellen sich die Spieler auf.

Sobald das Seil schwingt, läuft der Erste hindurch und holt sein Pfand. Mit diesem springt er dann wieder in das Seil hinein und fragt: „Was soll das Pfand in meiner Hand?“ Die anderen Mitspieler rufen ihm daraufhin zu, was er machen muss. Zum Beispiel 10-mal auf einem Bein hüpfen, in der Hocke hüpfen und so weiter.

Wer die Aufgabe nicht schafft, muss sein Pfand zurücklegen und es später erneut versuchen. Wer seine Aufgabe fehlerfrei erledigt, darf sein Pfand behalten und ist in dieser Runde fertig.

7. Tunnelkriechen

Anzahl der Spieler
2 Mannschaften mit je mindestens 4 Spielern

Spielregeln
Jede Mannschaft stellt sich mit gegrätschten Beinen hintereinander in einer Reihe auf, so dass die Beine einen Tunnel bilden.

Auf ein Kommando hin dreht sich das erste Kind in jeder Reihe um und krabbelt blitzschnell durch den Tunnel nach hinten, wo es sich sofort wieder mit gegrätschten Beinen in die Reihe stellt. Sobald es steht, gibt es seinem Vordermann einen Klaps, der gibt ihn nach vorne weiter. Kommt der Klaps bei dem Kind an, das jetzt ganz vorne steht, kriecht dieses durch den Tunnel und so weiter.

Es gewinnt die Mannschaft, deren Start-Kriecher am schnellsten wieder am Anfang der Reihe steht.

8. Kirschen gegessen

Kinderspiele - Kirschen gegessen

Anzahl der Spieler
Ab 2 (mehr Spaß macht’s in größerer Runde)

Spielregeln
Bei zwei Spielern stehen sich die Kinder gegenüber, bei mehreren bilden sie einen Kreis. Die Kinder werfen sich reihum oder auch wahllos – je nach Absprache – einen Ball zu.

Wer ihn erstmals fallen lässt, hat „Kirschen gegessen“.
Bei seinem zweiten Fehler hat er „Wasser getrunken“.
Beim dritten Fehler hat er „Bauchweh bekommen“.
Beim vierten Fehler ist der „Doktor gekommen“.
Beim fünften Fehler wird der Patient „ins Krankenhaus gebracht“.
Beim sechsten Fehler ist er „gestorben“. Damit scheidet er als Mitspieler aus.
Wer am längsten „überlebt“, ist Sieger.

Bei den Mädchen hieß dieses Spiel auch „Verliebt, verlobt, verheiratet“. Beim ersten Fehler war man verliebt, beim zweiten verlobt, beim dritten verheiratet, beim vierten geschieden und damit raus.

9. Ochs am Berg

Anzahl der Spieler
Mindestens 3 bis unbegrenzt

Spielregeln
Ein Spieler ist der Ochse und steht mit dem Rücken zu den anderen, die sich weiter von ihm entfernt in einer Reihe nebeneinander aufstellen.

Nun ruft der Ochse: „Ochs am langen, langen, langen ... Berg!“ Das Wort „langen“ kann er so oft sagen, wie er möchte.

Sobald der Ruf beginnt, dürfen die anderen Spieler losgehen oder auch loslaufen – bis sie das Wort „Berg!“ hören. Bei diesem Wort dreht sich der Ochse blitzschnell um und schickt jeden, den er sich noch bewegt, zurück auf seine Startposition.

Wer als Erster den Ochsen erreicht, hat gewonnen und wird der nächste Ochse.

10. Versteinern

Anzahl der Spieler
Mindestens 5 (wenn’s mehr sind, umso besser)

Spielregeln
Zunächst einigen sich die Spieler auf ein Spielfeld, zum Beispiel die ganze Rasenfläche im Garten, nur die Einfahrt oder Ähnliches. Dann wird ein Spieler zum Fänger bestimmt.

Auf „Los“ geht’s los und der Fänger versucht, die anderen zu fangen, das heißt: zu berühren. Wen er berührt, der „versteinert“. Der „Versteinerte“ muss sofort mit gegrätschten Beinen stehen bleiben.

Der Versteinerte kann aber „erlöst“ werden, das heißt er darf wieder weiterlaufen, wenn ein anderer Spieler zwischen seinen Beinen hindurch kriecht, ohne dabei natürlich selbst vom Fänger erwischt zu werden.

Wenn es dem Fänger gelungen ist, alle zu versteinern, wird ein neuer Fänger bestimmt.

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Von glücklichen Bauern

Biohof Hirschvogel

Von glücklichen Bauern

Die Biobauern Katharina und Georg Hirschvogel sitzen in einer Wiese
Mit einem kleinen Nebenerwerbsbetrieb haben Katharina und Georg Hirschvogel angefangen. Mit viel Mut zum Risiko sind sie erfolgreiche Biobauern geworden.

Glückliche Kühe grasen auf einer saftigen Weide. Glückliche Schweine suhlen sich im Schlamm. Glückliche Hennen trippeln gackernd über die Hühnerleiter.

Glückliche Bauern? – Sehen aus wie Georg Hirschvogel. Vor einer großen, zweckmäßigen Lagerhalle springt der 27-Jährige von seinem Hightech-Traktor. Ein junger Bursche in Shorts, T-Shirt und Wanderstiefeln. Lachende Augen, fester Händedruck, ein gstandnes Mannsbild von knapp zwei Metern.  Zu so einem Kerl muss fast jeder aufschauen.

Ein Power-Paar: Katharina und Georg Hirschvogel managen ihren Bauernhof hoch professionell.

Auch seine Frau Katharina, aber nur im wortwörtlichen Sinn. Beim Fachsimpeln über die Landwirtschaft sind die beiden sofort auf Augenhöhe: Zwei Profis, ein Power-Paar, das gemeinsam den eigenen Bio-Bauernhof im bayerischen Maisach bei München bewirtschaftet.

Ein Hightech-Traktor fährt über das Feld

Hightech: Ohne moderne Technik läuft bei der Feldarbeit nichts mehr.

 
So wenig die beiden ins Klischee von Bauer und Bäuerin passen, so wenig schaut es bei ihnen nach Bauernhof aus. Neben der modernen Halle, in der die Hühnereier vom Band laufen, und dem imposanten Fuhrpark im Hof wirkt selbst die schöne große Hühner-Wiese, auf der Hofhund Asta ab und zu eine gackernde Henne aufscheucht, wie ein Anachronismus.

Katharina und Georg verbindet die Leidenschaft für ihren Hof.

Das hier ist der Arbeitsplatz der Hirschvogels am Rande Maisachs. Die beiden wohnen im Ort. Und während Georg damit liebäugelt, Haus und Hof einmal zusammenzulegen, winkt Katharina ab. „Wenn wir hier wohnen würden, wären wir ja nur noch in der Arbeit“, sagt sie mit einem kritischen Seitenblick zu ihrem Mann, der den Wink zu verstehen scheint. Georg Hirschvogel ist Landwirt aus Leidenschaft und nur schwer von der Arbeit wegzukriegen.

TEE VON DER ALM – Tee ist die Leidenschaft von Bernhard Koller und Armin Wagner. Die beiden Chiemgauer mischen Bio-Teesorten in ihrer Manufaktur in Traunstein. Für ihre Alpenkräutermischungen kraxeln sie auch auf Berge.

In der Halle lagern Berge von Zwiebeln, daneben – versteckt unter Strohballen – Kartoffeln. „Die brauchen es dunkel, sonst werden sie grün“, erklärt der Bauer.

Gerade ist die Ernte vorbei. Zum Glück hatte das Wetter mitgespielt, es war heiß und staubtrocken. Ideal für die Zwiebelernte. Denn Zwiebeln kann man – anders als Kartoffeln – nicht waschen. „Ist es bei der Ernte auch nur ein bisschen feucht, kleben Erdreste an den Zwiebeln und sie schauen grau aus“, sagt Georg Hirschvogel. „Die kann ich dann nicht verkaufen, der Verbraucher will schöne Zwiebeln.“

Seine Zwiebeln liefert Hirschvogel größtenteils an die Vermarktungsgesellschaft Unser Land.

Dieses Jahr glänzen sie, und den Großteil davon wird der Bauer an Unser Land liefern. Das ist eine Vermarktungsgesellschaft für regionale Produkte in Oberbayern. Zur Zeit ist Bauer Hirschvogel ihr einziger Zwiebellieferant in der Region. Zwiebeln sind tatsächlich ein Nischenprodukt, denn der Anbau ist aufwendiger als beispielsweise der von Getreide.

Einen Teil der Zwiebeln verkauft Katharina Hirschvogel in ihrem Hofladen. Dort bekommen die Kunden auch die frischen Eier der Hühner und alles, was der Hof hergibt. Der Hofladen und die Hühner sind mehr Katharinas Ding.

Doch kompetent ist die 27-Jährige in allen Landwirtschaftsbelangen. Weil sie sich in einen Bauern verliebt hatte, machte sie nach dem Abitur eine Landwirtschaftslehre und studierte anschließend Landwirtschaft an der Hochschule in Weihenstephan.

Gestapelte Eierkartons im Hofladen
Im Hofladen können die Kunden die frischen Eier der Hühner kaufen.

Katharina Hirschvogel beim Verkauf in ihrem Hofladen
Katharina kümmert sich um den Hofladen. Dort gibt es alles, was der Hof hergibt: Kartoffeln, Zwiebeln, Eier ...

Ein Kästchen an der Wand wird zur Kasse
Außerhalb der Öffnungszeiten können sich die Kunden im Hofladen selbst bedienen: Das Geld werfen sie dann ins Kästchen an der Wand.

Ganz so geradlinig war der Weg von Georg Hirschvogel nicht, obwohl er „Bauer werden“ schon als Bub „so vage“ im Hinterkopf hatte. Der Stiefvater führte eine kleine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Viel aufregender und abenteuerlicher waren die Wochenenden und Ferien beim Onkel, der einen Bullenmastbetrieb hat. Dort konnten Georg und sein Cousin nach Lust und Laune werkeln, ihre eigenen Hühner halten und das pure Landleben genießen.

Aber Georg Hirschvogel lernte auch die Schattenseite kennen. Im Jahr 2000 schwappte die BSE-Seuche, der sogenannte Rinderwahnsinn, von England nach Deutschland. Tausende Rinder wurden geschlachtet, die Verbraucher kauften kein Rindfleisch mehr. Viele Landwirte bangten um ihre Existenz.

Ganz lässt Georg Hirschvogel die Landwirtschaft nicht los.

Dieses Erlebnis ist für Georg Hirschvogel so einschneidend, dass er nach dem Schulabschluss eine Lehre zum Elektriker macht. Doch ganz lässt ihn die Landwirtschaft nicht los. Sein Plan: Den Elektromeister machen und im Nebenerwerb Bauer sein.

Vor dem Meister schiebt er deshalb noch eine Landwirtschaftslehre ein. Er lernt Katharina kennen und ist noch in der Ausbildung, als die Eltern überlegen, ihre Landwirtschaft zu verpachten. In Georg sträubt sich etwas dagegen, „das aus der Hand zu geben“, sodass er und Katharina den Entschluss fassen: „Wir pachten.“

Katharina und Georg Hirschvogel auf ihrem Biohof

Bauern aus Liebe: Katharina und Georg verbindet auch die Leidenschaft für ihren Hof.

Der Start ist alles andere als rosig. „Die ersten Jahre waren schon hart“, erinnert sich Georg Hirschvogel, der den Hof neben seiner Ausbildung führte, dafür viele Überstunden schob und nachts arbeitete. Es fehlte an allem, vor allem an modernem Gerät. „Drei Holzschuppen und alte Maschinen – mehr war nicht da“, erzählt er.

Zunächst betreibt er konventionelle Landwirtschaft, denn das hat der Stiefvater im Pachtvertrag so gefordert. Für den Bauern vom alten Schlag kommt Bio nicht in Frage.

Der Soja-Anbau wird zum Desaster.

Georg jedoch bringen schon seine ersten Erfahrungen mit dem konventionellen Anbau ins Grübeln. Er baut Soja an, aber der Distelfalter macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Er muss gegen den Schädling ein Insektizid spritzen. Weil Regen und die Schule dazwischenkommen, schafft er nicht alle Reihen.

Das Ergebnis und den Anblick hat Georg Hirschvogel nicht vergessen: „Nur die gespritzten Reihen waren gut, die anderen hin.“ Was, fragt er sich, wenn es immer nur mit Gift geht? „Was passiert dadurch mit den Tieren, die im Feld leben? Wenn der Regen das Gift in die Erde wäscht, dann erwischt’s ja auch den Regenwurm. Und was“, sagt er mit einem liebevollen Blick auf seine Frau, „passiert mit uns, auf dem Bulldog?“

BERGHOCHZEIT – Hochzeit feiert man nur einmal im Leben, kirchlich jedenfalls. Wir zeigen Ihnen die 7 schönsten und höchstgelegenen Bergkapellen im Alpenland, in denen Sie kirchlich heiraten können – für Ihr „höchstes“ Glück.

Von diesen Gedanken bis zur Entscheidung, auf biologischen Anbau umzustellen, dauert es nicht lang. In vielen Diskussionen klopfen Georg und Katharina auch den Stiefvater weich.

2010, ein Jahr, nachdem sie gepachtet haben, beginnt die Umstellung. Zwei bis drei Jahre dauert so ein Wechsel, dann ist der Biohof Hirschvogel vom Anbauverband Bioland zertifiziert.

„Wir machen immer alles zack-zack“

Und ab 2014 gibt das Paar richtig Gas. Heirat, Bau der Betriebshalle, weg vom Neben-, hin zum Vollerwerbsbetrieb, der Sprung in die Selbstständigkeit. Es geht Schlag auf Schlag. „So sind wir, wir machen immer alles zack-zack“, beschreibt Georg Hirschvogel seine Frau und sich.

Wieder setzt Georg Hirschvogel auf ein Nischenprodukt. „Wir hatten 18 Hektar Land und mussten damit etwas verdienen“, nennt er als einen der Gründe. Er spricht mit Unser Land und baut Zuckermais an. Bei der Zusammenarbeit mit dem Regionalvermarkter ist es bis heute geblieben. Nur die Anbaufläche hat sich auf stolze 70 Hektar erweitert.

Eine moderne Erntemaschine fährt übers Feld
Mit modernen Maschinen werden die Kartoffeln geerntet.

Die Kartoffeln werden geerntet
Bei der Kartoffelernte helfen Saisonkräfte und die Verwandtschaft.

Die Kartoffeln werden in der Halle eingelagert
Die Kartoffeln werden nach der Ernte in ein dunkles „Versteck“ befördert, damit sie nicht grün werden.

Die Kooperation mit Unser Land hat für die Hirschvogels zum einen den Vorteil, dass sie einen sicheren Abnehmer haben, zum anderen „kümmern sie sich um die Logistik, die Verpackung, die Werbung und all das, womit uns viel Arbeit erspart wird“, sagt Katharina Hirschvogel. „Und eine Gesellschaft wie Unser Land verhandelt leichter mit großen Lebensmittelkonzernen als ein einzelner Bauer“, ergänzt ihr Mann.

Trotzdem sind Katharina und Georg Hirschvogel auch selbst immer rührig, um neue Abnehmer zu finden. Gerade bahnt sich ein Geschäft mit einem Senfhersteller an. Die jungen Bauern werden ihn im nächsten Jahr mit Öl beliefern und deshalb Sonnenblumen anbauen.

Ein sinnvoller Kreislauf ist den beiden sehr wichtig.

Die Sonnenblumen werden gedroschen, gepresst, das Öl wird verkauft, der Dreschkuchen ist Futter für die Hühner, der Hühnerdung wieder Dünger für die Felder. So ergibt sich ein sinnvoller Kreislauf, auf den die Hirschvogels allergrößten Wert legen.

Deshalb wollten sie auf ihrem Hof auch unbedingt Tiere. Dass es Hühner wurden, war das Ergebnis eines einfachen und sehr subjektiven Ausschlussverfahrens: „Ich wollte keine Kühe und meine Frau wollte keine Schweine“, erklärt Georg Hirschvogel und lacht.

Eine Schar Hühner auf dem Biohof der Hirschvogels

Die 3000 Hühner, die die jungen Bauern halten, legen pro Tag etwa 2700 Eier.

Georg Hirschvogel wäre aber nicht Georg Hirschvogel, wenn nicht auch hinter der Hühnerwahl Kalkül stecken würde. Ihm ging und geht es ums „Optimieren“ – da ist der Bauer ganz Unternehmer. Dabei hat Georg Hirschvogel neben den wirtschaftlichen Aspekten auch praktische Dinge im Auge. „Kühe müssen gemolken werden, da ist man zeitlich extrem abhängig“, sagt er.

Die Hühner sind pflegeleichter, weil man hier viel automatisieren kann. „Trotzdem schauen wir mindestens zweimal täglich im Stall nach, ob alles läuft und es den Hühnern gut geht“, fügt Katharina hinzu.

Zwei Tage Urlaub im Jahr reichen.

Das kann aber auch jemand aus der Familie übernehmen. Und so springt für die Hirschvogels wenigstens einmal im Jahr ein Kurzurlaub heraus. Drei Nächte sind Maximum. Nicht wegen der Hühner, sondern wegen Georg Hirschvogel.

„Länger als zwei Tage halte ich es nicht aus, weg zu sein“, gibt er zu. Von seiner Frau kommt kein Protest. Am wohlsten fühlen sich die beiden auf ihrem Hof. Das hört, sieht und spürt man. Und hier passen die jungen Bauern jetzt endlich in ein Klischee – von glücklichen Bauern.


Kontakt
Biohof Hirschvogel  •  Feldenstraße 8  •  82216 Maisach  • www.bio-hirschvogel.de

Text: Rosina Wälischmiller • Fotos: Bethel Fath

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  • Umweltschonend
    Keine chemischen Mittel auf den Feldern, klimafreundlich und ressourcensparend
  • Natürlich
    Organischer Dünger, artenreiche Fruchtfolgen, Verzicht auf Pestizide und Gentechnik

Das höchste Glück

Berghochzeit

Die 7 schönsten Bergkapellen zum Heiraten

Berghochzeit Wendelsteinkirche
Damit es auch wirklich der schönste Tag im Leben wird: eine Berghochzeit! Wir zeigen Ihnen die 7 schönsten und höchstgelegenen Bergkapellen im Alpenland, in denen Sie kirchlich heiraten können

Bergkirchli, Arosa

1900 Meter

Berghochzeit Bergkirchli Arosa

Das Bergkirchli im schweizerischen Kurort Arosa ist bestens geeignet für eine Traumhochzeit fernab von allem Trubel. Das Kirchlein, übrigens das älteste Gebäude in Arosa, ist eingebettet in eine imposante Berglandschaft. Die höchstgelegene Kirche unserer sieben Bergkapellen strahlt durch seine Schlichtheit eine ganz besondere Atmosphäre aus.

Anfahrt:
Das Bergkirchli erreichen Sie und Ihre Hochzeitsgäste ganz bequem mit dem Auto.

Sitzplätze:
Im Bergkirchli haben etwa 70 Personen Platz.

Kontakt:
Evangelisches Gemeindehaus 1
Sekretariat: Isabelle Fritz
CH-7050 Arosa
Tel.: +41 (0)81 3771422

Unser Grüß Gott-Tipp
Das Bergkirchli hat eine tolle Akustik, die Sie unbedingt für die musikalische Gestaltung Ihres Traugottesdienstes nutzen sollten. Auf der historischen Orgel dürfen aber nur zugelassene und instruierte Organisten spielen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auch beim Evangelischen Gemeindehaus.

Kapelle Regina Pacis, St. Moritz

1820 Meter

Berghochzeit Hochzeitskapelle Regina Pacis St.Moritz

Die Bergkapelle Regina Pacis in St. Moritz am Suvretta-Hang bietet Ihnen eine romantische Kulisse für Ihre kirchliche Trauung. Sie können sich auf ein tolles Bergketten-Panorama und idyllische Seenlandschaften freuen. Die Kapelle ist übrigens Maria, der Königin des Friedens geweiht – daher der Name Regina Pacis.

Anfahrt:
Der St. Moritzer Ortsteil Suvretta, in dem die Kapelle Regina Pacis liegt, ist mit dem Auto problemlos erreichbar.

Sitzplätze:
Der Platz in der Kapelle Regina Pacis reicht für etwa 150 Personen.

Kontakt:
Katholische Pfarrei St. Mauritius in St. Moritz
Via Maistra 43
CH-7500 St. Moritz
Tel.: +41 (0)81 837 51 10

Unser Grüß Gott-Tipp
Bleiben Sie doch ein bisschen länger in St. Moritz: Die Oberengadiner Seen laden nach der stressigen Hochzeitsplanung zu Ruhe und Entspannung ein. Mieten Sie sich ein Boot für den Silvaplanersee oder lassen Sie sich mit Europas höchstgelegener Kursschifflinie über den Silsersee schippern. Die Aussicht vom Schiff auf die Bergspitzen lohnt sich in jedem Fall.

Salvenkirchlein auf der Hohen Salve, Kitzbüheler Alpen

1800 Meter

Berghochzeit Salvenkirchlein Kitzbüheler Alpen

Ein besonderer Ort zum „Ja“-Sagen ist auch das Salvenkirchlein auf dem Gipfel der Hohen Salve, mitten in den Kitzbüheler Alpen. In Österreichs höchstgelegener Wallfahrtskapelle heiraten Sie vor einer traumhaften Bergkulisse mit Sicht auf über 70 Dreitausender.

Anfahrt:
Von der Talstation in Hopfgarten bringen zwei moderne Gondelbahnen Sie und Ihre Gäste in 20 Minuten bequem auf den Gipfel.

Sitzplätze:
Im Salvenkirchlein gibt es ungefähr 60 Sitzplätze und zusätzlich noch 20 Stehplätze im hinteren Bereich der Kirche.

Kontakt:
Bergbahnen Hohe Salve
Meierhofgasse 29
A-6361 Hopfgarten im Brixental
Tel.: +43 (0)5335 2238

Unser Grüß Gott-Tipp
Im Anschluss an die kirchliche Trauung können Sie und Ihre Hochzeitsgäste in der nebengelegenen Gipfelalm Hohe Salve feiern – hier sorgt die drehbare Panorama-„Umadum“-Stube für einen imposanten 360-Grad-Bergblick.

Wendelsteinkircherl, Brannenburg

1700 Meter

Berghochzeit Wendelsteinkirche

Hier sind Sie dem siebten Himmel besonders nah. Denn das Kircherl auf dem Wendelstein ist die höchstgelegene Kirche Deutschlands und damit auch der höchste Ort des Landes, an dem Sie sich kirchlich trauen lassen können.

Anfahrt:
Mit der Großkabinen-Seilbahn von Bayrischzell-Osterhofen oder der Zahnradbahn ab Brannenburg gelangen Sie entspannt zum Wendelsteinhaus. Von dort aus sind es nur noch ein paar Meter Fußweg nach oben zur Kirche.

Sitzplätze:
In der Wendelsteinkirche finden rund 35 Personen Platz. Davon sind etwa 20 Sitzplätze.

Kontakt:
Katholischer Pfarrverband Degerndorf-Brannenburg
Kirchenstr. 26
D-83098 Brannenburg
Tel.: +49 (0)8034 90710
, Fax: +49 (0)8034 907116

Unser Grüß Gott-Tipp
Auf dem Wendelstein können Sie auch standesamtlich heiraten: Das Wendelsteinhaus direkt neben der Kapelle stellt jeweils freitags einen Raum für die Trauungszeremonie zur Verfügung. Ansprechpartner hierfür ist das Standesamt Bayrischzell, Tel.: +49 (0)8023 907612.

Steinlingkapelle auf der Kampenwand, Aschau im Chiemgau

1670 Meter

Berghochzeit Steinlingkapelle Kampenwand

Die Steinlingkapelle auf der Kampenwand ist, umgeben von grünen Bergwiesen, ein besonders romantischer Ort für Ihr Ja-Wort. Hier heiraten Sie inmitten einer wunderschönen Naturkulisse mit Ausblick auf den Chiemsee und den Chiemgau.

Anfahrt:
Von der Talstation in Aschau bringt Sie eine festlich geschmückte Gondel der Kampenwandseilbahn in 15 Minuten hinauf zur Talstation an der Sonnenalm. Von hier spazieren Sie und Ihre Gäste über einen fast ebenen Panoramaweg zur Steinlingkapelle.

Sitzplätze:
In der Kapelle gibt es keine Sitzplätze: Lediglich Braut und Bräutigam können drinnen Platz nehmen, die Hochzeitsgesellschaft sitzt auf Bänken vor der Kapelle.

Kontakt:
Kampenwandseilbahn GmbH
An der Bergbahn 8
D-83229 Aschau im Chiemgau
Tel.: +49 (0)8052 4411, Fax: +49 (0)8052 2508

Unser Grüß Gott-Tipp
Für den Weg zurück ins Tal haben Sie ganz verschiedene Möglichkeiten: Von der gemütlichen Gondelfahrt bis zum aufregenden Gleitschirm-Tandemflug ist alles dabei. Und im Winter können Sie sogar die Skipiste runterwedeln.

St.-Kathrein-Kirche, Hafling

1290 Meter

Berghochzeit St. Kathrein

Einer Sage nach soll das St.-Kathrein-Kirchlein in Hafling von Riesen erbaut worden sein. Sagenhaft ist auch seine Lage auf einem Hügel am Hochplateau Tschöggelberg: Mit einem wunderschönen Blick über Meran und die Berge der Texelgruppe ist die Kirche aus dem 13. Jahrhundert genau richtig für eine romantische Berghochzeit.

Anfahrt:
Der Haflinger Teilort Sankt Kathrein ist über eine öffentliche Straße mit dem Auto erreichbar.

Sitzplätze:
In der St.-Kathrein-Kirche gibt es Sitzplätze für etwa 60 Personen: In den Kirchenbänken finden 50 Personen Platz und auf der Empore weitere 10 Personen.

Kontakt:
St.-Kathrein-Kirche
St. Kathreinstraße 14
I-39010 Hafling
Tel.: +39 (0)473 279320

Unser Grüß Gott-Tipp
Zu einer Hochzeit gehört auch eine Hochzeitskutsche – und in Hafling wird die natürlich von Haflingern gezogen. Der Reitstall Sulfner züchtet die aus Hafling stammende Pferderasse und fährt Sie standesgemäß mit einer Haflingerkutsche zu Ihrer kirchlichen Trauung. Reservieren können Sie unter +39 (0)339 5030381.

Hubertuskapelle am Wilden Kaiser, Ellmau

1080 Meter

Berghochzeit Hubertuskapelle Wilder Kaiser

Ein wunderschönes Plätzchen zum Heiraten ist auch die kleine Hubertuskirche auf der Wochenbrunner Alm. Hier können Sie sich inmitten grüner Bergwiesen und vor der eindrucksvollen Kulisse des Kaisergebirges das Ja-Wort geben.

Anfahrt:
Die Wochenbrunner Alm ist bequem mit dem Auto oder Bus zu erreichen.

Sitzplätze:
In der Hubertuskapelle gibt es keine Sitzplätze – die Trauung findet vor der Kapelle statt.

Kontakt:
Pfarramt Ellmau
Kirchplatz 4
A-6352 Ellmau
Tel.: +43 (0)5358 2291

Sprechen Sie den Termin mindestens 3 Monate im Voraus mit der Pfarrei ab. Den Priester für die Trauung müssen Sie selbst organisieren.

Unser Grüß Gott-Tipp
Verbringen Sie doch gleich Ihre Flitterwochen in den schönen Tiroler Bergen! Auf der Wochenbrunner Alm können Sie sich eine romantische Ferienhütte mieten.

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ZWEI HOCHZEITS­BRÄUCHE AUS DEM ALPENLAND

Brautwecken: An ihrem Hochzeitstag wird die Braut früh aus dem Bett gescheucht – mit Böller­schüssen oder Blasmusik. Damit sollen der neue Lebens­abschnitt eingeläutet und böse Geister vertrieben werden. Anschließend gibt’s ein Frühstück. Und den ersten Schnaps.

Berghochzeit Brautstrauß

Brautverziehen: Wenn der Bräutigam auf der Hochzeitsfeier nicht richtig auf seine Braut aufpasst, dann wird sie ihm von den Burschen entführt. Um seine Liebste wiederzu­bekommen, muss er sie mit vielen Flaschen Wein und lustigen Aufgaben auslösen.

Hitzetipps für Balkon und Garten

Hitze im Garten

So kommen Ihre Pflanzen gut durch den Sommer

Hitze im Garten: Blumenbeet mit Gießkanne
Heiße Temperaturen, Trockenheit und schlappe Blätter: Viele Pflanzen leiden unter der großen Sommerhitze. Pflanzenexperte Maximilian Poller vom Gartencenter Seebauer in München hat uns seine Tipps bei Hitze im Garten verraten.

 

Grüß Gott: Welche Pflanzen leiden besonders unter der Hitze?

Maximilian Poller: Vor allem Pflanzen, die sehr viel Blattmasse, also große, weiche Blätter haben, und dadurch besonders viel Wasser verdunsten. Grundsätzlich auch alle Balkon- und Kübelpflanzen, weil hier die Erde und damit die Wasserspeicherfähigkeit begrenzt ist. Viele Pflanzen, die Anfang oder Mitte Mai in Kästen gepflanzt worden sind, befinden sich jetzt in vollem Wachstum und in voller Blüte. Hier müssen Sie generell häufiger gießen als bei Pflanzen, die im Beet wachsen.

♥ Expertentipp:
Die 30-Grad-Marke allein ist oft gar nicht das Problem, sondern vor allem die volle Sonneneinstrahlung. Das bedeutet für Pflanzen sehr viel Stress. Wenn möglich, sollten Sie Ihre Pflanzen über die Mittagshitze, etwa zwischen 11 und 16 Uhr, in den Schatten stellen oder mit einem Sonnenschirm schattieren.

Grüß Gott: Wie oft sollte man Pflanzen bei Hitze gießen?

Maximilian Poller: Die Grundregel lautet: Lieber einmal kräftig und lange gießen als fünfmal nur ein bisschen. Wichtig ist, dass ausreichend gewässert wird, damit das Wasser auch tief in den Boden eindringt und die Wurzeln erreicht. Wenn Sie nur ein bisschen gießen, ist zwar die Oberfläche befeuchtet, aber die Pflanze geht leer aus.

Expertentipp:
Man sollte bei Balkon- und Kübelpflanzen darauf achten, dass beim Wässern nicht unendlich viel Wasser unten herausläuft. Denn so werden viele Nährstoffe und Dünger ausgeschwemmt, die dann für die Pflanze verloren sind. Gießen Sie also am besten nur so viel, dass gerade kein Wasser unten herausläuft, oder Sie stellen einen Untersetzer unter. Hier sollten Sie aber darauf achten, dass im Untersetzer nicht dauerhaft Wasser steht.

Hitze im Garten: Blumenbeet vor einem Haus

 

Grüß Gott: Wann sollte man die Pflanzen bei Hitze gießen?

Maximilian Poller: Perfekt wäre morgens oder abends, weil dann nicht so viel Wasser verdunstet und es besser vom Boden und den Pflanzen aufgenommen werden kann. Bei starker Hitze muss man aber auch mittags und nachmittags kontrollieren, ob die Pflanzen Wasser brauchen, und gegebenenfalls nochmal nachwässern.

Grüß Gott: Muss man beim Wässern etwas Besonderes beachten?

Maximilian Poller: Das Wasser immer direkt auf die Erde gießen und niemals die Blätter nass machen. Das gibt Blattflecken und schadet den Blüten. Wenn Sie eine Regentonne haben, ist dieses Wasser auf jeden Fall vor dem Leitungswasser zum Gießen zu bevorzugen. Denn zum einen ist das Regenwasser nahezu kalkfrei und zum anderen ist es auch perfekt temperiert. Denn manchmal liegen Gartenschläuche auf der Terrasse, sodass sich das Wasser im Schlauch durch die Sonne enorm aufheizt. Das Wasser kann dann teilweise 40 bis 50 Grad haben. Wenn Sie Ihre Pflanzen mit diesem heißen Wasser gießen, ist das sehr schlecht.

Expertentipp:
Beim Gießen kann man auch auf technische Lösungen wie Tröpfchenbewässerung zurückgreifen. Durch die kleinen Tröpfchen, die langsam in die Erde einsickern, werden keine Nährstoffe ausgespült, und die Verdunstung wird reduziert. Das funktioniert auch für Balkonkästen. Zusätzlich spart man sich sehr viel Zeit und auch Wasser.

Grüß Gott: Gibt es spezielle Tipps für die Bewässerung, wenn man im Urlaub ist?

Maximilian Poller: Für die Pflanzenbewässerung im Urlaub gibt es nur zwei sinnvolle Möglichkeiten. Zum einen können Freunde oder Nachbarn den Gießdienst übernehmen. Mit der Vertretung sollten Sie aber unbedingt vorher einen Rundgang durch den Garten machen und eine Checkliste erstellen, was wann und wieviel gegossen werden soll. Zum anderen gibt es technische Lösungen durch Tröpfchenbewässerung und automatische Versenkregner. Hier sollten man genügend Vorlaufzeit für die Installation und Justierung einplanen. Für Kurztrips übers Wochenende reichen oft schon Gefäße mit Wasserspeicher. Diese können die Pflanzen, abhängig vom Wetter, für ein paar Tage mit Wasser versorgen.

Expertentipp:
Sogenannte „Durstkugeln“ oder Wasserflaschen, die verkehrt herum in die Erde gesteckt werden oder die Versorgung über Wollfäden aus einem daneben stehenen Wassergefäß sind oft unberechenbar und können nur eingesetzt werden, wenn man genügend Erfahrung mit persönlicher Anwesenheit beim Einsatz gesammelt hat.
 

Hitze im Garten: Rasen wird mit einem Rasensprenger bewässert

 

Grüß Gott: Wie bewässert man den Rasen richtig?

Maximilian Poller: Der Rasen sollte sehr gründlich gewässert werden, sodass das Wasser auch in die Tiefe eindringen kann. Viele Menschen machen den Fehler und sprengen den Rasen jeden Tag für eine halbe Stunde. So wird zwar die Oberfläche befeuchtet, aber der Rasen bildet keine Wurzeln in die Tiefe aus und kann sich so nicht an eine Trockenzeit anpassen. Eine intensive und längere Bewässerung in einem größeren Zeitabstand ist wesentlich besser für den Rasen als tägliches und nur oberflächliches Gießen.

Grüß Gott: Wie viel Wasser braucht der Boden?

Maximilian Poller: Richtig gut gegossen ist der Boden mit 20 bis 30 Litern pro Quadratmeter. Selbst nach einem Gewitterschauer muss man oft nochmal nachwässern.

Expertentipp:
Ein Regenmesser ist hier besonders praktisch. So sehen Sie auf einen Blick, wie viel Regen der letzte Schauer tatsächlich gebracht hat und ob Sie nochmal nachgießen müssen.

Grüß Gott: Wann sollte man den Rasen mähen?

Maximilian Poller: Wichtig ist, dass Sie den Rasen nicht zu kurz mähen. Denn wenn die Halme länger sind, verdunstet weniger Wasser und der Rasen kann sich selbst Schatten spenden. Richtig gut gewässert, kann man den Rasen aber ohne Weiteres auch bei höheren Temperaturen bevorzugt am Abend mähen.

Hitze im Garten: Buchsbäume

Grüß Gott: Darf man bei Hitze Buchs oder Thuja schneiden?

Maximilian Poller: Buchs oder Thuja sollte man an heißen Tagen nicht zurückschneiden. Denn der neue Blattzuwachs, den man beim Schnitt kürzt, beschattet die darunterliegenden Blätter. Von einer Stunde auf die andere bekommen dann diese Blätter plötzlich die volle Sonneneinstrahlung ab. Das kann leicht zu Sonnenbrand führen. Diese Aufgabe sollten Sie lieber an einem bedeckten Tag, an dem es nicht ganz so heiß ist, erledigen und Buchs oder Thuja währenddessen mit viel Wasser versorgen.

Grüß Gott: Muss man auch Bäume wässern?

Maximilian Poller: Ein Baum oder Gehölz, das schon seit zwei oder drei Jahren im gewachsenen Boden verwurzelt ist, muss man bei Hitze nicht bewässern. Erst, wenn eine starke Hitzewelle drei oder mehr Wochen anhält und man sieht, dass ein Baum anfängt zu leiden, kann man natürlich gießen. Allerdings spricht man hier dann von ganz anderen Wassermengen als bei Kübelpflanzen. Denn die feinen Wurzeln des Baumes, die das Wasser aufnehmen, sind tief im Boden verwurzelt. Da braucht man für einen Baum schon mal locker 30 bis 40 Liter Wasser pro Quadratmeter, damit es auch etwas bringt.

Grüß Gott: Darf man bei Hitze im Garten düngen?

Maximilian Poller: Man darf bei Hitze düngen, sollte aber darauf achten, dass die Pflanze in dem Moment nicht komplett ausgetrocknet ist oder schlappt. Auch sollte die Düngerkonzentration immer eingehalten werden.

Hitze im Garten: Gemüse- und Blumenbeet

Grüß Gott: Was kann man tun, wenn eine Pflanze Anzeichen von Vertrocknung zeigt?

Maximilian Poller: Der erste Schritt ist, die Pflanze aus der Sonne in den Schatten zu holen. Der zweite Schritt, die Pflanze mindestens 10 Minuten in einen Eimer mit Wasser stellen, damit sich die Erde komplett vollsaugen kann. Dann heißt es erstmal ein paar Tage abwarten und normal weitergießen. Denn viele Pflanzen richten sich nach einiger Zeit wieder auf. Was dann vertrocknet oder gelb ist, sollte man zurückschneiden.

Expertentipp:
Man muss ein bisschen Geduld haben und darf die Hoffnung nicht gleich aufgeben. Es zeigt sich erst ein paar Tage später, ob sich die Pflanze erholt hat. Das Schlappen vom Blatt ist eine natürliche Schutzreaktion der Pflanze, um sich von der Sonne abzuwenden und die Oberfläche zu reduzieren.

MEIN PARADIES – Im Bauerngarten wachsen Blumen und Stauden, Küchen- und Heilkräuter. Wenn Sie einen Bauerngarten anlegen möchten, dann reichen schon ein Beet – oder ein paar Kästen auf dem Balkon.

Grüß Gott: Wie kann man den Gartenteich vor Wärme schützen?

Maximilian Poller: Prinzipiell sollte ein Teich immer leicht im Schatten angelegt sein. Zumindest partiell am Tag sollte zum Beispiel ein Baum über die Mittagshitze Schatten spenden. Wenn das nicht der Fall ist, den Teich mit einem großen Sonnenschirm beschatten.

Grüß Gott: Wie schützt man Blumen oder Sträucher, wenn ein Gewitter aufzieht?

Maximilian Poller: Mit Stäben oder Rankhilfen können hohe, freistehende Stauden oder Blumen abgestützt werden. Gut festbinden, damit sie nicht umknicken.

Expertentipp:
Kübelpflanzen vor einem drohenden Gewitter lieber selbst vorsichtig hinlegen, dann werden sie nicht auf einen Schlag vom Wind umgerissen.

Pflanzenexperte Maximilian Poller kommt aus der Gegend um Traunstein im schönen Chiemgau und arbeitet seit 9 Jahren im Gartencenter Seebauer in München. Dort ist er stellvertretender Abteilungsleiter für den Zimmerpflanzenbereich und gibt gerne seine Pflanzen- und Gartentipps an interessierte Kunden weiter. Studiert hat er Gartenbau an der Fachhochschule in Freising.

Schädlinge beseitigen
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Ungebetene Gäste im Garten

Schädlinge beseitigen

So schützen Sie Ihren Garten vor gefräßigen Gästen

Schädlinge: Marienkäfer frisst Blattläuse
Gartenarbeit könnte so schön sein – gäbe es nicht die vielen lästigen Schädlinge. Im Frühsommer vermehren sich Schnecken, Dickmaulrüssler, Wühlmäuse, Ameisen und Blattläuse wie … nun ja, wie die Blattläuse halt. Mit diesen Hausmitteln und Gartentipps bekommen Sie die Lage in den Griff.


Was hilft gegen Schnecken?

Schädlinge: Schnecke frisst Salat

Salatpflanzen stehen auf dem Speiseplan von Schnecken ganz oben, und nach regnerischen Nächten hat der Gärtner den Salat, den zerfressenen. Auch wenn Sie sich ärgern: Verzichten Sie auf den vorschnellen Einsatz von Schneckenkorn! Das Zeug schadet nämlich nicht nur den Schnecken. Stattdessen gibt es wirkungsvolle Hausmittel, die Schnecken so gar nicht mögen.

Trockene Wege
Schnecken mögen es feucht und meiden daher trockene Wege und raue Oberflächen. Streuen Sie Ringe aus Kalk, Sägemehl oder Asche rund um die Pflanze, und die Schädlinge halten sich von Ihren Salatblättern fern. Nach Regen verliert die Barriere allerdings ihre Wirkung und es muss nachgestreut werden.

Intensive Gerüche
Wo es nach Zwiebeln, Knoblauch und mediterranen Kräutern riecht, gehen Schnecken nicht auf Nahrungssuche. Mit Lavendel-, Thymian- oder Rosmarinpflanzen im (und ums) Gemüsebeet halten Sie Schnecken auf Distanz.

Kaffee
Kaffeesatz ist nicht nur ein natürlicher Pflanzendünger, sondern auch ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Schnecken. Eine geringe Menge, um die Pflanze gestreut, hält die Tiere vom Fressen ab und vertreibt sie von ihrer Lieblingsspeise. In großen Mengen wirkt das Koffein wie ein Nervengift und ist für Schnecken sogar tödlich.

Absammeln
Eine zeitintensive, aber effektive Methode der Schneckenbeseitigung ist das tägliche Absammeln. Ausgelegte Salatblätter unter feuchten Brettern locken viele Nacktschnecken an, und Sie können die Tiere dort in großer Menge absammeln. Die beste Zeit zum Sammeln ist spät abends oder nach einem warmen Regen. Damit die Schädlinge nicht zurückkehren, sollten Sie sie weit wegbringen oder aber – wenn Sie das für richtig halten – sie entweder gleich mit heißem Wasser übergießen und ertränken.

Hartnäckigkeit
Geduld ist das Wichtigste bei der Schneckenbekämpfung. Bleiben Sie auf jeden Fall dran, denn wer zu früh aufgibt, hat bereits verloren. Selbst wenn die erste Schneckenplage überstanden ist, vermehrt sich der verbliebene Bestand recht schnell und das Problem tritt von Neuem auf. Den größten Erfolg erzielen Sie, wenn Sie mehrere Maßnahmen kombinieren und sie regelmäßig anwenden.

Grüß Gott-Gartentipp:
Nicht alle Schnecken richten Schaden an! Nur die Nacktschnecke bringt den Gärtner zur Verzweiflung. Gehäuseschnecken, etwa die unter Naturschutz gestellte Weinbergschnecke, unterstützen den Gärtner sogar bei der Bekämpfung: Sie gehören nämlich zu den natürlichen Feinden der Nacktschnecke und fressen deren Eigelege.

Was hilft gegen Dickmaulrüssler?

Schädlinge: Dickmaulrüssler

Für den charakteristischen Buchtenfraß an Blatträndern ist oft der Dickmaulrüssler verantwortlich. Er ist sehr gefräßig und gehört zu den hartnäckigsten Schädlingen im Garten. Besonders gerne mag er Rhododendron, Kirschlorbeer und Rosen, aber auch Clematis und Erdbeeren stehen auf seinem Speiseplan. Die Larven des Dickmaulrüsslers schädigen die Pflanzen besonders stark. Denn sie fressen die Feinwurzeln, die für die Wasseraufnahme notwendig sind.

Absammeln
Der Dickmaulrüssler ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber sehr gut. Am besten finden Sie die Käfer bei Dunkelheit mit einer Taschenlampe. Stellen Sie unter die befallenen Pflanzen einen mit Holzwolle gefüllten Blumentopf. Die Käfer verkriechen sich bei Tag darin, lassen sich einsammeln und dann im Wald aussetzen.

Natürliche Feinde
Igel, Maulwürfe und verschiedenen Gartenvögel sind die natürlichen Feinde des Dickmaulrüsslers. Am besten sorgen Sie also in Ihrem Garten für ausreichend Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für diese nützlichen Tiere. So wird mit der Zeit die Dickmaulrüssler-Plage auf natürliche Weise eingedämmt.

Nematoden
Sehr wirkungsvoll ist die biologische Bekämpfung der Dickmaulrüssler-Larven mit parasitären Fadenwürmern, sogenannten Nematoden. Diese setzen in der Larve Bakterien frei, die sie abtöten. Vor der Ausbringung der Nematoden müssen Sie die befallenen Pflanzen gründlich gießen. Denn die Fadenwürmer brauchen für ihre Fortbewegung ausreichend Feuchtigkeit. Geben Sie die Nematoden in eine Gießkanne mit Wasser und gießen Sie damit die betroffenen Pflanzen.

Grüß Gott-Gartentipp:
Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie Ihre Pflanzen am besten nur in Gärtnerein kaufen. Kontrollieren Sie die Blätter vor dem Kauf auf die charakteristischen Fraßstellen und achten Sie beim Einpflanzen auf mögliche Larven.

Was hilft gegen Wühlmäuse?

Schädlinge: Wühlmaus

Für angenagtes Wurzelgemüse, Blumenzwiebeln und Obstbaumwurzeln sind meistens Wühlmäuse verantwortlich. Obwohl sie so klein und niedlich sind, richten sie beträchtliche Schäden an. Mit den richtigen Tricks lassen sich aber auch die kleinen Nager aus Ihrem Garten vertreiben.

Natürliche Feinde
Mäusebussarde und andere Greifvögel sind die natürlichen Feinde der Wühlmaus. Wenn Sie in Ihrem Garten Sitzstangen (also Holzstangen mit einem kurzen Querriegel) für die Vögel anbringen, dann steigen die Chancen, dass Sie sich nicht mehr selbst um die Beseitigung der Schädlinge kümmern müssen.

Dasselbe gilt für das Mauswiesel, das sich in Holz- und Steinhaufen besonders wohlfühlt und sehr gerne Wühlmäuse verspeist.

Röhrenfallen
Locken Sie die Mäuse mit einem Köder aus Sellerie oder Möhren in die Falle. Die Röhrenfalle ist eine Lebendfalle und sollte möglichst in eine Gangöffnung gestellt werden. Doch Vorsicht, Wühlmäuse sind sehr geruchsempfindlich und bemerken die menschliche List schnell. Deshalb die Falle nur mit Handschuhen anfassen und vorher gründlich mit Erde abreiben.

Intensive Gerüche
Weil Wühlmäuse so eine feine Nase haben, verabscheuen sie im Grunde alles, was stinkt. Vor allem bei Knoblauchgeruch oder sauer gewordener Buttermilch ergreifen sie die Flucht. Schütten Sie also einmal die Woche (oder öfter) reichlich davon in die Gänge – und die Tiere suchen sich ein neues Zuhause.

Laute Geräusche
Was der Wühlmaus überhaupt gar nicht behagt, ist Krach. Vergraben Sie einen laut tickenden mechanischen Wecker in einer Blechdose neben den Wühlmaushügeln oder bringen Sie dort ein Windspiel mit einer Metallstange an, welches die Geräusche direkt in die Erde überträgt. Diese permanente Ruhestörung vertreibt die Nager bestimmt.

Grüß Gott-Gartentipp:
Bevor Sie mit der Wühlmausbekämpfung beginnen, stellen Sie sicher, dass die Hügel in Ihrem Garten nicht etwa von einem Maulwurf stammen. Denn Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen nicht bekämpft werden! Beim Wühlmaushügel befindet sich der Gang nicht mittig unter dem Haufen, sondern etwas seitlich versetzt. Er ist zudem weniger groß als ein Maulwurfshügel und enthält oft Wurzel- oder Pflanzenteile.

Was hilft gegen Ameisen?

Schädlinge: Ameisen

Ameisen sind eigentlich keine Schädlinge, sondern ausgesprochen nützliche Tiere für Ihren Garten. Denn die Ameise ernährt sich besonders gerne von Raupen und Insektenlarven und hilft so, dass sich Schädlinge nicht allzu sehr ausbreiten. Durch Ihre Bauten tragen sie zudem dazu bei, die oberen Bodenschichten zu lockern. Allerdings haben Ameisen auch ein paar lästige Eigenschaften: Sie schützen Blattläuse vor ihren natürlichen Fressfeinden, da sie sich vom süßen Honigtau der Läuse ernähren. Einige Ameisenarten legen ihre Nester mit Vorliebe unter sonnige Terrassen und unterhöhlen so die Plattenbeläge oder bahnen sich sogar den Weg ins Haus.

Umsiedeln
Da die kleinen Insekten positiv auf das Ökosystem in Ihrem Garten wirken, sollten Sie versuchen die Ameisen umzusiedeln. Stellen Sie dazu einen mit Erde oder Holzwolle gefüllten Blumentopf umgedreht auf das Nest. Sind die Ameisen in den Topf umgezogen, können Sie ihn an einen neuen Ort setzen. Der sollte mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt sein, da die Ameisen sonst dahin zurückkrabbeln.

Unattraktive Nestplätze
Wenn Sie eine neue Terrasse oder Wege in Ihrem Garten anlegen, sollten Sie diese Stellen für Ameisen möglichst unattraktiv gestalten. Statt Sand sollten Sie als Bettung für die Pflastersteine Kies oder Splitt verwenden. Die Fugen können Sie zusätzlich mit speziellem Pflasterfugenmörtel abdichten.

Duftstoffe und ätherische Öle
Den Duft von Lavendel, Zimt, Gewürznelken oder Thymian mögen Ameisen gar nicht gerne. Am besten streuen Sie diese Gewürze einfach auf die Ameisennester oder –straßen. Durch noch intensivere Gerüche wie Essig oder Zitronenschalen an den Nesteingängen werden die kleinen Tiere ebenfalls abgeschreckt.

Grüß Gott-Gartentipp:
Da Ameisen stark riechende Pflanzen meiden, sollten Sie Lavendel, Zitronenkraut oder andere Pflanzen mit ätherischen Ölen in Ihren Garten setzen. Diese natürliche Abwehr hält die kleinen Tieren aus Ihrem Garten fern.

Was hilft gegen Blattläuse?

Schädlinge: Blattläuse

Der meistgefürchtete Pflanzenschädling in unseren Gärten ist die Blattlaus. Es gibt kaum eine Pflanzenart, die nicht von ihr befallen ist. Blattläuse bohren sich tief in das Pflanzengewebe und entziehen den Pflanzen den „Lebenssaft“. Entdeckt man sie rechtzeitig, können sie erfolgreich biologisch mit Hausmitteln bekämpft werden.

Wasserstrahl
Bei geringem Befall genügt es schon, die Pflanze mit dem Wasserstrahl des Gartenschlauchs abzuspritzen. Die meisten Blattläuse werden so ganz einfach von der Pflanze gespült.

Schmierseife
Ein Gemisch aus Wasser und Schmierseife hilft bei hartnäckigen Blattläusen. Dazu einen Esslöffel Seife in einem Liter Wasser auflösen und mit einer Sprühflasche großzügig auf die Pflanze bringen. Dort bildet sich ein Film, unter dem die Läuse nicht mehr atmen können und schnell verenden.

Brennnesselsud
Ein Sprühmittel aus Brennnesselsud hat ähnliche Wirkung. Übergießen Sie 100 Gramm Brennnesseln mit einem Liter kochendem Wasser und lassen Sie den Sud zwei Tage stehen. Dann können Sie die Blätter herausfischen und Ihre Pflanzen mit dem Sud besprühen. Achten Sie darauf, dass dies nicht bei direkter Sonneneinstrahlung geschieht, sonst bekommen Ihre Pflanzen braune Flecken.

Kaffee, Milch und Öl
Alternativ können Sie Ihre Pflanzen auch mit kaltem Kaffee oder schwarzem Tee besprühen. Auch ein Gemisch aus 100 ml Milch und 200 ml Wasser beseitigt Blattläuse. Sie können auch Öl mit Wasser mischen und Ihre Pflanzen damit einsprühen. Wie die Schmierseife bildet auch das Öl eine Schicht, unter der die Läuse sterben.

Natürliche Feinde
Marienkäfer und Florfliege sind die größten natürlichen Feinde der Blattlaus. Ein Marienkäfer vertilgt bis zu 400 Blattläuse pro Tag, die Florfliege sogar um die 500. Deshalb sollten Sie in Ihrem Garten unbedingt für geeignete Nistmöglichkeiten sorgen und nicht alle Gartenabfälle entsorgen. Auch der Ohrenkneifer ist nützlich bei der Läusevernichtung. Er fühlt sich in einem Unterschlupf aus Holz und Holzrinde sehr wohl.

Grüß Gott-Gartentipp:
Man kann Blattlausbefall auch gut vorbeugen. Blattläuse meiden Bohnenkraut, Lavendel und andere Pflanzen mit ätherischen Ölen. Nutzen Sie diese Pflanzen als natürliche Lausabwehr, indem Sie sie gezielt und in regelmäßigen Abständen zwischen die bedrohten Pflanzen setzen.

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UNBELIEBT, ABER SEHR NÜTZLICH

Schädlinge: Maulwurf

Weil er ganze Wiesen umgräbt und dabei den schönen Rasen zerstört, ist der Maulwurf in vielen Gärten ein ungeliebter Gast. Dabei ist der kleine Wühler sehr nützlich im Kampf gegen Schädlinge:

Zu seiner Nahrung gehören Schnecken, Engerlinge und Schnakenlarven. Außerdem vertreibt er Wühlmäuse aus Ihrem Garten.

Und die aufgelockerte Erde der Maulwurfhügel lässt sich gut fürs Gartenbeet weiterverwenden.


IM NATURGARTEN FÜHLEN SICH NÜTZLINGE WOHL

Ein unberührter Naturgarten oder Ökogarten mit heimischen Sträuchern und Pflanzen hat nicht nur sehr viel Charme, sondern dient auch vielen Tieren als Zuhause.

Heimische Tiere finden dort alles, was sie brauchen: Futter, Unterschlupf und Nistmöglichkeiten.

Je mehr Lebensraum Sie in Ihrem Garten für Nützlinge schaffen, desto tatkräftiger unterstützen diese Sie bei der Schädlingsbekämpfung.

Vogelstimmen
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Sonnenbrand, Stiche, Schwindel?

Tipps gegen Sommerbeschwerden

So kommen Sie unbeschwert durch den Sommer

Sommerbeschwerden: Frau liegt in Hängematte und ist entspannt
Sonnenbrand, Stiche, schwere Beine: Was hilft wirklich bei diesen lästigen Sommerbeschwerden? Eine Ärztin, eine Kräuterfee und eine Oma haben uns ihre Experten-Tipps gegen die 8 häufigsten Sommerleiden verraten.

 

Die Ärztin

Anne Katrin Liem
Anne Katrin Liem ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in München. Als Mama kennt sie sich nicht nur beruf­lich mit Sommerbeschwerden aus.

 

Die Kräuterfee

Doris Weirather
Doris Weirather aus dem Tann­heimer Tal ist seit 2011 zertifizierte Wild­kräuterführerin. In ihrem Garten gibt es mehr als 120 Heilkräuter.

Die Oma

Friederike Knapp
Friederike Knapp kommt aus Rinegg in der Obersteiermark. Als vierfache Mutter und achtfache Oma hat sie viel Praxis-Erfahrung zu bieten.

 

Sommerbeschwerden: Wespe am Brotkorb

Wie lindert man den Juckreiz bei Insektenstichen?

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Am besten schon den Stichen mit Mückensprays vorbeugen. Wenn man gestochen wurde, mit antiallergischen Gelen oder Umschlägen aus Alkohol oder Retterspitz lokal kühlen. Wenn das nicht hilft, kann man eine milde Hydrocortison-Salbe verwenden. Wenn ein Stich stark gerötet, heiß oder eitrig ist, sollte man das beim Arzt vorzeigen. Bei frischen Bienen- und Wespenstichen legt man am besten, wenn vorhanden, eine halbe Zwiebel gegen die Schwellung auf die Haut. Ansonsten gilt dasselbe wie bei Mückenstichen. Bei akuten allergischen Reaktionen aber unbedingt zum Arzt gehen!

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Bei Mückenstichen hilft Spitzwegerich. Ein frisches Blatt fest verreiben, bis der Saft herauskommt, und direkt auf den Stich legen. Der Spitzwegerich kühlt und lindert den Juckreiz. Bei Bienen- oder Wespenstichen hat meine Mutter immer Arnikatinktur auf den Stich getupft. Das wirkt gegen die Schwellung. Bei Kindern empfehle ich die etwas mildere Arnikasalbe.

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Gegen den Juckreiz hilft es, den Stich mit einer Propolissalbe zu behandeln. Auch der Breitwegerich verspricht Linderung. Einfach ein Blatt verreiben, sodass der Saft austritt, und auf den Stich legen. Oder eine halbe, gekühlte Zwiebel mit der Innenseite auf den Stich legen. Das wirkt sowohl gegen den Juckreiz als auch die Schwellung.

SCHWARZ-GELBE GÄSTE IM GARTEN – Kaum sitzt man gemütlich mit einem Stück Kuchen im Garten, gesellen sich auch die Wespen dazu. Wir zeigen, wie Sie natürlich Wespen vertreiben können.

Was hilft am besten gegen Sonnenbrand?

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Das hängt davon ab, wie ausgeprägt der Sonnenbrand ist. Zuerst auf jeden Fall aus der Sonne rausgehen und sich auch erst wieder in der Sonne aufhalten, wenn der Sonnenbrand abgeheilt ist. Es hilft, die Haut zu kühlen und mit viel Feuchtigkeit zu versorgen. Man kann Quarkumschläge machen oder kühlende Gele verwenden. In schlimmeren Fällen kann man auch mal zu einer milden Hydrocortison-Salbe greifen. Aber am besten ist es natürlich, wenn erst gar kein Sonnenbrand entsteht!

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Bei Sonnenbrand nehme ich auch gerne Spitzwegerich. Seine kühlende Eigenschaft lindert die Entzündung der gereizten Haut. Einfach ein frisches Blatt verreiben und auf die Haut legen. Sonst hilft auch noch Ringelblumensalbe, da sie entzündungshemmend wirkt. Auch Johanniskrautöl kann bei einem Sonnenbrand auf die Rötung getupft werden. Danach aber nicht mehr in die Sonne gehen, weil die Haut dann noch sonnenempfindlicher ist.

Das sagt
die
 Oma

Frederike Knapp

Bei Sonnenbrand hilft Johanniskrautöl. Es beruhigt die gerötete Haut und wirkt schmerzlindernd. Grundsätzlich ist es sehr wichtig, die Haut gut zu kühlen, zum Beispiel mit kaltem Wasser oder mit kühlen Umschlägen.

Was raten Sie bei Schwindel aufgrund der Hitze?

Sommerbeschwerden: Wasserglas auf einem Tisch

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Zuerst schauen, ob man wirklich genug getrunken hat. Das vernachlässigt man nämlich oft. Natürlich muss man darauf achten, ob der Patient vielleicht Blutdruckprobleme hat und die Ursache des Schwindels hier liegt. Wenn es aber der typische hitzebedingte Schwindel ist, dann am besten ausruhen und vielleicht die Füße hochlegen, genug trinken und sich im Schatten aufhalten.

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Schwindel ist nicht so einfach mit Kräutern zu behandeln. Hier müsste man die genaue Ursache kennen, denn da kann es viele Auslöser geben. Wenn man weiß, woher die Beschwerden kommen, kann man eine passende Heilpflanze gegen den Schwindel finden.

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Generell einfach viel trinken! Ich empfehle ungezuckerte Tees. Auch eine Tasse Kaffee kann helfen. Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und kann Schwindel lindern. Ansonsten hinlegen, die Füße hochlegen und kalte Kompressen auf die Stirn drücken.

Was kann man bei Reiseübelkeit tun?

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Da gibt es Medikamente, die man prophylaktisch einnehmen kann. Zum Beispiel Tabletten oder Kaugummis mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Manchen Patienten helfen auch Akupressurbänder, die man am Handgelenk trägt. Es gibt auch Globuli, die man bei Reiseübelkeit ausprobieren kann, Cocculus funktioniert da ganz gut.

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Gegen Übelkeit generell gibt es schon ein paar Heilpflanzen. Aber das sind eher Magen-Darm-Kräuter. Reiseübelkeit ist da ein sehr spezieller Fall. Wer sich auskennt, kann hier zum Beispiel mit Homöopathie oder Schüssler Salzen vorbeugen.

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Schon im Vorfeld sollte man die Reise gut vorbereiten und sich mit der Fahrt befassen. Versuchen Sie, positiv zu denken. Während der Fahrt kann man Ablenkung durch Gespräche suchen. Bei den ersten Anzeichen von Übelkeit beim Autofahren sofort die Fenster öffnen und eine Pause an der frischen Luft machen.

Was empfehlen Sie bei schweren Beinen?

Sommerbeschwerden: Beine liegen in der Hängematte

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Die Füße immer mal wieder auch tagsüber hochlagern, um der Schwerkraft entgegenzuwirken. Als Prophylaxe Wechselduschen machen, auch wenn es Überwindung kostet. Wenn die Beine sehr geschwollen sind, sollte man ein Venenproblem beim Arzt abklären lassen. Da helfen manchmal schon leichte Stützstrümpfe. In schlimmen Fällen kann man versuchen, zu entwässern, aber das würde ich nicht im Alleingang machen. Denn bei heißen Temperaturen muss man sehr darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Am besten die Beine mit Arnikatinktur oder -balsam einreiben. Das wirkt entspannend. Ein kühles Fußbad oder Kneippen regen zusätzlich die Durchblutung an. Ich halte auch gern beim Wandern meine Füße in Gebirgsbäche und reibe meine Waden mit Franzbranntwein ein, das erfrischt. Viel Wasser trinken.

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Bei geschwollenen Beinen hilft es, wenn man die Füße immer wieder hochlegt. Außerdem sollte man darauf achten, sich ausreichend zu bewegen und gutes Schuhwerk zu tragen. Stützstrümpfe können ebenfalls helfen. Alkoholische Getränke sollte man vermeiden.

BLASENFREI WANDERN – Schmerzhaft und unangenehm: Blasen an den Füßen können einem schnell die Bergtour verderben. Damit es erst gar nicht so weit kommt, stellen wir Ihnen 6 Tipps vor, wie Sie Blasen beim Wandern vermeiden.

Was tun gegen Schlafprobleme bei Hitze?

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Darauf achten, dass man nicht so viel zum Schlafen anzieht und die Bettdecke nicht zu dick ist. Vielleicht nur noch mit einem Laken zudecken. Zusätzlich nachts die Luft im Schlafzimmer verbessern, zum Beispiel für einen leichten Durchzug sorgen oder einen Ventilator aufstellen. Wenn die Schlafprobleme hitzebedingt sind, würde ich niemandem zu einem Schlafmittel raten.

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Tagsüber das Schlafzimmer abdunkeln und erst am Abend durchlüften. Auch die Bettdecke ist wichtig. Ich empfehle da Schafwollbettdecken, die kühlen im Sommer und wärmen im Winter. Ansonsten helfen bei Schlafstörungen Lavendel, Baldrian, Hopfen, Melisse und Kamille.

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Am Tag das Zimmer kühlen, indem man die Vorhänge zuzieht und die Fenster nach dem morgendlichen Lüften schließt. Vor dem Schlafengehen am besten duschen, aber nicht zu kalt. Bei heißen Temperaturen wäre es optimal, in Leinenbettwäsche zu schlafen, da sie einen kühlenden Effekt hat.

Was empfehlen Sie bei starkem Schwitzen?

Sommerbeschwerden: Salbeitee in einer Tasse

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Man kann versuchen, mit Salbeitee oder Tabletten mit Salbei das übermäßige Schwitzen zu behandeln, denn Salbei ist ein Flüssigkeit adstringierendes Mittel. Das hilft aber ehrlich gesagt nur manchmal. Ansonsten schauen, dass man die betroffenen Regionen möglichst trocken hält und zum Beispiel mit Babypuder abpudert. Es gibt Menschen, die unter krankhaftem Schwitzen leiden. Wenn das sehr beeinträchtigend ist, kann man diese Patienten bei Spezialisten vorstellen.

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Ich setze Wasser mit Melisse und Minze an und lasse es für ein bis zwei Stunden ziehen, oder abgekühlten Melissen- oder Pfefferminztee gemischt mit Apfelsaft und Sprudel. Das kühlt den Körper von innen heraus und erfrischt. Auch lauwarmer Salbeitee kann bei übermäßigem Schwitzen helfen, da er die Schweißproduktion hemmt. Generell einfach viel trinken!

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Wenn man viel schwitzt, kann es eventuell helfen, Salbeitee zu trinken. Denn dieser fährt die Schweißbildung zurück. Ansonsten Aufregungen vermeiden und versuchen, positiv zu denken.

Was hilft am besten bei einer Sommergrippe?

Das sagt
die 
Ärztin

Anne Katrin Liem

Bei einer Sommergrippe gelten die gleichen Empfehlungen wie bei grippalen Virusinfekten. Aber man sollte die höheren Außentemperaturen miteinbeziehen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, sondern man behandelt symptomatisch. Bei Fieber helfen Waden­wickel. Diese sollten kühl, aber nicht eiskalt sein, sonst wird der Kreislauf zu stark belastet. Das Fieber kann man auch mit Ibuprofen oder Paracetamol senken. Bei Kopfweh ausruhen und wenn es nicht anders geht, Schmerzmittel nehmen. Bei Halsschmerzen Bonbons lutschen und naturheilkundliche Mittel verwenden. Bei Husten helfen inhalieren und thymianhaltige Säfte. Bei einem Infekt ist es wichtig, sich körperlich zu schonen und auszuruhen. Wenn die Beschwerden sich nach drei Tagen nicht bessern, einen Arzt hinzuziehen.

Das sagt
die 
Kräuterfee

Doris Weirather

Bei einer Sommergrippe helfen die gleichen Kräuter wie bei einer Erkältung im Winter. Im Sommer ist es aber einfach noch wichtiger, genug zu trinken, vor allem, wenn es draußen so heiß ist. Der einzige Vorteil bei einer Erkältung im Sommer ist, dass man die Kräuter direkt frisch aus dem Garten nehmen kann, wie zum Beispiel den Salbei für Salbeitee gegen Halsschmerzen.

Das sagt
die
 Oma

Friederike Knapp

Bei einer Sommergrippe unbedingt die Bettruhe einhalten. Auch kühle Getränke können helfen. Bei Fieber Essigwickel an den Fesseln anwenden: Essig in lauwarmes Wasser geben, Tücher darin eintauchen und um die Fußgelenke wickeln. Immer wieder erneuern.

Die Informationen in diesem Artikel dürfen nicht als Ersatz für eine professionelle Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Bitte wenden Sie sich zur Diagnosestellung und Beratung an Ihren Arzt.

MEDIZIN AUS DER HEIMAT – Das Pinzgauer Heilwissen hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Jetzt wird es durch den TEH Verein in Unken wieder in die Familien gebracht. Zu Besuch bei Karin Buchart und Theresia Harrer.

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Sauer macht lustig – 2 süße Rezeptideen

Rhabarberkompott

Sauer macht lustig – 2 süße Rezeptideen

Schälchen mit Erdbeer-Rhabarberkompott und Sahne
Sauer macht lustig. Da kommt der Rhabarber jetzt im Mai gerade recht. Mögen Sie auch so gerne Rhabarberkompott? Dann sind diese beiden Rezepte des Klassikers zum Nachkochen genau das Richtige für Sie.

GROßMUTTERS RHABARBERKOMPOTT

800 g Rhabarber, am besten roten
1 Vanilleschote

50 g Zucker
2 TL Speisestärke

Den Rhabarber in schräge, etwa 4 cm lange Stücke schneiden.

Das Mark aus der Vanilleschote herausschaben, mit dem Rhabarber und dem Zucker mischen und 30 Minuten ziehen lassen.

Anschließend langsam bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und 5 Minuten köcheln lassen.

Die Speisestärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren, erneut gut aufkochen und den Topf dabei ab und zu schwenken.

Das Kompott in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Rot-grüner Rhabarber auf Holzbrett

Von Rot bis Grün

Die Sorten des Rhabarbers unterscheiden sich grob durch ihre Farbe.
Die Stangen mit roter Haut und rotem Fruchtfleisch sind die mildesten, die mit roter Haut und grünem Fruchtfleisch rangieren in der Mitte, die Stangen mit grüner Haut und grünem Fleisch enthalten die meiste Säure.

ERDBEER-RHABARBERKOMPOTT MIT VANILLEPUDDING

Für das Kompott

250 g Erdbeeren
500 g roter Rhabarber
3 EL Wasser
Zucker nach Geschmack
1 Stück Zitronenschale

Für den Pudding

2 Eier
40 g Zucker
40 g Speisestärke
600 ml Milch
1 Vanilleschote

Für das Kompott den Rhabarber gründlich waschen und in 2 cm große Stücke schneiden. Die Rhabarberstücke in einen Topf geben, mit Zucker bestreuen und das Ganze etwa 10 Minuten ziehen lassen. Dann das Wasser und die Zitronenschale hinzugeben, aufkochen und 3 Minuten kochen lassen.

Die Erdbeeren waschen, vierteln oder achteln und zu dem fertigen Kompott geben. Nun das Rhabarberkompott gut abkühlen lassen.

Für den Vanillepudding verrühren Sie die Speisestärke in 100 ml Milch.

Die Vanilleschote längs halbieren, auskratzen und das Mark zusammen mit der Schote und dem Zucker zur restlichen Milch geben und aufkochen. Lassen Sie die Flüssigkeit etwa 1 Minute kochen, dann vom Herd nehmen und die Vanilleschote entfernen.

Trennen Sie nun die Eier und schlagen das Eiweiß steif. Das Eigelb unter den Vanillepudding rühren und dann das Eiweiß vorsichtig unterheben.

Jetzt können Sie die Masse in eine Puddingform füllen. Diese sollten Sie vorher mit kaltem Wasser ausspülen, damit Sie den Pudding zum Servieren stürzen können.

Vanillepudding und Kompott im Kühlschrank gut kühlen.

DER KUCHEN, MIT DEM DER SOMMER BEGINNT - Rhabarberkuchen ist die perfekte Mischung aus süß und sauer und sorgt an heißen Nachmittagen für eine schmackhafte Erfrischung. Wir haben für Sie zwei raffinierte Rezeptideen für den beliebten Sommerkuchen.

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Almküche

Drei Rezepte von der Gemstelalp im Kleinwalsertal

Im idyllischen Kleinwalsertal, oberhalb von Bödmen, liegt eine uralte Hütte. Ein heimeliger Ort vor wunderschöner Bergkulisse, wo man rastet, sich wohlfühlt – und wunderbar speist. Bernhard Heim, der Hüttenwirt, verrät drei seiner Rezepte

Über 500 Jahre schon ist die Alpe in Besitz von Sennern, und seit über 200 Jahren gehört sie der Familie Heim. Heute führt Bernhard Heim die Alpe samt Sennerei, die er von seinem Bruder Otti übernommen hat. Im Sommer weiden die Kühe auf den Wiesen zwischen der Alpe und auf dem Hof im Tal, sie liefern ihm beste Milch für seinen Käse. Darüber freuen sich auch die Gäste: Die Alpe ist gut besucht, von Einheimischen wie von Touristen.

Trotzdem hat sie sich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt, Bernhard Heim pflegt die Traditionen. Das ist ihm an seiner bio-zertifizierten Landwirtschaft besonders wichtig: die Wahrung der Natur und der Tiere im Einklang mit dem Menschen. Jeden Tag ist er mindestens sechs Stunden im Stall, morgens und abends, zwischendurch zum Füttern, tagein, tagaus. Und im Sommer hat er alle Hände voll damit zu tun, das Heu für den Winter zu mähen und zu richten.

Und dann ist da noch der Hofladen, in dem er seine Produkte das ganze Jahr über verkauft. Gern steht er selbst an der Theke, um seine langjährigen Stammkunden willkommen zu heißen und um ein Schwätzchen zu halten. Auch in diesen Momenten ist er in seinem Element. Mit Leidenschaft und Dankbarkeit für das, was er hat, schafft er all seine vielen Aufgaben – und mit der tatkräftigen Hilfe seiner Familie.

Familie Heim ist es wichtig, dass die Gäste auf der Alpe zufrieden sind. Und nun können auch Sie daran teilhaben – Bernhard Heim hat uns ein drei seiner Rezepte verraten:

Kaiserschmarrn

Kaiserschmarrn mit Apfelmus

Für diesen Klassiker ist die Hütte bekannt (weit über Vorarlberg hinaus!)
4 Personen 1 Stunde Zubereitung, 20 Minuten kochen, 30 Minuten ruhen

 

Für den Kaiserschmarrn

♥ 1 kg Weizenmehl (Type 405)
♥ 1 Prise Salz
♥ 800 ml Milch
♥ 4 Eier
♥ 1 Schuss Rum
♥ etwas Butterschmalz zum Ausbacken
♥ 4 TL Vanillezucker
♥ 80 g Butter zum Karamellisieren etwas Puderzucker zum Überstauben

Für das Apfelmus

 1 kg säuerliche Äpfel
 Saft von 1 Zitrone
 3 EL Zucker
 1 Zimtstange
 1 TL Vanillezucker

 

Für das Apfelmus die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen. Die Äpfel klein würfeln und in eine Schüssel geben. Den Zitronensaft über die Apfelstücke träufeln.

In einem Topf 8 EL Wasser, Zucker, Zimt und Vanillepulver verrühren. Die Apfelstücke zugeben, alles zum Kochen bringen und 15 bis 20 Minuten sanft köcheln lassen. Alles im Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren.

Für den Kaiserschmarrn den Grundteig aus Mehl, Salz, Milch und 800 ml Wasser in einer Schüssel anrühren. Es sollte ein sämiger Teig werden, der nicht zu flüssig und nicht zu fest ist. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.

Der Schmarrn wird nun portionsweise zubereitet: Dazu den Teig vierteln und erst jetzt jeweils ein Ei mit einem Kochlöffel oder Schneebesen unterrühren. In einer tieferen Pfanne Butterschmalz auf höchster Stufe erhitzen und ein Viertel Teig darin backen. Nach 2 bis 3 Minuten wie einen Pfannkuchen wenden. Die Temperatur reduzieren und den Pfannkuchen mit geschlossenem Deckel 6 bis 10 Minuten stocken lassen, sodass die Unterseite goldbraun wird.

Die Temperatur dann wieder erhöhen, den Pfannkuchen zusammenklappen und 20 g Butter mit 1 TL Vanillezucker in die Pfanne geben. Den Kaiser schmarrn mit kleinen Holzwendern zerrupfen – auf keinen Fall schneiden, sodass er schön locker bleibt. Die Fetzen in der Buttermischung so lange karamellisieren, bis er schön knusprig ist. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Den Kaiserschmarrn mit dem Apfelmus anrichten und mit Puderzucker überstaubt sofort servieren.

TIPP
Das Apfelmus kann man gut vorbereiten, im Kühlschrank ist es mindestens 3 Tage haltbar. Man kann es aber auch in größeren Mengen gut vorbereiten. In Weckgläsern abgefüllt, hält es sich etwa ein halbes Jahr.

Trilogie aus Frischkäse

Trilogie aus Frischkäse

Käse-Kräuter-Träume aus der Sennerei  2 Personen 10 Minuten

 

 100 g Frischkäse Natur
♥ 100 g Frischkäse mit Schnittlauch
♥ 100 g Frischkäse mit dreierlei Pfeffer

♥ 50 g Butter
♥ Gurke, Zwiebeln und Paprika, in Scheiben geschnitten, zum Garnieren
♥ Bauernbrot, in Scheiben geschnitten, zum Servieren

Die Käsesorten und die Butter auf einem Brett mit dem Gemüse anrichten und mit frisch aufgeschnittenem Bauernbrot servieren. So angerichtet, ist es ein schöner Schmaus für zwischendurch, als Brotzeit nach einer Wanderung oder auch zum Abendessen mit der Familie.

TIPP
Die Käsesorten gibt es auf der Alpe auch zum Mitnehmen und natürlich in Bernhards Hofladen; auf Vorbestellung in allen Sorten. Ansonsten kann man auch variieren, da Bernhard sich immer neue Sorten einfallen lässt. Frische Butter und gutes Bauernbrot findet man im Kleinwalsertal in vielen Hofläden.

SCHÖN ZU WISSEN
Für die Zubereitung von Frischkäse benötigt Bernhard etwa 2 Tage. Innerhalb dieser Zeit reift der Käse, der aus frischer Heu-Rohmilch zubereitet wird. Die Kräuter oder Gewürze werden dann frisch auf der Hütte oder in seinem Laden ergänzt. Und direkt serviert.

Kässüpple

Kässüpple

Käsesuppe aus eigenem Bergkäse  4 Personen 20 Minuten

 

Für die Suppe

♥ 1 frische Knoblauchzehe, halbiert
♥ 30 g Butter
♥ frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
♥ 2 Prisen frisch geriebene Muskatnuss
♥ 2 EL Weizenmehl (Type 405)
♥ 400 ml warme Gemüsebrühe
♥ 400 ml Milch
♥ 400 g Bergkäse, gerieben
♥ Schnittlauchröllchen zum Garnieren
♥ etwas Brennnessel-Salz

Für die Croûtons

 etwas Butter zum Anbraten
 3 Scheiben Landbrot, in Würfel geschnitten

 

Für die Suppe einen großen Topf mit dem Knoblauch ausreiben. Die Butter zusammen mit Muskatnuss und Pfeffer im Topf bei geringer Temperatur erhitzen. Sobald die Butter etwas braun ist, das Mehl dazugeben und mit einem Kochlöffel schnell verrühren. Mit der Brühe ablöschen, dann die Milch hinzugeben.

In die warme – nicht köchelnde – Suppe nach und nach den Käse geben und immer wieder mit einem flachen Schneebesen umrühren. Nun unter kräftigem Rühren etwas mehr erhitzen, die Suppe sollte aber nicht aufkochen. Die Suppe mit Käse abschmecken, eventuell noch etwas hinzugeben.

Für die Croûtons die Butter in einer Pfanne erhitzen und Brotwürfel zugeben. Diese unter Schwenken anrösten, bis sie kross sind.

Die Suppe in kleinen Suppenschüsseln anrichten. Die Croûtons über die Suppe geben, mit Schnittlauch verzieren und mit Brennnessel-Salz und Pfeffer zum Nachwürzen servieren.

TIPPS
Wichtig ist, dass die Gewürze ganz am Anfang mit erhitzt werden, sodass sie ihre Aromen entfalten können. Den Käse ganz locker reingeben, damit er nicht verklumpt. Immer viel rühren, gerade beim Erhitzen.

Gemsteltal, 6993 Mittelberg, Österreich 1310 m • Hüttenwirt Bernhard Heim
geöffnet Anfang Mai bis Anfang November, täglich von 10 bis 17 Uhr
+43 664 8774341 • bernhards-gemstelalp.at info@bernhards-gemstelalp.at

So kommen Sie hin: Vom Parkplatz Bödmen oder der Bushaltestelle Gemse aus (Walserbus Linie 1 ab Oberstdorf) biegt man von der Hauptstraße in den Gemstelweg ein. Über die Brücke hinweg ist der Weg ausgeschildert. Er ist teils etwas steil, aber auch für eine Kinderwagentour geeignet.

Text und Bilder: Simone Calcagnotto

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Ein ganzes Buch voller Geheimtipps

Simone Calcagnotto
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55 echte Hüttenrezepte aus den Alpen
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Der Kuchen mit dem der Sommer beginnt

Rhabarberkuchen

Der Kuchen, mit dem der Sommer beginnt

Frisch gebackener Rhabarberkuchen in einer Backform
Rhabarberkuchen ist die perfekte Mischung aus süß und sauer und sorgt an heißen Nachmittagen für eine schmackhafte Erfrischung. Wir haben für Sie zwei raffinierte Rezeptideen für den beliebten Sommerkuchen.

 

SAFTIGER RHABARBER-QUARK-KUCHEN MIT BAISERHÄUBCHEN

Für den Teig

300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
150 g Quark
100 ml Milch
100 ml Öl
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz

Für den Belag

750 g Rhabarber
500 g Quark
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
2 Eigelb
50 g zerlassene Butter
50 g Speisestärke

Für den Baiser

2 Eiweiß
100 g Puderzucker

Für den Teig mischen Sie alle Zutaten in einer Schüssel und kneten sie zu einer festen Masse. Den Teig auf einer gefetteten Kuchenform ausrollen. Lassen Sie dabei ein wenig Teig übrig, den Sie anschließend am Rand der Form anbringen.

Für den Belag Rhabarber schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Die restlichen Zutaten vermengen und glatt rühren. Heben Sie zum Schluss den Rhabarber unter die Masse und verteilen Sie den Belag auf dem Teig.

Den Kuchen ca. 25-30 Minuten bei 160-180 Grad backen.

Währenddessen können Sie den Baiser aus Eiweiß und Puderzucker zubereiten. Dazu beide Zutaten verrühren und nach dem Backen auf den Kuchen streichen.

Nun muss der Rhabarberkuchen ein zweites Mal in den Ofen. Lassen Sie ihn bei 180-200 Grad fertig backen.

SAUER MACHT LUSTIG – Da kommt der Rhabarber jetzt im Mai gerade recht. Mögen Sie auch so gerne Rhabarberkompott? Dann sind diese beiden Rezepte des Klassikers zum Nachkochen genau das Richtige für Sie.

Illustrierte rote Rhabarberstangen

Wurzel der Barbaren

Der Rhabarber ist das erste heimische Obst, das im Frühling geerntet werden kann. Auch wenn das nicht so ganz stimmt, denn botanisch gesehen sind die sauren Stangen ein Gemüse. Allerdings wird es wie Obst verwendet.
Seinen Namen hat der Rhabarber vom Lateinischen, wo er "Rheum barbarum" genannt wurde, was so viel bedeutet wie "Wurzel der Barbaren" beziehungsweise "fremde Wurzel". Fremdartig war das Gewächs allemal, kam es doch aus dem Himalaja und hat sich später von Russland aus über Europa verbreitet.

RHABARBER-STREUSEL-KUCHEN

 

400 g Mehl
150 g Zucker
400 g flüssige Butter
500 g Rhabarber
750 g Magerquark

200 g Puderzucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
 1 ½ Päckchen Vanillepudding-Pulver

Mehl, Zucker und 300 g Butter mit den Händen zu einem Streuselteig verarbeiten. Zwei Drittel der Streusel auf ein gefettetes tiefes Backblech verteilen und flach drücken, sodass eine glatte Teigfläche entsteht. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 12 bis 15 Minuten vorbacken. Etwas abkühlen lassen.

Den Rhabarber waschen, putzen und in 3 Zentimeter große Stücke schneiden.

Puderzucker, Vanillezucker und Puddingpulver mit dem Quark, den Eiern und der restlichen Butter zu einer glatten Masse verrühren. Die Quarkmasse auf dem Kuchenboden verteilen, den Rhabarber darauf geben und mit den restlichen Streuseln bestreuen. Bei gleicher Hitze etwa 45 Minuten fertig backen.

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Ein Hauch Mittelmeer im Alpenland

Zucchini-Rezepte

Ein Hauch Mittelmeer im Alpenland

Zucchini-Rezepte: Illustration
In der mediterranen Küche haben Zucchini einen festen Platz. Aber nicht nur dort: Auch bei uns im Alpenland sind sie inzwischen ein Lieblingsgemüse. Probieren Sie doch mal unsere drei Rezeptideen.

Zucchini-Brot

Selbstgemachtes Brot mit mediterraner Note

Gericht Brot
Arbeitszeit 30 Minuten
Kalorien 387 kcal

Zutaten

  • 1 Tasse geraspelte Zucchini
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Ei
  • ¼ Tasse Öl
  • ¼ TL Salz
  • 1 ½ Tassen Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Muskat
  • ¼ TL Zitronenschale

Zubereitung

  1. Die fein geraspelten Zucchini, Zucker, Ei und Öl vermischen.
  2. Die restlichen Zutaten ebenfalls mischen, dazugeben und alles gut verrühren.
  3. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 55 bis 60 Minuten backen.

Tipp

Schmeckt hervorragend warm und kalt!

Klassische Zucchini-Antipasti

Die perfekte Beilage zum Grillen

Gericht Beilage
Portionen 4 Personen
Kalorien 99 kcal

Zutaten

  • 2 Zucchini
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • etwas Zitronensaft
  • 300 ml Weißwein

Zubereitung

  1. Die Zucchini in Scheiben hobeln. Nebeneinander legen und mit Salz und Pfeffer gut würzen.
  2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, gewürfelten Knoblauch dazugeben und die Zucchini darin von beiden Seiten nacheinander leicht bräunlich anbraten. Die gebratenen Zucchini in eine feuerfeste Form legen.
  3. In der heißen Pfanne Zitronensaft und Wein kurz aufkochen und die heiße Brühe über die Zucchini gießen.
  4. Einige Stunden ziehen lassen.

Gefüllte Zucchini mit Gemüse-Topfen

Außen knackig, innen cremig
Gericht Hauptspeise
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 2 Zucchini
  • 2 Paprika
  • 1 Fleischtomate
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund Petersilie
  • 50 g Gouda
  • 1 Ei
  • 250 g Topfen
  • etwas Paprikapulver, edelsüß
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Zucchini waschen, längs halbieren und mit einem Löffel aushöhlen. Das Fruchtfleisch klein schneiden. Die beiden Paprika und die Tomate waschen und würfeln. Den Knoblauch und die Petersilie fein hacken, den Gouda reiben.
  2. Das Ei trennen und den Topfen mit dem Eigelb, der Petersilie und den Gewürzen gut verrühren. Die Gemüsewürfel und den Knoblauch unterrühren. Das Eiklar zu Eischnee schlagen und langsam unter die Topfen-Gemüsemischung heben.
  3. Die fertige Füllung in die Zucchinihälften geben, den Gouda darüberstreuen und in eine Auflaufform setzen. Etwas Wasser zugießen und bei 180 Grad etwa 30 Minuten backen.

Für Zucchini gilt:

Je größer die Frucht, desto geschmacksärmer das Fruchtfleisch!

Zucchini-Rezepte: Zucchini in gelb und grün mit Streifen

Von gelb bis grün

Zucchini sind Kürbisgewächse. Es gibt sie in länglichen und runden Formen, einfarbig oder gestreift.
Je nach Sorte gibt es neben grünen Zucchini, wie der Sorte „Striato d'Italia“, auch gelbe, zum Beispiel die Sorte „Gold Rush“ oder orangefarbene der Sorte „Sunbeam“.
Zucchini-Rezepte: Gelbe Zucchiniblüte

Rundum gut

Bis auf den Stielansatz ist bei den Zucchini alles essbar. Sie schmecken roh, gekocht, gebraten oder gegrillt.
Feinschmecker schätzen auch die gelben Blüten als Delikatesse, gefüllt oder in Teig gebacken. Zudem sind Zucchini äußerst gesund, kalorienarm und leicht verdaulich.
Zucchini-Rezepte: Viele geerntete Zucchini auf einem Markt

Schlechte Nachbarn

Zucchini werden in der Regel unreif geerntet, da sie auch nach der Ernte noch reifen.
Bei einer Temperatur von über 8 Grad halten sie etwa 12 Tage. Allerdings sollten sie nicht neben Tomaten oder Äpfeln gelagert werden, da deren Ethylen die Zucchini leicht verderben lässt.

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Die orangefarbenen Wurzeln sind in unseren Küchen äußerst beliebt. Jetzt ab Juni können Sie Karotten in Ihren Gärten ernten und ganz frisch zubereiten.
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Jetzt eine Maibowle!

Waldmeister

Jetzt eine Maibowle!

Korb mit Waldmeister und Flasche mit grüner Maibowle auf einem Holztisch
Ab Ende April erblüht der Waldmeister, der in die traditionelle Maibowle gehört und mit seinem unverwechselbaren Aroma den Wonnemonat einläutet. Aber Waldmeister schmeckt nicht nur in der grünen Bowle. Mit diesen drei Waldmeisterrezepten können Sie den Mai so richtig auskosten.

 

MAIBOWLE

„Schütte perlenden Wein auf das Waldmeisterlein“, soll ein Benediktinermönch schon im Mittelalter geschrieben haben. Ob das stimmt?

1 Orange
1 l Weißwein

1 Bund Waldmeister
1 Flasche Sekt

Die Orange schälen und in Scheiben schneiden. Mit dem Wein übergießen und den Waldmeister kopfüber hineinhängen. Die Stiele sollten die Bowle nicht berühren.

30 Minuten ziehen lassen, den Waldmeister entfernen und die Bowle mit einer Flasche Sekt auffüllen.

Waldmeisterpflanze mit weißen Blüten im Wald

Waldmeister sammeln

Waldmeister ist ein heimisches Schattengewächs und hauptsächlich in Laub- und Mischwäldern zu finden.
Je früher Sie ernten, umso besser: Denn mit Blütebeginn steigt der Cumarin-Gehalt in den Trieben deutlich. Cumarin ist zwar für das typische Waldmeister­aroma verantwort­lich, aber in hoher Dosierung giftig.